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In wie fern spielt die Sozialisation eine Rolle bei der Berufswahl von Frauen

Title: In wie fern spielt die Sozialisation eine Rolle bei der Berufswahl von Frauen

Seminar Paper , 2009 , 27 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Hamda Ullah (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Im heutigen Zeitalter ist die Frage nach der Berufsfindung der Frau immer essentieller geworden. Im Vergleich zu früher ist die Zahl der Frauen im Berufsleben und somit auf dem Arbeitsmarkt mittlerweile erheblich gestiegen. Mit dieser Entwicklung sind bestimmte Phänomene in den Vordergrund gerückt worden, die früher als selbstverständlich galten und wo der Bedarf diese zu hinterfragen nicht bestand. Ein solches Phänomen sehen wir z.B. darin, dass Frauen sich bei ihrer Berufswahl auf ganz bestimmte Berufe konzentrieren. Folglich ist es interessant zu erfahren, wie ein solches Phänomen zustande kommt und worin die Ursachen dafür liegen. Dies ist als Frage insoweit von Interesse, als dass es die Ungleichheiten in unserer modernen und aufgeklärten Gesellschaft anspricht. In diesem Kontext ist zu beachten, dass neben der Entwicklung der Berufstätigkeit von Frauen auch weitere Entwicklungen bezogen auf das weibliche Geschlecht stattgefunden haben, die hier einfachheitshalber dem Begriff der Frauenemanzipation untergeordnet wurde. Die Frau in der Moderne kann nicht mehr auf eine selbstverständliche Weise in veraltete Traditionsmuster gepresst werden, sondern zeigt sich in der pluralistischen Moderne gleichwertig mit dem Mann. Dieses komplexe Thema soll hier jedoch nur auf den Arbeitsmarkt beschränkt werden, was aber an Komplexität nicht viel Unterschied macht. Der Arbeitsmarkt scheint auf dem ersten Blick bestimmten Gesetzen zu folgen, nach denen Frauen eher in Berufen und beruflichen Positionen zu finden sind, die sich durch geringe Qualifikationsvoraussetzungen, geringen Aufstiegschancen und geringen Verdienst kennzeichnen als in Berufen, die im Kontrast zu all diesen Merkmalen stehen und eher eine Männerdomäne darstellen. Dies ist zu beobachten trotz der Tatsache, dass Frauen mittlerweile zahlenmäßig ebenso häufig höhere Abschlüsse erzielen wie Männer. Es gibt eine Vielzahl an Theorien, die dieses Phänomen zu erklären versuchen. Zwar werden in dieser Arbeit verschiedene Richtungen von Theorieansätzen aufgeführt und anschließend untersucht, jedoch liegt der Schwerpunkt der Untersuchung auf den Sozialisationstheorien, die anders als ökonomische Ansätze auch versuchen die Herkunft bestimmter Wahlhandlungen in Bezug auf die Berufsfindung der Frau zu bestimmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt

2.1. Ökonomische Ansätze

2.2. Der Sozialisationsansatz

2.2.1. Die Geschlechtsrolle

2.2.2. Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung

2.2.3. Geschlechtsspezifische Sozialisation

3. Empirische Befunde

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen der Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere die Frage, warum Frauen häufig in Berufen mit geringerem Einkommen und geringeren Aufstiegschancen zu finden sind, obwohl ihr Bildungsniveau dem von Männern entspricht. Ziel ist es, verschiedene Theorieansätze, wie ökonomische Erklärungsmodelle und den Schwerpunkt bildende Sozialisationstheorien, zu analysieren und deren Plausibilität anhand empirischer Daten zu prüfen.

  • Analyse der horizontalen und vertikalen Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt.
  • Gegenüberstellung von ökonomischen Erklärungsansätzen (Humankapitaltheorie, Diskriminierungstheorien) und Sozialisationstheorien.
  • Untersuchung der Rolle der Geschlechtsrollen und -stereotype bei der Berufsfindung.
  • Empirische Auswertung von ALLBUS-Datensätzen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
  • Diskussion über den Wandel gesellschaftlicher Rollenmuster und deren Einfluss auf die berufliche Laufbahn von Frauen.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

In dem Zeitalter, in dem wir leben, ist die Frage nach der Berufsfindung der Frau immer essentieller geworden. Im Vergleich zu früher ist die Zahl der Frauen im Berufsleben und somit auf dem Arbeitsmarkt mittlerweile erheblich gestiegen. Mit dieser Entwicklung sind bestimmte Phänomene in den Vordergrund gerückt worden, die früher als selbstverständlich galten und wo der Bedarf diese zu hinterfragen nicht bestand. Ein solches Phänomen sehen wir z.B. darin, dass Frauen sich bei ihrer Berufswahl auf ganz bestimmte Berufe konzentrieren. Auf einmal ist es interessant zu erfahren, wie ein solches Phänomen zustande kommt und worin die Ursachen dafür liegen. Dies ist als Frage insoweit interessant, als dass es die Ungleichheiten in unserer modernen und aufgeklärten Gesellschaft anspricht.

In diesem Kontext ist zu beachten, dass neben der Entwicklung der Berufstätigkeit von Frauen auch weitere Entwicklungen bezogen auf das weibliche Geschlecht stattgefunden haben, die ich einfachheitshalber dem Begriff der Frauenemanzipation unterordne. Die Frau in der Moderne kann nicht mehr auf eine selbstverständliche Weise in veraltete Traditionsmuster gepresst werden, sondern zeigt sich in der pluralistischen Moderne gleichwertig mit dem Mann. Dieses komplexe Thema soll hier jedoch nur auf den Arbeitsmarkt beschränkt werden, was aber an Komplexität nicht viel Unterschied macht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der Berufsfindung von Frauen ein, beleuchtet den Anstieg weiblicher Erwerbstätigkeit und benennt die Problematik der Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt trotz zunehmender Bildungsabschlüsse.

2. Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt: Das Kapitel differenziert zwischen horizontaler und vertikaler Segregation und analysiert kritisch ökonomische Ansätze sowie den Sozialisationsansatz zur Erklärung dieser Trennungen.

2.1. Ökonomische Ansätze: Dieser Abschnitt erläutert angebots- und nachfrageseitige Modelle, einschließlich der Humankapitaltheorie sowie Diskriminierungstheorien wie den "tastes for discrimination" von Becker und das Konzept der statistischen Diskriminierung.

2.2. Der Sozialisationsansatz: Hier werden biologische, sozialpsychologische und Persönlichkeits-Sozialisations-Ansätze als Erklärungsmodelle für geschlechtsspezifisches Verhalten diskutiert, wobei der Fokus auf dem Einfluss sozialer Normen liegt.

2.2.1. Die Geschlechtsrolle: Dieses Kapitel definiert die Geschlechtsrolle als Verhaltensnorm und untersucht, wie diese in der Kindheit erlernt wird und welche Rolle Geschlechtsstereotype bei Einstellungsentscheidungen spielen.

2.2.2. Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung: Der Abschnitt betrachtet die traditionelle Arbeitsteilung in Familien und deren Auswirkungen auf die berufliche Ausrichtung der Frau im Hinblick auf ökonomische Abhängigkeit und Rollenzuschreibungen.

2.2.3. Geschlechtsspezifische Sozialisation: Hier wird der vier-schrittige Prozess der Sozialisation, von den gesellschaftlichen Inhalten über die Instanzen bis hin zur Übernahme durch den Sozialisanden, grafisch und textuell erläutert.

3. Empirische Befunde: Dieses Kapitel prüft auf Basis der ALLBUS-Datensätze (1980–2006) Einstellungen zu Vereinbarkeit, Berufswichtigkeit und Geschlechtsstereotypen bei Männern und Frauen.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Berufswahl von einer Vielzahl komplexer Faktoren beeinflusst wird und stellt einen gesellschaftlichen Wandel fest, der die Geschlechtersegregation langfristig verändern könnte.

Schlüsselwörter

Geschlechtersegregation, Arbeitsmarkt, Sozialisation, Berufsfindung, Frauenemanzipation, Humankapitaltheorie, Diskriminierung, Geschlechtsrolle, Geschlechtsstereotype, Arbeitsteilung, Vereinbarkeit, Erwerbsbiografie, ALLBUS-Datensatz, Karriereführung, Sozialisationsinstanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Hintergründe der Geschlechtersegregation auf dem modernen Arbeitsmarkt und hinterfragt, warum Frauen trotz hoher Qualifikationen oft in Berufen mit geringerem Prestige und Einkommen tätig sind.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die ökonomischen Erklärungsansätze für berufliche Segregation sowie die Rolle der geschlechtsspezifischen Sozialisation bei der Prägung von Berufswahlentscheidungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel besteht darin, zu klären, inwieweit individuelle Präferenzlegungen (Sozialisation) oder externe Barrieren (Arbeitgeberentscheidungen) für die ungleiche Verteilung der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt verantwortlich sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung verschiedener soziologischer und ökonomischer Ansätze, ergänzt durch eine empirische Auswertung kumulierter ALLBUS-Daten von 1980 bis 2006.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu ökonomischen Modellen und Sozialisationstheorien sowie einen empirischen Teil, der mittels Kreuztabellen die Einstellungen von Frauen und Männern zu Arbeit, Familie und Karriere vergleicht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Geschlechtersegregation, Sozialisationsansatz, Humankapitaltheorie, Diskriminierungstheorien und Geschlechtsrollen.

Wie unterscheidet sich der Sozialisationsansatz von der Humankapitaltheorie?

Während die Humankapitaltheorie von einem rationalen Nutzen-Kosten-Kalkül der Frau ausgeht, fokussiert der Sozialisationsansatz auf unbewusste Einschränkungen und die Internalisierung von gesellschaftlich normierten Geschlechterrollen.

Zu welchem Schluss kommt die Autorin hinsichtlich der Arbeitgeber?

Die Autorin stellt fest, dass Arbeitgeber durch Diskriminierungstheorien (z.B. statistische Diskriminierung) Einfluss auf die Chancenverteilung nehmen, da sie bei unsicheren Informationen über Bewerber auf geschlechtsspezifische Erwartungswerte zurückgreifen.

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Details

Title
In wie fern spielt die Sozialisation eine Rolle bei der Berufswahl von Frauen
College
University of Duisburg-Essen  (Soziologie)
Grade
2,0
Author
Hamda Ullah (Author)
Publication Year
2009
Pages
27
Catalog Number
V147530
ISBN (eBook)
9783640583188
ISBN (Book)
9783640583546
Language
German
Tags
Sozialisation Rolle Berufswahl Frauen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hamda Ullah (Author), 2009, In wie fern spielt die Sozialisation eine Rolle bei der Berufswahl von Frauen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147530
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