Der Beginn des 21. Jahrhunderts ist geprägt von einer stetig wachsenden Liberalisierung der Märkte sowie durch eine Zunahme der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Integration auf globaler Ebene. Fallende Handelsbarrieren und die zunehmende Harmonisierung der Märkte führen zu einem offenen Marktplatz. Damit einher geht der Trend zur Globalisierung der Unternehmensaktivitäten. Dieser ist wiederum gekennzeichnet von steigenden Kundenanforderungen und einer ständig fortschreitenden Entwicklung des technologischen Umfeldes. So führt die verstärkte Anwendung von neuen und innovativen Informations- und Kommunikationstechniken dazu, dass die Unternehmen einem ständigen Wandel innerhalb der verschiedenen Funk-tionsbereiche ausgesetzt sind, um die künftige Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten oder einen Wettbewerbsvorsprung realisieren zu können. Auch die betriebswirt-schaftliche Querschnittsfunktion „Logistik“ steht diesem Veränderungsdruck entgegen. Seit dem Beginn der 80er Jahre wurde eine Vielzahl von empirischen Studien veröffentlicht, die sich mit der Entwicklung der Logistik und dem Supply Chain Management auseinandersetzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Struktur und Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen der Logistik
2.1 Definition und Bedeutung der Logistik
2.2 Ziele und Aufgaben der Logistik
2.3 Entwicklungsphasen der Logistik
4. Supply Chain Management
4.1 Zielsetzungen des Supply Chain Managements
4.2 Abgrenzung, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zur Logistik
5. Abschließende Betrachtung
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Hausarbeit untersucht die konzeptionellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Logistik und Supply Chain Management, um die häufig synonyme Verwendung dieser Begriffe kritisch zu hinterfragen und die spezifischen Einsatzbereiche sowie Rahmenbedingungen beider Ansätze gegeneinander abzugrenzen.
- Grundlagen und Definitionen der Logistik
- Entwicklungsstufen der logistischen Konzepte
- Zielsetzungen und Effizienzpotenziale des Supply Chain Managements
- Abgrenzung der strategischen Rahmenbedingungen
- Herausforderungen bei der praktischen Implementierung
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition und Bedeutung der Logistik
Der Begriff „Logistik“ ist in der Vergangenheit von vielen Wirtschaftsautoren in vielfältigen Variationen definiert worden. Zur Findung einer Basis des einheitlichen Verständnisses wird in dieser Ausarbeitung unter der Begrifflichkeit die integrierte Planung, Gestaltung, Abwicklung und Kontrolle von Lager- und Transportvorgängen sowie der dazugehörigen Informationsflüsse innerhalb und zwischen Unternehmen, vom Unternehmen zum Endverbraucher einschließlich der Entsorgungswege verstanden. Die Planung beschäftigt sich mit der Konzeption und Vorbereitung logistischer Aktivitäten, die Gestaltung beispielsweise mit dem Bau von Lagereinrichtungen und Systemen oder der Entwicklung von Softwaretools zur effizienten Prozessunterstützung. Unter Abwicklung wird die Durchführung und Organisation eines reibungslosen Ablaufes der Lager- und Transportprozesse zusammengefasst. Die Kontrolle dient zum einen der unmittelbaren Überwachung des physikalischen Materialflusses und zum anderen der Leistungsüberprüfung mit dem Ziel, Schwachstellen und Verbesserungspotenziale aufzudecken, um letztendlich die Unternehmenseffizienz zu steigern. Als Logistikobjekte werden heute Waren, Güter und Materialien von Anlagen und Systemen sowie auch Personen, Werte und Informationen verstanden. Auf welche Weise die Logistik die verschiedenen Wirtschaftsbereiche verbindet, visualisiert die nachfolgende Abbildung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das wirtschaftliche Umfeld der Globalisierung ein und begründet die Notwendigkeit der Untersuchung von Logistik und Supply Chain Management aufgrund von Unklarheiten in der Begriffsverwendung.
2. Grundlagen der Logistik: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Logistik, erläutert deren Ziele und Aufgaben sowie die geschichtliche Entwicklung vom rein funktionalen Bereich hin zum ganzheitlichen Managementansatz.
4. Supply Chain Management: Der Abschnitt erläutert den SCM-Ansatz, dessen Zielsetzungen wie Kostensenkung, Qualitätsvorteile und Flexibilität, und grenzt ihn systematisch von der klassischen Logistik ab.
5. Abschließende Betrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass eine synonyme Verwendung beider Begriffe fachlich nicht ratsam ist, und diskutiert die Herausforderungen bei der Implementierung von SCM-Partnerschaften.
Schlüsselwörter
Logistik, Supply Chain Management, Materialfluss, Informationsfluss, Wertschöpfungskette, Logistikeffizienz, TUL-Logistik, Wettbewerbsvorteile, Prozessorientierung, Kooperationsmanagement, Kostensenkungsdruck, Unternehmenssteuerung, Lagerhaltung, Schnittstellenmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der begrifflichen und inhaltlichen Abgrenzung zwischen der klassischen Logistik und dem Supply Chain Management (SCM).
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Fokus stehen die Definitionen beider Begriffe, die historischen Entwicklungsphasen der Logistik sowie die strategischen Rahmenbedingungen und Ziele des SCM.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu klären, wo die Unterschiede zwischen Logistik und SCM liegen, da in der Praxis beide Begriffe häufig ungenau oder synonym verwendet werden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle wissenschaftliche Werke und Wirtschaftsberichte zur Definition und Abgrenzung der beiden Managementkonzepte herangezogen wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen der Logistik (Stufenmodell), die Zielsetzungen des SCM und einen direkten Vergleich der jeweiligen Rahmenbedingungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind unter anderem Logistik, SCM, Wertschöpfungskette, Prozessorientierung und Effizienzsteigerung.
Warum ist eine synonyme Verwendung von Logistik und SCM laut Autor nicht sinnvoll?
Aufgrund der unterschiedlichen Aufgabenschwerpunkte – unternehmensinterne Gestaltung vs. unternehmensübergreifende Koordination – sowie abweichender Rahmenbedingungen wird eine Gleichsetzung als nicht ratsam erachtet.
Welche Rolle spielen die "6 R's der Logistik" in diesem Kontext?
Sie dienen zur Definition der Logistikeffizienz und beschreiben den System-Output, der notwendig ist, um die Versorgungssicherheit im Unternehmen zu gewährleisten.
- Quote paper
- Marco Hansen (Author), 2009, Logistik vs. Supply Chain Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147578