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Presselenkung im Dritten Reich - Handlungen und Wirkungen im Überblick

Titel: Presselenkung im Dritten Reich - Handlungen und Wirkungen im Überblick

Seminararbeit , 2007 , 14 Seiten , Note: 2

Autor:in: Mathias Hetmank (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit soll, wie bereits dem Untertitel zu entnehmen, einen Überblickscharakter haben. Sie hat zum Ziel einen geeigneten Umriss des Zusammenspiels der unterschiedlichsten Faktoren der NS-Presselenkung zugeben. Dies soll durch die Gegenüberstellung der Handlungen mit den dazugehörigen Ansprüchen und den Wirkungen im Pressewesen Deutschlands geschehen. Mit dieser Gegenüberstellung wird einerseits versucht das Verständnis für die Vielschichtigkeit der Presselenkung zu erleichtern, und anderseits ein zusammenhängendes Gesamtbild zu vermitteln.
Letzteres ist zweifelsohne im Rahmen dieser Arbeit nicht konsequent und in alle Details eindringend zu verwirklichen. Dies ist der enormen Komplexität des Lenkungsapparates geschuldet. Doch gerade diese Komplexität macht dieses Thema für einen ausgearbeiteten Überblick interessant.
Im Folgenden wird folglich eine Zusammenstellung der größten Faktoren der Propaganda im Bereich der Presse erfolgen, die sich an den bisher erforschten Komponenten orientiert und schließlich ein Bild entstehen lassen wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Handlungen der Presselenkung

2.1 Die institutionelle Ebene

2.2 Die inhaltliche Ebene

2.3 Die wirtschaftliche Ebene

3 Wirkungen der Presselenkung

3.1 Die Konsequenzen im Pressewesen

3.1.1 Aufnahme in die Pressestruktur

3.1.2 Weiterleitung der Information

3.1.3 Die journalistische Aufarbeitung der Information

3.1.4 Verkauf der Zeitung an den Leser

3.2 Die Folgen für die Presselandschaft und die Korrekturversuche des NS-Regimes

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über das Zusammenspiel der verschiedenen Faktoren der nationalsozialistischen Presselenkung. Dabei steht die Gegenüberstellung von staatlichen Handlungen und den resultierenden Wirkungen im deutschen Pressewesen im Fokus, um ein Verständnis für die Vielschichtigkeit des Lenkungsapparates zu vermitteln.

  • Strukturelle Maßnahmen und institutionelle Kontrolle durch das NS-Regime
  • Einflussnahme auf die inhaltliche Gestaltung und Nachrichtenvermittlung
  • Wirtschaftliche Instrumente zur Unterdrückung von Pressekonkurrenz
  • Die Auswirkungen der Lenkung auf die journalistische Praxis
  • Folgen für die Qualität und Vielfalt der deutschen Presselandschaft

Auszug aus dem Buch

2.1 Die institutionelle Ebene

Unter den beschriebenen Verhältnissen entwickelte sich der Aufbau eines Systems für die Presselenkung, dass sich später in diesen Rahmen einfügte und in ihm aufging. Da die Presselenkung nur ein Teil des Unternehmens, sich die gesamte Medienmacht Deutschlands zu sichern und sie zu kontrollieren, war, wird deutlich, dass neben Rundfunk, Theater, Film, Musik und bildender Kunst die Ausübung der Kontrolle ein enormes Unterfangen gewesen ist. Zur Bewältigung dieser Aufgabe wurde am 13.03.1933 das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP) gegründet. Dieses Ministerium verband alle Bereiche deutscher Medien unter sich und leitete ihre Aufeinanderabstimmung für die nationalsozialistische Propaganda.

Neben dem Aufbau einer geeigneten Verwaltungsstruktur bestand die Notwendigkeit, klare Voraussetzungen für einen immer systematischeren Eingriff in das Pressewesen zu schaffen. Die direkten Maßnahmen im Bereich der institutionellen Ebene, die aus diesem Umstand hervorgehen, sind die Gründung der Reichskulturkammer (RKK) und der Erlass des Schriftleitergesetzes. Diese ermöglichten eine systematische Personalkontrolle. Die 22.09.1933 gegründete RKK, deren Präsident ebenfalls Dr. Joseph Goebbels war, diente neben dem RMVP der Zusammenfassung der massenwirksamen Medien unter nationalsozialistischer Führung. Für das Thema dieser Arbeit interessant ist dabei die Reichspressekammer. Ihr oblag die Umsetzung des Schriftleitergesetzes von 04.10.1933. Dieses Gesetz „reglementierte die Zulassung zu den bisher völlig freien Presseberufen, entband den Journalisten vom politischen Weisungsrecht seines Verlegers und nahm ihn in die Pflicht des Staates“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert den Überblickscharakter der Arbeit und skizziert die methodische Gegenüberstellung von staatlichen Handlungen und deren Wirkungen im Pressewesen.

2 Handlungen der Presselenkung: Das Kapitel beschreibt die rechtlichen und organisatorischen Maßnahmen des NS-Regimes, um das Pressewesen systematisch zu unterwandern und zu lenken.

2.1 Die institutionelle Ebene: Hier wird die Gründung des RMVP sowie die Etablierung der Reichskulturkammer und des Schriftleitergesetzes als Instrumente der Personalkontrolle analysiert.

2.2 Die inhaltliche Ebene: Dieses Kapitel erläutert, wie durch das Deutsche Nachrichten Büro (DNB) und die Reichspressekonferenz (RPK) die inhaltliche Ausrichtung der Presse kontrolliert wurde.

2.3 Die wirtschaftliche Ebene: Fokus auf die Enteignung und ökonomische Verdrängung missliebiger Zeitungen durch Gesetze und die sogenannten Amann-Anordnungen.

3 Wirkungen der Presselenkung: Eine Analyse der praktischen Konsequenzen der Lenkungsmaßnahmen entlang der Entstehungskette eines Presseerzeugnisses.

3.1 Die Konsequenzen im Pressewesen: Untersuchung der verschiedenen Phasen der journalistischen Arbeit unter dem NS-Einfluss.

3.1.1 Aufnahme in die Pressestruktur: Die Selektion von Nachrichten durch das DNB und die Einführung geheimer Nachrichten-Graduierungen.

3.1.2 Weiterleitung der Information: Beschreibung der zentralen Informationssteuerung durch RPK und DNB an die Journalisten.

3.1.3 Die journalistische Aufarbeitung der Information: Erläuterung, wie Einschüchterung und das Schriftleitergesetz zur Selbstzensur der Journalisten führten.

3.1.4 Verkauf der Zeitung an den Leser: Zusammenfassung der wirtschaftlichen Monopolisierung des Zeitungsmarktes.

3.2 Die Folgen für die Presselandschaft und die Korrekturversuche des NS-Regimes: Analyse der resultierenden Uniformität, des Qualitätsverlusts und der letztlich gescheiterten Versuche, durch liberale Fassaden Attraktivität zurückzugewinnen.

4 Zusammenfassung: Abschließende Betrachtung, die festhält, dass trotz systematischer Bemühungen das Ziel einer lückenlosen Meinungsprägung an mangelnder Qualität und Glaubwürdigkeit scheiterte.

Schlüsselwörter

Presselenkung, Drittes Reich, NS-Propaganda, Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Schriftleitergesetz, Reichskulturkammer, Gleichschaltung, Deutsches Nachrichten Büro, Reichspressekonferenz, Amann-Anordnungen, Medienkontrolle, Pressevielfalt, Totalitarismus, Journalismus, Nachrichtenselektion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Instrumente und Wirkungsweisen der nationalsozialistischen Presselenkung im Zeitraum des Dritten Reiches.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die institutionelle Kontrolle, die inhaltliche Steuerung durch Propaganda sowie die wirtschaftliche Verdrängung konkurrierender Presseerzeugnisse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Umriss des Zusammenspiels verschiedener Lenkungsfaktoren aufzuzeigen und ein zusammenhängendes Gesamtbild der Auswirkungen auf das Pressewesen zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematisierte Gegenüberstellung der staatlichen Maßnahmen mit den daraus resultierenden Auswirkungen auf die journalistische Praxis, ergänzt durch die Auswertung historischer Quellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Handlungsfelder (Institution, Inhalt, Wirtschaft) sowie deren konkrete Konsequenzen für den Entstehungsprozess einer Zeitung bis hin zum Verkauf an den Leser.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Presselenkung, Gleichschaltung, NS-Propaganda, Schriftleitergesetz und die institutionelle Medienkontrolle.

Wie genau beeinflusste das DNB die Inhalte?

Das DNB fungierte als größte Nachrichtenquelle, die Informationen vorselektierte und in verschiedene Geheimhaltungsgrade unterteilte, um den Informationsfluss zu kontrollieren.

Warum scheiterten die Versuche zur Qualitätsverbesserung?

Korrekturversuche, wie etwa die Etablierung liberaler Schein-Zeitungen, konnten das tiefe Misstrauen der Bevölkerung gegenüber der uniformen und unkritischen NS-Presse nicht überwinden.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Presselenkung im Dritten Reich - Handlungen und Wirkungen im Überblick
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Geschichte)
Veranstaltung
Medien im Dritten Reich
Note
2
Autor
Mathias Hetmank (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
14
Katalognummer
V147638
ISBN (eBook)
9783640581566
ISBN (Buch)
9783640582112
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Drittes Reich Pressewesen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mathias Hetmank (Autor:in), 2007, Presselenkung im Dritten Reich - Handlungen und Wirkungen im Überblick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147638
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Leseprobe aus  14  Seiten
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