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Die tribunicia potestas im Prinzipat des Augustus

Titre: Die tribunicia potestas im Prinzipat des Augustus

Dossier / Travail de Séminaire , 2003 , 25 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Sebastian Rosche (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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In der hier vorliegenden Arbeit steht die Struktur der neuen Regierungsform Prinzipat im Vordergrund. Den Kern der neuen Form von Herrschaft durch Augustus bildete dessen Zugriff auf die tribunicia potestas und das imperium proconsulare. Auf den Vollmachten der Volkstribune basierend stellte die tribunizische Gewalt ein „Bündel speziell definierter Rechte“ dar, welche geeignet waren, die rechtliche Handhabe für eine wirksame Kontrolle des Staates zu liefern. Indem man die Rechte vom eigentlichen Amt loslöste, konnte Augustus als privatus eng mit der Administration des Staates verknüpft bleiben und damit, auch ohne selbst ein öffentliches Amt zu bekleiden, die Politik Roms maßgeblich bestimmen.
Die tribunicia potestas kann nicht über alle Phasen des augusteischen Prinzipats hinweg untersucht werden. Drei Punkte stehen deshalb im Zentrum, welche die Funktion der tribunizischen Gewalt innerhalb der neuen Regierungsform näher verdeutlichen: Im ersten Abschnitt wird dargestellt werden, welche genauen Rechte und Befugnisse mit der tribunizischen Gewalt verknüpft waren und auf welche Weise diese im Prinzipat Anwendung fand. Dabei werden vor allem die inhaltliche Ausstattung und die Ausübung des Volkstribunenamtes zur Zeit der Republik beschrieben. In einem nächsten Schritt wird untersucht, inwiefern die verschiedenen Quellenüberlieferungen von der Übertragung der tribunicia potestas an Augustus berichten. Neben den Res Gestae des Augustus steht als Hauptquelle der historiographische Bericht des Cassius Dio zur Verfügung, dessen Aussagen mit denen von Appian, Orosius und Tacitus verglichen werden sollen. Daran schließt sich im dritten Teil der Arbeit eine Darstellung der historischen Ereignisse des Jahres 23 v. Chr. an, welche für eine Untersuchung der Bedeutung der tribunizischen Gewalt unerlässlich ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rolle und Funktion der tribunizischen Gewalt in der späten Republik und im Kaiserreich

3. Die historischen Quellen zur Übertragung der tribunicia potestas und ihre Diskussion in der Geschichtswissenschaft

4. Die historischen Ereignisse des Jahres 23 v. Chr.

5. Schlussbetrachtungen

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Stellenwert und die Bedeutung der tribunicia potestas innerhalb der neuen Regierungsform des Prinzipats unter Augustus. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der historischen Quellen und der wissenschaftlichen Diskussion über die schrittweise Übertragung dieser tribunizischen Gewalt, eingebettet in den Kontext der politischen Umbrüche des Jahres 23 v. Chr.

  • Analyse der Rolle und Funktion der tribunizischen Gewalt in der späten Republik
  • Kritische Quellenanalyse und wissenschaftliche Diskussion zur Übertragung der tribunicia potestas
  • Untersuchung der politischen Ereignisse des Jahres 23 v. Chr. als entscheidender Wendepunkt
  • Beleuchtung der tribunizischen Gewalt als rechtliches Instrument der kaiserlichen Herrschaftssicherung

Auszug aus dem Buch

3. Die historischen Quellen zur Übertragung der tribunicia potestas und ihre Diskussion in der Geschichtswissenschaft

Versucht man die schrittweise Übertragung der tribunizischen Gewalt an Augustus anhand der Quellenüberlieferungen nachzuvollziehen, stößt man in den zur Verfügung stehenden Traditionen auf Disparitäten in der Darstellung. Besonders für den hier zu bearbeitenden Sachverhalt weisen die wichtigsten Überlieferungen sowohl chronologische als auch inhaltliche Unterschiede auf. Die große Bedeutung der Quellentexte für die Kennzeichnung des historischen Ablaufs vom Übergang der Republik zum Patriziat eröffnete deshalb einen lang anhaltenden wissenschaftlichen Diskurs, der sich zum einen um die Richtigkeit der Quellenüberlieferungen und zum anderen um die Korrektheit ihrer Interpretation durch die Forschung selbst drehte.

Den Ausgangspunkt für die Diskussion bilden drei Quellen, die folgendes berichten: 1. In der `Rwmaik£ des alexandrinischen Geschichtsschreibers Appian (gest. um 160) heißt es in den Angaben zum Jahr 36 v.Chr.: ef' oŒj aÙtÕn eÙfhmoàntej e†lonto d»marcon ™j ¢e…, dihneke‹ ¥ra ¢rcÁ protršponej tÁj protšraj ¢postÁnai. 2. Die darin aufgeführte Übertragung der tribunizischen Gewalt an Augustus auf Lebenszeit wird durch Orosius (gest. nach 418) bestätigt, der fast dreihundert Jahre später in seinen Historiae adversum paganos zum selben Aspekt schreibt: ouans Vrbem ingressus ut in perpetuum tribuniciae potestatis esset, a senatu decretum est. 3. Demgegenüber schildert Cassius Dio (gest. nach 229) in seiner „Römischen Geschichte“ für das Jahr 36 v. Chr. nur eine Verleihung der mit dem Volkstribunenamt verbundenen sacrosanctitas und des ius subselli, also des Rechtes auf der Tribunenbank im Senat Platz nehmen zu dürfen: t»n te oân o„ki£n aÙtù ™yhf…santo, kaˆ tÕ m»te œrgw m»te lÒgw ti Øbr…xesqai [...] kaˆ g¦r ™pˆ tîn aÙtîn b£qrwn sigkaqšxesqai sf…sin œlabe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungslage zum Prinzipat dar und definiert den Fokus auf die tribunicia potestas sowie das imperium proconsulare als Kern der augusteischen Herrschaftsstruktur.

2. Rolle und Funktion der tribunizischen Gewalt in der späten Republik und im Kaiserreich: Hier wird die rechtliche und historische Ausstattung des Volkstribunats in der Republik analysiert, um dessen Funktion und Eignung als Machtinstrument für den Prinzipat zu bewerten.

3. Die historischen Quellen zur Übertragung der tribunicia potestas und ihre Diskussion in der Geschichtswissenschaft: Dieses Kapitel vergleicht kontroverse Quellenberichte und die verschiedenen wissenschaftlichen Interpretationsansätze zur schrittweisen Übertragung der tribunizischen Gewalt an Augustus.

4. Die historischen Ereignisse des Jahres 23 v. Chr.: Der Abschnitt beleuchtet den historischen Kontext des Jahres 23 v. Chr., insbesondere den Rücktritt des Augustus vom Konsulat und die gleichzeitige Verleihung der tribunizischen Gewalt, als entscheidende Phase der Prinzipatsbildung.

5. Schlussbetrachtungen: Die Schlussbetrachtungen fassen die Ergebnisse zusammen und betonen die Einordnung der tribunizischen Gewalt als ein zentrales, auf historischen Vorbildern beruhendes Instrument der augusteischen Machtkonstituierung.

6. Literaturverzeichnis: Dies ist ein systematisches Verzeichnis der herangezogenen antiken Quellen, Monographien sowie Aufsätze zur Untersuchung.

Schlüsselwörter

Augustus, Prinzipat, tribunicia potestas, Volkstribunat, sacrosanctitas, imperium, Quellenkritik, Cassius Dio, römische Verfassungsgeschichte, Machtinstrument, Senat, Konsulat, Res Gestae, politische Herrschaft, Rechtsetzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die tribunicia potestas als wesentliches Element der augusteischen Herrschaftsform, dem Prinzipat, und untersucht deren historische Entwicklung und Bedeutung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Struktur des Prinzipats, die Rolle des Volkstribunats, der historische Kontext des Jahres 23 v. Chr. sowie die kritische Auseinandersetzung mit antiken Quellen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Stellenwert und die tatsächliche Bedeutung der tribunizischen Gewalt innerhalb der neuen Regierungsstruktur des Augustus präzise zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine historisch-kritische Methode, indem Quellenberichte (u.a. von Cassius Dio, Appian, Orosius) gegenübergestellt und mit aktuellen Forschungsergebnissen sowie epigraphischen Befunden abgeglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung der tribunizischen Rechte in der Republik, der wissenschaftlichen Debatte um die Datierung und Interpretation der Übertragung an Augustus sowie den Ereignissen des Jahres 23 v. Chr.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Augustus, Prinzipat, tribunicia potestas, Volkstribunat, imperium, Quellenkritik, Cassius Dio und römische Verfassungsgeschichte.

Warum spielt das Jahr 23 v. Chr. in der Untersuchung eine zentrale Rolle?

Das Jahr 23 v. Chr. gilt als entscheidender Wendepunkt, da Augustus in diesem Jahr sein Konsulat niederlegte und die tribunizische Gewalt in einer Weise erhielt, die zum Grundpfeiler seiner Herrschaft wurde.

Wie bewertet die Arbeit die Glaubwürdigkeit der verschiedenen antiken Quellen?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Bericht von Cassius Dio im Vergleich zu anderen Quellen wie Appian oder Orosius als besonders vertrauenswürdig für die Rekonstruktion des Transformationsprozesses der augusteischen Macht einzustufen ist.

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Résumé des informations

Titre
Die tribunicia potestas im Prinzipat des Augustus
Université
Humboldt-University of Berlin
Note
1,0
Auteur
Sebastian Rosche (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
25
N° de catalogue
V147655
ISBN (ebook)
9783640585724
ISBN (Livre)
9783640585960
Langue
allemand
mots-clé
Tribunizische Gewalt tribunicia potestas imperium Volkstribunat Prinzipat Römisches Kaiserreich Rom Kaiser Augustus trib. pot. princeps
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sebastian Rosche (Auteur), 2003, Die tribunicia potestas im Prinzipat des Augustus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147655
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Extrait de  25  pages
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