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Westlich-erotische Haremsphantasien. Die Verknüpfung von Orient-Sexualität-Sinnlichkeit-Grausamkeit

Title: Westlich-erotische Haremsphantasien. Die Verknüpfung von Orient-Sexualität-Sinnlichkeit-Grausamkeit

Term Paper , 2020 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Rümeysa Özcelik (Author)

Art / Science of Art / Art History
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Summary Excerpt Details

Der Harem, ein Ort, der für einige Männer Wunder wahr werden lässt: sexuelle Wunscherfüllung, ohne Widerstand der Frauen, die zu Sklavinnen gemacht der Literatur, als auch in der Kunst wiederfinden. Die Arbeit beschäftigt sich mit westlich-erotisierten Haremsphantasien und deren Ursprung. Zu Beginn wird eine Malerei des 19.Jahrhunderts vorgestellt, um im weiteren Verlauf der Ausarbeitung die Phantasien und ihren Ursprung herauszuarbeiten. Es soll ein Bild darüber geschaffen werden, wie Kultur, Religion, Mentalität, Welt- und Selbstbildnis aufeinander Bezug nehmen, so Voreingenommenheit konstruieren können und durch Fremdtypisierung "das Andere" hervorbringt. Um ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie "das Andere" definiert werden kann, werden die religiösen Differenzen zwischen dem Christentum und dem Islam gegenübergestellt und unter anderem mit Koranversen belegt. Dabei wird auf die Mehrehe des Sultans und auf die Vorstellung des Harems als ein "Lustgemach" eingegangen. Zusätzlich werden die innere Motivation bzw. Bedürfnis des christlichen Westens und des islamischen Osten angerissen. Angemerkt sei, dass sich die ausgewählten Literaturen grundsätzlich auf das Osmanische Reich beschränken. Damit der Thematik neben den Fachliteraturen eine andere Art des Einblicks gewährt werden kann, kommt eine Autobiografie zum Einsatz. Dabei handelt es sich um das Buch: Harem - westliche Phantasien, östliche Wirklichkeit von Fatima Mernissi. Im Anschluss der Arbeit werden einzelne Bildelemente des Werkes "Die Haremsdienerin" von Trouillebert aufgegriffen und interpretiert, um die christlichen Phantasien zusammenzufassen und ein Resümee zu ziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Die Haremsdienerin“ 1874 von Paul-Désiré Trouillebert

3. Das Leben einer Haremssklavin

3.1 Der Weg in den Harem

3.2 Die Ausbildung zur Haremssklavin

3.3 Ihre Stellung in der Haremshierarchie

4. Die „Vielweiberei“ des Sultans

4.1 Die Schaffung eines christlichen Gegenbildes: Der Islam

4.2 Der Harem: „ein reines Lustgemache des osmanischen Sultans“

5. Der westlich-christliche und der östlich-islamische Harem

5.1 Eine islamische Legitimation?

6. Auswertung und Interpretation: „Die Haremsdienerin“ 1874 von Paul-Désiré Trouillebert

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die westliche Konstruktion und Wahrnehmung von Haremsphantasien in der Kunst und Literatur des 19. Jahrhunderts. Das primäre Ziel ist es, die Verknüpfung von Orient, Sexualität, Sinnlichkeit und Grausamkeit in der westlichen Vorstellungswelt zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, wie diese Stereotype durch Malerei und literarische Quellen geformt wurden.

  • Analyse des Gemäldes „Die Haremsdienerin“ von Paul-Désiré Trouillebert.
  • Untersuchung der Lebensbedingungen und der Hierarchien von Frauen im Harem.
  • Gegenüberstellung christlicher und islamischer Moralvorstellungen/Gegenbilder.
  • Deconstruction der westlichen Projektionen auf den orientalischen Harem.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Der Harem, ein Ort, der einige Männer Wunder wahr werden lässt: sexuelle Wunscherfüllung, ohne Widerstand der Frauen, die Sklavinnen gemacht wurden. Solche westlichen Darstellungen von Haremsdamen lassen sich sowohl in der Literatur, als auch in der Kunst wiederfinden. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit westlich-erotisierten Haremsphantasien und deren Ursprung. Zu Beginn wird eine Malerei des 19. Jahrhunderts (im Anhang) vorgestellt, um im weiteren Verlauf der Ausarbeitung die Phantasien und ihren Ursprung herauszuarbeiten.

Es soll ein Bild darüber geschaffen werden, wie Kultur, Religion, Mentalität, Welt- und Selbstbildnis aufeinander Bezug nehmen, so Voreingenommenheit konstruieren können und durch Fremdtypisierung „Das Andere“ hervorbringt. Um ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie „das Andere“ definiert werden kann, werden die religiösen Differenzen zwischen dem Christentum und dem Islam gegenübergestellt und unter anderem mit Koranversen belegt. Dabei wird auf die Mehrehe des Sultans und auf die Vorstellung des Harems als ein „Lustgemach“ eingegangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der westlichen Haremsdarstellungen ein und erläutert die Forschungsintention, Stereotype und deren religiöse sowie kulturelle Hintergründe zu untersuchen.

2. „Die Haremsdienerin“ 1874 von Paul-Désiré Trouillebert: In diesem Kapitel wird das spezifische Gemälde von Trouillebert deskriptiv eingeführt, das als Ausgangspunkt für die Analyse der Harems-Ikonographie dient.

3. Das Leben einer Haremssklavin: Dieses Kapitel widmet sich der sozialen Realität im Harem, angefangen beim Erwerb der Sklavinnen über deren Ausbildung bis hin zur internen Hierarchie.

4. Die „Vielweiberei“ des Sultans: Hier werden die islamische Praxis der Mehrehe und die Entstehung westlicher Gegenbilder bzw. Klischees des „Lustgemaches“ kritisch beleuchtet.

5. Der westlich-christliche und der östlich-islamische Harem: Ein Vergleich der beiden Kulturkreise hinsichtlich ihrer Moralvorstellungen und der jeweils konstruierten Feindbilder.

6. Auswertung und Interpretation: „Die Haremsdienerin“ 1874 von Paul-Désiré Trouillebert: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse zur Malerei im Kontext der zuvor untersuchten Klischees und Machtverhältnisse.

7. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Abhängigkeit von Literatur und Kunst bei der Vermittlung kultureller Bilder und der kritische Blick auf die Konstruktion von Orient-Phantasien.

Schlüsselwörter

Harem, Orientalismus, Sexualität, Sklavinnen, Paul-Désiré Trouillebert, Christentum, Islam, Vielweiberei, Machtstrukturen, Haremshierarchie, Stereotype, kulturelle Konstruktion, Frauenbild, Malerei, Fremdtypisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse westlicher Haremsphantasien und hinterfragt, wie durch Kunst und Literatur ein Bild vom Orient konstruiert wurde, das stark von Vorurteilen und erotisierten Projektionen geprägt ist.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Lebensrealität im Harem, die religiöse Rechtfertigung und Abgrenzung zwischen Christentum und Islam sowie die ikonographische Auswertung des Gemäldes „Die Haremsdienerin“.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, warum „Orient“, „Sexualität“, „Sinnlichkeit“ und „Grausamkeit“ in westlichen Vorstellungen des Harems untrennbar miteinander verknüpft wurden und welche Rolle dabei die Malerei für das westliche Fremdbild spielte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine kunst- und kulturwissenschaftliche Analyse, die deskriptive Bildbeschreibung mit einer Literaturanalyse religiöser und historischer Texte kombiniert, um Diskurse der Fremdtypisierung freizulegen.

Was genau wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit der sozialen Struktur des Harems, eine Analyse der Koranverse zur Ehe und eine kontrastierende Gegenüberstellung der Wahrnehmung von Moral in der westlichen und islamischen Welt.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch für die Arbeit?

Die Arbeit nutzt Begriffe wie „Orientalismus“, „Fremdtypisierung“, „Haremshierarchie“ und „Sinnlichkeit“, um die Diskrepanz zwischen realem Leben und westlicher Projektion zu verdeutlichen.

Welche besondere Bedeutung hat das Gemälde von Trouillebert?

Das Gemälde dient als zentrales Fallbeispiel, anhand dessen die Autorin aufzeigt, wie stereotype Attribute (Schmuck, Pose, Blicke) genutzt werden, um eine westlich-erotisierte Vorstellung von „männlicher Herrschaft“ und „weiblicher Unterwerfung“ zu festigen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Frau im Harem?

Die Arbeit zeigt auf, dass der Harem nicht nur als reiner Lustort zu verstehen ist, sondern als hochkomplexe soziale Struktur, wobei die Arbeit die Machtlosigkeit der Sklavinnen einerseits und die starren Rollenzuschreibungen im Harem andererseits differenziert betrachtet.

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Details

Title
Westlich-erotische Haremsphantasien. Die Verknüpfung von Orient-Sexualität-Sinnlichkeit-Grausamkeit
College
Braunschweig Academy of fine arts  (Kunstwissenschaft)
Course
Bilder des Anderen in der Kunst der Frühen Neuzeit
Grade
2,3
Author
Rümeysa Özcelik (Author)
Publication Year
2020
Pages
19
Catalog Number
V1477010
ISBN (PDF)
9783389030271
ISBN (Book)
9783389030288
Language
German
Tags
Kunst der Frühren Neuzeit Bilder des Anderen Harem Fantasien Orient Westen Islam Osmanisches Reich Sexualität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rümeysa Özcelik (Author), 2020, Westlich-erotische Haremsphantasien. Die Verknüpfung von Orient-Sexualität-Sinnlichkeit-Grausamkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1477010
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