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Weiß im modernen Ausstellungsraum und ihre gegenwärtige Dominanz. Beherrscht Weiß die Moderne?

Titel: Weiß im modernen Ausstellungsraum und ihre gegenwärtige Dominanz. Beherrscht Weiß die Moderne?

Hausarbeit , 2020 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Rümeysa Özcelik (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Ausarbeitung beschäftigt sich im Wesentlichen mit der Bedeutung der weißen Farbe sowie ihr Auftreten im modernen Ausstellungsraum. Dabei soll die Forschungsfrage: "Beherrscht Weiß die Moderne?" die Arbeit leiten, im Fazit aufgegriffen und beantwortet werden. Um erst einmal eine Basis zu schaffen, soll eine Herleitung erfolgen. Dafür wird der Übergang der pompösen Ausstellungspraxis des 19. Jahrhunderts hin zum schlichten White Cube vorgestellt. Es soll aufgezeigt werden, welche Phasen und Veränderungen dazu beigetragen haben können, dass Weiß sowohl im Innenraum als auch im Außenraum, als die prägende und moderne Farbe gilt. Ob das tatsächlich so ist, oder nicht, wird in dieser Arbeit nicht unbedingt den Schwerpunkt bilden, sondern eher wie und warum der extreme Wechsel in der Ausstellungsform zwischen dem barokkischen 19. Jahrhundert und dem des eher sterilen 20. Jahrhundert stattgefunden hat. Im weiteren Verlauf wird auf die noch heute dominierende Tendenz der weißen Wände Bezug genommen.

Zu Beginn wird ein Exkurs in die Farblehre vollzogen, um die psychologische und symbolische Wirkung der weißen Farbe nachvollziehen zu können. Es ist durchaus relevant wie prägend charakteristische Merkmale für die Wahrnehmung und dessen Verarbeitung sein kann. Weiß war im Klassizismus von großer Bedeutung. Im darauffolgenden Abschnitt soll knapp dargestellt werden, warum das so war. Danach wird die Bauhaus-Bewegung thematisiert, um einen zusätzlichen Einblick auf parallele Entwicklungen unabhängig vom Ausstellungsraum zu ermöglichen und im besten Fall Überschneidungen festzustellen. Das Hauptaugenmerk wird den Ausstellungsräumen des 19. und 20. Jahrhundert gewidmet, um sich der Entwicklung aber auch der Absicht von weißen Wänden bewusst zu werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Farbe-Nichtfarbe: Weiß

3. Weiß im Klassizismus

4. Volkskonzept: Bauhaus

5. Schritt für Schritt in die Richtung des White Cubes

5.1 Das Ausstellungskonzept des 19. Jahrhunderts

5.2 Die Moderne: Es wird anders.

6. Die Macht der weißen Wand

7. Eine dominierende Präsenz?

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die kunsthistorische und psychologische Bedeutung der Farbe Weiß im Kontext des modernen Ausstellungsraums, mit dem Ziel zu klären, inwieweit die Moderne tatsächlich von der weißen Wand beherrscht wird und welche historischen Entwicklungen dazu führten.

  • Historische Entwicklung der Ausstellungspraxis vom 19. Jahrhundert bis zum White Cube
  • Farbpsychologische Wirkung von Weiß und dessen symbolische Bedeutung
  • Einfluss der Bauhaus-Bewegung auf die moderne Architektur und Formensprache
  • Analyse der weißen Wand als Instrument der Kuratierung und Machtausübung
  • Die ästhetische und psychologische Wahrnehmung des sogenannten leeren Raums

Auszug aus dem Buch

Weiß im Klassizismus

Das letzte Drittel des 18. Jahrhunderts begeisterte sich für klassisch-weiße, Antike Skulpturen. Doch liegt in dessen eine falsche Grundannahme, welche sich mithilfe von schreitenden Erkenntnissen aufdecken ließ. Die Antike war nicht weiß, sondern bunt. Grüne Blattwerke verzierten Marmorsäulen und die Augen der Skulpturen waren naturalistisch. Die Farben litten unter den Umständen der Zeit, sie blätterten ab und übrig blieben weiße Marmorbruchstücke. Die Antike Polychromie ist seit dem 18. Jahrhundert bekannt jedoch diskutiert man bis ins 19. Jahrhundert andauernd über den Umfang der Farbigkeit. Nichtsdestotrotz war der Klassizismus von der Vorstellung einer weißen Antike geprägt. Weiß wurde zum Maßstab eines überhöhten und sakralisierenden Kunstbegriffs, gegenüber der Farbigkeit, Vielheit und Säkularität der Welt steht und sich vom weltlichen Chaos des Alltags reinigt. Diese Annahme verstärkt die Vorstellung eines einfältigen und reinlichen. Es entsteht eine Dichotomie zur Buntheit. Architekturen wurden, wenn auch irrtümlich, nach den antiken Vorbildern errichtet. So sollten, besonders Gebäuden, die der Kunst gewidmet waren, durch die Weißtöne herausstechen. Dabei verfolgte man in der Ensemblewirkung der verschiedenen Bauwerke eine kühle Distanz, auch „splendid isolation“ genannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert die Forschungsfrage nach der Dominanz der Farbe Weiß und skizziert den historischen Übergang der Ausstellungspraxis.

2. Farbe-Nichtfarbe: Weiß: Erläutert die naturwissenschaftlichen und symbolischen Grundlagen der Farbe Weiß als Summe aller Lichtfarben.

3. Weiß im Klassizismus: Beschreibt die historisch falsche, aber prägende Vorstellung einer weiß-antiken Skulptur während des Klassizismus.

4. Volkskonzept: Bauhaus: Analysiert den Einfluss des Bauhauses auf die funktionale Architektur und das minimalistische Design.

5. Schritt für Schritt in die Richtung des White Cubes: Untersucht die Transformation des Ausstellungsraums und die historische Entwicklung der Hängung.

6. Die Macht der weißen Wand: Diskutiert die Aura und die spiritualisierende Wirkung, die dem weißen Ausstellungsraum zugeschrieben wird.

7. Eine dominierende Präsenz?: Reflektiert über die fortdauernde Modernität von Weiß als gestalterisches Mittel in der zeitgenössischen Architektur.

8. Fazit: Abschließende Betrachtung, dass Weiß kein neutraler Hintergrund ist, sondern ein wirkungsvolles Werkzeug der modernen Ästhetik.

Schlüsselwörter

Weiß, White Cube, Moderne, Bauhaus, Klassizismus, Ausstellungsraum, Farbwahrnehmung, Ästhetik, Kunstgeschichte, Raumgestaltung, Farbsymbolik, Moderne Architektur, Kuratierung, Wandmalerei, Leere

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die psychologische Bedeutung der Nutzung von Weiß als dominierende Farbe im modernen Ausstellungsraum.

Welche Themenfelder sind zentral?

Im Zentrum stehen die Kunstgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, die Architekturtheorie des Bauhauses und die Wahrnehmungspsychologie von Farben im Raum.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Beherrscht Weiß die Moderne?“ Hierbei wird hinterfragt, warum Weiß als neutral gilt und wie es die Wahrnehmung des Betrachters beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kunsthistorische Analyse und einen Exkurs in die Farbenlehre, um historische Entwicklungen wie den Klassizismus oder die Bauhaus-Bewegung zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Wandel der Hängung von Bildern, die Bedeutung der weißen Wand als „White Cube“ und die bewusste Inszenierung von Räumen durch Kunsthistoriker und Architekten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Weiß, White Cube, Moderne, Ausstellungsraum, Farbwahrnehmung, Ästhetik und Bauhaus.

Welche Rolle spielt die Bauhaus-Bewegung in diesem Zusammenhang?

Bauhaus wird als treibende Kraft hinter einem funktionalen, minimalistischen Designbegriff identifiziert, der Weiß als modernes Gestaltungsmittel etabliert hat.

Wie bewertet die Autorin die sogenannte "Neutralität" von Weiß?

Die Autorin argumentiert konträr zur landläufigen Meinung, dass Weiß eben nicht neutral ist, sondern ein gezieltes Mittel zur Manipulation der Betrachterwahrnehmung darstellt.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Weiß im modernen Ausstellungsraum und ihre gegenwärtige Dominanz. Beherrscht Weiß die Moderne?
Hochschule
Hochschule für Bildende Künste Braunschweig  (Kunstwissenschaft)
Veranstaltung
Kunst der Moderne: Künstler Kuratoren
Note
1,0
Autor
Rümeysa Özcelik (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
17
Katalognummer
V1477011
ISBN (PDF)
9783389030134
ISBN (Buch)
9783389030141
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kunst der Moderne Kuratoren White Cube Austellungsraum Weiß Klassizismus Bahaus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rümeysa Özcelik (Autor:in), 2020, Weiß im modernen Ausstellungsraum und ihre gegenwärtige Dominanz. Beherrscht Weiß die Moderne?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1477011
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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