Wie sah Russlands Außenpolitik in den Jahren 2000-2008 aus? Was machte Putin mit Russland in den Jahren der Stagnation und Währungsverfalls. Mit der vollkommen neuer Außenpolitischen Ausrichtung began er sein LAnd wieder auf die Beine zu stelle, Neue Kooperationen pflegen und die Erdressourcen als geopolitische Waffe einzusetzten. Wie sah aber in dieser Zeit Zentralasien mit ihrem Reichtum an Erdschätzen aus? Diese Themen sowohl theoretisch als auch empirisch behandelt die folgende Arbeit im Fach Geschichte.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Konzeptionen der russischen Außenpolitik
3. Kontinuitäten und Brüche in der außenpolitischen Praxis
3.1 Die zentralasiatische Peripherie im Zarenreich
3.2 Großmachtpolitik unter Putin
3.3 Chinesischer Einfluss in Zentralasien
3.4 Das alte und neue "Great Game" mit dem Westen
4. Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die Arbeit untersucht die außenpolitische Strategie Russlands während der beiden Amtsperioden Wladimir Putins (2000-2008) am Beispiel Zentralasiens. Ziel ist die Analyse der russischen Versuche, den postsowjetischen Raum als geostrategische Einflusssphäre zurückzugewinnen, den Einfluss westlicher Akteure zu begrenzen sowie die Rolle Russlands als regionale Großmacht zu festigen.
- Analyse der theoretisch-normativen Grundlagen russischer Außenpolitik
- Untersuchung historischer Kontinuitäten vom Zarenreich bis heute
- Evaluierung der russisch-chinesischen Beziehungen in Zentralasien
- Analyse des "Great Game" zwischen Russland, den USA und europäischen Akteuren
- Bewertung russischer Instrumente wie Wirtschafts- und Energiepolitik
Auszug aus dem Buch
3.4 Das neue "Great Game"
Die Regionen Transkaspiens und Zentralasiens bildet ein Netz projektierter Pipelines und strategischer Interessenlinien externer Akteure wie China, Russland, USA und Europa. Wie A.Cohen in seinem Buch The New Great Game beschreibt, hat die USA Angst vor einem neoimperialistischen Russland und seiner Dominanz der eurasiatischen Ölressourcen.
Der Vorsitzende der British Petroleum, bezeichnete die Region 1998 als "the greatest unexplored and underdeveloped oil province in the world" Die Worte des US-Vizepräsidenten Cheney in Vilnius 2006, " Russia is using its energy resources as a tool of blackmail and intimidation", sind nicht nur eine Reaktion auf auf den Gaskrieg zwischen Russland und der Ukraine, sondern auch die Verdeutlichung, dass die USA nicht daran interessiert sind, Europa Russland wirtschaftlich auszuliefern. Es zeigt aber auch, dass Russland diese Strategie der Einschüchterung nicht nur in Europa, sondern wie im vorherigem Kapitel beschrieben, auch im zentralasiatischen Raum fortsetzt, um den Zugang für die NATO (mit Europa) zu dieser Region zu blockieren. Denn die zentralasiatische Region gewann mit der Entdeckung des riesigen Ölfelds Kashagan in Kaspien im Jahre 2000, das als die größte in den letzten Jahrzehnten entdeckte Energielagerstätte gilt, wieder an Bedeutung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Untersuchungszeitraum, stellt die Rolle Zentralasiens als Fokusgebiet dar und umreißt das methodisch-theoretische Vorgehen.
2. Die Konzeptionen der russischen Außenpolitik: Dieses Kapitel behandelt die außen- und sicherheitspolitischen Doktrinen Russlands unter Putin sowie die theoretischen Ansätze des Realismus und Liberalismus.
3. Kontinuitäten und Brüche in der außenpolitischen Praxis: Dieser Hauptteil analysiert die historische Entwicklung, die spezifische Großmachtpolitik, den chinesischen Einfluss sowie den Wettbewerb mit dem Westen um Ressourcen und Einfluss.
3.1 Die zentralasiatische Peripherie im Zarenreich: Hier wird der historische Bezug Zentralasiens als Imperiums-Peripherie und deren Bedeutung für die heutige Geopolitik hergeleitet.
3.2 Großmachtpolitik unter Putin: Dieses Kapitel befasst sich mit der Initiierung der russlandzentrierten Reintegration und der Etablierung multilateraler Organisationen wie der OVKS und SOZ.
3.3 Chinesischer Einfluss in Zentralasien: Untersuchung der ökonomischen und strategischen Dynamik zwischen Moskau und Peking in Bezug auf den zentralasiatischen Energiemarkt.
3.4 Das alte und neue "Great Game" mit dem Westen: Analyse des Konkurrenzkampfes zwischen den USA, Europa und Russland um den Zugang zu zentralasiatischen Bodenschätzen und geostrategische Dominanz.
4. Schlussbetrachtung: Das Fazit bilanziert Erfolge und Misserfolge der russischen Außenpolitik im Zeitraum 2000-2008 und fasst die Etablierung des russischen Einflusses zusammen.
Schlüsselwörter
Russland, Außenpolitik, Wladimir Putin, Zentralasien, Geopolitik, Energiestrategie, Großmacht, Post-Sowjetraum, Pipeline, GUS, OVKS, SOZ, USA, China, Great Game.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es geht um die Analyse der russischen Außenpolitik unter Wladimir Putin von 2000 bis 2008 mit einem spezifischen Fokus auf die zentralasiatische Region.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die russische Sicherheitsdoktrin, die Energiepolitik als Machtinstrument, die Reintegration des postsowjetischen Raums und den Konkurrenzkampf mit dem Westen sowie China.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Russland versucht, seinen Status als regionale Großmacht zu behaupten und seine Einflusssphäre in Zentralasien gegenüber westlichen Interessen abzusichern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit verfolgt einen systematischen und typologischen Ansatz, um die außenpolitische Praxis Russlands anhand der Amtszeiten Putins zu analysieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert historische Grundlagen, die Umsetzung von Verträgen, das Agieren in diversen internationalen Organisationen und den strategischen Wettbewerb in der Region.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Geopolitik, russische Außenpolitik, Energiekorridore, Great Game, Zentralasien und nationale Sicherheitsinteressen.
Welche Rolle spielt China bei der russischen Zentralasien-Strategie?
China agiert als wichtiger kommerzieller Partner, gleichzeitig versucht Russland jedoch durch geschickte Diplomatie zu verhindern, dass China einseitig zu viel Einfluss gewinnt.
Wie bewertet der Autor das Scheitern oder den Erfolg der russischen Politik?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Russland trotz strategischer Rückschläge in einigen Sektoren durch multilaterale Organisationen und die Nutzung strategischer Ressourcen seinen Einfluss erfolgreich wiederherstellen konnte.
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- Timur Makhmudov (Author), 2012, Die Außenpolitik Wladimir Putins 2000-2008 in Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1477175