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Wohlfahrtspflege im Nationalsozialismus

Über die Instrumentalisierung der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt

Title: Wohlfahrtspflege im Nationalsozialismus

Term Paper , 2010 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefan Korn (Author)

Politics - History of Political Systems
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Summary Excerpt Details

Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
1.1. Vorwort 3
1.2. Methodik 4
1.3. Definition 4
2. Theoretische Einordnung 5
2.1. Funktion von Sozialpolitik 5
2.2. Instrumente der Sozialpolitik 5
2.3. Hypothesen zur Wohlfahrtspolitik im dritten Reich 6
3. Die nationalsozialistische Volkswohlfahrt 7
3.1. Geschichte und Ideologie 7
3.2. Das „Winterhilfswerk“ 11
3.3. Das Hilfswerk „Mutter und Kind“ 13
4.Fazit 16
5.Ausblick 17
Literaturverzeichnis 19

1. Einleitung
1.1. Vorwort
Die nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV) zählte mit 17 Millionen Mitgliedern zu den größten Massenorganisationen im „Dritten Reich“. Sie war die bekannteste NS-Organisation im täglichen Leben der Bevölkerung, wahrscheinlich auch die populärste. Dabei wirkte die NSV bis tief in die Bevölkerung hinein und war somit ein wichtiger Brückenkopf, um das Leben der Gesamtbevölkerung nach dem nationalsozialistischen Selbstverständnis der Partei zu gestalten. Wohlfahrtspflege wurde ein wichtiges Instrument der Nationalsozialisten.
Wohlfahrtspflege im „Dritten Reich“ diente dazu, die „Volksgemeinschaft“ zu stützen und war somit eng mit der Ausgrenzung gesellschaftlicher Gruppen verbunden. Das Grundmotiv der Weimarer Republik, das Lebensrecht und die Würde des Individuums zu schützen, wurde zur Zeit des Nationalsozialismus radikal umgekehrt. Wohlfahrtspflege war ab jetzt für die gesunde, reinrassige deutsche Familie vorgesehen. Arme, Schwache und alle Nicht-Mitglieder der Volksgemeinschaft waren von diesen Leistungen weitestgehend ausgeschlossen oder bekamen nur einen Bruchteil dessen. Dementsprechend veränderten sich auch die Motivgrundlagen der Wohlfahrtspolitik. Zur Zeit der Weimarer Republik diente sie dazu, die Legitimität des jungen demokratischen Staates abzusichern und förderte gesellschaftliche Integration und Solidarität. Während des „Dritten Reiches“ wurde Wohlfahrtspolitik vorwiegend als Herrschaftsinstrument zur gesellschaftlichen Indoktrination verwendet, wie ich im weiteren Verlauf darlegen werde.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit genau diesem Sachverhalt. Die Hauptfrage lautet:
Wie hat die nationalsozialistische Volkswohlfahrt die Wohlfahrtspflege als Herrschaftsinstrument genutzt?
Die Leitfragen innerhalb der Hausarbeit werden folgende sein:
Welche Rolle spielte die NSV zur Durchsetzung der NS-Ideologie?
Welche Hauptorgane der NSV gab es und welche Funktion hatten diese?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Vorwort

1.2. Methodik

1.3. Definition

2. Theoretische Einordnung

2.1. Funktion von Sozialpolitik

2.2. Instrumente der Sozialpolitik

2.3. Hypothesen zur Wohlfahrtspolitik im dritten Reich

3. Die nationalsozialistische Volkswohlfahrt

3.1. Geschichte und Ideologie

3.2. Das „Winterhilfswerk“

3.3. Das Hilfswerk „Mutter und Kind“

4.Fazit

5.Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) als Herrschaftsinstrument während des „Dritten Reiches“. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie die NSV Wohlfahrtspflege nutzte, um ideologische Ziele durchzusetzen, die Volksgemeinschaft zu festigen und durch systematisierte Erfassung der Bevölkerung soziale Kontrolle auszuüben.

  • Instrumentalisierung der Sozialpolitik im Nationalsozialismus
  • Struktureller Aufbau und ideologische Funktion der NSV
  • Systemstabilisierung durch das „Winterhilfswerk“
  • Soziale Kontrolle und Erziehung durch das Hilfswerk „Mutter und Kind“
  • Der Übergang von wohlfahrtstaatlichen Prinzipien zur rassistischen Bevölkerungspolitik

Auszug aus dem Buch

3.1. Geschichte und Ideologie

Die Anfänge der NSV finden sich in den 1920ern. Damals agierte sie als Organisation ausschließlich für die NSDAP und betrieb Armenfürsorge in den eigenen Reihen durch Suppenküchen, Kleidung und Wohnraum für obdachlose SA-Familien, aber auch Hilfeleistungen für die paramilitärische SA. Es entstand zu dieser Zeit ein Netz aus verschiedensten Nothilfegruppen. Zum einen wurde der bewaffnete Kampf um die politische Vorherrschaft unterstützt, zum anderen diente die Versorgung der eigenen Leute aber auch dem Zusammenhalt der nationalsozialistischen Bewegung. Die Unzufriedenen wurden somit davon abgehalten zu den Kommunisten überzulaufen.

Im September 1931 gründete sich in Berlin schließlich ein Verein mit dem Namen „Nationalsozialistische Volkswohlfahrt“ unter dem ersten Vorsitzenden Herrman Kluge. Sinn und Zweck der Gründung war, die mit der nationalsozialistischen Politik sympathisierenden Wohlfahrtspfleger organisatorisch zusammenzufassen und wichtige ehrenamtliche Posten in der städtischen Wohlfahrtspflege zu besetzen.

Besonders innerhalb der Partei bestand anfangs großer Widerstand gegenüber der NSV. Dies lag unter anderem daran, dass Wohlfahrt in der nationalsozialistischen Weltanschauung keinen Bestand hatte. Seitens der NSDAP wurde die Verbindung zwischen der Organisation und Partei im Dezember 1932 sogar offiziell abgestritten und der NSV die Nutzung des Begriffes „nationalsozialistisch“ untersagt.

Umso erstaunlicher ist es, dass diese Organisation einmal das Aushängeschild der Partei werden sollte. Adolf Hitler persönlich verfügte im 3. Mai 1933: „Die NS-Volkswohlfahrt e.V. wird hiermit als Organisation innerhalb der Partei anerkannt. Sie ist zuständig für alle Fragen der Volkswohlfahrt und der Fürsorge und hat ihren Sitz in Berlin“. Dies ist auch das „offizielle“ Gründungsdatum der NSV. Infolgedessen erhob die Partei Erich Hilgenfeldt zum führenden Funktionär.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung, Zielsetzung sowie der historischen und methodischen Einordnung der Untersuchung zur NSV.

2. Theoretische Einordnung: Klärung der Funktionen und Instrumente von Sozialpolitik sowie Aufstellung zentraler Hypothesen zur Systemstabilisierung durch NS-Wohlfahrtspolitik.

3. Die nationalsozialistische Volkswohlfahrt: Detaillierte Analyse der historischen Entwicklung, der ideologischen Ausrichtung sowie der beiden Hauptorgane „Winterhilfswerk“ und „Mutter und Kind“.

4.Fazit: Zusammenfassende Bewertung der NSV als Kontrollinstrument, das durch die Verknüpfung von Wohltätigkeit, Datenerfassung und politischer Indoktrination das NS-Regime stützte.

5.Ausblick: Benennung von Anschlussthemen, wie dem Vergleich zwischen inklusiver und exklusiver Sozialpolitik sowie der Untersuchung weitergehender Überwachungsmechanismen.

Schlüsselwörter

Nationalsozialistische Volkswohlfahrt, NSV, Sozialpolitik, Drittes Reich, Winterhilfswerk, Mutter und Kind, Volksgemeinschaft, Herrschaftsinstrument, Systemstabilisierung, Ideologie, Bevölkerungspolitik, soziale Kontrolle, Indoktrination, NS-Regime, Wohlfahrtspflege

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Funktion der NSV als Massenorganisation und ihr Wirken als Instrument der nationalsozialistischen Sozial- und Rassenpolitik im „Dritten Reich“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die ideologische Ausrichtung, der Ausbau der Organisationsstruktur der NSV sowie die Arbeitsweise ihrer beiden Hauptzweige: das „Winterhilfswerk“ und das Hilfswerk „Mutter und Kind“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die NSV durch den Deckmantel wohltätiger Arbeit eine systemstabilisierende und kontrollierende Funktion für das nationalsozialistische Regime einnahm.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor bedient sich einer historisch-analytischen Vorgehensweise sowie der hermeneutischen Methode zur Auswertung der Quellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehung der NSV, ihrem vertikalen Aufbau sowie der spezifischen Funktionsweise von „Winterhilfswerk“ und „Mutter und Kind“ als Propagandainstrumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen NSV, Wohlfahrtspflege, Volksgemeinschaft, Systemstabilisierung, soziale Kontrolle und politische Indoktrination.

Wie unterscheidet sich die NS-Wohlfahrtspolitik von der Weimarer Republik?

Während die Weimarer Sozialpolitik soziale Integration und die Würde des Individuums schützte, radikalisierte das NS-Regime die Wohlfahrtspflege zur rassistischen Selektion und ordnete das Individuum der „Gesundung des Volkskörpers“ unter.

Welche Rolle spielten Daten bei der Arbeit des Winterhilfswerks?

Das Winterhilfswerk nutzte den Sammlungsapparat, um die Bevölkerung systematisch zu erfassen, moralisch zu bewerten und politische Loyalität zu kontrollieren.

Warum war das Hilfswerk „Mutter und Kind“ für die NS-Ideologie entscheidend?

Es diente als Mittel der nationalsozialistischen Sozialisation, indem es die Familie als „Keimzelle des Volkes“ definierte und über Erziehungsmaßnahmen wie Mutterschulungen direkten Einfluss auf das völkische Weltbild nahm.

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Details

Title
Wohlfahrtspflege im Nationalsozialismus
Subtitle
Über die Instrumentalisierung der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt
College
University of Hagen
Grade
1,0
Author
Stefan Korn (Author)
Publication Year
2010
Pages
17
Catalog Number
V147725
ISBN (eBook)
9783640631568
Language
German
Tags
NSV Volkswohlfahrt Nationalsozialismus Wohlfahrtspflege drittes Reich nationalsozialistische Volkswohlfahrt Goebbels Sozialpolitik Winterhilfswerk Hilfswerk Mutter und Kind
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Korn (Author), 2010, Wohlfahrtspflege im Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147725
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