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Die neuen Bedrohungen aus dem Süden - Gespenst oder Realität?

Title: Die neuen Bedrohungen aus dem Süden - Gespenst oder Realität?

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michael Liesk (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Summary Excerpt Details

I. Gegenstand
Die Arbeit rückt die Konzepte des „Nord-Süd-Konflikts“ und der „Neuen Bedrohungen“ in den Mittelpunkt der Ausführungen. Dabei werden verschiedene Felder, wie der Proliferation, Umweltprobleme, (nationale und globale) Migration sowie Sicherheitsbedrohungen infolge von Terrorismus und Staatszerfall, genutzt, um die Erklärungsleistung und Anwendbarkeit zu eruieren.

II. Zielsetzung
Ganz unabhängig von der Operationswirklichkeit können Akteure ihr Handeln anhand ihrer Perzeption ausrichten. Insofern ist die Frage der Wahrnehmung, infolgedessen auch die Besetzung des Begriffs „Neue Bedrohungen“, eine bedeutende. Daher soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit diese Bedrohungen empirisch belegt. Davon abhängig soll einesteils auf die Ursachen einzelner Probleme eingegangen werden. Andernteils, so kein Bedrohungscharakter existiert, soll die Frage beantwortet werden, aus welchem Grund und zu welchem Zweck das Konzept verwendet wird.

III. Methode
Im Wesentlichen handelt es sich um qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung, wie der Hermeneutik und der qualitativen Textanalyse.

IV. Datengrundlage
Grundlegende Sekundärdaten sind Debiels „Globale Trends“ auf der einen Seite und Ferdowsis „Weltprobleme“ auf der anderen Seite. Diese exzellenten Sammelbände bieten eine umfangreiche Sammlung aktueller Probleme und Herausforderungen. Ferner wird – an geeigneter Stelle – Nuschelers Analyse zur Entwicklungspolitik in die Betrachtungen einbezogen und kritisch reflektiert.

V. Ergebnisse und Schlussfolgerungen
Anhand der Auswahl der Probleme kann eine mittelbare Herausforderung für die politischen Systeme Europas und anderer Staaten nachgewiesen werden. Allerdings ergeben sich die unmittelbaren Probleme in der Regel für benachbarte Staaten; insofern ist das „Nord-Süd-Konzept“ nicht anwendbar und allenfalls für eine Sensibilisierung tragbar. Ein wesentlicher Befund der Arbeit ist die Forderung und die Notwendigkeit von Global Governance.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Die Rahmenbedingungen der „Neuen Bedrohungen“

2.1 Der „Nord-Süd-Konflikt“

2.2 „Entwicklungsland“ - ein anachronistischer Begriff?

2.3 Globalisierung – eine neuer Prozess?

3 Die „Neuen Bedrohungen“

3.1 Die Gefährdung regionaler und globaler Ökosysteme

3.1.1 Klimawandel

3.1.2 Verlust der biologischen Vielfalt

3.1.3 Der Verlust fruchtbarer Böden

3.1.4 Globale Wasserkrise

3.1.5 Schlussfolgerungen

3.2 Internationale Migration und Flüchtlingsproblematik

3.2.1 Die Ursachen für den Anstieg der Flüchtlingsmigration

3.2.2 Folgen

3.2.3 Lösungsstrategien

3.3 Sicherheitspolitische Probleme – Eine Bedrohung?

3.3.1 Staatszerfall als friedenspolitische Herausforderung

3.3.1.1 Ursachen für Staatszerfall

3.3.1.2 Lösungsansätze gegen Staatszerfall

3.3.1.3 Schlussfolgerungen

3.3.2 Internationaler Terrorismus – Eine Bedrohung?

3.3.2.1 Terrorismus – Ein wissenschaftlicher Begriff

3.3.2.2 Geographischer Schwerpunkte

3.3.2.3 Folgen

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die sogenannten „Neuen Bedrohungen“ aus den Entwicklungsländern eine reale Gefahr für die Industrienationen („den Norden“) darstellen oder lediglich als „Gespenst“ wahrgenommen werden, wobei sie die globalen Vernetzungen kritisch analysiert.

  • Analyse der globalen ökologischen Gefährdungspotenziale.
  • Untersuchung der Ursachen und Folgen der internationalen Migration.
  • Bewertung sicherheitspolitischer Risiken durch Staatszerfall.
  • Diskussion des Phänomens des internationalen Terrorismus.
  • Einordnung der Nord-Süd-Beziehungen unter globalisierten Rahmenbedingungen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Gefährdung regionaler und globaler Ökosysteme

Der Rote Faden für diesen Komplex ist das Dilemma, in dem Industrieländer und Entwicklungsländer stecken: Das Spannungsverhältnis zwischen dem westlichen Wohlstandsmodell einerseits, und der Armut und sowie dem Massenelend andererseits. Während sich in den Industrienationen zunehmend die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass die derzeitige Produktions- und Konsumweise nicht fortgeführt werden kann, orientieren sich die Entwicklungsländer eben an diesem Modell. Sie empfinden die von den westlichen Nationen forcierten Umweltstandards – nicht ganz zu Unrecht – als eine unfaire Einschränkung ihrer Entwicklung.

Welche Gefährdung für die Menschheit ergibt sich aus dem globalen Klimawandel, dem Verlust der biologischen Vielfalt oder fruchtbarer Böden sowie der globalen Wasserkrise? Gmelch (vgl. Ferdowsi 2007: 237) unterscheidet dafür drei Analyseebenen, aus denen das Gefährdungspotential abgeleitet werden kann: Umweltprobleme können lokaler Natur sein. Hierunter fallen die Luftverschmutzung in Großstädten oder die Verseuchung der Böden durch Chemikalien. Ferner unterscheidet er zweitens, eine regionale Ebene. Die Probleme, die hier gesammelt werden, können grenzüberschreitend sein. Gleichwohl sind sie räumlich begrenzt. Exemplarisch dafür ist die Verschmutzung von Flüssen. Als dritte Ebene weist er einen globalen Maßstab aus. Die hier angeführten Probleme betreffen alle Staaten. Beispielsweise ist dies der Klimawandel oder die globale Wasserkrise.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die veränderten globalen Rahmenbedingungen nach dem Ost-West-Konflikt und leitet die Forschungsfrage bezüglich der Bedrohungen aus dem Süden her.

2 Die Rahmenbedingungen der „Neuen Bedrohungen“: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie den Nord-Süd-Konflikt und den Globalisierungsprozess als Grundlage für die weitere Analyse.

3 Die „Neuen Bedrohungen“: Der Hauptteil untersucht detailliert drei Problemfelder: ökologische Krisen, Migrationsbewegungen sowie sicherheitspolitische Instabilitäten durch Staatszerfall und Terrorismus.

4 Zusammenfassung: Das Fazit bestätigt, dass die untersuchten Prozesse keine isolierten Probleme darstellen, sondern manifeste, global vernetzte Bedrohungen sind, die gemeinsames Handeln erfordern.

Schlüsselwörter

Nord-Süd-Konflikt, Globalisierung, Ökosysteme, Klimawandel, Wasserkrise, Migration, Flüchtlingsproblematik, Staatszerfall, Terrorismus, Sicherheitspolitik, Entwicklungsländer, Nachhaltigkeit, Weltwirtschaft, Ressourcenknappheit, Internationale Beziehungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sogenannten „Neuen Bedrohungen“ im Kontext der Nord-Süd-Beziehungen und bewertet, inwieweit diese für die Industrienationen eine reale Gefahr darstellen.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die zentralen Felder sind ökologische Gefahren wie Klimawandel, globale Migrationsströme sowie sicherheitspolitische Risiken durch Staatszerfall und internationalen Terrorismus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob es sich bei diesen Problemen um tatsächliche, manifeste Bedrohungen für den Norden handelt oder nur um subjektiv „gefühlte“ Bedrohungen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine theoretische Analyse auf Basis führender Standardwerke der Entwicklungspolitik und globaler Trends, um die Zusammenhänge zwischen den Problemfeldern aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse regionaler und globaler Ökosysteme, die Untersuchung der Ursachen und Folgen von Flucht sowie die sicherheitspolitische Bewertung von failed states und Terrorismus.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Globalisierung, Klimawandel, Staatszerfall, Migration und das Nord-Süd-Gefälle.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Industrienationen beim Klimawandel?

Die Arbeit thematisiert das Dilemma, dass Industrienationen hohe Standards fordern, während Entwicklungsländer diese als ungerechte Einschränkung ihrer ökonomischen Entwicklung empfinden.

Welchen Zusammenhang sieht die Arbeit zwischen Staatszerfall und Armut?

Die Arbeit identifiziert Armut und den Mangel an Ressourcen als zentrale Faktoren, die Staaten instabil machen und deren Anfälligkeit für kriegerische Konflikte erhöhen.

Warum wird der Terrorismus als „neu“ bezeichnet?

Die Arbeit charakterisiert den „neuen“ Terrorismus durch seine globale Vernetzung, den Zugriff auf unabhängige Finanzquellen und eine ideologische Ausrichtung, die sich oft gegen den Westen richtet.

Was schlägt die Arbeit als Lösung für die globalen Krisen vor?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Probleme in Kausalketten miteinander verbunden sind und daher nur durch multilaterale, globale Lösungsansätze bewältigt werden können.

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Details

Title
Die neuen Bedrohungen aus dem Süden - Gespenst oder Realität?
College
Dresden Technical University  (Institut für Geographie)
Course
Oberseminar „Entwicklungsländer“
Grade
1,0
Author
Michael Liesk (Author)
Publication Year
2008
Pages
23
Catalog Number
V147757
ISBN (eBook)
9783640585434
ISBN (Book)
9783640585618
Language
German
Tags
Neue Bedrohungen Bedrohungen aus dem Süden Entwicklungsländer VN Deutschen Außenpolitik Entwicklungspolitik Sicherheitspolitik Globale Probleme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Liesk (Author), 2008, Die neuen Bedrohungen aus dem Süden - Gespenst oder Realität?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147757
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