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Systemsprenger. Ursachen der Verhaltensweise sowie Unterstützungsmöglichkeiten durch die Jugendhilfe

Titel: Systemsprenger. Ursachen der Verhaltensweise sowie Unterstützungsmöglichkeiten durch die Jugendhilfe

Hausarbeit , 2023 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Kinder und Jugend
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit sollen sogenannte "Systemsprenger" näher betrachtet werden. Dabei wird sowohl auf die möglichen Ursachen der Verhaltensweise eingegangen, als auch auf die Unterstützungsmöglichkeiten der Jugendhilfe. Im Zuge dieser Hausarbeit wird daher zuerst auf den Begriff des "Systemsprengers" eingegangen. Weiterhin wird darauf hingewiesen, welche eventuellen Ursachen für das Verhalten der Kinder zugrunde liegen.

Darüber hinaus sollen die Arbeitsmethoden mit "Systemsprengern" dargestellt werden. Dabei werden unterschiedliche Belastungspunkte genannt und Möglichkeiten aufgewiesen, wie stark belastete Kinder und Jugendliche sich selbst wiederfinden können und auf ein neues und angstfreies Leben vorbereitet werden können. Im weiteren Verlauf befasst sich die Arbeit mit unterschiedlichen Unterstützungsangeboten und Hilfen der Kinder- und Jugendhilfe hinsichtlich der Inobhutnahme von "Systemsprengern" und allgemein deren Unterstützungsangebot hinsichtlich des Umgangs. Im Fazit wird folgende Frage kritisch erörtert: "Welche Unterstützungsmöglichkeiten kann die Jugendhilfe 'Systemsprengern' bieten?"

Spätestens seit dem 2019 in die Kinos gekommenen Film "Systemsprenger" ist das Thema der Kinder- und Jugendhilfe in den Fokus gerückt. Denn junge Menschen, die einen beschwerlichen Lebensweg zu bewältigen haben und an emotionalen und sozialen Störungen leiden, wurden plötzlich in aller Munde gebracht. Mit schonungsloser Darstellung einer Welt, die vielen Mitgliedern unserer Gesellschaft im Alltag verborgen bleibt, erschütterte der Film die Zuschauer.

Dabei nimmt die Zahl der hilfebedürftigen jungen Menschen jährlich zu. Die Kinder- und Jugendpsychiatrien kommen an ihre Kapazitätsgrenzen, und auch der Bedarf an Jugendhilfeplätzen wird immer größer. Die Bundesregierung hat die Ausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe in den letzten zwanzig Jahren in Deutschland nahezu verdreifacht. Eine Statistik, die zum Nachdenken einlädt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. WER WIRD ZUM „SYSTEMSPRENGER“?

2.1 DEFINITION SYSTEMSPRENGER

2.2 CHARAKTERISTIKA DER ZIELGRUPPE

2.3 SOZIALE INTEGRATION DER ZIELGRUPPE

3. MÖGLICHE URSACHEN SYSTEMSPRENGENDER VERHALTENSWEISEN

3.1 PERSÖNLICHE URSACHEN

3.2 SOZIALE URSACHEN

3.3 URSACHE FAMILIENSYSTEM

3.4 INSTITUTIONELLE URSACHEN

4. UNTERSTÜTZUNGSMÖGLICHKEITEN

4.1 WAS IST DIE KINDER- UND JUGENDHILFE

4.2 JUGENDHILFEMAßNAHMEN

4.3 INTENSIVGRUPPEN

4.4 GESCHLOSSENE UNTERBRINGUNG

5. FAZIT

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der sogenannten „Systemsprenger“ in der Kinder- und Jugendhilfe und analysiert, welche Ursachen diesem herausfordernden Verhalten zugrunde liegen sowie welche Unterstützungsmöglichkeiten das bestehende Hilfesystem bieten kann, um diese oft bindungsunfähigen und schwer belasteten jungen Menschen adäquat zu begleiten.

  • Definition und Charakterisierung der Zielgruppe
  • Ursachenanalyse familiärer und institutioneller Belastungsfaktoren
  • Soziale Desintegration vs. Integration bei jungen Menschen
  • Die Rolle der Kinder- und Jugendhilfe bei multiplen Krisen
  • Wirksamkeit und Grenzen von Jugendhilfemaßnahmen wie Intensivgruppen

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition Systemsprenger

„Systemsprenger“ gelten als scheinbar erziehungsresistent, sie bringen das deutsche Hilfesystem immer wieder an seine Grenzen (vgl. Witte/ Sander 2006, S. 7). „An die Grenzen von Strukturen und Handlungskonzepten, von Zuständigkeiten, gesetzlichen Aufträgen und Finanzen, an die Grenzen der Geduld von Professionellen und an die Grenzen der öffentlichen Akzeptanz für abweichendes und auffälliges Verhalten“ (Witte/Sander 2006, S. 7). Mitwirkend dabei ist das dauerhaft störende Verhalten dieser angebotsresistenten Kinder- und Jugendlichen. An ihnen scheitern vielfach verschiedenste Professionen. Die „besonders Schwierigen“ sind es, die jede Art von Institution sprengen.

Ihr junges Leben ist gezeichnet von einer Vielzahl an Lebensorten wie die eigene Familie, Jugendhilfeeinrichtungen, die Psychiatrie, manchmal auch die Straße, und im schlimmsten Fall auch das Gefängnis. Eins wird dabei deutlich: die eigentlich so klare gemeinsame Aufgabe, die Jugendlichen zu versorgen, ist das größte Problem. Eine konkrete Beschreibung eines „Systemsprengers“ gibt es nicht. Was alle gemeinsam haben, ist die Abweichung von der Norm und Wertevorstellung, die durch die Gesellschaft vorgegeben wird. Auf Grund einer nahezu unausgebildeten Frustrationstoleranz neigen die Kinder und Jugendlichen zu massiver Gewalt. Bei Mädchen geht es oft gegen sich selbst, bei Jungen richtet sich die Aggressivität gegen andere.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Autorin begründet ihre Themenwahl durch eigene Erfahrungen in der Kinder- und Jugendhilfe und stellt die zentrale Forschungsfrage zur Unterstützung von Systemsprengern.

2. WER WIRD ZUM „SYSTEMSPRENGER“?: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Systemsprengers, beleuchtet die psychosozialen Charakteristika der Zielgruppe und diskutiert die Problematik der sozialen Integration.

3. MÖGLICHE URSACHEN SYSTEMSPRENGENDER VERHALTENSWEISEN: Der Hauptteil analysiert differenziert persönliche, soziale, familiäre und institutionelle Ursachen, die zu systemsprengendem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen führen können.

4. UNTERSTÜTZUNGSMÖGLICHKEITEN: Hier werden Strukturen der Jugendhilfe ebenso wie spezifische Hilfsangebote wie Intensivgruppen und die geschlossene Unterbringung hinsichtlich ihrer Wirksamkeit evaluiert.

5. FAZIT: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die Fallanalyse und die Notwendigkeit einer verbesserten systemübergreifenden Zusammenarbeit, um betroffene Jugendliche langfristig zu unterstützen.

Schlüsselwörter

Systemsprenger, Kinder- und Jugendhilfe, Sozialpädagogik, Erziehungsresistenz, Psychosoziale Risiken, Familiensystem, Soziale Integration, Institutionelle Ursachen, Intensivgruppen, Geschlossene Unterbringung, Traumatisierung, Bindungsstörung, Hilfeprozesse, Fallanalyse, Fremdgefährdung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Situation von Kindern und Jugendlichen, die als sogenannte „Systemsprenger“ die Kapazitäten der bestehenden Jugendhilfe an ihre Grenzen bringen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Ursachen für dieses herausfordernde Verhalten, die Schwierigkeiten bei der sozialen Integration und die Suche nach verbesserten Unterstützungsansätzen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten und Strategien innerhalb der Jugendhilfe aufzuzeigen, um diese hochgradig belasteten jungen Menschen effektiver zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit fachwissenschaftlichen Quellen zur Jugendhilfe und pädagogischen Praxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse (persönlich, familiär, institutionell) sowie eine detaillierte Prüfung verschiedener Hilfsmaßnahmen der Jugendhilfe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind Systemsprenger, Kinder- und Jugendhilfe, Soziale Integration, Bindungsstörungen und pädagogische Grenzsetzung.

Was bedeutet der Begriff „Systemsprenger“ in der Arbeit?

Er beschreibt junge Menschen, die durch ihr abweichendes, belastendes Verhalten und mangelnde Frustrationstoleranz an nahezu allen Institutionen scheitern und das Hilfesystem überfordern.

Entstehen Systemsprenger ausschließlich durch schwierige Familienverhältnisse?

Nein, die Arbeit stellt dar, dass neben familiären Traumata und Vernachlässigung auch institutionelle Prozesse und gesellschaftliche Faktoren zur Entstehung dieser „Karrieren“ beitragen können.

Wie ist die Wirksamkeit der „Geschlossenen Unterbringung“ zu bewerten?

Die Arbeit bewertet diese Maßnahme kritisch als Mittel zur Schadensbegrenzung, weist jedoch darauf hin, dass sie keinen Ersatz für eine wirksame pädagogische Therapie darstellt.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Systemsprenger. Ursachen der Verhaltensweise sowie Unterstützungsmöglichkeiten durch die Jugendhilfe
Hochschule
Universität Münster  (Institut für Bildungswissenschaften)
Veranstaltung
Jugendhilfe und Schule
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
21
Katalognummer
V1477680
ISBN (PDF)
9783389034538
ISBN (Buch)
9783389034545
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Berufsorientierung Jugendhilfe Schule Systemsprenger Unterstützungsmöglichkeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Systemsprenger. Ursachen der Verhaltensweise sowie Unterstützungsmöglichkeiten durch die Jugendhilfe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1477680
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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