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Gender und Diversity. Eine Ausarbeitung zu Diversity Management und Intersektionalität

Titel: Gender und Diversity. Eine Ausarbeitung zu Diversity Management und Intersektionalität

Hausarbeit , 2024 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Ausarbeitung hat zum Ziel, die behandelten Themen von Gender und Diversity ausführlicher und umfassender darzustellen. Gender und Diversity sind in unserer gegenwärtigen pluralistischen und globalen Gesellschaft von entscheidender Bedeutung, sowohl im Alltag als auch im beruflichen Kontext. Die Arbeit widmet sich zunächst der historischen Entwicklung menschlicher Personenkategorien und veranschaulicht dies anhand des Beispiels der Homosexualität.

Im weiteren Verlauf wird das Konzept von Diversity eingeführt und detailliert erläutert, was Diversity tatsächlich bedeutet und welche historische Entwicklung dieser Begriff durchlaufen hat. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Diskriminierungsverbot, das in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankert ist, und welche gesellschaftlichen Veränderungen sich aus dieser Perspektive ergeben haben.

Anschließend wird der Begriff "Gender" ausführlich behandelt und es wird erläutert, auf welcher Grundlage sich dieser Begriff entwickelt hat und inwiefern er sich vom biologischen Geschlecht abgrenzt. Dieser Teil bietet einen vertieften Einblick in die Konzepte und Diskussionen im Zusammenhang mit Geschlecht und Geschlechterrollen und thematisiert außerdem die Kritik an der dogmatischen Umsetzung des Diversity-Konzepts, fokussiert am Beispiel der USA.

Der zweite Teil der Ausarbeitung widmet sich dem unternehmensbezogenen Konzept des Diversity Managements. Es stellt dieses Konzept vor, erörtert die Vor- und Nachteile und diskutiert entsprechende Kritikpunkte. Darüber hinaus wird Diversity Management in Verbindung mit der Möglichkeit intersektionaler Analysen gebracht, um herauszustellen, unter welchen Bedingungen Diversity Management erfolgreich sein kann und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um die Ziele dieses Konzepts zu erreichen. Das Kapitel schließt mit der Kritik Coleman Hughes an divers-identitätspolitischen Maßnahmen und versucht, die Ansätze der "Color-blind" und "Color-conscious" Gesellschaft zu verbinden. Die Ausarbeitung schließt mit einem zusammenfassenden Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Neue Personenkategorien

2 Gender und Diversity

2.1 Diversity

2.2 Gender

3 Diversity Management und seine Kritik

3.1 Diversity Management

3.2 Kritik am Diversity Management

4 Intersektionalität und ihre Chancen

Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich im Rahmen der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit "Ansätzen und Konzepten der Gender- und Diversityforschung" kritisch mit der historischen Entstehung und Kategorisierung von Menschen sowie dem daraus resultierenden Konzept des Diversity Managements auseinander. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwiefern Diversity Management als strukturpolitische Maßnahme zur sozialen Gerechtigkeit beitragen kann oder ob es – fokussiert auf ökonomische Interessen – bestehende Ungleichheiten eher reproduziert.

  • Historische Genese von Personenkategorien seit dem 18. und 19. Jahrhundert
  • Theoretische Grundlagen und Entwicklung des Diversity-Begriffs
  • Ökonomische Funktionalisierung von Diversity in Unternehmen
  • Kritische Analyse des Diversity Managements durch Ansätze wie "Color-blind" vs. "Color-conscious"
  • Bedeutung der Intersektionalität zur Identifikation komplexer Diskriminierungsformen

Auszug aus dem Buch

Neue Personenkategorien

Bevor über die Kontextualisierung und Definitionen wie bspw. „Gender“ und Diversity“ nachgedacht werden kann, ist es von Bedeutung, sich den historischen Prozess der Entstehung von Personenkategorien vor Augen zu führen. Die für die heutige Gesellschaft bezeichnende Typisierung von Menschen in unterschiedlichen Kategorien nahm ihren Anfang vor allem im 18. bzw. 19. Jahrhundert. Insbesondere die territoriale Neuordnung Deutschlands und der zunehmende Prozess der Industrialisierung zwingt die deutschen Länder zu statistischen Erhebungen über die Bevölkerung. Im Zuge dessen wurde 1862 in Berlin das erste statistische Amt einer Stadt gegründet. Durch die von den Ämtern erhobenen Zahlen und Statistiken wurde im Laufe der Zeit zahlreiche Kategorisierungen und Sortierungen von neuen medizinischen, kriminal- und sexualwissenschaftlichen und moralischen Kategorien vorgenommen und neu erfunden. Der Prozess der Kategorisierung beschränkte sich allerdings nicht ausschließlich auf eine Sach- bzw. Krankheitsebene, sondern umfasste auch den Menschen als Subjekt selbst, indem „neue Sorten“ von Menschen erfunden und den entsprechenden Kategorien zugeordnet wurden. Im Zuge dieser Neutypisierung und Zuordnung von Menschen zu einer bestimmten Kategorie aufgrund festgelegter Kriterien spricht der kanadische Philosoph Ian Hacking von einem „making up people“. Die bloße Vervielfachung von Kategorien im 19. Jahrhundert mag so viele „Arten“ von Menschen hervorgebracht haben, wie noch nie zuvor in der Geschichte.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab und erläutert die Relevanz der Gender- und Diversityforschung in der heutigen pluralistischen Gesellschaft.

1 Neue Personenkategorien: Dieses Kapitel widmet sich der historischen Entwicklung von Personenkategorisierungen seit dem 18. und 19. Jahrhundert.

2 Gender und Diversity: Es erfolgt eine theoretische Einführung in die Begriffe Diversity und Gender sowie deren jeweilige diskriminierungskritische Bedeutung.

3 Diversity Management und seine Kritik: Die ökonomische Verwertung von Diversity in Unternehmensstrukturen wird hier dargelegt und kritisch hinterfragt.

4 Intersektionalität und ihre Chancen: Dieses Kapitel verdeutlicht, warum diversity-politische Maßnahmen ohne intersektionale Analysen Gefahr laufen, an den Lebensrealitäten der Betroffenen vorbeizugehen.

Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit intersektionaler Ansätze sowie eine sozioökonomische Perspektive bei der Gestaltung von Gleichstellungspolitik.

Schlüsselwörter

Gender, Diversity, Diversity Management, Intersektionalität, Personenkategorien, Diskriminierungsverbot, soziale Ungleichheit, Sozioökonomie, Identitätspolitik, Color-blind, Color-conscious, Machtverhältnisse, Gleichstellung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische und gesellschaftliche Entstehung von Kategorisierungen von Menschen und hinterfragt das Diversity Management kritisch auf seinen ökonomischen Nutzen versus seinen Anspruch auf soziale Gerechtigkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Genese von Personenkategorien, dem Diversity-Konzept, der Kritik am Diversity Management im Unternehmenskontext und der Bedeutung intersektionaler Analysen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass ohne eine sozioökonomische Perspektive und intersektionale Ansätze Diversity-Maßnahmen bestehende soziale Ungleichheiten eher reproduzieren als abbauen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse der Ansätze und Konzepte der Gender- und Diversityforschung, gestützt durch historisch-soziologische Perspektiven.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Typisierung von Menschen, die theoretische Definition von Gender und Diversity, eine Kritik am unternehmerischen Diversity Management und die Notwendigkeit intersektionaler Betrachtungsweisen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Personenkategorien, Diversity Management, Intersektionalität, soziale Ungleichheit und identitätspolitische Maßnahmen.

Was ist der Kernpunkt der Kritik von Walter Benn Michaels?

Michaels kritisiert, dass der Fokus auf Diversity in den USA dazu führt, dass die grundlegende Frage nach sozioökonomischer Ungleichheit und Klassendifferenzen politisch vernachlässigt wird.

Warum sind intersektionale Analysen laut der Arbeit unerlässlich?

Da Menschen mehreren Kategorien (z.B. Klasse, Ethnie, Geschlecht) gleichzeitig angehören, können pauschale Maßnahmen für eine einzelne Gruppe (z.B. nur "Frauen") die spezifischen Probleme von Untergruppen (z.B. schwarze Frauen der Arbeiterklasse) übersehen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gender und Diversity. Eine Ausarbeitung zu Diversity Management und Intersektionalität
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta
Veranstaltung
Gender und Diversity
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
22
Katalognummer
V1477922
ISBN (PDF)
9783389033623
ISBN (Buch)
9783389033630
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gender diversity eine ausarbeitung management intersektionalität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2024, Gender und Diversity. Eine Ausarbeitung zu Diversity Management und Intersektionalität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1477922
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Leseprobe aus  22  Seiten
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