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Schriftspracherwerb von Grundschulkindern mit Deutsch als Zweitsprache

Der Einfluss der Erstsprache und methodisch-didaktische Fördermöglichkeiten

Titel: Schriftspracherwerb von Grundschulkindern mit Deutsch als Zweitsprache

Bachelorarbeit , 2024 , 60 Seiten , Note: 2

Autor:in: Neslihan Aldevir (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Zweitsprache, DaZ
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die sprachliche Entwicklung von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache im schulischen Kontext gewinnt vor dem Hintergrund der Diversität unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Besonders im Grundschulbereich stehen Lehrende vor der anspruchsvollen Aufgabe, Kinder optimal beim Erwerb ihrer Schriftsprache zu unterstützen. Diese Herausforderung wird in Österreich, speziell an österreichischen Volksschulen, besonders deutlich, wenn es darum geht, Schülerinnen und Schüler mit einer anderen Erstsprache als Deutsch bestmöglich im Regelunterricht im Zweitspracherwerb zu fördern. Die zentralen Themen dieser Bachelorarbeit umfassen einen umfassenden Überblick über Deutsch als Zweitsprache, den Prozess des Zweitspracherwerbs, insbesondere im frühen Stadium, die Einflussfaktoren der Erstsprache sowie die spezifischen Herausforderungen, vor die Kinder gestellt werden, die Deutsch als Zweitsprache erlernen, insbesondere wenn Türkisch ihre Erstsprache ist. Ein weiterer Fokus liegt auf den methodisch-didaktischen Fördermaßnahmen für den Schriftspracherwerb.

Durch die Analyse dieser Thematik beabsichtigt die Arbeit, Einblicke in die auftretenden Schwierigkeiten zu gewähren und Wege aufzuzeigen, wie pädagogische Maßnahmen gezielt dazu beitragen können, diesen Kindern einen erfolgreichen Schriftspracherwerb zu ermöglichen. Die Motivation zur Auswahl dieses Themas geht über die gesellschaftliche Relevanz und schulischen Aspekte hinaus. Als Mutter von zwei zweisprachig aufwachsenden Kindern und selbst jemand, der Deutsch als Zweitsprache erlernt hat, verbinde ich persönliche Erfahrungen mit den in der Arbeit behandelten Herausforderungen. Diese Forschungsarbeit beabsichtigt nicht nur, einen umfassenden Einblick in die auftretenden Schwierigkeiten zu gewähren, sondern auch pädagogische Ansätze aufzuzeigen, die dazu beitragen können, die Kinder erfolgreich zu unterstützen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. VORWORT

2. WIDMUNG

3. EINLEITUNG

4. DEFINITION/BEGRIFFSERKLÄRUNGEN

Sprache

Simultaner Spracherwerb

Sukzessiver Spracherwerb

Code-Switching

Erstsprache

Muttersprache

Deutsch als Zweitsprache

Bildungssprache

Fremdsprache

Sprachförderung

5. SPRACHENTWICKLUNG

6. THEORIEN ZUM SPRACHERWERB

6.1 BEHAVIORISMUS

6.2 KOGNITIVISMUS

6.3 NATIVISMUS

7. SPRACHERWERB

7.1 SIMULTANER SPRACHERWERB

7.2 SUKZESSIVER SPRACHERWERB

8. MEHRSPRACHIGKEIT

8.1 FORMEN VON MEHRSPRACHIGKEIT

8.1.1 Doppelspracherwerb

8.1.2 Parallele und funktionale Mehrsprachigkeit

8.1.3 Balanciertes oder subtraktive Zweisprachigkeit

8.1.4 Vielfältige Prinzipien in der Mehrsprachenerziehung

8.2 SPRACHMISCHUNGEN BEI MEHRSPRACHIGEN KINDERN

8.2.1 Code-Switching

8.2.2 Transfer

8.3 KOGNITIVE VORTEILE VON MEHRSPRACHIGKEIT

8.4 KULTURELLE VIELFALT

9. DEUTSCH ALS ZWEITSPRACHE

9.1 HYPOTHESEN ZUM ZWEITSPRACHERWERB

9.1.1 Kontrastivhypothese

9.1.2 Identitätshypothese

9.1.3 Interlanguagehypothese

9.1.4 Interdependenz und Schwellenniveauhypothese

10. DEUTSCH ALS ZWEITSPRACHE IN DER GRUNDSCHULE

10.1 DEUTSCH ALS ZWEITSPRACHE IN ÖSTERREICHISCHEN SCHULEN

10.2 LEHRPLANZUSATZ „DEUTSCH FÜR SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER MIT NICHTDEUTSCHER MUTTERSPRACHE“

10.2.1 Lernziele laut dem Lehrplanzusatz

10.3 MIKA-D

10.4 DEUTSCHFÖRDERKLASSEN/DEUTSCHFÖRDERUNTERRICHT

11. DEUTSCH ALS ZWEITSPRACHE UNTERRICHTEN

11.1 HERAUSFORDERUNGEN FÜR LEHRKRÄFTE

11.2 OPTIMALE SPRACHFÖRDERUNG: STRATEGIEN ZUR ENTWICKLUNG MÜNDLICHER DEUTSCHKOMPETENZEN ALS ZWEITSPRACHE IN DER GRUNDSCHULE

11.3 SPRACHSENSIBLER UNTERRICHT

11.4 ERSTSPRACHENUNTERRICHT

11.4.1 Vorteile des Erstsprachenunterrichts

11.4.2 Organisation

11.5 SCAFFOLDING

11.6 LERNSZENARIEN

11.7 EUROPÄISCHES SPRACHENPORTFOLIO

12. EINFLUSS DER MEHRSPRACHIGKEIT AUF DIE SPRACHENTWICKLUNG

12.1 EINFLUSSFAKTOREN

12.1.1 Sprech- und Sprachangebot

12.1.2 Alter beim Erwerbsbeginn

12.1.3 Erstsprache

12.1.4 Sozialpsychologische Faktoren

12.1.5 Familiärer Bildungshintergrund

12.1.6 Bildungspolitische und schulische Faktoren

12.2 FRÜHER ZWEITSPRACHERWERB

13. SPRACHLICHE HERAUSFORDERUNGEN: DEUTSCHLERNEN FÜR KINDER MIT TÜRKISCH ALS ERSTSPRACHE IN DER GRUNDSCHULE

13.1.1 Verwendung von Modalverben im Türkischen

13.1.2 Stellung der Verben im Satz

13.1.3 Grammatisches Geschlecht

13.1.4 Pluralbildung

14. FAZIT

15. LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Schriftspracherwerb von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache im Kontext österreichischer Grundschulen, wobei die persönlichen Erfahrungen der Autorin als zweisprachige Mutter und Deutschlernende einfließen. Das Ziel ist es, Herausforderungen aufzuzeigen und pädagogische Ansätze zur Unterstützung dieser Kinder zu entwickeln sowie einen umfassenden Einblick in den Prozess des Zweitspracherwerbs zu bieten.

  • Prozesse des Zweitspracherwerbs im Grundschulalter
  • Einflussfaktoren der Erstsprache auf das Deutsche
  • Methodisch-didaktische Fördermaßnahmen
  • Besondere Herausforderungen für Kinder mit Türkisch als Erstsprache
  • Integration von Mehrsprachigkeit als Ressource im Unterricht

Auszug aus dem Buch

3 Einleitung

„Die Aneignung von Sprache bedeutet, dass ein Kind Sprache als Handlungsmittel erwirbt und Sprechen so zu einer eigenen, gesellschaftlich hinreichenden Handlungsressource für sich entwickelt.“ (Jeuk, 2018, S. 56)

Die sprachliche Entwicklung von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache im schulischen Kontext gewinnt vor dem Hintergrund der faszinierenden Diversität unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Besonders im Grundschulbereich stehen Lehrende vor der anspruchsvollen Aufgabe, Kinder optimal beim Erwerb ihrer Schriftsprache zu unterstützen. Diese Herausforderung wird in Österreich, speziell an österreichischen Volksschulen, besonders deutlich, wenn es darum geht, Schülerinnen und Schüler mit einer anderen Erstsprache als Deutsch bestmöglich im Regelunterricht im Zweitspracherwerb zu fördern.

Die zentralen Themen dieser Bachelorarbeit umfassen einen umfassenden Überblick über Deutsch als Zweitsprache, den Prozess des Zweitspracherwerbs, insbesondere im frühen Stadium, die Einflussfaktoren der Erstsprache sowie die spezifischen Herausforderungen, vor die Kinder gestellt werden, die Deutsch als Zweitsprache erlernen, insbesondere wenn Türkisch ihre Erstsprache ist. Ein weiterer Fokus liegt auf den methodisch-didaktischen Fördermaßnahmen für den Schriftspracherwerb.

Zusammenfassung der Kapitel

1. VORWORT: Die Autorin begründet ihre Wahl des Themas durch ihre persönliche Biografie als zweisprachige Mutter und Lernerin von Deutsch als Zweitsprache im Grundschulalter.

5. SPRACHENTWICKLUNG: Dieses Kapitel erläutert die Phasen der Sprachentwicklung vom Kleinkindalter bis zum Schuleintritt.

6. THEORIEN ZUM SPRACHERWERB: Es werden zentrale wissenschaftliche Ansätze wie Behaviorismus, Kognitivismus und Nativismus gegenübergestellt.

7. SPRACHERWERB: Hier erfolgt eine detaillierte Erläuterung des simultanen und sukzessiven Spracherwerbs.

8. MEHRSPRACHIGKEIT: Das Kapitel befasst sich mit den verschiedenen Formen und kognitiven Vorteilen der Mehrsprachigkeit.

10. DEUTSCH ALS ZWEITSPRACHE IN DER GRUNDSCHULE: Hier wird der österreichische Lehrplanzusatz sowie die Rolle der MIKA-D-Tests und Deutschförderklassen erörtert.

11. DEUTSCH ALS ZWEITSPRACHE UNTERRICHTEN: Es werden praktische Strategien wie Scaffolding, sprachsensibler Unterricht und der Einsatz des europäischen Sprachenportfolios dargestellt.

12. EINFLUSS DER MEHRSPRACHIGKEIT AUF DIE SPRACHENTWICKLUNG: Dieses Kapitel beleuchtet Einflussfaktoren auf den Zweitspracherwerb und die Wechselwirkung zwischen Erst- und Zweitsprache.

13. SPRACHLICHE HERAUSFORDERUNGEN: DEUTSCHLERNEN FÜR KINDER MIT TÜRKISCH ALS ERSTSPRACHE IN DER GRUNDSCHULE: Eine spezifische Analyse der Unterschiede in Grammatik, Syntax und Artikulation zwischen dem Türkischen und dem Deutschen.

Schlüsselwörter

Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Schriftspracherwerb, Mehrsprachigkeit, Erstsprache, Spracherwerbstheorien, Interlanguage, Grundschule, Sprachförderung, Kontrastivhypothese, Scaffolding, Türkisch, Sprachdiagnose, Lernziele.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundlegend in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Schriftspracherwerb von Kindern, die Deutsch als Zweitsprache (DaZ) in der Grundschule lernen.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Arbeit behandelt Spracherwerbstheorien, spezifische Herausforderungen von DaZ-Kindern, methodisch-didaktische Förderstrategien und das österreichische Förderinstrumentarium wie MIKA-D.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist, Einblicke in Schwierigkeiten beim Schriftspracherwerb zu gewähren und pädagogische Förderansätze zur Optimierung dieses Prozesses aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Analyse von Fachliteratur, Zeitschriften und offiziellen Bildungsinformationen des Ministeriums.

Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?

Detailliert diskutiert werden der simultane und sukzessive Spracherwerb, theoretische Lernmodelle, der Einfluss der Erstsprache sowie Praxiskonzepte für den Unterricht.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit abgrenzen?

Kernbegriffe sind DaZ, Erstsprache, Schriftspracherwerb, MIKA-D, Mehrsprachigkeit, Scaffolding und interkulturelles Lernen.

Was ist das MIKA-D-Instrument?

MIKA-D ist ein standardisiertes Testverfahren in Österreich, um Sprachkompetenzen von Kindern mit nicht-deutscher Erstsprache bei Schuleintritt zu ermitteln.

Wo liegen die Schwierigkeiten beim Deutschlernen von türkischsprachigen Kindern?

Besonders die Unterschiede im grammatikalischen Geschlecht, der Pluralbildung, der Satzstellung (SOP im Türkischen vs. SPO im Deutschen) und der Vokalharmonie stellen spezifische Hürden dar.

Welche Bedeutung hat das europäische Sprachenportfolio?

Es dient dazu, Sprachfortschritte zu dokumentieren, zu reflektieren und die Lernenden zu einem selbstgesteuerten bzw. autonomen Lernen anzuleiten.

Ende der Leseprobe aus 60 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schriftspracherwerb von Grundschulkindern mit Deutsch als Zweitsprache
Untertitel
Der Einfluss der Erstsprache und methodisch-didaktische Fördermöglichkeiten
Hochschule
Pädagogische Hochschule Niederösterreich (ehem. Pädagogische Akademie des Bundes in Niederösterreich)
Note
2
Autor
Neslihan Aldevir (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
60
Katalognummer
V1478041
ISBN (PDF)
9783389050446
ISBN (Buch)
9783389050453
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutsch als Fremdsprache Mehrsprachigkeit Deutsch als Zweitsprache DaZ Spracherwerb Grundschule sprachliche Schwierigkeiten Deutsch als Erstsprache Fördermöglichkeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Neslihan Aldevir (Autor:in), 2024, Schriftspracherwerb von Grundschulkindern mit Deutsch als Zweitsprache, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1478041
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Leseprobe aus  60  Seiten
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