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Baulasten in der Praxis. Stärken und Schwächen des Baulastensystems

Title: Baulasten in der Praxis. Stärken und Schwächen des Baulastensystems

Bachelor Thesis , 2019 , 65 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Svenja Josefine Huber (Author)

Law - Miscellaneous
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Das Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit war es, Stärken und Schwächen des Baulastensystems zu erarbeiten. Das Thema Baulasten beinhaltet auch eine rechtspolitische Komponente, nämlich die Frage, ob das Baulastensystem sinnvoll ist. Durch die Abgrenzung von Grunddienstbarkeiten konnte eingeschätzt werden, wie tauglich ein solches Baulastensystem ist. Da es sich bei Baulasten um ein sehr praxisrelevantes Thema handelt, wurden praxisbezogene Hauptanwendungsfälle von Baulasten untersucht. Die Fallbeispiele und Gerichtsentscheidungen zeigen, dass durch Baulasten in der Praxis Probleme und Folgen eintreten können. Viele Bauvorhaben sind ohne die Eintragung einer Baulast gar nicht möglich. Da der Begriff der Baulast der Bevölkerung nahezu gar nicht bekannt ist, können schon beim Grundstückserwerb erhebliche Probleme entstehen. Außerdem zeigt sich, dass Baulasten für ein Grundstück sehr wertbeeinflussend sein können.

Grundsätzlich ist auch ein System komplett ohne Baulasten möglich, wie es im Bundesland Bayern der Fall ist. Dies ist auch aufgrund der vielen Schwierigkeiten, welche sich im Umgang mit Baulasten herausstellen, ein sinnvoller Weg, Regelungen zur rechtlichen Sicherung zu vollziehen. Hierdurch werden Grundstücksveräußerungen durch die rechtliche Sicherung mit beschränkt persönlichen Dienstbarkeiten erleichtert, da eine Inanspruchnahme der Behörde nicht notwendig ist. Die Bachelorarbeit ist aufgrund der Praxisrelevanz für jedermann interessant, weil mit der Berücksichtigung der dargelegten Sachverhalte grundstücksbezogenen Problemen vorgebeugt werden kann.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen der Baulasten

2.1 Entstehung der Baulast

2.2 Begriffserklärung – Baulast

2.3 Definition und Führung des Baulastenverzeichnisses

2.4 Eintragung einer Baulast

2.5 Begünstigter Personenkreis

2.6 Einsichtnahme in das Baulastenverzeichnis

2.7 Löschung von Baulasten

3 Hauptanwendungsfälle

3.1 Erschließungsbaulast

3.1.1 Geh- und Fahrrecht

3.1.2 Leitungsrecht

3.2 Vereinigungsbaulast

3.3 Abstandsflächenbaulast

3.4 Verpflichtung zur Grenzbebauung

3.5 Gemeinsame Bauteile

3.6 Stellplatzbaulast

3.7 Flächenbaulast

3.7.1 Flächenbaulast aus Brandschutzgründen

3.7.2 Spielflächenzuordnung

3.8 Sonstige Baulasten

4 Folgen einer Baulast

4.1 Zivilrechtliche Folgen

4.2 Rechtliche Auswirkungen einer Vereinigungsbaulast

4.3 Vorhaben- oder Grundstücksbezogenheit

4.4 Praktische Probleme mit Baulasten

4.4.1 Stellplatzbaulast

4.4.2 Vermögens- und Haftpflichtschaden

4.5 Wertermittlungsgrundsätze

4.5.1 Wertermittlungsgrundsätze für den Verpflichteten

4.5.2 Wertermittlungsgrundsätze für den Begünstigten

5 Fazit zum Baulastensystem

5.1 Abgrenzung zu Grunddienstbarkeiten

5.2 Einschätzung der Tauglichkeit eines Baulastensystems

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Stärken und Schwächen des Baulastensystems in Deutschland. Ziel ist es, die Praxistauglichkeit dieses Instruments zu analysieren, seine rechtspolitische Sinnhaftigkeit zu hinterfragen und im Vergleich zu Grunddienstbarkeiten abzugrenzen, um grundstücksbezogenen Problemen bei Bauvorhaben vorzubeugen.

  • Grundlagen und Entstehung des Baulastensystems
  • Analyse der Hauptanwendungsfälle wie Erschließungs-, Vereinigungs- und Abstandsflächenbaulasten
  • Untersuchung zivilrechtlicher Folgen und praktischer Probleme
  • Wertermittlungsgrundsätze bei Baulasten
  • Einschätzung der Tauglichkeit und Vergleich mit Grunddienstbarkeiten

Auszug aus dem Buch

3.2 Vereinigungsbaulast

Eine Rechtsgrundlage für die Vereinigungsbaulast bietet § 4 Abs. 2 BauO NRW: „Ein Gebäude auf mehreren Grundstücken ist nur zulässig, wenn öffentlich-rechtlich gesichert ist, dass dadurch keine Verhältnisse eintreten können, die Vorschriften dieses Gesetzes oder den aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Vorschriften zuwiderlaufen. Dies gilt bei bestehenden Gebäuden nicht für eine Außenwand- und Dachdämmung, die über die Bauteilanforderungen der Energieeinsparverordnung vom 24. Juli 2007 (BGBl. I S. 1519), die zuletzt durch Artikel 3 der Verordnung vom 24. Oktober 2015 (BGBl. I. S. 1789) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung für bestehende Gebäude nicht hinausgeht. Satz 2 gilt entsprechend für die mit der Wärmedämmung zusammenhängenden notwendigen Änderungen von Bauteilen.“

Mithilfe der Vereinigungsbaulast wird die Errichtung eines Gebäudes auf mehreren Grundstücken ohne den Eintritt von Widersprüchen mit Vorschriften der Landesbauordnung geregelt. Diese Grundstücke werden dann rechtlich als ein Grundstück behandelt.

Aus § 4 Abs. 2 BauO NRW wird ersichtlich, dass lediglich Gebäude von einer solchen Pflicht der Vereinigungsbaulast betroffen sind, wenn diese auf mehreren Grundstücken errichtet werden sollen. Dagegen besteht für andere bauliche Anlagen, wie beispielsweise baugenehmigungspflichtige Stellplatzanlagen oder Wasserbecken, keine Erforderlichkeit einer Vereinigungsbaulast. Solche Anlagen sind also laut BauO NRW genehmigungspflichtig, ohne dass auf bereits bestehende Flurstücksgrenzen Rücksicht genommen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung des Baulastensystems vor dem Hintergrund des Flächenverbrauchs und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.

2 Theoretische Grundlagen der Baulasten: Erläutert die Entstehung, Definition, Eintragung, Einsichtnahme und Löschung von Baulasten.

3 Hauptanwendungsfälle: Analysiert verschiedene Baulasttypen wie Erschließungs-, Vereinigungs-, Abstandsflächen-, Grenzbebauungs-, Bauteil-, Stellplatz- und Flächenbaulasten anhand von Fallbeispielen und Rechtsgrundlagen.

4 Folgen einer Baulast: Thematisiert zivilrechtliche Auswirkungen, Vorhaben- oder Grundstücksbezogenheit, praktische Probleme sowie Wertermittlungsgrundsätze bei Vorliegen einer Baulast.

5 Fazit zum Baulastensystem: Diskutiert die Abgrenzung zu Grunddienstbarkeiten und bewertet die allgemeine Tauglichkeit des Baulastensystems.

Schlüsselwörter

Baulast, Baulastensystem, Baulastenverzeichnis, Baurechtsbehörde, Grunddienstbarkeit, Erschließungsbaulast, Vereinigungsbaulast, Abstandsflächenbaulast, Grenzanbau, Stellplatzbaulast, Flächenbaulast, Brandschutz, Wertermittlung, Grundstückseigentümer, Baugenehmigung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem „Rechtsinstitut Baulast“ in Deutschland, dessen Stärken, Schwächen und Relevanz in der Baupraxis.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Neben den theoretischen Grundlagen stehen die praktische Anwendung, die rechtliche Einordnung, mögliche Komplikationen und die Bewertung des Nutzens gegenüber alternativen Sicherungsinstrumenten im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Bachelorarbeit?

Ziel ist es, das Baulastensystem zu durchleuchten und durch eine kritische Abgrenzung zu Grunddienstbarkeiten einzuschätzen, ob das System sinnvoll ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Autorin kombiniert die Analyse von Landesbauordnungen (insbesondere der BauO NRW) mit der Auswertung von Gerichtsentscheidungen und gängigen Best-Practice-Beispielen aus der Architekturpraxis.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den verschiedenen Anwendungsfällen von Baulasten, den daraus resultierenden Rechtsfolgen und der Wertermittlung von Grundstücken.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Bauordnung, Baulastenverzeichnis, Grundstückssicherung, öffentlich-rechtliche Pflicht und zivilrechtliche Folgen.

Warum ist das Baulastenverzeichnis oft eine Hürde beim Immobilienkauf?

Da Baulasten nicht im Grundbuch stehen, sind sie für Käufer „unsichtbar“. Fehlende Kenntnisse über eingetragene Baulasten können nach einem Kauf zu erheblichen rechtlichen Problemen führen.

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen einer Baulast und einer Grunddienstbarkeit?

Eine Baulast ist ein öffentlich-rechtliches Verhältnis zwischen dem Eigentümer und der Behörde, während eine Grunddienstbarkeit ein zivilrechtlicher Vertrag zwischen den Nachbarn darstellt, der im Grundbuch gesichert ist.

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Details

Title
Baulasten in der Praxis. Stärken und Schwächen des Baulastensystems
College
University of Applied Sciences Dortmund
Course
Baurecht
Grade
1,3
Author
Svenja Josefine Huber (Author)
Publication Year
2019
Pages
65
Catalog Number
V1478448
ISBN (PDF)
9783389036259
ISBN (Book)
9783389036266
Language
German
Tags
Baurecht Baulasten Praxis Bauordnung BauONRW Öffentliches Baurecht Architekten Architektur Baulastensystem Grunddienstbarkeiten Stärken und Schwächen Bauamt Bauaufsicht Rechtsgrundlagen Probleme Hauptanwendungsfälle Fallbeispiele Gerichtsentscheidungen Grundstückserwerb Grundstück Hauskauf Grundstücksveräußerung rechtliche Sicherung Erschließungsbaulast Abstandsflächenbaulast Vereinigungsbaulast Grenzbebauung Stellplatzbaulast Flächenbaulast Geh- und Fahrrecht Leitungsrecht Nachbarzustimmung Nachbarrecht Spielflächenzuordnung Zivilrecht Vorhabenbezogenheit Grundstücksbezogenheit Vermögensschaden Haftpflichtschaden Wertermittlungsgrundsätze Verpflichteter Begünstigter Grenzgarage Nachbargrundstück Baugesetzbuch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Svenja Josefine Huber (Author), 2019, Baulasten in der Praxis. Stärken und Schwächen des Baulastensystems, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1478448
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