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Die Fotografie und Ihre Objektivität

Titel: Die Fotografie und Ihre Objektivität

Hausarbeit , 2018 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Zoe Halm (Autor:in)

Design (Industrie, Grafik, Mode)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen der Hausarbeit ,,Die Fotografie und Ihre Objektivität‘’ möchte die Autorin untersuchen, ob die Theorien und Gedanken von Kracauer, Bazin und Böll eine Tendenz zur Objektivität oder Subjektivität der Fotografie aufzeigen.

Zu Beginn dieser Arbeit werden die Sachtexte der drei Autoren Kracauer, Bassin und Böll zusammengefasst. Zur Ergänzung der Ausarbeitung von Heinrich Böll folgt eine Vorstellung des Interviews mit dem Fotografen und Hochschulprofessor Ralf Nobel, welches sich auf die gegenwärtige Zeit und Situation des Bildjournalismus bezieht. Im weiteren Verlauf werden die Texte miteinander verglichen und Ihre Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede herausgearbeitet. Durch die Ergebnisse des Vergleichs sollen die zu Beginn formulierten Fragestellungen beantwortet werden. Die Hausarbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Kernaussagen und einem Fazit ab.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Fotografie und Ihre Objektivität

2.1 Kracauers Grundprinzip

2.2 Bazin’s Ontologie des Fotografischen Bildes

2.3 Die Humane Kamera von Heinrich Böll

2.4 „Was dürfen Bilder?“ - Ein Interview

2.5 Vergleich der Texte und Theorien

3 Schlussbetrachtung

4 Literaturliste

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand der Theorien von Siegfried Kracauer, André Bazin und Heinrich Böll sowie eines ergänzenden Interviews mit Rolf Nobel, ob die Fotografie als Medium tendenziell objektiv oder subjektiv einzuschätzen ist und welche Rolle Objektivität in diesem Kontext spielt.

  • Klassische Film- und Fototheorien zur Objektivität
  • Die realistische Tendenz der Fotografie nach Kracauer
  • Ontologische Aspekte des fotografischen Abbildes bei Bazin
  • Ethisch-moralische Grenzen und Verantwortung in der heutigen Fotografie
  • Das Spannungsfeld zwischen ästhetischem Anspruch und dokumentarischer Wahrheit

Auszug aus dem Buch

2.3 Die Humane Kamera von Heinrich Böll

Das Schicksal darf im Vorgang des Fotografierens nicht verändert werden. Denn wenn dies geschieht wird die Grenze zwischen Ästhetik und Moral überschritten. Der Fotograf wird zu aufdringlich und will ertappen oder entlarven.

Aber wie kann man die begehrten Geheimnisse der Menschheit aufdecken? Laut Böll kann man sich den Geheimnissen nähern, indem man das Schicksal nicht beeinflusst und das Allgemeine im Einzelnen sichtbar macht. Genau darin liegt die Schwierigkeit, denn in der Natur der Fotografie liegt seine „verräterische“ Eigenschaft. Es geht nicht mehr darum die Wahrheit zu zeigen und dabei objektiv zu sein, sondern darum die Schwäche der Menschen zu zeigen.

Nur das Objektiv kann objektiv sein, aber das Objektiv drückt nicht auf den Auslöser. Der Fotograf trifft die Entscheidungen welche Auswahl, Formate oder Papiersorten er verwendet, um die gewünschte Wirkung der Fotografie zu erzielen. Die Wirklichkeit hat eine starke Veränderung hinter sich und Böll fragt sich, ob die inszenierte und gestellte Fotografie damals ehrlicher war als die heutigen Schnappschüsse. Einen Schnappschuss kann heute jeder machen, ob professioneller Fotograf oder ein Leihe. Diese daraus resultierende Masse an Fotos führt auf Kosten der Menschen zu einer Art Reizüberflutung und es wird immer seltener der Sinn der Fotografie erkannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Objektivitäts-Debatte in der Fotografie ein und stellt das Ziel auf, die Theorien bedeutender Theoretiker auf eine Tendenz zur Objektivität zu prüfen.

2 Die Fotografie und Ihre Objektivität: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Grundlage und analysiert die Positionen von Kracauer, Bazin und Böll sowie moderne Aspekte durch ein Experteninterview.

2.1 Kracauers Grundprinzip: Der Autor erläutert Kracauers Fokus auf medienspezifische Eigenschaften, die realistische Tendenz und die Bedeutung des Fotografen als Kameraauge.

2.2 Bazin’s Ontologie des Fotografischen Bildes: Die zentralen Thesen Bazins bezüglich der Rettung vor dem Tod, der Glaubwürdigkeit der Fotografie gegenüber der Malerei und der Rolle des Films werden dargelegt.

2.3 Die Humane Kamera von Heinrich Böll: Dieses Unterkapitel beleuchtet Bölls moralischen Appell an die Fotografie und die Problematik der "verräterischen" Eigenschaft des Mediums.

2.4 „Was dürfen Bilder?“ - Ein Interview: Hier wird das Experteninterview mit Rolf Nobel vorgestellt, welches Bölls Thesen mit der aktuellen Situation des Bildjournalismus im digitalen Zeitalter verknüpft.

2.5 Vergleich der Texte und Theorien: Die verschiedenen Positionen werden gegenübergestellt, Gemeinsamkeiten bei der realistischen Intention hervorgehoben und Unterschiede in der Nuancierung herausgearbeitet.

3 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Relevanz der untersuchten Theorien zusammen und betont die Notwendigkeit persönlicher Verantwortung für Fotografen in der heutigen Informationsgesellschaft.

4 Literaturliste: Aufzählung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Fotografie, Objektivität, Subjektivität, Siegfried Kracauer, André Bazin, Heinrich Böll, Bildjournalismus, Realismus, Moral, Ästhetik, Dokumentarfotografie, Medienethik, Kamerablick, Selbstreflexion, Wahrhaftigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Objektivität und Subjektivität im Medium Fotografie durch die theoretische Linse von Kracauer, Bazin und Böll bis hin zur heutigen Praxis.

Welche zentralen Themenfelder werden durchleuchtet?

Es werden das Verhältnis zwischen Fotografie und Wirklichkeit, die moralische Verantwortung des Fotografen sowie die dokumentarische Kraft des Mediums diskutiert.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszufinden, ob die klassischen Theorien eine klare Tendenz zur Objektivität der Fotografie aufweisen oder ob diese als subjektives Medium zu bewerten ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der Kerntheorien sowie auf der deskriptiven Auswertung eines Experteninterviews, um die Theorien in den zeitgenössischen Kontext zu setzen.

Was umfasst der inhaltliche Hauptteil der Arbeit?

Neben der theoretischen Herleitung werden die Positionen einzeln analysiert, miteinander verglichen und durch Aspekte des modernen Bildjournalismus ergänzt.

Welche Attribute charakterisieren die Arbeit am besten?

Sie ist eine medienethische und medientheoretische Reflexion, die den Bogen von philosophischen Ansätzen zu praktischen Herausforderungen der digitalen Bilderflut spannt.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen "Objektiv" und "Subjektiv" bei Böll eine so große Rolle?

Böll warnt davor, dass der menschliche Einfluss und die inszenierte Komponente die Wahrheit verfälschen, was die "verräterische" Eigenschaft des Mediums offenbart.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Rolle des Betrachters?

Die Autorin stellt fest, dass der Betrachter vom Entstehungsprozess weitgehend isoliert ist und somit auf eine eigene Einschätzung angewiesen bleibt, was die Kontrolle über manipulierte Bilder erschwert.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Fotografie und Ihre Objektivität
Hochschule
Fachhochschule Düsseldorf
Note
1,3
Autor
Zoe Halm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
15
Katalognummer
V1478529
ISBN (PDF)
9783389037249
ISBN (Buch)
9783389037256
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fotografie Kracauer Bazin Heinrich Böll Objektivität Ontologie Design Ralf Nobel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Zoe Halm (Autor:in), 2018, Die Fotografie und Ihre Objektivität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1478529
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Leseprobe aus  15  Seiten
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