Dieses Portfolio ist die Abschlussarbeit der ZQ BSK als Zertifikatskurs zur Anerkennung als Lehrkraft in Berufssprachkursen mit Gedanken über integrale Perspektiven, die zu einem ganzheitlichen Vermittlungsansatz berufsbezogener Deutschkenntnisse weiterentwickelt werden können.
Im Folgenden wird die Autorin in acht Kapiteln lerntagebuchartig ihre Kompetenzerweiterung in der ZQ BSK darstellen und aus der Perspektive eines integralen Ansatzes reflektieren und gedanklich begleiten.
Über die Zusatzqualifikation in Berufssprachkursen schreibt die Autorin: Die Option der ZQ BSK schien einen inspirierenden Code für mich bereit zu halten und bot mir Fragen, mir die Bedeutung der Berufssprachkurse in meinem Berufsleben bewusst zu werden und die Relevanz für die Integration der Teilnehmenden besser zu verstehen. Besonders in meiner Situation als ältere Arbeitnehmerin bot sich mir die Chance für weitere Kompetenzerweiterung und Vertiefung, um herauszufinden, welche wesentlichen Impulse ich für gelingende Integration und echten kontinuierlichen Wandel, den wir hier und weltweit so sehr brauchen, sinnvoll geben kann.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Einleitung
1.1 Berufliche Erfahrungen und Kompetenzen
1.2 Auswertungsergebnisse des Fragebogens zur Selbstreflexion der Lehrkompetenzen
1.3 Zur Selbstreflexion meiner Lehrkompetenzen und pädagogischen Potentiale
1.4 Ziele meiner Teilnahme an der ZQ BSK
1.5 So hätte es auch kommen können …
Modul 1: Grundlagen der Berufspädagogik
Aufgabe zu Modul 1 (Textlänge insgesamt: 1-2 Seiten)
Essay „Ich nenne sie Tochter der Sonne“
Modul 2: Berufsbezogene Linguistische Kompetenz
Zusammenfassung des Textes:
1. Tabellarische Textanalyse „Anerkennungsverfahren“
2. Verständnissicherung
3. Formulierung individueller Sprachlernziele für B2
4. Konsequenzen für den Einsatz sprachlernförderlicher Methoden
5. Auswertung des berufsbezogenen Lernprozesses aus integraler Perspektive
Modul 3: Förderung des selbständigen Lernens und arbeitsmarktrelevanter Schlüssel-kompetenzen im Erwachsenenalter
Didaktische Analyse zur UE Einführung in die Portfolio-Arbeit im BSK
Lernzielanalyse – Groblernziel und Handlungsfelder
Unterrichtsplanung zu Modul 3: Förderung des selbständigen Lernens und arbeitsmarktrelevanter Schlüsselkompetenzen im Erwachsenenalter
Portfolio BSK B2 2024
BSK B2 2024 – Protokoll der Lehrkraft
Geplantes Tafelbild zum 03.04.2024: Lerngeschte(n) schreiben mit dem Portfolio BSK B2
Reflexion
Gedanken über integrale Perspektiven zur Portfolioarbeit im BSK
Modul 4: Didaktik und Methoden im berufsbezogenen Deutschunterricht
Arbeitsblätter für die Lernbegleitung im Portfolio BSK B2 2024:
Rollen- oder Moderationskarten:
Regieanweisung
“Ice Breaker“ oder Erfolgskarten“
Arbeitsblatt zur Portfolio-Arbeit:
Modul 5: Evaluieren, prüfen, testen
Kommentar zum Beobachtungsprotokoll
Konkreten Rückschlüsse auf eine gezielte Prüfungsvorbereitung
Transfer zur Prüfungsvorbereitung Fragebögen Protokolle Lernförderung
Modul 6: Digitale Kompetenz
Reflektion der 10-minütigen Unterrichtssequenz
Perspektiven
Modul 7: Aufgaben, Rollen und professionelles Handeln der Lehrkräfte in Berufssprachkursen
Modul 8: Interkulturalität und Integration in den Arbeitsmarkt
Thema „Familie und Beruf – Teilzeitarbeit“ fokussiert auf Kontexte, Inhalte und berufsbezogene Sprache
Zusammenfassende Bewertung
Abschlussbericht
Persönliche Entwicklung
Fortschritte und Lernerfahrungen
Erwerb fachlicher Kompetenzen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient der Reflexion und Dokumentation der Kompetenzerweiterung im Rahmen der Additiven Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte in Berufssprachkursen (ZQ BSK). Das primäre Ziel ist es, durch die lerntagebuchartige Darstellung der acht Module und die Anwendung integraler Perspektiven das eigene pädagogische Handeln in Berufssprachkursen (BSK) weiterzuentwickeln, lebenslanges Lernen zu fördern und die Schnittstelle zwischen Sprachförderung und arbeitsmarktlicher Integration kritisch zu hinterfragen.
- Anwendung integraler Lernansätze in der Berufspädagogik.
- Förderung selbstständigen Lernens durch Portfolioarbeit.
- Analyse und Didaktisierung berufsbezogener Texte für Sprachniveau B2.
- Reflexion der Rolle als Lehrkraft im Spannungsfeld von Integration und Arbeitsmarktanforderungen.
- Methoden zur digitalen Kompetenzentwicklung und interkulturellen Sensibilisierung.
Auszug aus dem Buch
1.1 Berufliche Erfahrungen und Kompetenzen
Mein beruflicher Werdegang hat mich über meine beiden Studienberufe der Diplom-Pädagogik und Lehrerin an meine heutige Stelle geführt und mich entsprechend vorqualifiziert, so dass ich in Berufssprachkursen unterrichten kann.
Geboren am 11.02.1953 in Siegburg und aufgewachsen in als zweites von vier Kindern Sankt Augustin, habe ich seit dem Tod meines Vaters 1961 früh erfahren, wie es ist, selbständig zu lernen und am Mädchengymnasium in Bonn – Beuel das Abitur 1972 zu machen.
Mein akademischer Bildungsweg begann an der Universität Münster, wo ich von Oktober 1972 bis Oktober 1978 Erziehungswissenschaften, Geografie und Politik studierte, mein Diplom in Pädagogik erreichte und in den Folgejahren sowohl die erste als auch die zweite Staatsprüfung erfolgreich absolvierte. Diese akademische Grundlage ermöglichte es mir, ein tiefgreifendes Verständnis für pädagogische Prozesse, sowohl für das Lehren als auch das sozial-pädagogische und therapeutisch-unterstützende Begleiten in der Bewältigung lebens- und berufsweltlicher Herausforderungen zu entdecken. Nach dem „Lehrereinstellungsstopp“ in den 80iger Jahren gewann ich dann durch meine Tätigkeit in der gesellschaftspolitischen Jugendbildungsarbeit bei der landeskirchlichen Bildungseinrichtung „Haus Villigst“ ein vielfältiges Spektrum an Qualifikationen und Berufserfahrungen in eher offenen und inklusiven Seminarformaten für junge Auszubildende. In meiner anschließenden beruflichen Laufbahn als sozial-therapeutische Einzel- und Bezugstherapeutin habe ich vielfältige Erfahrungen, bei verschiedenen klinischen Institutionen, zum Teil auch in Leitungsfunktion gesammelt, u.a. bei der Klinik Neumühle der Haus Saaletal GmbH, den Kliniken Wied, dem Therapieverbund Ludwigsmühle sowie der FSKA-GmbH Fachklinik Altenkirchen und den AHG-Gesundheitsdiensten in Koblenz.
Kapitel Zusammenfassungen
Einleitung: Dieses Kapitel skizziert den Werdegang der Autorin, die Intention der Teilnahme an der ZQ BSK sowie die methodische Ausrichtung anhand des AQAL-Modells zur Selbstreflexion.
Modul 1: Grundlagen der Berufspädagogik: Auseinandersetzung mit der Berufswahl und der Bedeutung beruflicher Bildung anhand eines Experteninterviews und der Reflexion des dualen Ausbildungssystems.
Modul 2: Berufsbezogene Linguistische Kompetenz: Fokus auf die Analyse authentischer Texte, wie dem "Anerkennungsverfahren", und deren Didaktisierung für den Sprachunterricht auf Niveau B2.
Modul 3: Förderung des selbständigen Lernens und arbeitsmarktrelevanter Schlüssel-kompetenzen im Erwachsenenalter: Konzeption und Implementierung der Portfolio-Methode zur Unterstützung des selbstgesteuerten Lernens.
Modul 4: Didaktik und Methoden im berufsbezogenen Deutschunterricht: Praktische Unterrichtsplanung zum Thema Bewerbung, inkl. der Gestaltung von Lernmaterialien und Rollenspielen.
Modul 5: Evaluieren, prüfen, testen: Kritische Auseinandersetzung mit der mündlichen Prüfungspraxis, deren Beobachtung sowie der Entwicklung von Instrumenten zur Lernstandserhebung.
Modul 6: Digitale Kompetenz: Reflexion einer Online-Unterrichtssequenz und die Bedeutung digitaler Werkzeuge sowie KI-gestützter Systeme für die zukünftige Lehrtätigkeit.
Modul 7: Aufgaben, Rollen und professionelles Handeln der Lehrkräfte in Berufssprachkursen: Hospitation bei einer Fachkollegin mit anschließender Reflexion der Beobachtungsergebnisse.
Modul 8: Interkulturalität und Integration in den Arbeitsmarkt: Vergleichende Analyse von Lehrwerken hinsichtlich der Darstellung von Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie interkulturelle Aspekte.
Schlüsselwörter
Berufssprachkurs, ZQ BSK, Lehrerqualifizierung, Portfolioarbeit, Berufspädagogik, Interkulturalität, Arbeitsmarkintegration, digitale Kompetenz, Selbstreflexion, Erwachsenenbildung, Spracherwerb, Didaktik, Prüfungsbeobachtung, berufliche Identität, lebenslanges Lernen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert den Lern- und Reflexionsprozess einer erfahrenen pädagogischen Fachkraft im Rahmen der Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte in Berufssprachkursen.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Verfasserin?
Die Themen umfassen berufspädagogische Grundlagen, berufsbezogene Sprachvermittlung, Portfolioarbeit, digitale Didaktik, Interkulturalität sowie Integrationsstrategien für den Arbeitsmarkt.
Was ist das primäre Ziel des Portfolios?
Ziel ist die systematische Kompetenzentwicklung der Lehrkraft sowie die Bereitstellung eines Instruments, das den Kursteilnehmenden selbstgesteuertes Lernen ermöglicht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt den integralen Ansatz (AQAL-Modell), qualitative Textanalysen und die reflexive Lernbegleitung durch Lerntagebuchführung.
Was steht im Fokus der didaktischen Ausführungen?
Im Zentrum steht die Bedarfsanalyse von Kursteilnehmenden sowie die methodische Gestaltung von Lernszenarien, um den Transfer in die berufliche Realität zu erleichtern.
Wie trägt die Arbeit zum Verständnis von "Integration" bei?
Integration wird hier nicht nur als Sprachewerb, sondern als ganzheitlicher Prozess verstanden, der berufliche, soziale und kulturelle Aspekte der Teilnehmenden einbezieht.
Welchen Stellenwert nimmt die Arbeit mit "Portfolios" ein?
Das Portfolio dient als zentrales Instrument für die Lernbegleitung, da es Struktur bietet und Raum für individuelle Reflexion und Zielsetzung lässt.
Warum ist das Thema "Familie und Beruf" für BSK relevant?
Es betrifft die Lebensrealität der Teilnehmenden direkt und bietet vielfältige Anknüpfungspunkte für die Sprachvermittlung und die Reflexion von gesellschaftlichen Rollenbildern.
- Arbeit zitieren
- Johanna Lehmacher (Autor:in), 2024, Integrale Perspektiven als Lehrkraft im BSK im Rahmen der ZQ, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1478546