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Domitian als Christenverfolger? Ein Vergleich mit Nero und eine Untersuchung der Verhältnisse zwischen Heiden und Christen zur Zeit des letzten flavischen Kaisers

Title: Domitian als Christenverfolger? Ein Vergleich mit Nero und eine Untersuchung der Verhältnisse zwischen Heiden und Christen zur Zeit des letzten flavischen Kaisers

Term Paper (Advanced seminar) , 2020 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Flavio Redecker (Author)

World History - Early and Ancient History
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Domitian, der letzte flavische Kaiser Roms (81-96 n. Chr.), ist eine umstrittene Figur in der Geschichte und der heutigen Forschung. Während einige ihn als grausamen Christenverfolger in einer Reihe mit Nero sehen, betrachten andere ihn als paranoid oder psychisch krank. Es gibt auch Stimmen, die ihn als großen Herrscher ohne systematische Christenverfolgung darstellen.

Diese Arbeit untersucht die Frage, ob und in welchem Ausmaß Domitian Christen verfolgt hat und welche Gründe es dafür gab. Ein Vergleich mit Nero und eine Analyse des Verhältnisses zwischen Heiden und Christen während Domitians Herrschaft beleuchten die Komplexität des Themas. Die Methode umfasst eine hermeneutische Analyse antiker und moderner Quellen, um ein differenziertes Bild von Domitians Umgang mit den Christen zu zeichnen. Die Arbeit hinterfragt die negativen Darstellungen in den antiken Quellen und die Forschungskontroversen, um zu klären, ob Domitian tatsächlich ein systematischer Christenverfolger oder eher ein missverstandener Kaiser war.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Vorstellung der flavischen Herrscherfamilie

3) Domitian- der Christenverfolger?

3.1) War Domitian ein Christenverfolger?

3.2) Vergleich mit Nero

4) Das Verhältnis zwischen Heiden und Christen

5) Fazit

6) Literatur- und Quellenverzeichnis

7) Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Einordnung Domitians als Christenverfolger, indem sie die antiken Quellen und Forschungsmeinungen analysiert und ein Vergleich mit Kaiser Nero zieht. Zentral ist dabei die Frage, welche Maßstäbe zur Bewertung seines Handelns herangezogen wurden und inwiefern religiöse sowie politische Faktoren sein Verhältnis zum aufkommenden Christentum prägten.

  • Die historische Rolle Domitians in der Flavischen Dynastie
  • Analyse des "Christenverfolger"-Labels durch Vergleich mit Kaiser Nero
  • Untersuchung des gesellschaftlichen Verhältnisses zwischen Heiden und Christen
  • Kritische Würdigung der negativen antiken Quellenüberlieferung
  • Bewertung von Domitians Religionspolitik und dem Kaiserkult

Auszug aus dem Buch

3) Domitian- der Christenverfolger?

Domitian wird von den antiken Quellen als paranoider Charakter beschrieben, der aber nicht von Anfang an diese Charaktereigenschaft inne hatte14. In seiner Zeit als Kaiser musste Domitian ständig um Anschläge fürchten. Eine Eigenschaft, die Domitian sein ganzes Leben auszeichnete, war seine große Gottesfürchtigkeit. Beispielhaft ist das unter anderem daran zu erkennen, dass er aufgrund seiner Jugenderfahrungen einen großen Tempel für den Gott Jupiter bauen ließ15. In seinen jungen Jahren unter Kaiser Vespasian hatte Domitian kaum Interesse am regieren, er war eher sexuell aktiv. Dennoch war er auch als Junge schon durchaus machthungrig. Gerüchte kursierten des Öfteren, dass er Verschwörungen gegen seinen Vater plane um sich mehr Macht und Vorrechte zu sichern16. Auch war in Rom die Rede von möglichen geplanten Kriegen gegen Vespasian und Titus. Diese Gerüchte bestätigten sich allerdings nie. Dennoch wird daraus deutlich, dass eine Kluft zwischen Domitian und auf der anderen Seite Vespasian und Titus herrschte. Nach Tacitus war dies zudem der Grund, warum sich Domitian immer mehr verschloss und sich aus dem gesellschaftlichen Leben zurückzog17.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Einführung in die Person Domitians und die wissenschaftliche Kontroverse um sein Wirken sowie Formulierung der zentralen Fragestellung.

2) Vorstellung der flavischen Herrscherfamilie: Darstellung der familiären Hintergründe der Flavier und der Bedeutung des Herrscherkultes für die kaiserliche Legitimation.

3) Domitian- der Christenverfolger?: Analyse der Persönlichkeitsstruktur Domitians und der antiken sowie modernen Debatte über sein Vorgehen gegen (vermeintliche) Gegner.

3.1) War Domitian ein Christenverfolger?: Untersuchung der konkreten Maßnahmen Domitians gegenüber Christen und der Glaubwürdigkeit antiker Zeugnisse.

3.2) Vergleich mit Nero: Analyse der historisch gewachsenen Analogie zwischen Nero und Domitian bezüglich ihrer Wahrnehmung als Christenverfolger.

4) Das Verhältnis zwischen Heiden und Christen: Untersuchung der sozioreligiösen Spannungen zwischen der heidnischen Mehrheitsgesellschaft und der christlichen Minderheit.

5) Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Einordnung der Verfolgungsvorwürfe als Ergebnis antiker Konstruktion.

6) Literatur- und Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

7) Anhang: Bildliches Material zur numismatischen Selbstdarstellung Domitians.

Schlüsselwörter

Domitian, Christenverfolgung, Flavier, Nero, Kaiserkult, Historische Forschung, Antike Quellen, Religionsgeschichte, Judentum, Rmisches Reich, Herrscherrepräsentation, Topos, Tertullian, Eusebius, Paranoia.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Es geht um die Überprüfung der historischen These, ob Kaiser Domitian zu Recht als grausamer Christenverfolger betrachtet wird oder ob dieses Bild das Ergebnis späterer literarischer Überlieferungen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Herrschaftszeit Domitians, den Vergleich mit seinem Vorgänger Nero und die gesellschaftlichen Spannungen zwischen heidnischer Tradition und dem aufkommenden Christentum.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: Anhand welcher Maßstäbe wurde Domitian zum Christenverfolger erklärt?

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Verfasser nutzt eine hermeneutische Methode, bei der er antike Quellen kritisch sichtet, Forschungsmeinungen interpretiert und diese in einer Synthese zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Biografie der flavischen Familie, eine detaillierte Auseinandersetzung mit der mutmaßlichen Christenverfolgung unter Domitian sowie einen Vergleich mit der Ära Neros.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kaiserkult, Christenverfolgung, Flavier, historische Wahrnehmung und Regierungsstil dominiert.

Welche Rolle spielte die Paranoia für Domitians Handeln?

Die Arbeit legt dar, dass Domitians wachsende Furcht vor Verschwörungen zu einer zunehmenden Instabilität und willkürlichen Gewalt führte, unter der auch Christen leiden konnten.

Warum wird Domitian oft als "zweiter Nero" bezeichnet?

Dieser Topos entwickelte sich in der antiken Literatur, um Domitian als Tyrann zu brandmarken, obwohl die historische Evidenz für systematische Verfolgungen im Vergleich zu früheren Kaisern geringer ist.

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Details

Title
Domitian als Christenverfolger? Ein Vergleich mit Nero und eine Untersuchung der Verhältnisse zwischen Heiden und Christen zur Zeit des letzten flavischen Kaisers
College
University of Osnabrück  (Kultur- und Sozialwissenschaften)
Course
Christianus sum. Christenverfolger im römischen Reich von den Anfängen bis zum Beginn des 4. Jh.
Grade
1,7
Author
Flavio Redecker (Author)
Publication Year
2020
Pages
16
Catalog Number
V1478835
ISBN (PDF)
9783389037393
ISBN (Book)
9783389037409
Language
German
Tags
Domitian Christenverfolgung Nero Heiden Altes Rom Flavier
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Flavio Redecker (Author), 2020, Domitian als Christenverfolger? Ein Vergleich mit Nero und eine Untersuchung der Verhältnisse zwischen Heiden und Christen zur Zeit des letzten flavischen Kaisers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1478835
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