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Auswirkungen bei der Einnahme von pharmakologischen Neuroenhancern auf das menschliche Gehirn. Analyse der Verwendung im schulischen und universitären Kontext

Titel: Auswirkungen bei der Einnahme von pharmakologischen Neuroenhancern auf das menschliche Gehirn. Analyse der Verwendung im schulischen und universitären Kontext

Hausarbeit , 2022 , 10 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anna Schmiedehausen (Autor:in)

Psychologie - Kognitive Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit wird erklärt was Neuroenhancement ist und was es für pharmakologische Neuroenhancer gibt. Es wird auf die Verwendung von Methylphenidat und Modafinil an Universitäten eingegangen. Die Frage, die sich beim Verfassen dieser Arbeit stellt, ist Folgende: Wie wirkt sich die Einnahme von pharmakologische Neuroenhancern auf das menschliche Gehirn aus und inwieweit werden sie im schulischen sowie universitären Kontext verwendet?

Um diese Frage zu beantworten, folgt zunächst eine Definition des Begriffs Neuroenhancement. Danach folgt ein Überblick über zwei ausgewählte pharmakologische Mittel, die typisch für Neuroenhancement sind, Methylphenidat und Modafinil. Die Verwendung und die Prävalenz dieser Substanzen im schulischen und universitären Kontext werden letztendlich anhand von
zwei Studien genauer in den Blick genommen. Als Literatur dienen Schriften, die den aktuellen Forschungsstand zum Thema Neuroenhancement widerspiegeln.

Die Verbesserung der Leistungsfähigkeit, insbesondere der kognitiven Leistungsfähigkeit reicht weit in der Geschichte zurück. Bereits vor tausenden von Jahren, sind aus Pflanzen Tees hergestellt worden, die eine anregende und leistungssteigernde Wirkung haben sollten. Ein Beispiel dafür ist die Pflanze Ephedra Vulgaris, aus der der Ma Huang Tee hergestellt wurde, dem eine stimulierende Wirkung zugesprochen wurde. Auch heute werden nach wie vor pflanzliche Mittel zur geistigen Leistungsfähigkeit verwendet. So genannte Nootropika.

Erst im späten 19. Jahrhundert gelang es, euphorisierende Mittel synthetisch herzustellen. Ein Beispiel dafür war die Panzerschokolade, Schokolade, die mit dem stimulierenden Arzneimittel Methamphetamin versetzt war. Sie wurde im zweiten Weltkrieg von den deutschen Soldaten verwendet, um wacher und leistungsfähiger zu sein. Mit steigendem Leistungsdruck in der heutigen Gesellschaft steigt auch die Nachfrage nach Methoden oder Substanzen, die das menschliche Gehirn konzentrierter, leistungsfähiger und wacher machen. Die Einnahme von leistungssteigernden Mitteln nennt sich Neuroenhancement und stellt den Ausgangspunkt dieser Hausarbeit dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Neuroenhancement

Pharmakologische Neuroenhancer

Methylphenidat

Modafinil

Methylphenidat und Modafinil an Universitäten

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Wirkmechanismen pharmakologischer Neuroenhancer auf das menschliche Gehirn sowie deren Verbreitung und den Grad der Nutzung im schulischen und universitären Umfeld. Das primäre Ziel besteht darin, durch die Analyse relevanter Studien ein fundiertes Bild über die tatsächliche Anwendung dieser Substanzen zur kognitiven Leistungssteigerung zu vermitteln.

  • Wirkungsweise von Methylphenidat und Modafinil auf die Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin.
  • Unterscheidung zwischen therapeutischem Einsatz und missbräuchlichem Neuroenhancement.
  • Empirische Untersuchung der Prävalenz von Neuroenhancern bei Schülern und Studenten.
  • Zusammenhang zwischen demographischen Faktoren, schulischen Leistungen und dem Konsum von Leistungssteigerern.
  • Risikoanalyse hinsichtlich Abhängigkeitspotential und Nebenwirkungen.

Auszug aus dem Buch

Pharmakologische Neuroenhancer

Methylphenidat (MPH), welches unter dem Handelsnamen „Ritalin“ bekannt ist, ist ein Amphetamin-Derivat, welches zur Therapie von Kindern oder Jugendlichen mit ADHS oder ADS eingesetzt wird. In den meisten Fällen wird Methylphenidat in Tablettenform eingenommen, im den Vereinigten Staaten kann es jedoch auch in Form eines Pflasters verwendet werden. MPH hemmt die präsynaptischen Transporter der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin. Dadurch wird die Wiederaufnahme dieser Transmitter in die präsynaptische Zelle verringert und es entsteht eine höhere Konzentration von Dopamin und Noradrenalin im synaptischen Spalt. Diese erhöhte Konzentration von Dopamin führt dann zu gesteigerter kognitiver Aufmerksamkeit und verkürzter Reaktionszeit. Dadurch wird die Konzentration gesteigert, was letztlich zu Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit führen soll. Es ist jedoch weniger eine reale Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit, sondern eher eine Fokussierung auf bestimmte Bereiche im Gehirn. Damit wird die Kontrollfunktion aktiviert und Müdigkeit unterdrückt, wodurch eine höhere Konzentration möglich ist, weniger Energie verbraucht wird und es so zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit kommt. Studien zufolge führt MPH jedoch nur zu einer Verbesserung bei neuen Aufgaben. Bei bereits bekannten Denkmustern führt es zu mehr Fehlern als vor der Einnahme. Einige Studien konnten eine Verbesserung des Arbeitsgedächtnisses, jedoch keine Auswirkung auf die Aufmerksamkeit feststellen. In höheren Dosierungen kann Methylphenidat auch euphorisierend wirken, wodurch ein hohes Abhängigkeits- und Missbrauchspotential entsteht.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel definiert den Leistungsbegriff und führt in die historische sowie gesellschaftliche Relevanz von Substanzen zur kognitiven Leistungssteigerung ein.

Neuroenhancement: Hier erfolgt eine Begriffsbestimmung des Neuroenhancements sowie dessen Abgrenzung zur therapeutischen Anwendung bei Krankheiten.

Pharmakologische Neuroenhancer: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise und Risiken der Wirkstoffe Methylphenidat und Modafinil.

Methylphenidat: Es wird die pharmakologische Wirkweise von Methylphenidat als Stimulanz bei ADHS sowie dessen Nebenwirkungsprofil detailliert beschrieben.

Modafinil: Dieser Abschnitt behandelt die Anwendung von Modafinil bei Narkolepsie und analysiert dessen Wirkung auf die kognitive Arbeitseffizienz.

Methylphenidat und Modafinil an Universitäten: Mittels zweier empirischer Studien wird die tatsächliche Nutzung und die Einstellung zur Einnahme von Neuroenhancern im universitären Bereich untersucht.

Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Einnahme von Neuroenhancern aufgrund geringer Wirksamkeitsnachweise bei gesunden Menschen und hoher Suchtrisiken kritisch.

Schlüsselwörter

Neuroenhancement, Pharmakologie, Methylphenidat, Modafinil, kognitive Leistungssteigerung, Hirndoping, ADHS, Stimulantien, Suchtpotential, Studien, Prävalenz, Konzentration, Dopamin, Noradrenalin, Bildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Einnahme von pharmakologischen Substanzen, sogenannten Neuroenhancern, durch gesunde Personen zur kognitiven Leistungssteigerung.

Welche Aspekte stehen bei den Themenfeldern im Vordergrund?

Im Fokus stehen die physiologische Wirkweise der Substanzen sowie deren tatsächliche Verbreitung in schulischen und universitären Bildungskontexten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, wie Neuroenhancer das Gehirn beeinflussen und inwieweit sie von Lernenden genutzt werden, um ihre Konzentration oder geistige Ausdauer zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung genutzt?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von zwei empirischen Studien, die das Konsumverhalten von Schülern und Studenten untersuchen.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Der Hauptteil behandelt neben der theoretischen Definition des Begriffs Neuroenhancement die spezifischen Wirkmechanismen und Nebenwirkungen von Methylphenidat und Modafinil.

Welche Konzepte sind für diese Arbeit zentral?

Zentrale Begriffe sind Pharmakologische Neuroenhancer, kognitive Leistungssteigerung, Abhängigkeitsrisiken und studentisches Konsumverhalten.

Warum wird zwischen Therapie und Enhancement unterschieden?

Die Trennung ist notwendig, da eine Therapie der Heilung eines kranken Patienten dient, während Neuroenhancement darauf abzielt, die Kapazitäten gesunder Menschen unnatürlich zu steigern.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Noten und der Einnahme von Neuroenhancern?

Die untersuchten Studien deuten darauf hin, dass die Lebenszeitprävalenz bei Befragten mit schlechteren Noten tendenziell höher ist als bei leistungsstarken Studierenden.

Welche Bedeutung hat das Schlafdefizit im Kontext von Modafinil?

Die Arbeit zeigt auf, dass Modafinil besonders bei Defiziten wie Schlafentzug oder niedriger Leistungsfähigkeit Effekte zeigt, diese bei mehrfacher Einnahme jedoch oft ausbleiben.

Warum rät die Autorin generell von Neuroenhancern ab?

Aufgrund der vergleichsweise geringen Steigerung der kognitiven Leistung bei gesunden Anwendern und des signifikanten Risikos gesundheitlicher Schäden sowie Abhängigkeit wird vom Konsum abgeraten.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Auswirkungen bei der Einnahme von pharmakologischen Neuroenhancern auf das menschliche Gehirn. Analyse der Verwendung im schulischen und universitären Kontext
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Veranstaltung
Entwicklung und Verhaltensauffälligkeiten: Sucht und Drogen im schulischen Umfeld
Note
2,0
Autor
Anna Schmiedehausen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
10
Katalognummer
V1478857
ISBN (PDF)
9783389036938
Sprache
Deutsch
Schlagworte
auswirkungen einnahme neuroenhancern gehirn analyse verwendung kontext
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Schmiedehausen (Autor:in), 2022, Auswirkungen bei der Einnahme von pharmakologischen Neuroenhancern auf das menschliche Gehirn. Analyse der Verwendung im schulischen und universitären Kontext, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1478857
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Leseprobe aus  10  Seiten
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