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Diagnostische Kompetenzen im Sportunterricht

Titel: Diagnostische Kompetenzen im Sportunterricht

Seminararbeit , 2006 , 28 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Julia Gleich (Autor:in)

Didaktik - Sport, Sportpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach Meinung der pädagogischen Psychologie und der Unterrichtsforschung gibt es für die Lehrkraft vier Schlüsselkompetenzen: die Klassenführungskompetenz, die didaktische, die fachwissenschaftliche und die diagnostische Kompetenz.
All diese Kompetenzen sollten sich im Unterricht wieder finden und erhalten deshalb eine große Aufmerksamkeit bei Lehreraus- und fortbildungen, außer der diagnostischen Kompetenz, die leider zu oft als selbstverständliches Fachwissen des Lehrers angesehen wird.
Erst die Veröffentlichung der Ergebnisse von PISA (2000) und damit mangelnden diagnostischen Fähigkeiten von Lehrern hat es mit sich gebracht, dass die diagnostische Kompetenz der Lehrkräfte in der Bildungspolitik diskutiert wurde.
Im März 2003 ist das Kultusministerium dann zu dem Beschluss gekommen, dass „Maßnahmen zur Verbesserung der Professionalität der Lehrertätigkeit, insbesondere im Hinblick auf diagnostische und methodische Kompetenz als Bestandteil systematischer Schulentwicklung“ angesehen werden müssen.
Daraus folgte auch die Konsequenz nach der Forderung von Vergleichsarbeiten und der Standatisierung der bundesweiten Bildungspolitik (vgl. Helmke, Hosenfeld & Schrader, 2004).
Um jedoch die diagnostische Kompetenz zu verbessern, muss erstmal ihr Erscheinungsbild bei den Lehrern und ihre Umsetzbarkeit für den Unterricht überprüft werden. Anhand eines Forschungsprojektes mit einer zweiten Klasse möchte ich dies untersuchen und verdeutlichen, dass die diagnostische Kompetenz eine unabdingbare Voraussetzung für effektiven Unterricht im Allgemeinen und individuelle Förderung im Besonderen ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

2 Einleitung

3 Präsentation der Klasse

4 Diagnostische Kompetenzen im Sportunterricht

4.1 Biografische Einzelfallanalyse

4.1.1 Auswahl und Begründung

4.1.2 Rahmenbedingungen und Durchführung

4.1.3 Darstellung der Ergebnisse

4.1.4 Maßnahmen und Empfehlungen

4.2 Bewegungs- und Verhaltensanalyse

4.2.1 Auswahl und Begründung

4.2.2 Rahmenbedingungen und Durchführung

4.2.3 Darstellung der Ergebnisse

4.2.4 Maßnahmen und Empfehlungen

4.3 Motorische Testanalyse

4.3.1 Auswahl und Begründung

4.3.2 Rahmenbedingungen und Durchführung

4.3.3 Darstellung der Ergebnisse

4.3.4 Maßnahmen und Empfehlungen

5 Selbstreflexion und Fazit

7 Zum Nachschlagen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung diagnostischer Kompetenzen von Lehrkräften für die Gestaltung eines effektiven Sportunterrichts und die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern.

  • Analyse diagnostischer Vorgehensweisen in drei verschiedenen Anwendungsfeldern
  • Durchführung einer biografischen Einzelfallanalyse eines Schülers
  • Bewegungs- und Verhaltensanalyse einer Kleingruppe
  • Durchführung und Auswertung eines motorischen Klassentests (Münchner Fitnesstest)
  • Ableitung von Maßnahmen zur individuellen Förderung und Unterrichtsoptimierung

Auszug aus dem Buch

4.1.3 Darstellung der Ergebnisse

In diesem Abschnitt möchte ich zuerst die Ergebnisse des Beobachtungsbogens und meiner freien Beobachtung darstellen. Dabei ist deutlich, dass Julius wirklich ein höflicher, hilfsbereiter und vorbildlicher Schüler ist. Genauer gesagt, konnte ich bei allen Beobachtungspunkten nur positives über Julius feststellen. Besonders im sozialen Verhalten ist er einer der kooperativsten und rücksichtsvollsten Schüler der Klasse. Er unterstützt seine Mitschüler, wenn nötig lautstark, kann aber genauso sofort aufmerksam zuhören, wenn die Lehrerin spricht. Des Weiteren ist er einer der besten Sportler der Klasse, was ich in den anderen Sportstunden und im Münchner Fitnesstest, den ich mit der Klasse durchgeführt habe, nur bestätigen kann. Beim Rollbrettslalom war er der Schnellste, da er am geschicktesten sein Rollbrett lenken konnte. Meiner Meinung ist dies darauf zurück zu schließen, dass er sich sowohl im Raum gut orientieren konnte und als auch auf dem Rollbrett am besten sein Gleichgewicht halten konnte. Des Weiteren konnte er sehr gut seine Geschwindigkeit auf die veränderten Abstände der Hütchen anpassen (Differenzierungsfähigkeit). Er versteht jede Anweisung der Lehrerin, weil er konzentriert zuhört und kann das Gewünschte auch gleich umsetzen. Im Gegensatz zu seinen Mitschüler ist er eher selten mit sich beschäftigt oder versucht sich in den Mittelpunkt zu stellen. So ist eigentlich zusammenfassend zu sagen, dass Julius ein sehr sportlicher, aufmerksamer und liebenswerter acht jähriger Junge ist und es nicht verwunderlich ist, dass die Lehrerin ihn unabsicht lich an und wann bevorzugt.

Der zweite Teil, das Interview, konnte mir mehr Aufschluss über den familiären und sozialen Hintergrund von Julius geben. Julius lebt mit seinen Eltern, beide berufstätig, und seiner kleinen zweijährigen Schwester in der Innenstadt von Augsburg. Nach der Schule besucht er täglich einen Kinderhort, in den auch mehrere seinen Klassenkameraden gehen. Außerhalb der Schule spielt er Fußball und Tennis im Verein und fährt Schlittschuh, was von den Eltern, die früher selbst Sport betrieben haben, auch sehr unterstützt wird. Der Sportunterricht in der Schule macht ihm viel Spaß und er fällt ihm auch sehr leicht, zwischen den Zeilen jedoch, war zu lesen, dass er sich doch manchmal mehr Abwechselung wünscht.

Zusammenfassung der Kapitel

2 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit diagnostischer Kompetenzen als Schlüsselqualifikation für Lehrkräfte im Kontext der aktuellen Unterrichtsforschung und Bildungspolitik.

3 Präsentation der Klasse: Dieses Kapitel beschreibt die soziokulturelle Zusammensetzung und das sportliche Leistungsbild der untersuchten zweiten Grundschulklasse.

4 Diagnostische Kompetenzen im Sportunterricht: Das Hauptkapitel umfasst drei praktische Forschungsansätze zur Diagnose im Sportunterricht, inklusive der Fallanalyse eines Schülers, der Analyse einer Schülerinnengruppe sowie der motorischen Testung der gesamten Klasse.

4.1 Biografische Einzelfallanalyse: Dieser Abschnitt widmet sich der intensiven Beobachtung und Befragung eines ausgewählten Schülers, um dessen sportliche Entwicklung und soziale Integration zu erfassen.

4.2 Bewegungs- und Verhaltensanalyse: Hier wird das soziale Interaktions- und Bewegungsverhalten zweier unzertrennlicher Schülerinnen in unterschiedlichen Unterrichtssituationen analysiert.

4.3 Motorische Testanalyse: Dieses Kapitel präsentiert die Durchführung und Interpretation des Münchner Fitnesstests, um motorische Defizite auf Klassenebene zu identifizieren.

5 Selbstreflexion und Fazit: Die Autorin reflektiert die gewonnenen Erkenntnisse und deren Anwendungsmöglichkeit in einem späteren Schulpraktikum.

7 Zum Nachschlagen: Dieser Anhangsteil enthält zusätzliche Materialien wie Interviewleitfäden und Fragebögen, die der Arbeit als empirische Grundlage dienten.

Schlüsselwörter

Diagnostische Kompetenz, Sportunterricht, Grundschule, Bewegungsanalyse, Verhaltensanalyse, motorische Tests, Münchner Fitnesstest, individuelle Förderung, Einzelfallanalyse, Schulsport, Lehrkompetenz, motorische Grundlagen, Sozialverhalten, Sportdidaktik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Lehrkräfte im Sportunterricht diagnostische Methoden anwenden können, um das Potenzial und die Bedürfnisse einzelner Kinder sowie der gesamten Klasse besser zu erfassen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die professionelle pädagogische Diagnose im Sport, die Analyse motorischer Fähigkeiten sowie die Beobachtung des Sozial- und Bewegungsverhaltens von Grundschulkindern.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu verdeutlichen, dass diagnostische Kompetenz eine grundlegende Voraussetzung für effektiven Sportunterricht und eine gezielte, individuelle Förderung der Kinder ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt qualitative Methoden wie die systematische Beobachtung und Interviews sowie quantitative Ansätze durch den Einsatz motometrischer Testverfahren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biografische Einzelfallstudie, eine Analyse des Gruppenverhaltens von Schülerinnen sowie eine motorische Leistungsdiagnose der gesamten Klasse mittels des Münchner Fitnesstests.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Typische Begriffe sind diagnostische Kompetenz, motorische Testanalyse, individuelle Förderung im Sportunterricht, Schulsport-Diagnostik und Beobachtungsverfahren.

Warum wurde gerade der Schüler Julius für die Einzelfallanalyse gewählt?

Julius fiel der Autorin durch seine Motivation und seine auffallende Rolle in der Sportklasse auf, was ihn zu einem geeigneten Beispiel für die Untersuchung sportlicher Begabung und Integration machte.

Welche Rolle spielt die "Freundestunde" für die Bewegungsanalyse?

Die "Freundestunde" diente dazu, das soziale Miteinander und den Ehrgeiz von zwei unzertrennlichen Freundinnen in einer kooperativen Bewegungssituation zu beobachten und mit einer wettbewerbsorientierten Situation zu vergleichen.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Diagnostische Kompetenzen im Sportunterricht
Hochschule
Universität Augsburg  (Institut für Sportwissenschaft)
Veranstaltung
Seminar- Diagnostische Kompentenzen im Sportunterricht
Note
1,0
Autor
Julia Gleich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
28
Katalognummer
V147902
ISBN (eBook)
9783640579471
ISBN (Buch)
9783640578856
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sportpädadogik Sportdidaktik Diagnostik Münchner Fitnesstest Seminararbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Gleich (Autor:in), 2006, Diagnostische Kompetenzen im Sportunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147902
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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