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Bilanzielle Behandlung von Forschungs- und Entwicklungskosten nach HGB, IAS und US-GAAP

Title: Bilanzielle Behandlung von Forschungs- und Entwicklungskosten nach HGB, IAS und US-GAAP

Diploma Thesis , 2000 , 67 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Nikolaus Zöllner (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Die zunehmende Globalisierung der Märkte und die Verflechtung der Wirtschafträume hat für betroffene Unternehmen weitreichende Konsequenzen. Nationale Kapitalmärkte werden für global expandierende Gesellschaften sehr eng1 und es bedarf einer weltweiten Ausrichtung auf der Suche nach Eigenkapital. Hierbei stellt sich für deutsche Unternehmen, die internationale Investoren umwerben, ein bedeutendes Problem. Abschlüsse nach dem HGB sind eine Rechnungslegungs-Sprache, die ausländische Investoren nicht verstehen. Die mangelnde Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmen, die Verwässerung durch steuerliche Einflüsse, der Gläubigerschutz und die reichhaltigen Möglichkeiten zur Bilanzpolitik ließen im Ausland sogar ein latentes Misstrauen und Unverständnis gegen deutsche Abschlüsse entstehen2.

Als die Daimler Benz AG 1993 ein Börsenlisting an der New York Stock Exchange anstrebte und aufgrund der strengen Rechnungslegungsanforderungen der Securities and Exchange Commission (SEC) einen Abschluss nach US-GAAP vorlegen musste, wurde dieses Misstrauen offenkundig. Dem erheblichen Verlust nach der USRechnungslegung stand ein Gewinn nach HGB gegenüber3. Der Gesetzgeber in Deutschland hat erkannt, dass sich inländische Unternehmen verstärkt an den Kapitalmarkterfordernissen orientieren müssen und öffnete mit dem Kapitalaufnahmeerleichterungsgesetz (KapAEG)4 die Tür zur internationalen Rechnungslegung und zu den internationalen Kapitalmärkten5. [...]

1 Vgl. Küting, K., Perspektiven der externen Rechnungslegung, in: Betriebs-Berater, 2000, Heft 9,
Seite 451
2 Vgl. Küting, K., Perspektiven der externen Rechnungslegung, in: Betriebs-Berater, 2000, Heft 9,
Seite 452f.
3 Vgl. Küting/Hayn, Grundlagen der internationalen Rechnungslegung, in: Buchführung, Bilanz,
Kostenrechnung, 1994, Heft 7, S. 330
4 Gesetz zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Konzerne an internationalen
Kapitalmärkten und zur Erleichterung der Aufnahme von Gesellschafterdarlehen, BGBl. I 1998, S.
707 ff.
5 Vgl. Förschle, G. u.a., Internationale Rechnungslegung und Kapitalaufnahmeerleichterungsgesetz -
Meinungswandel bei Führungskräften deutscher Unternehmungen?, in: Der Betrieb, 1998, Heft 46, S.
2281

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Abkürzungsverzeichnis

1. Einführung

2. Forschungs- und Entwicklungskosten nach HGB

2.1 Definitionen

2.1.1 Forschung

2.1.1.1 Grundlagenforschung

2.1.1.2 Angewandte Forschung

2.1.2 Entwicklung

2.1.2.1 Neuentwicklung

2.1.2.2 Weiterentwicklung

2.2 Bilanzielle Behandlung nach HGB

2.2.1 Aktivierung des FuE-Aufwands als immaterieller Vermögensgegenstand

2.2.1.1 Abstrakte Aktivierungsfähigkeit eines Vermögensgegenstandes nach HGB

2.2.1.2 Konkrete Bilanzierungsfähigkeit eines Vermögensgegenstandes nach HGB

2.2.2 Einbeziehen des FuE-Aufwands in die Herstellungskosten

2.2.3 Entwicklung von Prototypen

2.3 Berichtspflichten nach HGB

3. Forschungs- und Entwicklungskosten nach IAS

3.1 Definitionen

3.1.1 Forschung

3.1.2 Entwicklung

3.2 Bilanzielle Behandlung nach IAS

3.2.1 Aktivierung des FuE-Aufwands als immaterieller Vermögensgegenstand

3.2.1.1 Abstrakte Aktivierungsfähigkeit eines Vermögensgegenstandes nach IAS

3.2.1.2 Konkrete Bilanzierungsfähigkeit eines Vermögensgegenstandes nach IAS

3.2.1.3 Bilanzierungsfähigkeit eines immateriellen Vermögensgegenstandes

3.2.1.3.1 Forschungsphase

3.2.1.3.2 Entwicklungsphase

3.2.1.4 Herstellungskosten eines selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstandes

3.2.2 Einbeziehen des FuE-Aufwands in die Herstellungskosten

3.2.3 Entwicklung von Prototypen

3.3 Berichtspflichten nach IAS

4. Forschungs- und Entwicklungskosten nach US-GAAP

4.1 Definitionen

4.1.1 Forschung

4.1.2 Entwicklung

4.2 Bilanzielle Behandlung nach US-GAAP

4.2.1 Aktivierung des FuE-Aufwands als immaterieller Vermögensgegenstand

4.2.1.1 Abstrakte Aktivierungsfähigkeit eines Vermögensgegenstandes nach US-GAAP

4.2.1.2 Konkrete Bilanzierungsfähigkeit eines Vermögensgegenstandes nach US-GAAP

4.2.1.3 Verbuchung der FuE-Kosten als Aufwand

4.2.2 Einbeziehen des FuE-Aufwands in die Herstellungskosten

4.2.3 Entwicklung von Prototypen

4.3 Berichtspflichten nach US-GAAP

5. Wesentliche Unterschiede

6. Anhang

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht und vergleicht die bilanzielle Behandlung von Forschungs- und Entwicklungskosten (FuE) nach den Normensystemen HGB, IAS und US-GAAP, um die Auswirkungen auf die ergebnisorientierte Unternehmensberichterstattung zu verdeutlichen.

  • Vergleich der Aktivierungsmöglichkeiten von FuE-Kosten als immaterielle Vermögensgegenstände.
  • Analyse der indirekten Aktivierung durch Einbeziehung in die Herstellungskosten.
  • Untersuchung der Bilanzierungsvorschriften für Prototypen in den verschiedenen Normensystemen.
  • Bewertung der Berichtspflichten und Publizitätsanforderungen im Zusammenhang mit FuE-Aktivitäten.

Auszug aus dem Buch

2.1.1.1 Grundlagenforschung

Hierbei steht die Gewinnung neuer und/oder Erweiterung bestehender wissenschaftlicher Erkenntnisse im Vordergrund. Bei der Grundlagenforschung besteht daher kein Bezug zu einer konkreten Nutzungsanwendung. Da der kostenintensiven (Grundlagen-) Forschung kein realer Verwertungsaspekt gegenübersteht, ist sie meist für Unternehmen nicht rentabel. Die allgemeine Forschungsaktivität wird überwiegend von Universitäten oder speziellen Instituten (z.B. Max-Planck-Gesellschaft, Frauenhofer-Gesellschaft) durchgeführt.

Im Schrifttum wird die Grundlagenforschung auch als zweckfreie Forschung bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Globalisierung und den damit verbundenen Druck auf deutsche Unternehmen, internationale Rechnungslegungsstandards anzuwenden, um Investorenvertrauen zu gewinnen.

2. Forschungs- und Entwicklungskosten nach HGB: Dieses Kapitel erläutert die handelsrechtliche Behandlung von FuE-Kosten, wobei das generelle Aktivierungsverbot für unentgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände im Fokus steht.

3. Forschungs- und Entwicklungskosten nach IAS: Der Abschnitt analysiert die differenziertere Behandlung nach IAS 38, die eine Aktivierung von Entwicklungskosten unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt.

4. Forschungs- und Entwicklungskosten nach US-GAAP: Hier wird die US-amerikanische Rechnungslegungspraxis dargestellt, die grundsätzlich eine sofortige Aufwandsverrechnung aller FuE-Kosten vorschreibt.

5. Wesentliche Unterschiede: Das Kapitel bietet eine komprimierte Gegenüberstellung der bilanzielle Behandlung von FuE-Kosten in den drei untersuchten Normensystemen.

Schlüsselwörter

Forschung und Entwicklung, FuE-Kosten, Bilanzierung, HGB, IAS, US-GAAP, Aktivierungsverbot, Herstellungskosten, immaterielle Vermögensgegenstände, Prototypen, Lagebericht, Rechnungslegung, Globalisierung, Kapitalmarktorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der bilanziellen Behandlung von Ausgaben für Forschung und Entwicklung und wie diese in drei unterschiedlichen Rechnungslegungssystemen (HGB, IAS, US-GAAP) behandelt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Aktivierungsregeln für immaterielle Vermögenswerte, der Einbeziehung von FuE-Kosten in Herstellungskosten sowie den Berichtspflichten im Lagebericht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem deutschen Handelsrecht und internationalen Standards (IAS, US-GAAP) hinsichtlich der Bilanzierung von FuE-Kosten aufzuzeigen und deren Einfluss auf den Unternehmensgewinn zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse sowie den direkten Vergleich der jeweiligen Gesetzestexte und Rechnungslegungsstandards der betrachteten Normensysteme.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Begriffe Forschung und Entwicklung, die Aktivierungsvoraussetzungen, die Einbeziehung in Herstellungskosten sowie die spezifischen Regelungen für Prototypen und Berichtspflichten innerhalb der drei Systeme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind FuE-Kosten, Bilanzierung, Aktivierungsverbot, Immaterielle Vermögensgegenstände, IAS, HGB und US-GAAP.

Wie unterscheidet sich die Behandlung von Prototypen zwischen HGB und IAS?

Während im HGB die physische Komponente und der Bezug zum Anlagevermögen im Vordergrund stehen, betont der IAS die Bedeutung der immateriellen Wissenskomponente, was zu einer unterschiedlichen Aktivierungspraxis führt.

Warum schreibt das US-GAAP primär eine sofortige Aufwandsverrechnung vor?

Das FASB begründet dies mit der hohen Unsicherheit über den künftigen wirtschaftlichen Nutzen von FuE-Projekten, weshalb die Aktivierung als Vermögenswert als zu riskant eingestuft wird.

Welche Ausnahmen gibt es für das Aktivierungsverbot nach US-GAAP?

Eine zentrale Ausnahme bildet die Entwicklung von kommerzieller Software, die unter bestimmten technischen Voraussetzungen nach SFAS 86 zu aktivieren ist.

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Details

Title
Bilanzielle Behandlung von Forschungs- und Entwicklungskosten nach HGB, IAS und US-GAAP
College
University of Applied Sciences Kempten  (Wirtschaftswissenschaften)
Grade
1,7
Author
Nikolaus Zöllner (Author)
Publication Year
2000
Pages
67
Catalog Number
V14794
ISBN (eBook)
9783638201018
Language
German
Tags
Bilanzielle Behandlung Forschungs- Entwicklungskosten US-GAAP
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nikolaus Zöllner (Author), 2000, Bilanzielle Behandlung von Forschungs- und Entwicklungskosten nach HGB, IAS und US-GAAP, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14794
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