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Unterrichtsstunde: Den Durst erleben – Wasser genießen

Titel: Unterrichtsstunde: Den Durst erleben – Wasser genießen

Unterrichtsentwurf , 2009 , 29 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sebastian Schmidt (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Stunde ist als Einführungsstunde der Unterrichtseinheit »Wasser als Symbol des Lebens« konzipiert. Die Schüler sollen in dieser Unterrichtsstunde über ihre eigene »Durst-Erfahrung« die lebensspendende Bedeutung von Wasser erleben und zur Sprache bringen. Im Zentrum der Einheit steht der Exodus-Text »Wasser aus dem Felsen« (Ex 17,1-7). Dieser Text erzählt vom Durst des Volkes Israel, das von Moses durch die Wüste geführt wird. Diese Bedrohung weckt Zweifel in den Israeliten an ihrem Führer Mose und ihrem Gott. Doch Jahwe hilft ihnen aus der bedrohlichen Situation und versorgt sie mit Wasser, indem er Mose den Weg zur Wasserquelle weist. Das lebensspendende Wasser aus dem Felsen gibt dem Volk Israel neue Lebenskraft und wird Zeichen der Gegenwart und Ort der Nähe Gottes; letztendlich wird Gott selbst »Wasser aus dem Felsen«. Auch Kinder kennen Situationen, die für sie bedrohlich sind, in denen ihnen etwas Lebenswichtiges fehlt. Vielleicht verlieren sie durch enttäuschende Erfahrungen vorübergehend das Vertrauen in ihre Freunde oder ihre Familie und erleben die Erlösung, wenn sich jemand liebevoll um sie kümmert und ihnen hilft, so wie Jahwe in der biblischen Geschichte dem Volk Israel hilft, indem er diesem Wasser spendet. Durch die schrittweise Erschließung des biblischen Textes innerhalb der Einheit soll den Schülern dieses Verhältnis zwischen Bedrohung und Erlösung verdeutlicht und ein positiver Zugang zur lebensspendenden Seite der Wassersymbolik ermöglicht werden.
Es ist davon auszugehen, dass die meisten Schüler echten Durst, wie er in der biblischen Geschichte geschildert wird, noch nicht erfahren bzw. Durst kaum als existenziell bedrohlich erlebt haben. Zudem ist es möglich, dass manche Kinder Wasser zur Stillung des Durstes gar nicht kennen, sondern nur andere Getränke. Daher erachte ich es als wichtig, zunächst die Erfahrung von »Durst« als Bedrohung des Lebens und die lebensspendende Funktion von Wasser deutlich zu machen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Vorwort

1. Bedingungsfeld

1.1 Situation der Schule

1.2 Situation der Klasse

1.3 Situation des Lehramtsanwärters

2. Sachanalyse

2.1 Wissenswertes über Wasser

2.2 Der Begriff Symbol

2.3 Die Bedeutung von Symbolen für den Religionsunterricht

2.4 »Wasser« als Symbol

3. Didaktische Analyse

3.1 Fachdidaktische Diskussion

3.2 Bezug zum Lehrplan

3.3 Relevanz für die Schüler

3.4 Lernvoraussetzungen in Bezug auf die Sache

3.5 Didaktische Reduktion

3.6 Mögliche Schwierigkeiten

4. Lernziele

5. Methodische Analyse

5.1 Organisatorische Rahmenbedingungen

5.2 Lernvoraussetzungen bezüglich der Methode

5.3 Differenzierungsmaßnahmen

5.4 Struktur der Unterrichtsstunde

5.5 Darstellung der Unterrichtsschritte und deren Begründung unter Einbeziehung alternativer Möglichkeiten

5.6 Alternative Planung

6. Verlaufsplanung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel der Arbeit ist es, Schülern der Klasse 2a im Rahmen einer ersten Lehrprobe im Fach Katholische Religion durch das bewusste Erleben von Durst und dessen Stillung die lebensspendende Bedeutung von Wasser symbolisch näherzubringen.

  • Einführung in die Wassersymbolik als Lebensspender.
  • Verbindung von existenzieller Erfahrung (Durst) mit religiösen Symbolgehalten.
  • Einsatz von Stilleübungen und kreativen Gestaltungsprozessen.
  • Didaktische Reflexion über symboldidaktische Ansätze in der Grundschule.
  • Konzeption einer korrelationsdidaktisch orientierten Unterrichtsstunde.

Auszug aus dem Buch

2.2 Der Begriff Symbol

Etymologisch betrachtet stammt das Wort Symbol vom griechischen Verb »symballein« ab, was soviel bedeutet wie »zusammenfügen, zusammenpassen oder vereinigen«. Das entsprechende Substantiv »symbolon« heißt »das Zusammengefügte«. Symbolisieren meint etwas vereinigen, das zusammengehört, aber vorher getrennt war. Im antiken Griechenland war es vor allem unter Freunden üblich, beim Abschied eine Tontafel, einen Ring, eine Münze oder ähnliches in zwei Teile zu zerbrechen. Die beiden Besitzer der Teile konnten sich, wenn sie sich erneut trafen und ihre Stücke zusammenfügten, als zusammengehörig »ausweisen«; sie waren gleichsam wiedervereint. Biehl zufolge wird daran der Hinweischarakter von Symbolen deutlich. Die Tontafel etwa, das sichtbare, sinnliche Zeichen, „weist über sich hinaus auf eine Wirklichkeit, nämlich die Freundschaft, die nicht unmittelbar zugänglich ist.“ Dabei ist das symbolische Zeichen (die Tontafel) jedoch nicht vom eigentlich Gemeinten (der Freundschaft) zu trennen. Vielmehr bilden das Zeichen und die Aussage eine Einheit. Symbole verweisen folglich nicht nur auf eine andere Wirklichkeit, sondern sie repräsentieren und vergegenwärtigen diese. So verweist die Tonscherbe nicht nur auf die Freundschaft, sie ist selbst Ausdruck davon. Die Freunde denken beim Anblick der Tonscherbe aneinander und erhoffen ein Wiedersehen.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Vorwort: Der Autor erläutert die Konzeption der Einführungsstunde zum Thema Wasser als Symbol des Lebens und den Bezug zum biblischen Exodus-Text.

1. Bedingungsfeld: Dieses Kapitel analysiert die schulischen Rahmenbedingungen, die Klassensituation der 2a und den Hintergrund des Lehramtsanwärters.

2. Sachanalyse: Hier werden physikalische Fakten über Wasser sowie die religionspädagogische Bedeutung von Symbolen und das spezifische Symbol des Wassers theoretisch fundiert.

3. Didaktische Analyse: Die didaktische Einordnung erfolgt anhand der Symboldidaktik, des Lehrplans sowie einer Reflexion über die Relevanz für die Schüler und didaktische Reduktionsschritte.

4. Lernziele: Definition der Grob- und Feinziele, die sich auf das Erleben, Verbalisieren und kreative Verschriftlichen der Wassersymbolik konzentrieren.

5. Methodische Analyse: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise, inklusive Differenzierung, Strukturplanung und der methodischen Begründung der Unterrichtsphasen.

6. Verlaufsplanung: Detaillierte tabellarische Darstellung der geplanten Unterrichtsaktivitäten, der methodischen Kommentare und der eingesetzten Materialien.

Schlüsselwörter

Religionsunterricht, Grundschule, Wassersymbolik, Symboldidaktik, Lebensspendendes Wasser, Dursterfahrung, Stilleübung, Elfchen, Kreatives Schreiben, Exodus-Text, Symbolverständnis, Korrelationsdidaktik, Schulpraxis, Unterrichtsentwurf, Symbolerleben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit stellt den Entwurf für eine erste Lehrprobe im Fach Katholische Religion für eine zweite Grundschulklasse dar, die das Thema „Wasser als Symbol des Lebens“ behandelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Symboldidaktik, die Bedeutung von Wasser als existenzielles und religiöses Symbol sowie die didaktische Planung einer Unterrichtsstunde.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?

Die Schüler sollen durch die unmittelbare, körperliche Erfahrung von Durst die lebensspendende Bedeutung von Wasser nachempfinden und diese Erkenntnis kreativ in Form eines Gedichts (Elfchens) ausdrücken.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf religionspädagogische Konzepte, insbesondere die Symboldidaktik nach Halbfas und Biehl, sowie den korrelationsdidaktischen Ansatz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Sach- und didaktische Analyse, eine methodische Herleitung der Unterrichtsschritte sowie eine konkrete Verlaufsplanung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Religionsunterricht, Wassersymbolik, Symboldidaktik, Stilleübung, Elfchen und Lebensspende.

Warum wird den Schülern vorab das Trinken untersagt?

Dies dient dazu, das eigene Empfinden von Durst als existenziell bedrohliche Erfahrung zu provozieren, um den anschließenden Akt des Wassertrinkens als „erlösende“ und lebensspendende Erfahrung im Sinne der biblischen Symbolik besser nachempfinden zu können.

Was ist die Funktion des „Elfchens“ in dieser Unterrichtseinheit?

Das Elfchen dient als kreative Methode zur Reflexion und Verinnerlichung der vorher gemachten körperlichen und symbolischen Erfahrungen, wobei die formale Struktur das kreative Schreiben unterstützt.

Welche Schwierigkeiten könnten laut Autor bei der Umsetzung auftreten?

Der Autor nennt unter anderem Probleme beim Einhalten von Stillephasen, die Gefahr einer geringen Empathie bei Schülern, die keinen „echten“ Durst verspüren, sowie Zeitmanagement-Herausforderungen während der Arbeitsphase.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Unterrichtsstunde: Den Durst erleben – Wasser genießen
Hochschule
Staatliches Studienseminar Saarland für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I Klassenstufen (5 - 9), für das Lehramt an Hauptschulen und Gesamtschulen sowie für Förderschulen und Integration
Note
1,3
Autor
Sebastian Schmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
29
Katalognummer
V147963
ISBN (eBook)
9783640607051
ISBN (Buch)
9783640607013
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Symboldidaktik Symbol Wasser Katholische Religion Unterrichtsentwurf Lehrprobe Wasser als Symbol Religionsunterricht Grundschule Bodenbild Elfchen im Religionsunterricht Halbfas Biehl Religionsdidaktik Symbole im Religionsunterricht Wasser aus dem Felsen Ex 17 1-7 Die Bedeutung von Symbolen für den Religionsunterricht Berg und Weber Unterrichtsstunde Verlaufsplanung Wassersymbolik Kett-Material RPP
Produktsicherheit
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Arbeit zitieren
Sebastian Schmidt (Autor:in), 2009, Unterrichtsstunde: Den Durst erleben – Wasser genießen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147963
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  29  Seiten
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