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Unternehmensbewertung

Title: Unternehmensbewertung

Term Paper , 2003 , 31 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Mike Brzuske (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die Bewertung von Unternehmen gewinnt im Zuge der international und national
ansteigenden Zahl von Unternehmenskäufen zunehmend an Bedeutung. Dabei belegen
empirische Untersuchungen, dass der Anteil an Transaktionen, in denen für die Übernahme zu
hohe Preise gezahlt werden, erheblich ist. Mögliche Ursachen dafür sind die Überschätzung
von Synergien und Möglichkeiten in noch unbekannten Geschäftsfeldern erfolgreich zu sein
bzw. der Einsatz fehlerhafter Bewertungsmethoden oder die falsche Anwendung dieser. Ein
Unternehmen zu bewerten bedeutet, es mit einer alternativen Anlagemöglichkeit zu
vergleichen. Aus dem bekannten Preis des Vergleichsobjektes wird auf den unbekannten Wert
des Unternehmens geschlossen. Es existiert eine Vielzahl von Methoden zur
Unternehmensbewertung, die allerdings nicht alle dieses Opportunitätsprinzip beachten. Im
Folgenden werden die gebräuchlichsten Bewertungsverfahren vereinfacht beschrieben und
teilweise vergleichend bewertet. Unter Berücksichtigung aller Erfolgspotenziale des bestehenden Unternehmens und der
darauf einwirkenden Einflüsse, dient die Unternehmensbewertung dazu, potenzielle Preise für
ganze Unternehmen oder Unternehmensteile zu ermitteln. In Theorie und Praxis gilt es als
unbestritten, dass sich die Bewertung von Unternehmen stets an ihrer jeweiligen
Zwecksetzung orientieren muss (Zweckadäquanzprinzip). Dieses Prinzip lässt jedoch offen,
welche Zwecke im Einzelnen mit der Unternehmensbewertung zu verfolgen sind. Als
Konsequenz haben sich in Abhängigkeit vom Bewertungsanlass unterschiedliche
Zielsetzungen für die Bewertung (Bewertungsfunktionen) gebildet, die nicht ohne
Auswirkungen auf den zu ermittelnden Unternehmenswert bleiben, da sie die einzelnen
Bewertungsfaktoren unterschiedlich stark gewichten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Unternehmensbewertung

2.1 Bewertungsanlässe

2.2 Bewertungsfunktionen

2.3 Bewertungsprinzipien

3. Klassische Verfahren der Unternehmensbewertung

3.1 Substanzwertverfahren

3.2 Mittelwertverfahren

3.3 Multiplikatorverfahren

4. Moderne Bewertungsverfahren

4.1 Ertragswertverfahren

4.2 Discounted Cash Flow-Verfahren

4.2.1 Nettoverfahren (equity approach)

4.2.2 Bruttoverfahren (entity approach)

4.2.2.1 Weighted Average Cost of Capital (WACC)-Methode

4.2.2.2 Adjusted Present Value (APV)-Methode

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit gibt einen strukturierten Überblick über gängige Methoden der Unternehmensbewertung und untersucht deren theoretische Grundlagen sowie praktische Anwendbarkeit. Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen den verschiedenen Bewertungsanlässen und den daraus resultierenden funktionalen Zielsetzungen sowie den methodischen Unterschieden zwischen klassischen und modernen Bewertungsansätzen aufzuzeigen.

  • Grundlagen der Unternehmensbewertung: Bewertungsanlässe, -funktionen und -prinzipien.
  • Klassische Bewertungsverfahren: Substanzwert-, Mittelwert- und Multiplikatorverfahren.
  • Moderne Discounted Cash Flow (DCF)-Verfahren und das Ertragswertverfahren.
  • Vergleichende Analyse der Methoden hinsichtlich ihrer Eignung für verschiedene Unternehmensgrößen.

Auszug aus dem Buch

4.2 Discounted Cash Flow-Verfahren

Im angelsächsischen Bereich und bei grenzüberschreitenden Investitionen deutscher Unternehmen, wird die Ermittlung des Unternehmensgesamtwertes statt nach der Ertragswertmethode oft nach dem DCF-Verfahren durchgeführt. Bei der DCF-Methode werden die in künftigen Perioden erwarteten Zahlungsüberschüsse eines Unternehmens auf den Bewertungsstichtag abgezinst. Als Zahlungsüberschuss wird der sogenannte Free Cash Flow (FCF) verwendet. Ausgehend vom Cash Flow (CF = Gewinn + zahlungsunwirksame Aufwendungen) zieht der FCF Investitions- und Desinvestitionsauszahlungen sowie Veränderungen des Working Capital (UV – kurzfristiges FK) mit in Betracht. Damit berücksichtigt der FCF im Gegensatz zum herkömmlichen CF die für die langfristige Unternehmensfortführung als Einkommensquelle notwendigen Ersatz und Nettoinvestitionen. „Frei“ ist der FCF insofern, als er zur Bedienung der Eigen- und Fremdkapitalgeber zur Verfügung steht. Der ermittelte Unternehmenswert ist die Summe der diskontierten FCF aller kommenden Jahre und wird als Discounted Cash Flow (DCF) bezeichnet. Die DCF-Methode berechnet ähnlich wie die Ertragswertmethode einen Barwert von Zahlungsströmen (Kapitalwert).

Für die Durchführung des Verfahrens muss zunächst eine Prognose der FCF auf Basis einer Einnahmen-/Überschussrechnung mit ergänzenden Berechnungen der ausschüttungsfähigen finanziellen Überschüsse erfolgen. Dazu werden Planbilanzen, Plan-GuV und Finanzplanungen mit ergänzenden Berechnungen für steuerliche Zwecke über mehrere (mindestens fünf) Jahre benötigt. Im Wesentlichen unterscheidet man drei verschiedene DCF-Verfahren welche in der Literatur im Allgemeinen alle gemeinsam unter der Bezeichnung DCF-Methode ausgeführt werden. Als Bruttoverfahren (entity approach) das Konzept der gewogenen Kapitalkosten (WACC-Ansatz) und das Konzept des angepassten Barwertes (APV-Ansatz) sowie als eigenkapitalgeberorientiertes Nettoverfahren (equity approach) das Konzept der direkten Ermittlung des Marktwerts des Eigenkapitals. Ungeachtet der unterschiedlichen Rechentechnik führen die einzelnen DCF-Verfahren grundsätzlich zu übereinstimmenden Ergebnissen, wenn unter der Annahme periodenunabhängiger Eigen- und Fremdkapitalkostensätze eine am Unternehmenswert orientierte Fremdfinanzierung und eine Abhängigkeit der Eigenkapitalkosten vom Verschuldungsgrad unterstellt werden. Mit der DCF-Methode gelang erstmals der Brückenschlag zwischen der Berechnung des Unternehmenswertes und der Zielsetzung des Managements wertsteigernde Maßnahmen identifizieren und einleiten zu können (Shareholder Value).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die zunehmende Bedeutung der Unternehmensbewertung im Kontext internationaler Akquisitionen und führt in die Problematik unterschiedlicher Bewertungsmethoden ein.

2. Unternehmensbewertung: Definiert die theoretischen Grundlagen wie Bewertungsanlässe, die Funktionen der Bewertung sowie die zentralen Bewertungsprinzipien.

3. Klassische Verfahren der Unternehmensbewertung: Erläutert traditionelle Ansätze wie das Substanzwert-, Mittelwert- und Multiplikatorverfahren und deren begrenzte Eignung in modernen Kontexten.

4. Moderne Bewertungsverfahren: Detailliert die theoretischen Fundamente und Rechentechniken der Ertragswertmethode sowie die verschiedenen DCF-Ansätze (Netto- und Bruttoverfahren).

5. Schlussbetrachtung: Führt eine kritische Würdigung der modernen Verfahren durch, diskutiert deren Vor- und Nachteile sowie den Bedarf einer Harmonisierung der Bewertungsmethodik in der deutschen Praxis.

Schlüsselwörter

Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, Discounted Cash Flow, DCF-Methode, WACC, APV-Ansatz, Free Cash Flow, Eigenkapitalkosten, Unternehmenswert, Investitionsrechnung, Shareholder Value, Kapitalisierungszinssatz, Bewertungsanlässe, Zweckadäquanzprinzip, Substanzwertverfahren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und der praktischen Anwendung verschiedener Verfahren zur Ermittlung des Unternehmenswertes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Unterscheidung zwischen klassischen und modernen Bewertungsverfahren sowie die rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Unternehmensbewertung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick über die Methoden zu geben und die Zusammenhänge zwischen den Bewertungsanlässen und den gewählten mathematischen Modellen zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die auf betriebswirtschaftlichen Standards und wissenschaftlicher Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl klassische Einzelbewertungs- und Mischverfahren als auch moderne DCF-Verfahren und das Ertragswertverfahren detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Unternehmensbewertung, DCF-Methode, Ertragswert, WACC, Shareholder Value und Bewertungsprinzipien.

Warum ist die Wahl des Kapitalisierungszinssatzes laut Autor problematisch?

Der Autor argumentiert, dass der Zinssatz in der Praxis überfordert ist, da er gleichzeitig Opportunitätskosten, Reinvestitionsannahmen und spezifische Finanzierungsrisiken abbilden muss, was unter realen Marktbedingungen kaum perfekt gelingt.

Wie unterscheidet sich die DCF-Methode von der Ertragswertmethode bei der Ermittlung des Eigenkapitalwertes?

Die DCF-Methode als Bruttoverfahren ermittelt den Gesamtwert des Unternehmens und zieht das Fremdkapital indirekt ab, während die Ertragswertmethode als Nettoverfahren den Wert des Eigenkapitals direkt durch Diskontierung der entsprechenden Cash Flows an die Eigner ermittelt.

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Details

Title
Unternehmensbewertung
College
Leipzig University of Applied Sciences  (Fachbereich Wiwi)
Course
Rechnungswesen/Controlling
Grade
2,0
Author
Mike Brzuske (Author)
Publication Year
2003
Pages
31
Catalog Number
V14798
ISBN (eBook)
9783638201056
Language
German
Tags
Unternehmensbewertung Rechnungswesen/Controlling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mike Brzuske (Author), 2003, Unternehmensbewertung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14798
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