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Reflexion zu der Veranstaltung „Strukturelle und methodische Grundlagen der empirischen (Nicht-)Kulturbesucherforschung“

Title: Reflexion zu der Veranstaltung „Strukturelle und methodische Grundlagen der empirischen (Nicht-)Kulturbesucherforschung“

Term Paper , 2009 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sebastian Standke (Author)

Cultural Studies - Empiric Cultural Studies
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Innerhalb des Seminars „Strukturelle und methodische Grundlagen der empirischen (Nicht-)Kulturbesucherforschung“ des Sommersemesters 2009 haben wir – Sina Bengsch, Tao Gonzalez Cumplido, Sabine Koch und ich – als praktischen Anteil eine Befragung am Theater für Niedersachsen Hildesheim durchgeführt, welche sich mit der Eventisierung als mögliches Zukunftskonzept dieses Theaters auseinandersetzte, wobei diese insbesondere die Altersabhängigkeit bezüglich der positiven Reputation der Eventisierung aufdecken sollte.
Als Begründung für unsere Forschungsthematik stand der Fakt, dass kulturelle Veranstaltungen, wie auch die Theateraufführung, einen gewissen Alltagscharakter erhalten haben. Heutzutage existiert ein reichhaltiger Markt von sich gegenseitig konkurrierenden Freizeitangeboten, wodurch sich dieser Alltagscharakter auf den Absatz von Eintrittskarten negativ auswirkt und die Theaterinstitutionen zwingt sich zu positionieren. Dies gilt auch und insbesondere für das TfN aus drei Gründen: Erstens existiert es erst seit 2007 in seiner jetzigen Form und ist somit ein äußerst junges Theater, dessen Entwicklung noch äußerst sensibel und nur wage prognostizierbar ist, solange es keine genaue Forschungsgrundlage gibt. Zweitens ist es eines der im Vergleich zu anderen Formaten raren Drei-Sparten-Theater in Deutschland, dazu noch eines kleinsten – hier könnte es unter Umständen zu Komplikationen kommen, zum Beispiel in Form von Fehlentscheidungen im Spielplan als Folge der fehlenden Größe, wodurch eine Sparte möglicherweise nicht genug berücksichtigt wird und man Stammzuschauer eben dieser Sparte verliert. Dieses Szenario ist eines von vielen, welches bei diesem heiklen Konstrukt (hiermit meine ich den potentiellen Raum- / Personalmangel in Verbindung mit dem Format des Drei-Sparten-Theaters) es zu berücksichtigen gilt. Drittens ist die Auslastung des TfNs an seinem Standort Hannover mit nur 56 Prozent gering, wogegen man mit den richtigen Marketingstrategien steuern kann; eine potentielle, denkbare Variante wäre die Eventisierung. Aus diesen Gründen erschien uns das TfN als ideales Forschungsobjekt.

In dieser Hausarbeit möchte ich den theoretischen Grundstein für eine Professionalisierung dieses Fragebogens legen, indem ich mögliche Fehlerquellen analysiere und Alternativen zu ihnen anbiete, welche in eine komplette Neukonzeption gipfeln soll. Zusätzlich wird der alte Fragebogen in Vergleich zu einem neu erstellten stehen als erstes Ergebnis dieser Reflexion.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Reflexion

2.1 Event und Eventisierung

2.2 Fehlerquellen

2.2.1 Fehler der Befragenden

2.2.2 Fehler der Befragten

2.2.3 Fehler des Instruments

2.2.4 Externe Fehlerquelle: Zeit

2.3 Vergleich der zwei Fragebögen

3. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Eventisierung als Zukunftsstrategie für das Theater für Niedersachsen (TfN) mit dem Ziel, durch eine reflektierte Befragungsmethodik ein valides Instrument für die Besucherkonzeptentwicklung zu schaffen.

  • Analyse der Eventisierung im kulturellen Kontext
  • Identifikation und Reflexion methodischer Fehlerquellen bei Besucherbefragungen
  • Optimierung von Fragebogeninstrumenten für die Kulturforschung
  • Entwicklung von Strategien zur langfristigen Kundenbindung
  • Erarbeitung von Empfehlungen für eine effektive Nachkaufmarketing-Strategie

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Fehler der Befragenden

Unsere Arbeitsgruppe bestand aus vier Leuten, woraus sich zwei Befragungsteams mit je zwei Personen (Team Nr. 1: Sina Bengsch und Sebastian Standke, Team Nr. 2: Sabine Koch und Tao Cumplido Gonzalez) entwickelten, welche unabhängig voneinander zu zwei verschiedenen Uhrzeiten die zweistündige Befragung an demselben Ort an demselben Datum mündlich durchführten, wobei der jeweilige Befragende auch gleichzeitig die Antworten auf dem Bogen ausfüllte. In diesem Befragungsmodell sind fünf potentielle Fehlerquellen bezüglich der Befragenden erkennbar, deren Auswirkungen ich nur auf das Team Nr. 1 beziehen kann, da ich bei der Befragung des Teams Nr. 2 nicht anwesend war:

1.) Falsche Vermittlung durch Umformulierung oder Betonung: Durch die mündliche Befragung ist es stets möglich, dass Fragen umformuliert oder durch eine unterschiedliche Betonung gewisser Stellen anders vom Befragten interpretiert werden.

In unserer Gruppe hat hauptsächlich Sina Bengsch die Befragungen übernommen, während ich die Angaben flüchtig auf Fehler überprüfte, die Fragebögen nummerierte und bei Paarbefragungen als zweiter Befrager zur Verfügung stellte. Bei dieser Arbeit konnte ich keine Fehler von meiner Partnerin erkennen.

Anstelle einer mündlichen Befragung sollte trotzdem ein Fragebogen ausgehändigt werden, welcher selbstgefüllt wird. Da die Fragen hierbei weder anders betont noch umformuliert werden können, ist hier eine absolute Neutralität gewährleistet. Ebenso empfinde ich im Nachhinein die mündliche Befragung vor Ort aus vielen Gründen störend: So ist die Hemmschwelle bei den schriftlich Befragten niedriger als bei den mündlich Befragten, da sie nur etwas anonym ausfüllen müssen – die Antworten werden also theoretisch ehrlicher ausfallen. Zusätzlich wird die Bereitschaft zum Ausfüllen bei diesem Modell höher sein, da sich die Leute länger Zeit lassen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Situation des Theaters für Niedersachsen (TfN) und führt in die Thematik der Eventisierung als notwendige Anpassung an veränderte Publikumsbedürfnisse ein.

2. Reflexion: Dieses Kapitel analysiert theoretisch den Eventbegriff und führt eine detaillierte methodische Fehleranalyse der durchgeführten Besucherbefragungen durch, gefolgt von einem Vergleich zwischen dem ursprünglichen und dem optimierten Fragebogen.

3. Fazit: Das Fazit bewertet den Lernprozess des Seminars und bietet konstruktive Vorschläge zur weiteren Professionalisierung der empirischen Forschung in diesem Bereich.

Schlüsselwörter

Eventisierung, Theater für Niedersachsen, Besucherbefragung, Fehlerquellen, Kulturmarketing, empirische Forschung, Publikumsbindung, Fragebogendesign, Nachkaufmarketing, Kulturforschung, Rezipienten, Methodik, Datenqualität, Konsumentenverhalten, Strukturwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der empirischen Erforschung des Publikumsverhaltens am Theater für Niedersachsen und reflektiert dabei kritisch den Einsatz von Befragungsmethoden im Kontext der Eventisierung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Definition von Events im Kulturbetrieb, die Identifikation von methodischen Fehlerquellen bei Befragungen sowie die Optimierung von Erhebungsinstrumenten zur langfristigen Kundenbindung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erstellung eines fundierten, neutralen Fragebogens, der präzise Daten über das Publikum liefert, um das TfN als zukunftsfähige Institution zu positionieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine empirische Primärforschung durchgeführt, die durch eine reflektierte Fehleranalyse (Methodenkritik) ergänzt wird, um die Repräsentativität der Ergebnisse zu erhöhen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Eventbegriffs nach Armin Klein sowie eine detaillierte Prüfung von Befragungsfehlern, unterteilt in Fehler der Befragenden, der Befragten und des Instruments.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zu den zentralen Begriffen zählen Eventisierung, Besucherbefragung, Kulturmarketing und empirische Forschung.

Warum wird die mündliche Befragung kritisch betrachtet?

Der Autor argumentiert, dass mündliche Befragungen durch die Interaktion und potenzielle Beeinflussung der Befragenden die Neutralität gefährden und eine höhere soziale Hemmschwelle beim Befragten erzeugen können.

Welche Rolle spielt die äußere Erscheinung der Befragenden?

Das äußere Erscheinungsbild wird als kritischer Faktor für die Neutralität identifiziert, da eine zu starke Identifikation mit der Institution (hier: TfN) die Antworten der Befragten unbewusst beeinflussen könnte.

Warum ist ein Vergleich zwischen zwei Fragebögen für die Arbeit wichtig?

Der Vergleich verdeutlicht die Entwicklung hin zu einer präziseren Fragestellung, die nun gezielter auf die Bedürfnisse des Nachkaufmarketings und die individuelle Psyche des Publikums eingeht.

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Details

Title
Reflexion zu der Veranstaltung „Strukturelle und methodische Grundlagen der empirischen (Nicht-)Kulturbesucherforschung“
College
University of Hildesheim  (Institut für Kulturpolitik)
Course
Strukturelle und methodische Grundlagen der empirischen (Nicht-)Kulturbesucherforschung
Grade
1,7
Author
Sebastian Standke (Author)
Publication Year
2009
Pages
23
Catalog Number
V148002
ISBN (eBook)
9783640589166
ISBN (Book)
9783640588886
Language
German
Tags
Fehlerquellen Event Eventisierung Armin Klein Armin Klein Theatermodell Audience Audience Development Development Besucherforschung Besucher Zuschauer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Standke (Author), 2009, Reflexion zu der Veranstaltung „Strukturelle und methodische Grundlagen der empirischen (Nicht-)Kulturbesucherforschung“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148002
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