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Warum die Konstruktion einer gemeinsamen (sprachlichen) Wirklichkeit zwischen Berater und Klient den Erfolg einer Beratung bestimmt

Beziehungsweisen

Title: Warum die Konstruktion einer gemeinsamen (sprachlichen) Wirklichkeit zwischen Berater und Klient den Erfolg einer Beratung bestimmt

Term Paper , 2007 , 11 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Julia Lieder (Author)

Psychology - Social Psychology
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Wozu braucht man eigentlich eine Beratung oder Therapie?
Meiner Meinung nach ist das Aufsuchen eines Beraters oder eines Therapeuten immer ein Anlass, entstandene Probleme oder ein Leiden, das die verschiedensten Facetten des Lebens betreffen kann, mit einem Mitmenschen teilen zu wollen, dem die Kompetenz und auch die Autorität zugetraut wird, dieses bewerkstelligen zu können.
Natürlich heißt das nicht, dass man bei jeder schwierigen Situation mit der man konfrontiert wird, einen Berater oder Therapeuten benötigt, denn selbstverständlich werden Probleme auch außerhalb von Beratungsstellen oder Therapiepraxen besprochen und gelöst, aber gerade solche Probleme, die einer gewissen Distanz bedürfen, können meist einfacher in Beratungen/ Therapien mit einer neuen, unbeteiligten Person besprochen und aufgrund dessen bestenfalls gelöst werden.
Berater und Therapeuten stellen keine Rezepte aus und sie geben (meist) auch keine Ratschläge, sondern sie lassen den Gesprächspartner so agieren, wie er es für richtig hält und ermöglichen es diesem im Idealfall somit seine eigenen Kräfte, Möglichkeiten und Grenzen zu erkennen und zu erfahren.
Es geht in einem Beratungsgespräch nicht um Geständnisse der eigenen Schwächen oder um Schuldzuweisungen. Ein beratendes/therapeutisches Gespräch ist keine Beichte vor einer höheren Instanz. Es sollte niemals fordern, aber immer fördern, denn ein anregendes Berater – Klientenverhältnis ist immer richtungsgebunden und fast ausschließlich auf einen erfolgreichen Entwicklungsprozess des Klienten ausgerichtet.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Einbeziehung des Kontext – Die Wirklichkeit in der wir leben...

2.2 Präsenz

2.3 Das Berater – Klientverhältnis

2.3.1 Grundhaltungen und Grundbedürfnisse

2.3.2 Kommunikation als „Vermittler“ zwischen Berater und Klient

3. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit erörtert, inwieweit der Erfolg einer systemtheoretisch orientierten Beratung von einer gelingenden Kommunikation und der daraus resultierenden zwischenmenschlichen Beziehung zwischen Berater und Klient abhängt. Dabei wird untersucht, wie die gemeinsame Konstruktion von Wirklichkeit im Beratungsprozess zur Problemlösung beitragen kann.

  • Die Bedeutung der Kontext-Einbeziehung für den Beratungsprozess
  • Die Notwendigkeit vollkommener Präsenz von Berater und Klient
  • Grundhaltungen und personale Begegnung nach Carl Rogers
  • Kommunikationsmodelle als Werkzeuge der Beziehungsgestaltung
  • Die systemtheoretische Perspektive auf Beratung und Autopoiese

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Kommunikation als „Vermittler“ zwischen Berater und Klient

Als Mittel der Verständigung innerhalb des Beratungsprozesses dient die Kommunikation. Es geht in einer Beratung nicht ausschließlich um eine reine Informationsvermittlung, sondern auch um die Möglichkeit des Teilnehmens, die Auffassung und Sichtweise des Anderen zu verstehen. Diese Neugier für die andere Person bzw. deren Ansichten, muss natürlich beidseitig begründet sein, denn die besten Absichten einer einzelnen Person in einen Dialog mit einer anderen zu treten sind nicht auseichend, wenn einer von beiden es nicht zulassen will oder kann.

Albert Camus sagte einmal treffend: „Das echte Gespräch bedeutet aus dem Ich herauszutreten und an die Tür zum Du klopfen.“

Durch Gespräche treten Menschen in den verschiedensten Sprachen in eine Beziehung, die nicht nur Verständigung schaffen soll, sondern beim Gesprächspartner auch nach einem Stück Verständnis sucht.

In der Interaktion zwischen Berater und Klient geht es vordergründig nicht um das Austauschen von Informationen, sondern um das Öffnen und das Mitteilen der jeweiligen inneren Welt der Kommunikationspartner. Camus bringt es auf den Punkt, wenn er von einem Heraustreten aus dem Ich spricht. Ein Gesprächspartner zeigt sich selbst als die Person die er ist, er zeigt sich selbst, seine Anschauung, seine Meinung, sein Verständnis der Welt und „klopft“ mit diesen „Gepäck“ an die Tür des anderen Gesprächspartners, um diesem seine Welt zu zeigen und verständlich zu machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation zur Beratung und stellt die Forschungsfrage nach der Abhängigkeit des Beratungserfolgs von einer gelingenden Kommunikation und zwischenmenschlichen Beziehung.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Relevanz des Lebenskontexts, die Notwendigkeit von Präsenz sowie die grundlegende Bedeutung von Kommunikation und personaler Begegnung im Berater-Klient-Verhältnis.

3. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert, dass eine vertrauensvolle, lösungsorientierte Basis und eine gemeinsame Gestaltung der „Beratungswirklichkeit“ essenzielle Voraussetzungen für einen erfolgreichen Beratungsprozess sind.

Schlüsselwörter

Beratung, Klient, Berater, Kommunikation, Wirklichkeit, Kontext, Präsenz, Personale Begegnung, Systemtheorie, Gesprächsführung, Lösungsorientierung, Vertrauensverhältnis, Autopoiese, Psychotherapie, zwischenmenschliche Beziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Faktoren, die zum Erfolg eines Beratungs- oder Therapieprozesses beitragen, mit einem besonderen Fokus auf die Beziehungsgestaltung zwischen Berater und Klient.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Einbeziehung des individuellen Lebenskontexts, die Bedeutung von authentischer Präsenz, das Kommunikationsmodell von Schulz von Thun sowie die systemtheoretische Auffassung von Beratung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu erörtern, inwieweit die Konstruktion einer gemeinsamen, sprachlichen Wirklichkeit sowie die Qualität der zwischenmenschlichen Interaktion den Erfolg einer Beratung maßgeblich beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Analyse psychologischer und systemtheoretischer Ansätze, unter anderem von Carl Rogers, Sabine Weinberger und Friedemann Schulz von Thun.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Kontextgebundenheit menschlichen Handelns, die therapeutische Haltung der Präsenz und eine detaillierte Analyse der Kommunikation als Vermittler im Beratungsprozess.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören die „personale Begegnung“, „Beratungswirklichkeit“, „Autopoiese“ und die „klientenzentrierte Gesprächsführung“.

Wie spielt das Konzept der Autopoiese in die Beratung hinein?

Das Konzept beschreibt, dass soziale Systeme wie Familien sich selbst organisieren; der Berater fungiert hierbei lediglich als Anreger, während der Klient der Experte seines eigenen Systems bleibt.

Warum ist das „Heraustreten aus dem Ich“ nach Camus so wichtig für die Beratung?

Es symbolisiert die notwendige Offenheit beider Parteien, die eigene Sichtweise für einen Moment zu verlassen, um den anderen wirklich zu verstehen und eine gemeinsame Basis für den Problemlösungsprozess zu schaffen.

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Details

Title
Warum die Konstruktion einer gemeinsamen (sprachlichen) Wirklichkeit zwischen Berater und Klient den Erfolg einer Beratung bestimmt
Subtitle
Beziehungsweisen
College
University of Erfurt
Grade
1,7
Author
Julia Lieder (Author)
Publication Year
2007
Pages
11
Catalog Number
V148019
ISBN (eBook)
9783640579570
ISBN (Book)
9783640578986
Language
German
Tags
Warum Konstruktion Wirklichkeit Berater Klient Erfolg Beratung Beziehungsweisen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Lieder (Author), 2007, Warum die Konstruktion einer gemeinsamen (sprachlichen) Wirklichkeit zwischen Berater und Klient den Erfolg einer Beratung bestimmt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148019
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