In der Proseminararbeit „Intertextualität in Tarantinos postmodernen Film Kill Bill“, stehen vor allem die intertextuellen Bezüge im Vordergrund.
Zuerst folgt eine theoretische Skizzierung des Begriffs der Intertextualität.
Im ersten Kapitel dieser Arbeit werden deshalb die Ansätze nach Kristeva, Genette und Barthes vorgestellt, des Weiteren folgen intertextuelle Phänomene und ihre Funktionen. Im zweiten Kapitel dieser Arbeit soll geklärt werden, was ein postmoderner Film ist und was diesen ausmacht.
Hier werden vor allem die Merkmale eines postmodernen Films genauer
betrachtet. Außerdem soll der Frage nachgegangen werden, warum Kill Bill ein postmoderner Film ist.
Im zweiten Teil der Arbeit, wurden Thesen aufgestellt, die dann mit Hilfe der Filme und ausgewählter Literatur, versucht wurden zu klären.
Der rote Faden aus Blut, der sich durch den Gesamtfilm zieht, kennzeichnet viele intertextuelle Bezüge, die nicht alle in dieser Arbeit geklärt werden sollen und können, sondern nur einige wenige, werden bewusst herausgesucht und näher betrachtet.
Weitere Fragen, die in der Arbeit geklärt werden sollen, sind:
· Müssen alle intertextuellen Bezüge erkannt werden, um die
Handlung zu verstehen?
· Welche Wirkung soll beim Leser/Zuschauer erzeugt werden?
· Welche Funktionen nehmen die intertextuellen Bezüge ein?
Zunächst muss der Versuch unternommen werden, den Begriff
„Intertextualität“ genug wissenschaftlich und umfassend zu klären, um
später näher auf die eben dargestellten Fragen eingehen zu können.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Intertextualität
1.1. Ansätze nach Julia Kristeva, Gérard Genette und Roland Barthes
1.2. Intertextuelle Phänomene und ihre Funktionen
2. Der postmoderne Film
2.1. Merkmale des postmodernen Films
2.2. Kill Bill ist ein postmoderner Film
3. Intertextuelle Bezüge in Kill Bill
3.1. Chronologische Strukturen
3.2. Ästhetisierung von Gewalt
3.3. Genreplay und Genderplay
3.4. Musik als Storyvorgabe
3.5. Der intertextuelle Höhepunkt in der Szene „Von Angesicht zu Angesicht“
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Intertextualität und deren Anwendung im postmodernen Film, wobei Quentin Tarantinos "Kill Bill" als zentrales Fallbeispiel dient, um die Funktion und Wirkung intertextueller Bezüge in der modernen Filmkunst zu analysieren.
- Theoretische Fundierung des Intertextualitätsbegriffs
- Merkmale und Charakteristika des postmodernen Films
- Analyse der narrativen und stilistischen Bezüge in "Kill Bill"
- Untersuchung der Bedeutung von Musik, Gewaltästhetik und Genremix
- Rolle der Rezeptionsstrategien für das Filmverständnis
Auszug aus dem Buch
1. Intertextualität
Untersucht man den Begriff näher, wird schnell deutlich, dass es hierbei um das Verhältnis verschiedener Texte untereinander geht. Die Bezüge zwischen den Texten werden dabei genau untersucht, wobei nicht jeder Text für sich alleine steht, sondern im Kontext anderer Texte. Dies kann in der Form eines Dialoges stattfinden, in Form von Stilkopien und Persiflagen, oder auch durch offengelegte Zitate. Die Verwendungsbereiche des Begriffs in der Linguistik, liegen insbesondere in der Untersuchung zwischen den Texten einer Textsorte und spezieller, in der direkten oder indirekten Bezugnahme auf Prätexte. Prätexte können als Anspielung, Motto, Parodie oder Montage von Textbausteinen ausgedrückt werden. Die zitierende Textwiedergabe, das Plagiat, ist ein weiteres Merkmal der Intertextualität.
Die Reichweite des Begriffs ist jedoch noch immer umstritten, einige sehen darin ein charakteristisches Moment aller Texte, andere verwenden den Begriff ausschließlich in literaturwissenschaftlichen Zusammenhängen. Als Grundlage dient die „Intertextualitätstheorie“, führt zurück auf Julia Kristeva, Gérard Genette und Roland Barthes, deren verschiedene Ansätze im nächsten Abschnitt näher betrachtet werden sollen. Die Intertextualitätstheorie beschreibt den Bezug von vor allem literarischen Texten auf andere Texte als Eigenschaft, außerdem werden die Bezüge zwischen diesen einzelnen Texten untersucht.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in die Thematik der Arbeit sowie Darlegung der Forschungsfragen und der theoretischen sowie praktischen Vorgehensweise.
1. Intertextualität: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Intertextualität basierend auf den Ansätzen von Kristeva, Genette und Barthes sowie Definition intertextueller Phänomene.
2. Der postmoderne Film: Definition und Identifizierung der Merkmale des postmodernen Films sowie Einordnung von "Kill Bill" in dieses Genre.
3. Intertextuelle Bezüge in Kill Bill: Analyse der konkreten intertextuellen Elemente im Film, darunter narrative Strukturen, Gewaltästhetik, Genremix und der Einsatz von Musik.
4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Bestätigung der These, dass Intertextualität das Beziehungsgeflecht in "Kill Bill" maßgeblich definiert.
Schlüsselwörter
Intertextualität, Kill Bill, postmoderner Film, Quentin Tarantino, Filmwissenschaft, Pastiche, Erzählverfahren, Gewaltästhetik, Genremix, Rezeption, Popkultur, Dialogizität, Medienverbund, Ironie, Transformation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert die intertextuellen Bezüge in Quentin Tarantinos Film "Kill Bill" und untersucht, wie diese den Film als postmoderndes Werk kennzeichnen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind die theoretische Definition von Intertextualität, die Merkmale des postmodernen Kinos sowie die spezifische Anwendung dieser Konzepte im Fallbeispiel "Kill Bill".
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu klären, wie Intertextualität als Stilmittel in "Kill Bill" eingesetzt wird und welche Funktionen (z.B. ästhetische Wirkung, Genremix) diese Bezüge für den Zuschauer erfüllen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Skizzierung durch literatur- und filmwissenschaftliche Fachliteratur, gefolgt von einer analytischen Betrachtung der filmischen Gestaltungselemente.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung (Kristeva, Genette, Barthes), die Merkmalsbestimmung des postmodernen Films und die detaillierte Analyse der intertextuellen Bezüge in "Kill Bill".
Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Intertextualität, Pastiche, Doppelcodierung, Genreplay und postmoderne Ästhetik.
Warum wird "Kill Bill" als postmoderner Film bezeichnet?
Aufgrund des massiven Rückgriffs auf verschiedene Genres wie Eastern, Western und Action sowie der Verwendung von Ironie und dem Pastiche als bewusstes Gestaltungsmittel.
Welche Rolle spielt die Musik im Film?
Die Musik dient Tarantino als Storyvorgabe; sie kommentiert Handlungsmomente, baut Spannung auf und verknüpft den Film mit dem kulturellen Gedächtnis des Zuschauers.
Ist der Film ohne Vorwissen verständlich?
Ja, laut der Autorin funktioniert der Film auch ohne das explizite Erkennen aller Anspielungen, da die intertextuellen Bezüge in die Handlung eingebettet sind, ohne diese bei Nicht-Erkennen unzugänglich zu machen.
- Quote paper
- Kristin Roßbach (Author), 2009, Intertextualität im postmodernen Film Kill Bill, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148111