Das Projekt "El plurilingüismo de España" ist konzipiert für einen Oberstufenkurs der 12. Klassenstufe und soll eine Sensibilisierung für die artikulatorische Phonetik sowie ein grundlegendes Verständnis für linguistische Themenbereiche in der Lerngruppe herbeiführen. Hierzu wird ein Zeitraum von neun Unterrichtsstunden angesetzt, der sich idealerweise am Ende des zwölften Schuljahres befindet, da ein hohes Maß an Sprachkönnen und Vorwissen vorausgesetzt wird, das die Lernenden zum Verständnis des audiovisuellen Impulses sowie der linguistischen Thematik benötigen. Die Unterrichtsreihe bietet sich hierfür bestens an, um den zukünftigen Abiturientinnen und Abiturienten die wissenschaftliche Praxis der Linguistik zu zeigen und vor dem Verlassen der Schule noch eine andere, "schuluntypische" Materie aufzuzeigen, welche im Hintergrund einer gymnasialen Abschlussklasse eine optimale Vorbereitung auf ein anschließendes (Sprachen-)Studium sein kann. Der Zeitraum kann je nach dem außerunterrichtlichen Engagement und der Interessenlage der Schülerinnen und Schüler auf weitere Stunden – für profundere Kenntnisse beispielsweise in der phonetischen Transkription – erweitert werden.
Inhaltsverzeichnis des Unterrichtsentwurfs
1. Allgemeine Angaben
2. Lernausgangslagen
3. Sachanalyse
4. Didaktische Überlegungen
5. Methodische Begründung
6. Geplanter Stundenverlauf
7. Geplante Tafelbilder
8. Materialanhang
9. Unterrichtsreihe
11. Literatur
Zielsetzung & Themenschwerpunkte
Das primäre Ziel dieses Unterrichtsentwurfs ist die Sensibilisierung von Oberstufenschülern für artikulatorische Phonetik sowie die Vermittlung linguistischer Grundlagen am Beispiel der multilingualen Situation in Andalusien, um eine fachliche Vorbereitung auf ein mögliches Sprachenstudium zu gewährleisten.
- Einführung in die Dialektologie und Phonetik des Spanischen
- Explizierung von Ausspracheregeln durch phonetische Symbole
- Einsatz authentischer Medien zur Förderung der Sprachbewusstheit
- Interkulturelle Kompetenzentwicklung anhand landeskundlicher Themen
- Methodische Verknüpfung von kognitiven Inhalten und praktischer Sprachproduktion
Auszug aus dem Buch
3. Sachanalyse
Im modernen Sprachenstudium ist die Beschäftigung mit der Sprachwissenschaft ein grundlegender Bestandteil. Im Schulunterricht hingegen sind linguistische Thematiken eher wenig bis kaum ein Thema beziehungsweise durch spontane, ungeplante Einschübe in den Unterricht einzufügen. Diese Einschübe können durch Fragen, Unklarheiten oder Zweifel der Lernenden gefordert werden oder zum besseren Verständnis für beispielsweise grammatikalische Phänomene genutzt werden. Die Linguistik als wissenschaftliche Materie kann als solche sehr abstrakt und auf Sprachenlernende sehr überfordernd wirken, sobald sie mit einer Konstituentenanalyse oder semiotischen Theorien konfrontiert werden. Andererseits könnte hierbei die Frage aufkommen, wo der Bezug zum schulischen Spanischunterricht sei. Demnach muss differenziert werden. Sprachwissenschaftliche Themen, die Einzug in den fremdsprachlichen Schulunterricht finden, sollten diejenigen sein, die einen spürbaren Mehrwert für Schülerinnen und Schüler haben. Diese sollten eine Sensibilisierung nach sich ziehen, ein sogenanntes ,,explizit machen“ muss stattfinden, welches implizites Sprachkönnen durch explizites Sprachwissen ersetzt. Hierbei kommt der artikulatorischen Phonetik eine große Bedeutung zu, denn man untersucht u.a. wie Laute im Mund realisiert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Allgemeine Angaben: Dieses Kapitel enthält formale Informationen zur Unterrichtsstunde, wie Datum, Kursstufe, Thema und die Auflistung der geplanten Stundenthemen innerhalb der Reihe.
2. Lernausgangslagen: Hier wird der Oberstufenkurs beschrieben, wobei auf das Sprachniveau (B2/C1), die Motivation der Gruppe und die benötigten Rahmenbedingungen eingegangen wird.
3. Sachanalyse: Dieses Kapitel begründet die Relevanz der Linguistik im Schulunterricht und erläutert die Bedeutung der Phonetik als Basis für den Fremdsprachenerwerb.
4. Didaktische Überlegungen: Hier werden die Lernziele hinsichtlich Language Awareness, Lesekompetenz und inhaltlicher Auseinandersetzung mit Andalusien dargelegt.
5. Methodische Begründung: Dieses Kapitel beschreibt den Einsatz von Medien und Methoden, um durch authentische Materialien die Motivation zu steigern und phonetische Inhalte zu visualisieren.
6. Geplanter Stundenverlauf: Hier folgt die tabellarische Übersicht des Unterrichtsablaufs mit Phasen, Sozialformen und Materialien.
7. Geplante Tafelbilder: Dieser Teil visualisiert die an der Tafel zu erarbeitenden Ergebnisse bezüglich des andalusischen Dialekts und phonetischer Merkmale.
8. Materialanhang: Hier werden die Sachtexte, Bilderquellen und Arbeitsblätter bereitgestellt, die für die Unterrichtsgestaltung genutzt werden.
9. Unterrichtsreihe: Diese Übersicht spezifiziert die Kompetenzschwerpunkte und Ziele für alle neun Unterrichtsstunden des Projekts.
11. Literatur: In diesem letzten Teil sind die wissenschaftlichen Quellen und Materialien aufgelistet, die dem Entwurf zugrunde liegen.
Schlüsselwörter
Spanischunterricht, Phonetik, Sprachwissenschaft, Dialektologie, Sprachbewusstheit, Andalusien, Transkription, Language Awareness, Unterrichtsentwurf, Audiovisuelle Medien, Oberstufe, Phoneme, Artikulation, Sprachvarietät, Mehrsprachigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf?
Es geht um die Planung einer Spanisch-Unterrichtsstunde für die Oberstufe, die sich mit der linguistischen Analyse des andalusischen Spanisch befasst.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit fokussiert sich auf artikulatorische Phonetik, Regionaldialekte in Spanien und die Steigerung der Sprachbewusstheit durch wissenschaftliche Methoden.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Das Ziel ist die Einführung in die Dialektologie und phonetische Transkription, um Schülern einen wissenschaftlichen Zugang zur Sprache zu ermöglichen.
Welche methodischen Ansätze werden verfolgt?
Der methodische Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit authentischen Materialien wie Videos und Sachtexten sowie der Nutzung visueller Impulse zur Lautbeschreibung.
Welche Inhalte bilden den Hauptteil der Unterrichtsreihe?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene spanische Autonomieregionen, wobei die Stunde zu Andalusien als Anwendungsfall für phonetische Untersuchungen dient.
Welche Keywords charakterisieren diesen Entwurf?
Wichtige Schlagworte sind Sprachbewusstheit, Phonetik, Andalusien, Dialektologie, Transkription und interkulturelle Kompetenz.
Warum wird gerade der andalusische Dialekt als Beispiel gewählt?
Er bietet aufgrund seiner deutlichen phonetischen Abweichungen zum Standardspanisch ideale Möglichkeiten, die Artikulation von Lauten kontrastiv zu veranschaulichen.
Wie werden die Schüler in das Thema Phonetik eingeführt?
Die Lernenden starten mit einer bildgestützten Aktivierung und nutzen dann Sachtexte sowie audiovisuelle Beispiele, um typische Phänomene wie Seseo oder Aspiración zu identifizieren.
- Arbeit zitieren
- Dominik Höge (Autor:in), 2020, "El plurilingüismo en España". La comunidad autónoma de Andalucía (Spanisch, 12. Klasse), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1481905