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Unterrichtsstörungen aus Sicht von Auszubildenden der generalistischen Pflegeausbildung

Eine Interviewstudie zum subjektiven Erleben von Störungen

Titel: Unterrichtsstörungen aus Sicht von Auszubildenden der generalistischen Pflegeausbildung

Masterarbeit , 2024 , 170 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Annabell Liebetrau (Autor:in)

Pädagogik - Erwachsenenbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Unterrichtsstörungen wirken sich auf den Unterricht, die Lehrperson und die ganze Klasse aus. Sie sind ein unvermeidbarer Bestandteil von Unterricht und werden sowohl von Lehrenden als auch von Lernenden subjektiv empfunden und wahrgenommen. Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Thematik der Unterrichtsstörungen aus Sicht von Auszubildenden der generalistischen Pflegeausbildung, speziell an Pflegeschulen.

Durch das Führen von Leitfadeninterviews sollen die Sichtweisen, Empfindungen, Wahrnehmungen und Haltungen der Auszubildenden hinsichtlich Unterrichtsstörungen im Pflegeunterricht aufgedeckt werden. Zudem sollen dadurch die Erwartungen der Auszubildenden hinsichtlich des Umgangs mit diesen Störungen herausgestellt werden. Die Interviews werden mithilfe der zusammenfassenden Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.

Die Leitfadeninterviews zeigen, dass Störungen im Pflegeunterricht sehr unterschiedlich wahrgenommen werden. Die einen empfinden das Zuspätkommen von Mitschüler*innen als störend, andere das Tuscheln oder Kichern und wieder andere das Austeilen von Lohnzetteln zu Beginn einer Unterrichtsstunde. Auch die Gefühle und Empfindungen, die durch Störungen im Pflegeunterricht bei den Auszubildenden ausgelöst werden, waren sehr vielseitig. Für einen professionellen Umgang mit Unterrichtsstörungen wünschen sich die Auszubildenden mehr Einbezug resp. Mitbestimmung und, dass offener über die Thematik der Unterrichtsstörung gesprochen wird. Es stellte sich zudem eine Vielzahl an Maßnahmen und Strategien im Umgang mit Störungen heraus, welche sich die Auszubildenden wünschen und teilweise erwarten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Unterrichtsstörungen im Pflegeunterricht verstehen

2.1 Definition

2.2 Formen von Unterrichtstörungen im Pflegeunterricht

2.3 Ursachen von Unterrichtsstörungen im Pflegeunterricht

2.4 Strategien und Maßnahmen zum Umgang mit Unterrichtsstörungen im Pflegeunterricht

2.4.1 Verständnis und Akzeptanz der Lebenswelt des Gegenübers

2.4.2 Kommunikatives Aushandeln

2.4.3 Präventive Strategien und Maßnahmen

2.4.4 Strategien und Maßnahmen zur Intervention

3 Methodisches Vorgehen

3.1 Fragestellungen

3.2 Forschungsdesign und Erhebungsmethode

3.3 Interviewleitfaden

3.4 Feldzugang und Stichprobe

3.5 Pretest

3.6 Durchführung der Datenerhebung

3.7 Auswertungsmethodik der Interviews

4 Ergebnisse

4.1 Erleben, Empfindungen und Haltungen gegenüber Unterrichtsstörungen

4.2 Erwartungen im Umgang mit Unterrichtsstörungen

5 Diskussion der Ergebnisse

5.1 Vergleich der Ergebnisse mit den theoretischen Grundlagen

5.2 Reflexion des Forschungsprozesses

5.3 Limitationen der vorliegenden Masterarbeit

6 Fazit

Zielsetzung & Forschungsthemen

Ziel der Arbeit ist es, das subjektive Erleben von Unterrichtsstörungen aus der Perspektive von Auszubildenden in der generalistischen Pflegeausbildung zu erforschen. Basierend auf dieser Untersuchung sollen die Sichtweisen, Empfindungen und Erwartungen der Lernenden identifiziert werden, um fundierte Grundaussagen für einen professionellen Umgang mit Störungen im Pflegeunterricht abzuleiten.

  • subjektives Empfinden und Erleben von Unterrichtsstörungen
  • Kommunikative Aushandlungsprozesse zwischen Lehrenden und Lernenden
  • Präventive Strategien und Interventionsmaßnahmen
  • Bedeutung der Lebenswelt der Auszubildenden im Unterrichtsgeschehen
  • Erwartungen an die Klassenführung und das Lehrerverhalten

Auszug aus dem Buch

2.4 Strategien und Maßnahmen zum Umgang mit Unterrichtsstörungen im Pflegeunterricht

In der Schule kommen Menschen mit unterschiedlichen Rollen zusammen, sind gezwungen, miteinander zu interagieren und sich als soziale Gemeinschaft mit bestimmten Regeln, Normen und Werten zu arrangieren. Es ist unvermeidlich, dass es früher oder später zu abweichendem Verhalten von Lernenden oder Lehrenden und auch zu Konflikten zwischen den Beteiligten kommen kann. Unterrichtsstörungen sind daher üblich und gehören zum Schulalltag dazu (vgl. Kostorz & Schlosser, 2014, S. 113). Umso wichtiger ist der professionelle Umgang der Lehrpersonen mit Unterrichtsstörungen im Pflegeunterricht. Große-Siestrup untersuchte 2010 Strategien und Maßnahmen von Lernenden und Lehrenden zur Störungsprävention. Sie kam zum Ergebnis, dass SuS und LuL unterschiedliche Vorstellungen haben, welche Strategien und Maßnahmen sinnvoll und angemessen sind (vgl. Scherzinger et al., 2017, S. 72). Da die Auszubildenden unmittelbar von den Unterrichtsstörungen betroffen sind, ist es von großer Bedeutung, dass sie in den Prozess der Störungsprävention und -bewältigung einbezogen werden. Durch das Einbringen ihrer Perspektiven und Bedürfnisse können Unterrichtsstörungen und deren Ursachen besser identifiziert und entsprechend wirksame Lösungen gefunden werden. Zudem fühlen sich die Lernenden gehört und ernst genommen, wenn sie am Prozess teilhaben und mitentscheiden dürfen. Dies stärkt ihre Motivation und ihr Verantwortungsbewusstsein gegenüber des Lehr-Lernprozesses. Der professionelle Umgang mit Störungen erfordert demnach das Verständnis der Auszubildenden von Unterrichtsstörungen. Es ist wichtig zu verstehen, wie Auszubildende diese erleben und deuten. Dies bildet den Grundbaustein für einen erfolgreichen Umgang mit Störungen im Pflegeunterricht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Stellt das Thema Unterrichtsstörungen als unvermeidbaren Bestandteil schulischen Alltag dar und unterstreicht die Notwendigkeit, auch die Perspektive der Auszubildenden in der Pflegeausbildung zu betrachten.

2 Unterrichtsstörungen im Pflegeunterricht verstehen: Bietet einen theoretischen Abriss zu Definitionen, Formen und Ursachen von Störungen sowie möglichen präventiven und intervenierenden Handlungsstrategien.

3 Methodisches Vorgehen: Begründet die Entscheidung für ein qualitatives Forschungsdesign mittels Leitfadeninterviews und erläutert die Auswertungsmethode nach Mayring.

4 Ergebnisse: Präsentiert die aus den Interviews gewonnenen Erkenntnisse über das subjektive Empfinden der Auszubildenden sowie deren Wünsche und Erwartungen an den Umgang mit Unterrichtsstörungen.

5 Diskussion der Ergebnisse: Setzt die gewonnenen empirischen Daten in Bezug zu den theoretischen Grundlagen, reflektiert den Forschungsprozess und benennt Limitationen der Arbeit.

6 Fazit: Fasst die Kernergebnisse zusammen und unterstreicht die Forderung nach einem kooperativen, kommunikativen Umgang mit Unterrichtsstörungen, der die Lebenswirklichkeit der Lernenden einbezieht.

Schlüsselwörter

Unterrichtsstörungen, Pflegeunterricht, Pflegeausbildung, Subjektives Erleben, Classroom-Management, Prävention, Intervention, Leitfadeninterviews, Kommunikatives Handeln, Lebenswelt, Klassenführung, Auszubildende, Schülersicht, Diskurs, Pädagogische Maßnahmen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Auszubildende in der generalistischen Pflegeausbildung Unterrichtsstörungen wahrnehmen, wie sie diese erleben und welche Erwartungen sie an einen professionellen Umgang mit diesen Störungen an Pflegeschulen haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen das subjektive Erleben von Störungen, die Bedeutung der Lebenswelt von Auszubildenden, Strategien zur Störungsprävention sowie Interventionsmöglichkeiten und die Einbindung der Lernenden in diese Aushandlungsprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Sichtweisen und Haltungen der Pflege-Auszubildenden aufzudecken, um Handlungsempfehlungen zu formulieren, die den Umgang mit Unterrichtsstörungen aus ihrer Perspektive optimieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet einen qualitativen Forschungsansatz. Es wurden leitfadengestützte Interviews mit acht Auszubildenden geführt und anschließend mittels zusammenfassender Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, wie Definitionen und Strategien nach Habermas und anderen, und einen empirischen Teil, der das methodische Vorgehen, die Ergebnisse und eine kritische Diskussion der Interviews umfasst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Masterarbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Unterrichtsstörungen, Pflegeschulen, subjektives Erleben, Prävention, Intervention, Kommunikation und Lebenswelt.

Wie gehen Auszubildende mit dem "Zuspätkommen" oder Handynutzung im Unterricht um?

Die Interviews zeigen, dass Auszubildende klare Regeln und Konsequenzen erwarten. Während manche als "härtere" Maßnahme den Ausschluss aus dem Unterricht fordern, betonen andere die Bedeutung der Gleichbehandlung und des Respekts.

Fühlen sich die Auszubildenden durch ihre Lehrkräfte ernst genommen?

Die Ergebnisse zeigen ein gemischtes Bild: Oft wird das Bemühen der Lehrkräfte wahrgenommen, ihre Seite zu verstehen, jedoch gibt es in der Einbeziehung bei konkreten Klassenentscheidungen, etwa bei Handyverboten oder Maßnahmenkatalogen, noch deutlichen Verbesserungsbedarf.

Ende der Leseprobe aus 170 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Unterrichtsstörungen aus Sicht von Auszubildenden der generalistischen Pflegeausbildung
Untertitel
Eine Interviewstudie zum subjektiven Erleben von Störungen
Hochschule
Universität Erfurt  (Erfurt School of Education)
Note
1,3
Autor
Annabell Liebetrau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
170
Katalognummer
V1481926
ISBN (PDF)
9783389050507
ISBN (Buch)
9783389050514
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichtsstörungen Pflegepädagogik Interviewstudie Erwachsenenpädagogik Berufsbildung Ausbildung Schülersicht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annabell Liebetrau (Autor:in), 2024, Unterrichtsstörungen aus Sicht von Auszubildenden der generalistischen Pflegeausbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1481926
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