In der heutigen Gesellschaft ist die schulische Inklusion ein unverzichtbares Thema. Die UN-Behindertenrechtskonvention, die 2009 in Kraft trat, hat klar festgelegt, dass Inklusion nicht nur eine Idee, sondern ein Recht für alle Menschen ist. Besonders in der Schulbildung kann Inklusion einen großen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe leisten.
Kinder sollten möglichst früh gemeinsam und voneinander lernen, um Vorurteile und Berührungsängste zu vermeiden. Allerdings fehlt es oft an grundlegenden Konzepten sowie an gut geschultem Personal, um eine effektive Inklusion umzusetzen. Trotz der scheinbaren Starrheit des deutschen Bildungssystems sollte dies keine Hürde für die gemeinsame Beschulung darstellen.
Die Forschung zum Thema „Schulische Inklusion in Beispielhausen“ hat gezeigt, dass die Umsetzung von Inklusion eine sorgfältige Planung und flexible Anpassung erfordert. Die qualitative Forschung in diesem Bereich betont die Bedeutung individueller Erfahrungen und Bewertungen der Betroffenen. Es wird klar, dass die Schule durch gezielte Maßnahmen einen erheblichen Beitrag zur Inklusion leisten kann und muss
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Forschungsfrage
2. Methodologische Positionierung
2.1. Aktueller Forschungsstand und grundlagentheoretische Einbettung der Forschung
3. Bestimmung der Forschungsfeldes
4. Sampling
5. Datenerhebungsverfahren
5.1. Narratives Interview
6. Datenaufbereitung – Transkription
7. Datenauswertungsverfahren
7.1. Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
8. Erstellung eines Erhebungsintruments
9. Kritische Betrachtung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Fallstudie untersucht die Herausforderungen von Lehrkräften bei der inklusiven Beschulung, speziell im Hinblick auf die Vergleichbarkeit der Leistungsbewertung von Kindern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf an Regelschulen in Beispielhausen.
- Schulische Inklusion nach der UN-Behindertenrechtskonvention
- Qualitative Sozialforschungsmethoden
- Narrative Interviews als Erhebungsinstrument
- Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
- Leistungsbewertung in heterogenen Klassenverbänden
Auszug aus dem Buch
5.1 Narratives Interview
Das narrative Interview gilt als Instrument in der qualitativen Sozialforschung und wurde von dem Bielefelder Soziologen Fritz Schutze entwickelt. Es folgt nicht dem üblichen Frage- und Antwortschema von Interviews, sondern viel mehr einer offenen und unstrukturierten Befragung. Ziel ist es, den Gesprächspartner möglichst wenig zu beeinflussen und ihm möglichst viel Freiraum im Gespräch einzuräumen.
Es geht um eine zusammenhängende Darstellung in Form einer Erzählung. „Im narrativen Interview wird der Informant gebeten, die Geschichte eines Gegenstandsbereiches, an der der Interviewte teilgenommen hat, in einer Stegreiferzählung darzustellen. (…) Aufgabe des Interviewers ist es, den Informanten dazu zu bewegen, die Geschichte des in Frage stehenden Gegenstandsbereichs als eine zusammenhängende Geschichte aller relevanten Ereignisse von Anfang bis zu Ende zu erzählen.“ (Hermanns, 1995, S. 183).
Wesentliche Phasen beim Ablauf eines narrativen Interviews sind die Erzählaufforderung mit einer Eingangsfragestellung, welche sehr breit formuliert ist. Im Anschluss folgt die Erzählung des Interviewten. Während der Erzählung unterbricht die interviewende Person die Erzählperson nicht. Der Interviewte hat also „monologisches Rederecht“. Der Interviewte entscheidet selbst, wann seine Erzählung als beendet gilt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Definiert das Thema der Fallstudie, die Rahmenbedingungen der qualitativen Forschung sowie die spezifische Ausgangssituation und Fragestellung.
2. Methodologische Positionierung: Erläutert die methodische Entscheidung für qualitative Forschung und stellt die Gütekriterien nach Mayring vor.
3. Bestimmung der Forschungsfeldes: Grenzt den Untersuchungsgegenstand auf Lehrkräfte in inklusiven Regelschulen in Beispielhausen ein.
4. Sampling: Diskutiert die Auswahl der Stichprobe und die Notwendigkeit, unterschiedliche Erfahrungsstände der Lehrkräfte zu berücksichtigen.
5. Datenerhebungsverfahren: Begründet die Wahl des narrativen Interviews als geeignetes Instrument für das Forschungsziel.
6. Datenaufbereitung – Transkription: Beschreibt den Prozess der Verschriftlichung der Interviewdaten unter Beachtung wissenschaftsethischer Standards.
7. Datenauswertungsverfahren: Stellt verschiedene Auswertungsansätze vor und fokussiert auf die qualitative Inhaltsanalyse.
8. Erstellung eines Erhebungsintruments: Konkretisiert die praktische Anwendung des narrativen Interviews und definiert mögliche Eingangs- sowie Nachfragen.
9. Kritische Betrachtung und Fazit: Resümiert die methodischen Herausforderungen und betont die gesellschaftliche Relevanz der schulischen Inklusion.
Schlüsselwörter
Schulische Inklusion, qualitative Sozialforschung, narratives Interview, Leistungsbewertung, Regelschule, UN-Behindertenrechtskonvention, pädagogische Herausforderungen, Lehrkräfte, Inhaltsanalyse, Mayring, Förderbedarf, Bildungssystem, Interviewführung, Inklusionsdidaktik, Schulpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen von Inklusion an Regelschulen in Beispielhausen, insbesondere im Kontext von Leistungsbewertungen bei Schülern mit und ohne Förderbedarf.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf qualitativen Forschungsmethoden, der Implementierung der UN-Behindertenrechtskonvention in den Schulalltag sowie der komplexen Aufgabe der Leistungsbewertung in heterogenen Klassen.
Was ist das primäre Ziel der Studie?
Das Ziel besteht darin, ein methodisch fundiertes qualitatives Forschungsdesign zu entwickeln, um subjektive Erfahrungen und Schwierigkeiten von Lehrkräften in inklusiven Klassen zu erfassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die gewählte Methode ist das narrative Interview, dessen Daten im Anschluss mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden sollen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodologische Einbettung, die Definition des Forschungsfeldes, das Sampling-Vorgehen, die Erhebungsmethodik sowie die Vorgehensweise bei der Transkription und Auswertung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Inklusion, qualitative Forschung, narratives Interview, Leistungsbewertung, Förderbedarf und Regelschule.
Welchen Stellenwert nimmt die Inklusionskonvention in der Studie ein?
Sie bildet den rechtlichen und theoretischen Ausgangspunkt, da ihre Umsetzung in 2009 in Beispielhausen die Herausforderungen für Lehrkräfte maßgeblich verschärft oder verändert hat.
Warum wurde das narrative Interview anderen Methoden vorgezogen?
Aufgrund des Mangels an bestehender Forschung zu diesem spezifischen Thema erlaubt das narrative Interview den Befragten, ihre subjektiven Wahrnehmungen ohne zu starke Steuerung durch den Interviewer darzulegen.
Wie unterscheidet sich die Benotungssituation für die Lehrkräfte laut Analyse?
Die Untersuchung zielt darauf ab, die Ambivalenz zwischen dem Wunsch nach Standardisierung (Noten) und der notwendigen Individualisierung bei Schülern mit Förderbedarf offenzulegen.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Inklusionspraxis?
Die Autorin stellt fest, dass Inklusion ein Recht für alle ist, jedoch eine konsequentere Professionalisierung des Personals und bessere Rahmenbedingungen erfordert, um erfolgreich umgesetzt zu werden.
- Arbeit zitieren
- Jennifer Kayser (Autor:in), 2023, Schulische Inklusion in Beispielhausen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1482035