Cybermobbing. Soziale Netzwerke und ihre Vor- und Nachteile


Seminararbeit, 2009

34 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einfuhrung

2. Definitionen
2.1. Definition: „Soziales Netzwerk“
2.2. Definition: „Mobbing“
2.3. Definition: „Cyber-Mobbing“

3. Medienumgang 12- bis 19-Jahriger

4. Was Jugendliche an sozialen Netzwerken fasziniert

5. Nachteile sozialer Netzwerke

6. Unterschiede direktes Mobbing und Cyber-Mobbing

7. Funktionen und Ausloser von Cyber-Mobbing

8. Auswirkungen von Cyber-Mobbing

9. Aktuelle Zahlen

10. Fallbeispiele

11. Rechtsgrundlagen

12. Wie man sich schutzen kann

13. Fazit

14. Quellen

1. Einfuhrung

Fur einen Großteil der Kinder und vor allem Jugendlichen gehoren der Computer und das Internet heutzutage ganz selbstverstandlich zum alltaglichen Leben dazu. Laut JIM-Studie 2008 gehen 84% der 12- bis 19-Jahrigen ßig ins Internet. Besonders beliebt sind bei ihnen soziale Netzwerke, in denen sie sich selbst darstellen, Freunde finden, Nachrichten schreiben und Fotos veroffentlichen konnen. Dazu zahlen vor allem Portale wie Facebook, MySpace und die VZ-Netzwerke (SchulerVZ, StudiVZ, MeinVZ).

Das Leben vieler Jugendlicher verschiebt sich immer mehr in die Onlinewelt. Wo fruher Fotos von einer Party oder vom Urlaub noch entwickelt und dann im Freundeskreis umher gezeigt wurden, werden heute einfach alle Bilder in einem virtuellen Fotoalbum veroffentlicht und darauf haben dann oft nicht mehr nur die eignen Freunde Zugriff. Sogar Freundschaften werden heutzutage zum Teil im Internet geschlossen und Verabredungen vereinbart. Die Sozialisation von Jugendlichen findet heute unter anderen technisch-medialen und sozialen Bedingungen statt als die fruherer Generationen.

Neben dem Spaßfaktor, kann es aber auch zu negativen Erfahrungen kommen, die die sozialen Netzwerke mit sich bringen. Dazu gehort z.B. das Lastern und Schikanieren anderer. Anders als im realen Leben, verhallt der Klatsch und Tratsch im Internet nicht wieder so schnell, wie er entstand. Unvorteilhafte Bilder und bose Behauptungen konnen, auch nach dem Loschen, dauerhaft im weltweiten Netz nachvollziehbar bleiben. Ein neues, aber dennoch sehr aktuelles Thema ist das „Cyber-Mobbing“, dessen „Trend“ leider auch in Deutschland immer weiter zunimmt. Was fasziniert die Jugendlichen nun so an diesen Online-Plattformen? Und wo liegen ihre Vor- und Nachteile? Diese Fragen mochte ich in meiner Hausarbeit klaren und dabei vordergrundig das Thema „Cyber-Mobbing“ beleuchten.

2. Definitionen

Zunachst einmal mochte ich die wichtigen Begriffe, um die es hier vordergrundig gehen soll definieren: „Soziales Netzwerk“, „Mobbing“ und „Cyber-Mobbing“.

2.1. Definition: Soziales Netzwerk

Ein soziales Netzwerk (engl. social network) ist ein Beziehungsgeflecht, welches Menschen miteinander verbindet (vgl. Soziale Rolle, o. J.).

Diese Netzwerke werden technisch von Web 2.0- Anwendungen unterstutzt. Die angemeldeten User konnen ein eigenes Profil anlegen und dort Informationen uber sich selbst, wie Hobbys, Interessen, Beruf, Wohnort usw. preisgeben. Unter den Mitgliedern konnen Freundschaften geschlossen, Nachrichten verschickt, Eintrage auf die Pinnwand geschrieben und gemeinsam uber verschiedene Themen diskutiert werden. Weiterhin konnen unter anderem Fotos oder Videos hochgeladen und veroffentlicht und Bilder kommentiert werden (vgl. Wikipedia, o. J., Soziales Netzwerk- Informatik).

Soziale Netzwerke gibt es fur verschiedene Bereiche. Fur Geschaftspartner bietet z.B. „Xing“ eine geeignete Plattform und fur Schuler und Studenten „SchulerVZ“ und „StudiVZ“. Es gibt aber auch breit angelegte Netzwerke, wie „Facebook“ oder „MySpace“. Fur jedes Alter und jede Personen- bzw. Berufsgruppe ist also etwas dabei (vgl. IT Wissen, o. J., Soziales Netzwerk).

2.2. Definition: Mobbing

„Mobbing“ leitet sich ab vom Englischen „to mob“, was so viel bedeutet wie „anpobeln“, „uber jemanden herfallen“, „angreifen“, und „mob“ (Bande, Gesindel, Meute) (vgl. Wikipedia, o. J., Mobbing).

Es gibt immer ein Opfer, welches von einem oder mehreren Tatern gemobbt wird. Dabei kommt es zu einem Macht-Ungleichverhaltnis.

Uber einen langeren Zeitraum hinaus wird das Opfer negativen Handlungen ausgesetzt, es soll sozial ausgegrenzt werden. Dabei wird es bedroht, (sexuell) belastigt, verletzt, schikaniert, gedemutigt, bloOgestellt usw.

Es gibt drei Formen von Mobbing: verbales, physisches und psychisches Mobbing (vgl. Buchenegger, o. J., S. 10).

2.3. Definition: Cyber-Mobbing

Andere Begriffe fur „Cyber-Mobbing“ sind auch „Cyber-Stalking“ und „Cyber- Bullying“. Cyber-Mobbing ist eine Erweiterung des direkten Mobbing auf das Internet bzw. Handy. Dabei wird eine Person uber das Internet beleidigt, ßgestellt oder belastigt. Vor allem soziale Netzwerke, wie StudiVZ, Facebook oder MySpace, sowie Foto- und Videoplattformen, wie Flickr und Youtube, werden genutzt, um das Opfer ßzustellen. Es werden peinliche Fotos hochgeladen, bosartige Kommentare zu Bildern geschrieben oder Drohnachrichten verschickt. Vor allem unter Kindern und Jugendlichen kennen sich Tater und Opfer meist auch in der realen Welt (vgl. Buchegger, o. J., S. 6).

3. Medienumgang 12- BIS 19-Jahriger

Anhand der JIM-Studie 2008 mochte ich nun den Medienumgang von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 19 Jahren untersuchen.

In fast allen Haushalten (99%) ist ein Computer bzw. ein Laptop vorhanden. Auch sind mit 96% fast alle mit Internet ausgestattet (vgl. JIM-Studie 2008, S. 8).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mit 71% haben mehr Jugendliche einen eigenen Computer in ihrem Zimmer als einen Fernseher (61%). Und auch jeder zweite der Befragten (51%) kann von seinem Zimmer aus ins Internet gehen. Vor allem Haushalte mit einem hoheren Bildungsgrad verzeichnen einen hoheren Anstieg in der Ausstattung mit Computer und Internet, als Haushalte mit einem etwas niedrigeren Bildungsniveau (vgl. JIM-Studie 2008, S. 9). Zur Medienbeschaftigung ist zu sagen, dass Fernseher und Computer ßen zu 89% ßig, also mehrmals in der Woche, genutzt werden. Zu 84% wird das Internet genutzt. Geschlechtsspezifische Unterschiede sind dabei kaum zu erkennen. Wahrend 91 % der Jungen den Computer nutzen, sind es bei den Madchen nur 4% weniger und auch bei der Nutzung des Internets liegen die Jungen mit 85% vor den Madchen (83%) (vgl. JIM-Studie 2008, S. 12- 14).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Man kann also sehen, dass die 12- 19-Jahrigen mit elektronischen Medien, v.a. Computern und Internet, bestens ausgestattet sind und sich auch ßig damit beschaftigen. Nun stellt sich naturlich die Frage, inwieweit die Jugendlichen noch in der realen Welt miteinander kommunizieren oder ob sich die Kommunikation weitestgehend auf soziale Netzwerke, Instantmessenger und E-Mail verschoben hat. „91 Prozent geben an, dass sie sich mindestens mehrmals pro Woche real von Angesicht zu Angesicht mit ihren Freunden treffen, die haufigsten medienvermittelten Kontakte erfolgen per Festnetztelefon (72 %) und im Internet (71 %) uber Instant Messenger, Chat oder uber Online-Communities'1 (JIM-Studie 2008, S. 14).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mit zunehmendem Alter gewinnen das Handy und das Internet immer mehr an Bedeutung fur die Jugendlichen, um Kontakt zu ihren Freunden aufzunehmen. Allein, dass 71% der Befragten das Internet fur die Kontaktpflege nutzen, zeigt, dass Soziale Netzwerke, E-Mails und Instant Messenger fur Jugendliche eine ße Rolle spielen und sie sich dort am besten selbst darstellen konnen.

29% der Jugendlichen konnen am wenigsten auf das Internet und 22% konnen am wenigsten auf den Computer verzichten. Da jedoch fur die meisten Befragten der Computer mit Internet gleichzustellen ist, kann man zusammenfasend sagen, dass fur gut die Halfte das Internet das Medium ist, auf das am wenigsten verzichtet werden kann. Wahrend bei Jungeren noch das Fernsehen eine bedeutendere Rolle spielt, nehmen mit zunehmendem Alter der Computer und das Internet an Bedeutung zu (vgl. JIM-Studie, S. 16- 18).

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Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Cybermobbing. Soziale Netzwerke und ihre Vor- und Nachteile
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Veranstaltung
Soziale Netzwerke
Note
1,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
34
Katalognummer
V148213
ISBN (eBook)
9783640591190
ISBN (Buch)
9783640591091
Dateigröße
1827 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Netzwerke, Cybermobbing
Arbeit zitieren
Anna Kuphal (Autor), 2009, Cybermobbing. Soziale Netzwerke und ihre Vor- und Nachteile, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148213

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