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Die Amtslaufbahn in der Lokalverwaltung

Ein Vergleich Japans mit Deutschland

Titel: Die Amtslaufbahn in der Lokalverwaltung

Seminararbeit , 1998 , 18 Seiten

Autor:in: Lucia Althoff-Bless (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Lage der Beamten in Japan und Preußen ähnelte sich sehr. Im 19. Jahrhundert gab es jedoch in Preußen Entwicklungen, die in Japan nicht auftraten.
In dieser Arbeit werden Ausbildung, Struktur, Aufstieg, Altersversorgung, Pflichten Besoldung und weitere Aspekte der Beamtenlaufbahn beider Länder miteinander verglichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Arten /Struktur

Japan

Preußen

Ausbildung

Japan

Preußen

Ernennungsverfahren

Japan

Preußen

Der Aufstieg

Japan:

Neu ernannte daikan

Daikan durch Erbschaft

gundai

Preußen:

Pension

Japan

Preußen

Verhältnis Verwaltung / Militär

Japan

Preußen

Ansehen

Pflichten

Japan

Preußen

Strafen

Japan

Preußen

Besoldung

Japan

Preußen

Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit vergleicht die Strukturen und Rahmenbedingungen der Amtslaufbahn in der Lokalverwaltung Japans und Preußens im 18. und 19. Jahrhundert. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Bezug auf Ausbildung, Aufstiegsmöglichkeiten, soziale Stellung und Entlohnung der Beamten zu identifizieren und die Rolle des Staates sowie gesellschaftlicher Hierarchien zu beleuchten.

  • Vergleich der Rekrutierung und Aufstiegsmechanismen (z. B. Erbschaft vs. Leistung).
  • Analyse der Ausbildungssysteme und deren Wandel von der praktischen Tätigkeit zur formalen Qualifizierung.
  • Untersuchung der Besoldungsstrukturen und der sozialen Absicherung der Beamten.
  • Gegenüberstellung von Ansehen, Pflichten und disziplinarischen Strafmaßnahmen im öffentlichen Dienst.
  • Einordnung des Verhältnisses zwischen ziviler Verwaltung und dem militärischen Sektor.

Auszug aus dem Buch

Arten /Struktur

Ab dem Daikanamt begann der höhere Schogunatsdienst. Für die Amtslaufbahn bis zum daikan kann wenig ausgesagt werden, da nur wenige und zudem inhomogene Daten vorliegen. In dem Aufsatz von Herrn Goch werden der Kämmerer (kanjo) und der Unterkämmerer (shihai kanjo) als Subalternbeamte genannt. Für die höhere Laufbahn nennt er den Statthalter (daikan) und den Bezirksstatthalter (gundai). Für diese Posten gab es Besetzungslisten, daher war hier eine Statistik eher möglich. Gundai war die Spitzenposition der Lokalverwaltungslaufbahn. Gundai sind in Rang und Besoldung vor den übrigen daikan rangierende Statthalter mit größeren Verwaltungsgebieten.

Im 18. Und 19. Jahrhundert gab es insgesamt vier: den Bezirksstatthalter für die Westprovinzen (Saigoku gundai), der Bezirksstatthalter von Hida (Hida gundai), den Bezirksstatthalter von Mino (Mino gundai) und der Bezirksstatthalter der Provinzen östlich der Grenzbarriere. Weitere Aufstiegsämter vom daikan waren Rechenkammerprüfungsamtsdirektor, was schon der erste Schritt in die hohe Schogunatslaufbahn war. Er mußte die Amtsführung der Rechenkammer zugehörigen Beamten überprüfen. Die Ernennung zum Verweser im Nebenschloß von Edo war wie die Ernennung von daikan in höhere Ämter des persönlichen Dienstes im Nebenschloß, in Frauengemächern oder in höheren Militärposten, Belohnung für verdiente daikan in Form von gut dotierten Ehrenämtern.

Zusammenfassung der Kapitel

Arten /Struktur: Dieses Kapitel definiert die Hierarchien der Beamten und Statthalter in Japan und Preußen, wobei insbesondere die Rollen von Daikan und Gundai erläutert werden.

Ausbildung: Hier wird der Prozess der beruflichen Qualifizierung untersucht, der in beiden Ländern zunächst informell erfolgte, in Preußen jedoch früher in feste Bahnen gelenkt wurde.

Ernennungsverfahren: Das Kapitel vergleicht den formellen Akt der Amtsübernahme, die Eidesleistung und die damit verbundenen Loyalitätsverpflichtungen.

Der Aufstieg: Hier werden Mechanismen wie leistungsorientierte Beförderungen und erblich bedingte Amtsübernahmen sowie gesellschaftliche Aufstiegschancen beleuchtet.

Pension: Die Versorgung nach dem Ausscheiden aus dem Amt wird analysiert, wobei der Fokus auf dem Übergang von informellen Absicherungen zu staatlich geregelten Ansprüchen liegt.

Verhältnis Verwaltung / Militär: Das Kapitel erörtert die Überschneidungen und Versorgungsfunktionen der Verwaltung gegenüber ehemaligen Militärangehörigen.

Ansehen: Hier wird das soziale Prestige der Beamten in beiden Gesellschaften und dessen Veränderung im Laufe der Zeit untersucht.

Pflichten: Dieses Kapitel fasst die moralischen und dienstlichen Erwartungen an den Beamten zusammen, die von Gehorsam bis zu einem tugendhaften Lebenswandel reichen.

Strafen: Es wird dargelegt, welche disziplinarischen Konsequenzen bei mangelhafter Amtsführung drohten, bis hin zur Todesstrafe.

Besoldung: Das Kapitel thematisiert die Entlohnung, die in Japan vorwiegend lehensbasiert war, während in Preußen ein System aus Naturalien und Geldgehältern dominierte.

Zusammenfassung: Ein abschließender Überblick über die Ähnlichkeiten und die spezifischen Divergenzen in der Entwicklung der Beamtenlaufbahnen im 19. Jahrhundert.

Schlüsselwörter

Amtslaufbahn, Lokalverwaltung, Schogunat, Preußen, Daikan, Gundai, Landrat, Beamtenhierarchie, Staatsdienst, Besoldung, Ernennungsverfahren, Verwaltungsgeschichte, Preußische Staatsverwaltung, Dienstpflichten, Aufstieg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht vergleichend die Strukturen des öffentlichen Dienstes und der Lokalverwaltung in Japan und Preußen im 18. und 19. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Ausgestaltung der Beamtenlaufbahn, inklusive Ausbildung, Ernennung, Besoldung, sozialem Ansehen und den Pflichten der Amtsinhaber.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Entwicklung der Verwaltungssysteme und der Stellung des Beamtentums in diesen zwei grundverschiedenen gesellschaftlichen Kontexten aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende historische Analyse, die auf einer Auswertung zeitgenössischer Literatur und fachwissenschaftlicher Sekundärquellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Sachthemen wie Arten/Struktur, Ausbildung, Aufstieg, Pension, Ansehen, Pflichten, Strafen und Besoldung der Beamten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Amtslaufbahn, Daikan, Gundai, Preußen, Schogunat, Verwaltung und Beamtenstatus.

Wie unterschied sich die Besoldung in Japan von der in Preußen?

In Japan war die Besoldung meist lehensbasiert und an Reiserträge gekoppelt, während in Preußen eine Mischung aus Naturalien und Geldzahlungen üblich war, die sich im 19. Jahrhundert zunehmend professionalisierte.

Welche Rolle spielte das Militär für die Verwaltung?

In Japan entstammte die Beamtenschaft direkt der Kriegerkaste. In Preußen hingegen diente die Verwaltung oft zur Versorgung von Militärinvaliden, was teilweise zu Qualitätsproblemen führte.

Galt für alle Beamten in Preußen ein Rechtsanspruch auf Pension?

Nein, ein solcher Rechtsanspruch entwickelte sich erst im 19. Jahrhundert; zuvor war die Altersversorgung oft ein Akt königlicher Gnade.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Amtslaufbahn in der Lokalverwaltung
Untertitel
Ein Vergleich Japans mit Deutschland
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Autor
Lucia Althoff-Bless (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1998
Seiten
18
Katalognummer
V148214
ISBN (eBook)
9783640632107
ISBN (Buch)
9783640632565
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Amtslaufbahn Lokalverwaltung Vergleich Japans Deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lucia Althoff-Bless (Autor:in), 1998, Die Amtslaufbahn in der Lokalverwaltung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148214
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Leseprobe aus  18  Seiten
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