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Der Einfluss von Mehrsprachigkeit auf die kindliche Identitätsentwicklung

Titel: Der Einfluss von Mehrsprachigkeit auf die kindliche Identitätsentwicklung

Bachelorarbeit , 2024 , 33 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Was passiert wirklich, wenn ein Kind schon früh mit zwei oder mehreren Sprachen konfrontiert wird? Die kindliche Identitätsentwicklung verläuft in verschiedenen Phasen und jede Phase verläuft unterschiedlich bei den Kindern. Auch die sprachliche Entwicklung nimmt Einfluss auf die spätere Identität des Kindes. Welchen Einfluss die Mehrsprachigkeit auf die kindliche Identitätsentwicklung hat, soll in der vorliegenden Arbeit beantwortet werden.

Zunächst werden in dem folgenden Kapitel einige Begriffserklärungen folgen. In Kapitel 3 geht es um die kindliche Sprachentwicklung. Aufgeteilt wird dieses Kapitel in den Erstspracherwerb, den Zweitspracherwerb, die simultane Mehrsprachigkeit und zuletzt die sukzessive Mehrsprachigkeit. In Kapitel 4 wird die kindliche Identitätsentwicklung aufgegriffen. Dieses Kapitel wird unterteilt in eine Definition und die verschiedenen Phasen der Identitätsentwicklung. Bei diesen Phasen wird sich auf die Entwicklungstheorien von Erik Homburger Erikson und Louis Wilson-Sander beschränkt. Im Anschluss daran, wird noch eine neuere Theorie, nach Robert Kegan thematisiert. In Kapitel 5 geht es schließlich um den Einfluss der Mehrsprachigkeit auf die kindliche Identitätsentwicklung. Das Kapitel wird unterteilt in die Bedeutung der Erstsprache auf die Identitätsentwicklung und die Bedeutung der Zweitsprache auf die Identitätsentwicklung. Abgeschlossen wird das Kapitel mit der Frage, ob die Mehrsprachigkeit eine Bereicherung für die Identitätsentwicklung sein kann. Zum Schluss wird auf die Risiken einer Sprachentwicklungsstörung bei mehrsprachigen Kindern eingegangen. Abgeschlossen wird diese Arbeit mit einem Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BEGRIFFSERKLÄRUNGEN

2.1 ERSTSPRACHE/MUTTERSPRACHE

2.2 MEHRSPRACHIGKEIT

2.3. IDENTITÄT

3. DIE KINDLICHE SPRACHENTWICKLUNG

3.1 DER ERSTSPRACHERWERB

3.2 DER ZWEITSPRACHERWERB

3.2.1 SIMULTANE MEHRSPRACHIGKEIT

3.2.2 SUKZESSIVE MEHRSPRACHIGKEIT

4. DIE KINDLICHE IDENTITÄTSENTWICKLUNG

4.1 DIE IDENTITÄTSENTWICKLUNG NACH DER ENTWICKLUNGSTHEORIEN VON ERIK H. ERIKSON ERIKSON UND LOUIS WILSON SANDER

4.1.1 DIE IDENTITÄTSENTWICKLUNG NACH ERIK HOMBURGER ERIKSON

4.1.2 LOUIS WILSON SANDER- STUFEN DER ENTWICKLUNG

4.1.3 NEUERE THEORIE DER SELBSTENTWICKLUNG

5. WELCHEN EINFLUSS HAT DIE MEHRSPRACHIGKEIT AUF DIE KINDLICHE IDENTITÄTSENTWICKLUNG?

5.1 DIE BEDEUTUNG DER ERSTSPRACHE FÜR DIE IDENTITÄTSENTWICKLUNG

5.2 DIE BEDEUTUNG EINER ZWEITSPRACHE FÜR DIE IDENTITÄTSENTWICKLUNG

5.3 MEHRSPRACHIGKEIT ALS BEREICHERUNG DER IDENTITÄT?

5.4 RISIKO EINER SPRACHENTWICKLUNGSSTÖRUNG BEI MEHRSPRACHIGEN KINDERN

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den wechselseitigen Einfluss von Mehrsprachigkeit auf die kindliche Identitätsentwicklung. Ziel ist es zu analysieren, wie der sprachliche Hintergrund und der Prozess des Zweitspracherwerbs die Persönlichkeitsentfaltung beeinflussen und welche Rolle dabei pädagogische Unterstützung spielt.

  • Grundlagen der Sprachentwicklung bei Kindern
  • Entwicklungstheorien zur Identitätsbildung (Erikson, Sander, Kegan)
  • Die Bedeutung der Erst- und Zweitsprache für das Selbstbild
  • Chancen und Risiken mehrsprachiger Erziehung
  • Empfehlungen für die pädagogische Praxis

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Erstspracherwerb

Eine Sprache zu lernen, bedeutet mehr als Wörter zu lernen oder Sprache als System sozial-kommunikativer Verhaltensweisen zu erfassen. Es heißt, ganz zentral, das strukturelle Regelsystem dieser Sprache zu erschließen. Spracherwerb findet in verschiedenen Stadien statt. Bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass sich drei Dimensionen der Sprache ab ungefähr einem halben Jahr bis zum etwa vierten Lebensjahr stetig weiterentwickeln.

Sprache beginnt schon lange bevor das Kind das erste Wort sagt. Bereits mit circa sechs Monaten beginnt der Spracherwerb bei Kleinkindern. Die Kinder befinden sich nun in der „Lallphase“. Sie lallen und gurren, lernen aber auch schon Intonationsmuster. Unter Intonationen versteht man bestimmte akustisch wahrnehmbare Merkmale, wie zum Beispiel Tonhöhe, Sprechpausen und Lautstärke. In der Lallphase produzieren die Kinder eigentlich alle Laute, die in der Sprache vorkommen und bereits zum Ende der Phase, wird dieses Inventar an Lauten reduziert und nur noch die Laute, die für die Sprache relevant sind, bleiben vorhanden. Mit circa neun Monaten erreichen Kinder die nächste Phase. Hier werden bereits erste Wörter gesprochen. Oft ist es noch eine Art plappern, das merkt man daran, dass Kinder oft gleiche Silben wie „Ma-Ma“ oder „Pa-Pa“ wiederholen. Ist der Wortschatz auf etwa 50 Wörter gestiegen, können Kinder den nächsten Entwicklungsschritt gehen. Sie entdecken nun das „syntaktische Prinzip“, was bedeutet, dass Wörter nun zu Zwei- oder Dreiwortsätzen zusammengefügt werden können. Zur gleichen Zeit, beginnt der Wortschatzspurt, bei dem Kinder täglich neue Wörter lernen. Bis zu dem dritten Lebensjahr erweitert der Wortschatz sich nun zusehends. Nun werden bereits Mehrwortsätze gebildet, die der Erwachsenengrammatik ähnlich sind und Struktur ergeben. Hier ist auch deutlich zu beobachten, dass die Sätze immer komplexer, die Aussprache besser und der Wortschatz sich immer mehr erweitert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Hinführung zum Thema Mehrsprachigkeit in unserer Gesellschaft und Relevanz für die Identitätsentwicklung.

2. BEGRIFFSERKLÄRUNGEN: Definition zentraler Begriffe wie Erstsprache, Mehrsprachigkeit und Identität.

3. DIE KINDLICHE SPRACHENTWICKLUNG: Analyse der Stadien des Erst- und Zweitspracherwerbs sowie der relevanten Spracherwerbstheorien.

4. DIE KINDLICHE IDENTITÄTSENTWICKLUNG: Darstellung psychologischer Entwicklungstheorien von Erikson, Sander und Kegan mit Blick auf das sich bildende Selbst.

5. WELCHEN EINFLUSS HAT DIE MEHRSPRACHIGKEIT AUF DIE KINDLICHE IDENTITÄTSENTWICKLUNG?: Untersuchung der Bedeutung der Erst- und Zweitsprache sowie Risiken von Sprachstörungen.

6. FAZIT: Resümee zur wechselseitigen Beeinflussung von Identität und Sprache sowie Forderungen für die pädagogische Praxis.

Schlüsselwörter

Mehrsprachigkeit, Identitätsentwicklung, Erstspracherwerb, Zweitspracherwerb, Spracherwerbstheorien, Erik H. Erikson, Louis Wilson Sander, Robert Kegan, Selbstkonzept, Sprachförderung, Migrationshintergrund, Identitätsbildung, Kommunikation, Sprachentwicklung, Kindheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der komplexen Interaktion zwischen der kindlichen Sprachentwicklung und der Ausbildung einer stabilen Identität im Kontext von Mehrsprachigkeit.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf Spracherwerbstheorien, psychologischen Entwicklungstheorien zur Identität sowie den Chancen und Herausforderungen des Aufwachsens mit mehreren Sprachen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welchen konkreten Einfluss der Erwerb einer Erst- und Zweitsprache auf die Identitätsentwicklung eines Kindes nimmt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf einer Literaturanalyse verschiedener entwicklungspsychologischer und sprachwissenschaftlicher Modelle basiert.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit inhaltlich ab?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Sprachentwicklung, die Erläuterung relevanter Identitätstheorien und die Verknüpfung dieser Bereiche zur Analyse der Auswirkungen auf das Kind.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Zentrale Begriffe sind Mehrsprachigkeit, Identitätsentwicklung, Spracherwerbsmodelle und Kindesentwicklung.

Inwiefern spielt der soziokulturelle Hintergrund für die Identitätsentwicklung eine Rolle?

Der Autor betont, dass die Anerkennung der Erstsprache und die positive Einstellung des Umfelds gegenüber der Mehrsprachigkeit essenzielle Voraussetzungen für die Entwicklung eines positiven Selbstbildes sind.

Warum wird das Modell von Yvonne Adler in der Arbeit erwähnt?

Das Modell "Kompetenzentwicklungsmodell (KomMig)" wird herangezogen, um den produktiven und rezeptiven Spracherwerbsprozess beim Erwerb der Zweitsprache differenziert zu erläutern.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich der pädagogischen Ausbildung?

Es wird festgestellt, dass Lehrkräfte in ihrem Studium derzeit oft nicht ausreichend auf den Umgang mit Multilingualität vorbereitet werden und eine vertiefte Ausbildung in dieser Thematik für die Zukunft notwendig ist.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Einfluss von Mehrsprachigkeit auf die kindliche Identitätsentwicklung
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
33
Katalognummer
V1482319
ISBN (PDF)
9783389034286
ISBN (Buch)
9783389034293
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mehrsprachigkeit Identitätsentwicklung Sprachentwicklung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2024, Der Einfluss von Mehrsprachigkeit auf die kindliche Identitätsentwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1482319
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Leseprobe aus  33  Seiten
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