Mystische Korrespondenz zwischen Tradition und Innovation

Eine exemplarische Untersuchung der Briefe Heinrichs von Nördlingen an Margaretha Ebner (Briefe IV und XXXVII) unter Berücksichtigung der Ars dictaminis


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006

26 Seiten, Note: 1,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung
1. Thematische Einfuhrung
2. Textüberlieferung und Forschungsüberblick

II. Hauptteil
1. Exkurs: Zur mittelalterlichen Brieftradition
1.1. Begrifflichkeit und Tradition
1.2. Die Kriterien der Ars dictandi
2. Historisch-biographischer Entstehungskontext der Briefe
3. Die Briefe Heinrichs von Nordlingen an Margaretha Ebner .
3.1. Brief IV - Exemplarische Analyse
3.2. Brief XXXVII - Exemplarische Analyse
3.3. Die analysierten Briefe im Kontext der Sammlung
3.4. Diskussion und Ergebnis

III. Resümee

IV. Literatur.

I. Einleitung

1. Thematische Einfuhrung

Die Briefe des Weltpriesters Heinrich von Nordlingen an die mystisch begabte Dominikanerin Margaretha Ebner gelten als „[...] die alteste personlich gehaltene Briefsammlung in deutscher Sprache".[1] Sie entstanden in der ersten Halfte des 14. Jahrhunderts und stehen damit an der Schwelle zur Tradition einer volks sprachlichen privaten Briefkultur. Zuvor war die briefliche Kommunikation des Mittelalters lateinisch und beschrankte sich vorwiegend auf den geschaftlich-juristischen Bereich. Eine Ausnahme bildeten die Liebesbriefe, die jedoch meist fiktiv sind, einen hohen Kunstcharakter aufweisen und daher kaum Ausdruck authentischer personlicher Gefuhle sind.[2]

Die ersten deutschen Prosabriefe entstanden im Kontext spatmittelalterlicher Mystik[3]. Die enge und vertraute Beziehung zwischen Beichtvater und Mystikerin gaben den Briefen einen starken personlichen Charakter, so dass sie fast schon den Anschein von Modernitat erwecken.[4] Neben der Korrespondenz Heinrichs von Nordlingen sind in diesem Zusammenhang auch die Briefe Heinrich Seuses an Elsbeth Stagel zu erwahnen, die zeitlich betrachtet sogar alter sind. Allerdings wird ihnen der Briefcharakter nahezu abgesprochen: „Da Seuses Schreiben eher briefliche Predigten und Traktate sind, kann diese Korrespondenz [i.e. diejenige von Nordlingens] als der fruheste deutsche Briefwechsel bezeichnet werden."[5] Damit kommt den Briefen Heinrichs von Nordlingen eine besondere Bedeutung hinsichtlich der deutschen Privatbriefkultur im Mittelalter zu. Die mittelalterliche Briefkommunikation unterscheidet sich eklatant von der modernen Briefpraxis; sie wies schon fruh formale Gewohnheiten auf und unterlag seit dem Hochmittelalter den Kriterien der im 11. Jahrhundert neu aufgekommenen Ars dictaminis, der Briefstellerlehre, die fur die gesamte lateinische Brieftradition des Mittelalters maBgeblich wurde.[6]

Zur Entstehungszeit der Briefe von Nordlingens haben diese Regeln noch immer Gultigkeit[7], da die lateinische Brieftradition - vor allem in offentlichen Bereichen - nach wie vor gilt.[8]. Es stellt sich also die Frage, inwieweit sie noch Einfluss auf diese ersten volkssprachlichen Mystikerbriefe nimmt, beziehungsweise worin gerade das Neue und Eigenstandige dieser Briefe liegt, die zu den bemerkenswertesten Errungenschaften der deutschen Mystik des Mittelalters gezahlt werden[9] Im Weiteren kann gefragt werden, weshalb diese Errungenschaften ausgerechnet im Bereich spatmittelalterlicher Mystik gemacht wurden.

Anhand einer exemplarischen Analyse ausgewahlter Briefe - eine Berucksichtigung aller 56 erhaltenen Briefe wurde den Rahmen einer Hausarbeit deutlich sprengen - hinsichtlich Gehalt, Struktur, Sprache und Stil soll in dieser Arbeit jenen Fragen auf den Grund gegangen werden. Bei der Auswahl der Briefe (Brief IV und XXXVII) wurden einerseits ihre unterschiedliche Entstehungszeit, andererseits ihre strukturellen Differenzen als Kriterien zugrunde gelegt.

Um die Briefe einordnen zu konnen und Kontinuitaten und Veranderungen aufzuzeigen, soll zunachst ein kurzer Exkurs zur mittelalterlichen Brieftradition, insbesondere zu Geschichte und Merkmalen der Ars dictaminis, erfolgen. Daran anschlieBend soll eine Skizze des historischen und biographischen Entstehungskontextes der Briefe ihre im Vordergrund der Arbeit stehende Analyse vorbereiten.

2. Textuberlieferung und Forschungsuberblick

Uberliefert sind 56 Briefe Heinrichs von Nordlingen an Margaretha Ebner. Im Original sind sie jedoch nicht mehr erhalten. Die uns heute vorliegenden Texte gehen zuruck auf eine Handschrift des Britischen Museums aus dem 16. Jahrhundert.[10] Als einzige und vollstandige Edition dieser Handschrift liegt die 1882 erschienene Ausgabe von Philipp Strauch vor.[11] Diese weist eine Sammlung von 58 Briefen Heinrichs von Nordlingen auf, von denen neben den Briefen an Margaretha zwei jeweils an eine Mitschwester von ihr gerichtet sind. Daruber hinaus erganzt Strauch die Sammlung durch acht weitere Briefe verschiedener Gottesfreunde an Margaretha Ebner[12].

Ein Blick auf die Forschungsliteratur zeigt, dass im Bereich der deutschen Mystikerbriefe generell und insbesondere hinsichtlich der Briefe Heinrichs von Nordlingen bisher nur wenige Publikationen erschienen sind.

So gibt es bisher keine vollstandige Untersuchung der Briefsammlung von Nordlingens[13]. Es liegen derzeit lediglich einzelne Aufsatze uber Heinrich von Nordlingen vor, die jedoch eher historisch-biographische Aussagen hinsichtlich seiner Beziehung zu Margaretha Ebner beziehungsweise hinsichtlich seines geistlichen Wirkens machen.[14] Seine Briefe fungieren dabei vor allem als historische Quellen. Eine intensivere Wurdigung als Texte erfahren die Briefe - abgesehen von den die Texte einleitenden Untersuchungen in der Ausgabe von Strauch - nur in der Dissertation von Stoudt, in der die Autorin nachzuweisen versucht, inwiefern die Briefe Seuses von der Ars predicandi und diejenigen von Nordlingens von der Ars dictandi beeinflusst sind.[15] Ein neuerer Aufsatz von Christensen streift den Zusammenhang der Briefe Nordlingens mit der Ars dictandi, beruft sich dabei jedoch grundlegend auf Stoudt.[16] Die letztgenannten Publikationen werden an entsprechender Stelle in dieser Untersuchung entsprechende Berucksichtigung finden[17].

Mit der mittelalterlichen Brieftradition im allgemeinen Sinne hat sich vor allem Murphy auseinandergesetzt[18]. Was den Beginn der volkssprachlichen Brieftradition betrifft, liegt nur die schon recht alte Untersuchung von Steinhausen vor.[19]

II. Hauptteil

1. Exkurs: Zur mittelalterlichen Brieftradition

1.1. Begrifflichkeit und Tradition

Briefe sind im Mittelalter sowie die Herkunft der Schriftlichkeit generell zunachst ein Erbe der Spatantike, was das Vorherrschen der lateinischen Sprache erklart[20]. Die unterschiedlichen lateinischen Bezeichnungen des Mittelalters fur „Brief“ deuten auf verschiedene Arten beziehungsweise Definitionen hin. So ist der Terminus litterae allgemeiner auch fur andere Schriftstucke, insbesondere offizielle Dokumente und Urkunden verwendet worden, wahrend epistola speziell einen Brief, jedoch vorwiegend im Sinne einer literarischen Gattung bezeichnete. Somit unterschied man bereits fruh Briefe, die einen praktischen, meist notariellen, Zweck erfullten und solche, die eher Kunstcharakter hatten. Allerdings nahern sich die Begriffe hinsichtlich ihrer Bedeutung zunehmend einander an[21].

Zunachst kannte das Mittelalter keinen besonderen Briefstil, sondern orientierte sich an den allgemeinen Regeln der antiken Rhetorik[22], jedoch gab es bereits in merowingischer und karolingischer Zeit sogenannte formulae, Sammlungen verschiedener Briefmuster fur unterschiedliche Anlasse und vertragsahnliche Personenverhaltnisse, in die nur die entsprechenden Namen jeweils eingetragen werden mussten.[23]

Diese formulae reichten im Hochmittelalter nicht mehr aus: „The increased number of documents and official letters required by the government and the Church gave rise to the necessity to formulate rules and theories regarding letter-writing.[24] ” So entwickelte sich seit dem ausgehenden 11. Jahrhundert die Ars dictaminis oder Ars dictandi. Sie gehort neben der Ars poetrie und der Ars predicandi und zu den „Three New Rhetorical Genres of the High Middle Age[25] “ , die seit Beginn des 12. Jh. zunehmend von der ursprunglich antiken Rhetorik gelost und verselbstandigt haben. Unter dictamen versteht man im Mittelalter zunachst allgemein jede Art von Texten, im Zusammenhang mit dem Terminus der Ars dictaminis jedoch verengt sich die Bedeutung: Die Ars dictaminis ist die Bezeichnung fur mittelalterliche Theorien uber das Abfassen von Prosabriefen, die Ende des 11. Jahrhunderts zuerst in Italien, vor allem in Bologna entstanden sind und von dort aus auch in andere europaische Lander vorgedrungen sind.[26]

Die Forschung nimmt mittlerweile Abstand ]von orts- und personenbezogenen Entstehungstheorien der Ars dictaminis[27]. Sie betrachtet die Entstehung der verschiedenen Artes dictaminis als „cultural development which occured more or less simultaneously in Italy, France, Germany, and perhaps other parts of Europe as well[28] “. Als grundlegend fur nahezu alle bekannten Briefstellerlehren jedoch gilt eine Ars dictandi aus dem Jahr 1135, die Rationes dictandi eines bisher nicht identifizierten Gelehrten aus Bologna[29]. Mit diesem Werk liegt „die neue Kunst zum ersten Mal in fertig ausgebildeter Form dar.“[30]

1.2. Die Kriterien der Ars dictandi

Die Rationes dictandi definieren „Brief“ als congrua sermonum ordinatio ad exprimendam intentionem delegantis instituta[31]. Diese Definition lasst die Nahe zur Rede (sermo) deutlich werden, die die mittelalterliche Brieftradition auch an anderer Stelle durchscheinen lasst.[32] Im Anschluss hieran werden funf Briefteile genannt, die spater maBgeblich fur alle Artes dictaminis wurden, die salutatio, benivolentie captatio, petitio, narratio und conclusio[33].

Am ausfuhrlichsten wird die salutatio dargestellt. Sie wird definiert als GruBrede (oratio salutis), die die Zuneigung des Briefschreibers ausdruckt und je nach Standeszugehorigkeit von Briefschreiber und Empfanger unterschiedlich ausfallt.[34] So lehrt der anonyme Schreiber, dass der Empfanger normalerweise namentlich zuerst genannt und mit Attributen versehen wird, die ihn besonders auszeichnen oder loben. Entsprechend soll die Selbstnennung des Briefsenders demutig und zuruckhaltend ausfallen. Ist der Empfanger ihm jedoch standesmaBig unterlegen, gelten diese Ausfuhrungen in umgekehrter Weise; statt Demut soil der Briefsender dann seine Wurde und Position zum Ausdruck bringen[35].

Die benivolentie captatio erfullt laut ihrer Definition den Zweck, die Gunst des Empfangers zu erhaschen. Sie unterliegt keinen so strengen Vorgaben wie die salutatio und kann daher auch an anderer Stelle des Briefes erscheinen oder Teil der narratio selbst sein, wenn etwa der Adressat wahrend des Briefes immer wieder mit schmeichelnden Worten angeredet wird.

Als narratio bezeichnet der Verfasser sodann die Darstellung bestimmter Sachverhalte, die einfach (simplex) oder vielschichtig (multiplex) ausfallen und jede Zeitstufe betreffen kann[36]

Der Teil eines Briefes, in dem man Bitten oder Forderungen stellt, folgt nach der narratio und heiBt petitio. Die petitio kann bittend (deprecativa), belehrend (preceptiva), drohend (comminativa), auffordernd (exhortativa), ermunternd (hortoria), ermahnend (ammonitoria), ratschlagend (consultoria), missbilligend (correptoria) oder direkt (absoluta) ausfallen.[37]

Am Ende des Briefes steht fur gewohnlich die conclusio, die das, was in der narratio ausfuhrlich dargelegt wurde, in Kurze zusammenfasst und so im Gedachtnis des Briefempfangers einpragt[38].

Im Anschluss an die Funfteilung des Briefes werden in den Rationes dictandi erganzende Regeln fur die Auslassung und Vertauschung einzelner Briefteile aufgefuhrt. Die Briefpraxis hatte eine solche Eingliederung der Ausnahmen in das System der Brieflehre offensichtlich hervorgerufen. Diese Ausnahmen besagen, dass bis auf die narratio alle ubrigen Briefteile theoretisch auch ausgelassen werden konnen, die narratio in seltenen Fallen sogar auch fehlt, dann jedoch zwingend eine petitio an ihrer Stelle stehen muss. Lasst man die salutatio aus, so geschieht dies aus Grunden starker Gefuhlsregung, als Ausdruck von Verachtung oder in anonymen Briefen. Ohne die salutatio kann auch die benivolentie captatio nicht bestehen bleiben, da beide Teile eng aneinander geknupft sind. Die conclusio wird besonders in kurzen Briefen oft ausgelassen.[40]

[...]


[1] Schultz, Richard: Heinrich von Nordlingen. Seine Zeit, sein Leben und seine Stellung innerhalb der deutschen Mystik, in: Jahrbuch des Vereins fur Augsburger Bistumsgeschichte e.V., 10 (1976), S.151.

[2] Vgl. Stoudt, Debra Lynn: The Vernacular Letters of Heinrich von Nordlingen and Heinrich Seuse, Diss. University of North Carolina at Chapel Hill, 1986, S.67.

[3] Weitlauff, Manfred: Art. „Heinrich von Nordlingen", in: Ruh, Kurt u.a.(Hg.): Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon, Bd.3, Berlin/ New York 1981, Sp.848.

[4] Stoudt, Vernacular letters, S.55.

[5] Muschg, Walter: Die Mystik in der Schweiz 1200-1500, Leipzig 1935, S.292.

[6] Vgl. Schmale, Franz-Joseph: Art. „Brief, Briefliteratur, Briefsammlungen", in: Lexikon des Mittelalters, Bd.1, Munchen/ Zurich 1980, Sp.652ff. Siehe auch Kap.1.2 dieser Arbeit.

[7] Vgl. Christensen, Kirsten M.: The Conciliatory Rhetoric of Mysticism in Correspondence, in Wolfthal, Diane (Hg.): Peace and Negotiation. Strategies for Coexistence in the Middle Ages and the Renaissance, Turnhout 2000, S.134.

[8] Vgl. Steinhausen, Georg: Geschichte des deutschen Briefes, Berlin 1889, S.28.

[9] Siehe Stoudt, Vernacular letters, S.55.

[10] Diese Handschrift Add. 11430 gilt jedoch als unvollstandig. Sie enthalt auBerdem eine Abschrift der „Offenbarungen“ Margaretha Ebners, die auf die Medinger Handschrift von 1352 zuruckzufuhren ist, die Briefe Margarethas jedoch nicht enthalt. Vgl. Schultz, Heinrich von Nordlingen, S.151. sowie Weitlauff, Heinrich von Nordlingen, Sp.845.

[11] Strauch, Philipp: Margaretha Ebner und Heinrich von Nordlingen. Ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Mystik, 1882 (Nachdruck Amsterdam 1966).

[12] Zum Begriff „Gottesfreunde“: Walz, Angelus: Gottesfreunde um Margarete Ebner, in: Historisches Jahrbuch 72 (1953), S.253-265. Zum Begriff „Gottesfreunde“. Siehe auch Kapitel 2 dieser Arbeit.

[13] Jedoch ist eine solche derzeit in Bearbeitung: Dissertation von P. Urban Federer, Universitat Freiburg/ Schweiz: „Mystische Erfahrung im literarischen Dialog. Die Briefe Heinrichs von Nordlingen an Margaretha Ebner“.

[14] So u.a. Schultz, Heinrich von Nordlingen, 1976 sowie Weitlauff, Heinrich von Nordlingen, 1981.Weitere Publikationen siehe Literaturverzeichnis.

[15] Stoudt, Vernacular letters, S.86f.

[16] Christensen, Conciliatory Rhetoric, 2000.

[17] Siehe Kapitel 3.3 und 3.4 dieser Arbeit.

[18] Murphy, James J.: „The Principles of Letter Writing“, in: Ders. (Hg.): Three Medieval Rhetorical Arts, Berkeley 1971, S.5-25. Ders.: Rhetoric in the Middle Ages: A History of Rhetorical Theory from St. Augustine to the Renaissance, Berkeley 1974, S.194-268. Ders.: Latin Rhetoric and Education in the Middle Ages and Renaissance, Hampshire 2005, S.1-26.

[19] Steinhausen, Deutscher Brief, 1889.

[20] Schmale, Brief, Sp.663.

[21] Stoudt, Vernacular letters, S.58f.

[22] Schmale, Brief, Sp.652. Siehe Murphy, Kap.V, Ars dictaminis. The Art of Letter-Writing, in: Rhetoric/ Middle Ages, S.194-268. Der Autor zeigt hier ausfuhrlich die Verbindung von antiker Rhetorik und mittelalterlicher Briefstellerlehre auf.

[23] Ebd., S.199ff.

[24] Stoudt, Vernacular letters, S.58.

[25] Murphy, Latin Rhetoric, S.13. Siehe auch: Ders.: Rhetoric/ Middle Ages, S.194ff.

[26] Nach Murphy, Rhetoric/ Middle Ages, S.219.

[27] Vgl. Lutz, Eckart Conrad: Rhetorica Divina. Mittelhochdeutsche Prologgebete und die rhetorische Kultur des Mittelalters, Berlin/New York 1984, S.30f.

[28] Zitiert nach: Ebd., S.31.

[29] Der lateinische Text ist erschienen in: Rockinger, Ludwig: Briefsteller und Formelbucher des eilften bis vierzehnten Jahrhunderts, Quellen und Erorterungen zur bayr. und dt. Geschichte, 9, 1-2, 1863-64, S.9-28. Jedoch wird er hier falschlicherweise Alberich von Montecassino zugeordnet, was die neuere Forschung nicht bestatigen kann, vgl. hierzu: Murphy, Rhetoric/ Middle Ages, S.220. Der Text bei Rockinger dient auch in dieser Arbeit als Quelle fur die in der Ars dictaminis aufgestellten Kriterien der mittelalterlichen Brieflehre.

[30] Lutz, Rhetorica Divina, S.33.

[31] Rockinger, Briefsteller, S.10.

[32] So kam es neben dem eigentlichen Schriftstuck vor allem auch auf den Boten an, dem oft neben der Uberbringung des Briefes auch eine mundliche Botschaft oder Gegenstande zur Vermittlung anvertraut wurden. Daruber hinaus wurde ein Brief stets laut verlesen. Vgl. hierzu Hoffmann, Hartmut: Zur mittelalterlichen Brieftechnik, in: Repgen, K./Skalweit, S.(Hgg.): Spiegel der Geschichte, Munster 1964, S.141-170.

[33] Siehe Rockinger, S.10. Diese Einteilung entspricht in abgewandelter Form der sechsteiligen Gliederung der antiken Rede, wie sie Cicero in seinen rhetorischen Schriften entwickelte, vgl. Murphy, Latin Rhetoric, S.15.

[34] Personarum quidem omnium alie sunt excellentes, alie infime, alie mediocres: Rockinger, Briefsteller, S.12.

[35] Ebd., S.11.

[36] Ebd., S.19.

[37] Ebd., S.20/21.

[38] Ebd., S.21.

[39] Vgl. Lutz, Rhetorica Divina, S.39.

[40] Siehe den Abschnitt der Rationes dictandi: De diminutione epistole in: Rockinger, Briefsteller, S.22.

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Details

Titel
Mystische Korrespondenz zwischen Tradition und Innovation
Untertitel
Eine exemplarische Untersuchung der Briefe Heinrichs von Nördlingen an Margaretha Ebner (Briefe IV und XXXVII) unter Berücksichtigung der Ars dictaminis
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Veranstaltung
Frauenmystik im Mittelalter
Note
1,5
Autor
Jahr
2006
Seiten
26
Katalognummer
V148239
ISBN (eBook)
9783640590186
ISBN (Buch)
9783640589982
Dateigröße
479 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mystische, Korrespondenz, Tradition, Innovation, Eine, Untersuchung, Briefe, Heinrichs, Nördlingen, Margaretha, Ebner, XXXVII), Berücksichtigung
Arbeit zitieren
Katharina Tiemeyer (Autor), 2006, Mystische Korrespondenz zwischen Tradition und Innovation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148239

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