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"Internal and external reasons"

Ist Bernard Williams‘ internalistische Auffassung von Handlungsgründen plausibel?

Titre: "Internal and external reasons"

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 15 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Kerstin Zimmermann (Auteur)

Philosophie - Philosophie du XXe siècle
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Eng mit dem Begriff der Moral verknüpft erstreckt sich in der philosophischen Handlungstheorie eine langjährige Debatte um die Bewertung von Handlungen. So richtet das Konzept der Tugendethik sein Augenmerk auf die Motivation einer Handlung, deontische Ethiken hingegen auf die Handlungsintentionen. Im Gegensatz dazu erachtet die konsequentialistische Position die Folgen einer Handlung als moralisch relevant.
Eine entscheidende Frage all dieser Konzepte ist die nach den Handlungsgründen. Es gibt Handlungen, denen eine Entscheidung vorausgeht, ähnlich wie bei der Speisewahl in einem Restaurant. Gleichwohl gibt es Handlungen, die ohne eine klare Willensentscheidung umgesetzt werden, wie zum Beispiel das Tragen einer Jacke bei kaltem Wetter. Jedoch tritt ein weiterer Fall auf, wenn sich jemand zwar für eine Handlung entschlossen hat, sie aber dennoch nicht ausführt, sei es aufgrund einer Umentscheidung oder aus Willensschwäche. Orientiert an diesen Beispielen sind die vorangehenden Willensakte weder notwendig noch hinreichend für die Handlung. Was aber begründet folglich Handlungen?
Anknüpfend an Humes Theorie der Motivation hat Bernard Williams eine Ansicht entwickelt, die er selbst als „Internalismus“ bezeichnet (Vgl., Heuer 2001, S. 121). In seinem Aufsatz „Internal and external reasons“ (Williams, 1981) versucht er zu zeigen, dass lediglich interne Gründe handlungsmotivierend sind.
Anliegen der vorliegenden Arbeit ist es, zunächst nachzuvollziehen, wie Williams in seiner Argumentation seine internalistische Auffassung zu belegen versucht. Hierfür sollen einerseits enthaltene relevante Begriffe und Beispiele vorgestellt sowie erläutert und andererseits seine Argumente gesondert konkretisiert werden.
Um sich der Problematik anzunähern, ob Williams‘ Argumentation plausibel ist, soll im Weiteren interessieren, bei welchen Aspekten sich Einwände ansetzen ließen. Als geeignet hierfür erscheint eine Gegenüberstellung mit John McDowells externalistischer Position. Die Diskussion seiner Kritikpunkte und Ansätze in „Might there be external reasons?“ (McDowell, 1995) soll schlussendlich eine Beantwortung der zentralen Fragestellung ermöglichen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bernard Williams‘ Internalismus

2.1. Erläuterungen zum Aufsatz „Internal and external reasons“

2.2. Williams‘ internalistisches Argument

3. McDowells externalistische Kritik

4. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Plausibilität der internalistischen Auffassung von Handlungsgründen nach Bernard Williams. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob Williams' Argumentation durch den Versuch, externalistische Positionen zu falsifizieren, überzeugt oder ob sich durch eine Gegenüberstellung mit John McDowells Kritikpunkte zeigen, dass Williams' Begründung der Handlungsgründe als fragwürdig einzustufen ist.

  • Analyse der Humeschen Theorie der Motivation in Williams' Internalismus
  • Untersuchung des Konzepts des "subjective motivational set" (S)
  • Gegenüberstellung von Williams' Internalismus und McDowells Externalismus
  • Diskussion des Falls Owen Wingrave als Beispiel für externe Handlungsgründe
  • Kritische Reflexion der Rolle von Moral und vernünftiger Überlegung

Auszug aus dem Buch

2.1. Erläuterungen zum Aufsatz „Internal and external reasons“

Bernard Williams untersucht in diesem Aufsatz sowohl interne als auch externe Handlungsgründe und gelangt in seiner Beweisführung zu der These, dass allein erstere einen Wahrheitsgehalt aufweisen. Dementsprechend ließen sich Handlungen nur erklären, wenn jenen interne Motive vorausgingen, und Aussagen über externe Gründe wären folglich immer falsch.

Den Ausgangspunkt seiner Betrachtungen bildet der Satz in der Form „A has a reason to Φ“ (Williams 1981, S. 101), der für ihn die interne Interpretation zulässt. In dieser Aussage steht ‚Φ‘ für eine Handlung. Interpretiert bedeutet dies, dass A genau dann einen Grund zum Handeln hat, wenn er ein Anliegen hat, dem durch Φ-en genüge getan würde. Die Wahrheit dieser Aussage ist damit an eine Bedingung geknüpft. Würde diese nicht erfüllt, das heißt, Φ-en kein Motiv von A zugrunde liegen, wäre der Satz falsch und A hätte gleichfalls keinen Handlungsgrund. Eine solche Interpretation impliziert ferner, dass Motive Gründe wären (Vgl. Heuer 2001, S. 11).

Eine solche Kausalität lässt die externe Interpretation hingegen nicht zu. Für einen entsprechenden Satz der Form „There is a reason for A to Φ“ (Wiliams 1981, S. 101) existiert keine solche Bedingung. Williams betont hierbei, „it would be wrong to suggest that either form of words admits only one of the interpretations” (S. 101). Er meint damit, dass sich keine der beiden Formen auf nur eine Interpretation festlegen ließe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Debatte um die Bewertung von Handlungen ein und stellt Williams' internalistische Position sowie die Zielsetzung der kritischen Untersuchung gegenüber McDowells externalistischer Kritik vor.

2. Bernard Williams‘ Internalismus: Dieses Kapitel erläutert Williams' Theorie, insbesondere sein "sub-Humean model", und zeigt, wie er durch das Beispiel von Owen Wingrave externe Gründe als nicht handlungsmotivierend falsifizieren möchte.

3. McDowells externalistische Kritik: Der Autor diskutiert hier McDowells Gegenposition, die das externe Richtigsehen betont und Williams' kausale Sichtweise der Urteilsänderung kritisiert.

4. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst zusammen, dass beide Positionen Schwächen aufweisen und der Streit um die Entstehung von Motivationen in Bezug auf normative Handlungsgründe offen bleibt.

Schlüsselwörter

Internalismus, Externalismus, Handlungsgründe, Motivation, Bernard Williams, John McDowell, praktische Gründe, subjektives Motivationsset, Handlungsbewertung, moralische Erziehung, rationale Überlegung, sub-Humean model, Owen Wingrave.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Debatte zwischen Internalismus und Externalismus im Kontext der philosophischen Handlungstheorie, basierend auf Bernard Williams' Aufsatz "Internal and external reasons".

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen den Begriff der Handlungsgründe, die Rolle von Motivation bei Handlungen, die Bedeutung von vernünftiger Überlegung und die Frage nach der moralischen Rechtfertigung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Plausibilität von Bernard Williams' internalistischer Auffassung kritisch zu prüfen und die Gegenargumente von John McDowell in die Diskussion einzubeziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse und kritische Argumentationsdiskussion anhand ausgewählter primärer und sekundärer Literaturquellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung von Williams' internalistischen Thesen, die Analyse seines Argumentationsbeispiels (Owen Wingrave) und die anschließende Konfrontation mit McDowells externalistischer Kritik.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere das "subjective motivational set" (S), interne vs. externe Gründe sowie der Prozess der moralischen Habitualisierung.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Williams zu externen Gründen?

Williams argumentiert, dass externe Begründungssätze in Bezug auf Handlungen falsch sind, da sie keine direkte Motivation für den Handelnden aus dessen bestehendem Motivationsgefüge generieren können.

Wie reagiert McDowell auf Williams' Vorwurf der Irrationalität?

McDowell differenziert zwischen Irrationalität und mangelnder moralischer Erziehung, wobei er argumentiert, dass die richtige Einsicht durch eine aristotelisch verstandene Habitualisierung erlernt werden kann.

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Résumé des informations

Titre
"Internal and external reasons"
Sous-titre
Ist Bernard Williams‘ internalistische Auffassung von Handlungsgründen plausibel?
Université
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Philosophie)
Cours
Seminar "Willensschwäche"
Note
2,0
Auteur
Kerstin Zimmermann (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
15
N° de catalogue
V148280
ISBN (ebook)
9783640583423
ISBN (Livre)
9783640582709
Langue
allemand
mots-clé
Bernard Williams Williams McDowell Handlungsgründe Intentionen Motivation Argumentation Reason Internalismus Externalismus Owen Wingrave
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kerstin Zimmermann (Auteur), 2008, "Internal and external reasons", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148280
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Extrait de  15  pages
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