Eine besondere Eigenschaft der Geographie ist ihre Interdisziplinarität. Dies wird auch beim Thema Hydrogeographie als Teildisziplin deutlich.
Sie basiert auf den Grundlagen der Hydrologie. Es gilt vom Naturraum her die Teilpotentiale des Wassers zu beschreiben und zu erklären.
Weiter befasst sich die Hydrogeographie mit den anthropogenen Einflüssen auf die Ressource Wasser.
In diesem Aufsatz soll ein Überblick über die Bestandteile und deren naturwissenschafltiche Zusammenhänge gegeben werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Klärung von relevanten Begriffen
2.1 Einzugsgebiet
2.2 Niederschlag
2.3 Abfluss und Zufluss
2.4 Evapotranspiration
2.5 Speicher
2.6 Wasserbilanzgleichung
3 Wasserbilanz und Abfluss in Deutschland
3.1 Niederschlag und Verdunstung in Deutschland
3.2 Abfluss in Deutschland
3.3 Einflüsse des Menschen auf die Größen des Wasserhaushalts
3.4 Abschließende Wasserbilanz für Deutschland
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die hydrogeographischen Grundlagen des Wasserhaushalts zu erläutern und eine Bilanzierung für Deutschland vorzunehmen, um ein Verständnis für die komplexen Wechselwirkungen zwischen natürlichen Gegebenheiten und anthropogenen Eingriffen zu schaffen.
- Hydrogeographische Grundlagen und Begriffsdefinitionen
- Methodische Vorgehensweise bei der Wasserbilanzgleichung
- Analyse der Niederschlags- und Verdunstungsmuster in Deutschland
- Einflussfaktoren des Menschen auf den Wasserhaushalt
- Gesamtbetrachtung der Wasserbilanz in der Bundesrepublik Deutschland
Auszug aus dem Buch
2.3 Abfluss und Zufluss
Kann der Niederschlag in den Boden eindringen, versickert er in Abhängigkeit der Bodenbeschaffenheit bis eine Wassersättigung des Bodens eintritt. Sind die Fähigkeiten des Bodens hinsichtlich der Infiltrationsrate (Aufnahmefähigkeit in mm/min) gering, so tritt Oberflächenabfluss (Horton’scher Abfluss) ein, ebenso wenn der Boden gesättigt ist (Sättigungsabfluss) (Zepp 2008, 119).
Das Versickern in den weiteren Untergrund kann aufgrund der Bodenhorizonte nicht ungehemmt erfolgen, es kommt zum Zwischenabfluss oder Interflow, der zwischen Bodenoberfläche und Grundwasserspiegel verläuft (Gebhardt et al. 2007, 458). Erreicht das Wasser stauende Schichten bildet sich Grundwasser, das sämtliche Hohlräume im Boden ausfüllt und sich in Richtung der Schwerkraft bewegt. Dies bildet den Basisabfluss (Zepp 2008, 118).
Erreichen die verschiedenen Abflussarten Gerinne, so bilden sich als unmittelbare Reaktion auf das Niederschlagsereignis der Direktabfluss, worauf mit einiger Verzögerung der Zwischenabfluss folgt sowie der Basisabfluss, der zwischen Hochwasserereignissen abfließt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Disziplin der Hydrogeographie ein und definiert den Rahmen der Arbeit als Überblick über die wasserhaushaltlichen Prozesse.
2 Klärung von relevanten Begriffen: Hier werden die theoretischen Grundlagen wie Einzugsgebiet, Niederschlag, Abfluss, Evapotranspiration und Speicher sowie die zentrale Wasserbilanzgleichung definiert.
3 Wasserbilanz und Abfluss in Deutschland: Dieses Kapitel wendet die zuvor definierten Konzepte auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland an und analysiert regionale sowie anthropogene Faktoren.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass in Deutschland bei einer langjährigen Betrachtung eine ausgeglichene Wasserbilanz besteht.
Schlüsselwörter
Hydrogeographie, Wasserhaushalt, Wasserbilanz, Niederschlag, Evapotranspiration, Abfluss, Infiltration, Grundwasser, Bodenbeschaffenheit, Wasserressource, Wasserbilanzgleichung, Anthropogene Einflüsse, Deutschland, Hydrologie, Wasserkreislauf
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen der Hydrogeographie und der Erstellung einer Wasserbilanz für Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Wasserkreislauf, die verschiedenen Größen des Wasserhaushalts (Niederschlag, Verdunstung, Abfluss) sowie die menschlichen Eingriffe in diese Prozesse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die hydrogeographischen Parameter zu erläutern und aufzuzeigen, wie sich der Wasserhaushalt in Deutschland quantitativ zusammensetzt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen und stützt sich auf wissenschaftliche Standards der Wasserbilanzgleichung sowie Daten von Wetterdiensten und Fachbehörden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Begriffe definiert, bevor diese auf die geographische Situation Deutschlands angewendet und durch anthropogene Faktoren ergänzt werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wasserbilanz, Niederschlag, Evapotranspiration und hydrologische Prozesse charakterisiert.
Wie wirkt sich der Mensch auf den Wasserhaushalt aus?
Der Mensch beeinflusst den Wasserhaushalt durch Versiegelung von Flächen, Wasserentnahmen für Industrie und Landwirtschaft sowie durch bauliche Maßnahmen wie Begradigungen von Gewässern.
Ist die Wasserbilanz in Deutschland ausgeglichen?
Ja, laut der Arbeit ergibt eine langjährige Betrachtung der Daten, dass die Wasserbilanz in Deutschland als ausgeglichen zu bewerten ist.
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- Heiko Lindner (Author), 2009, Hydrogeographie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148378