Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Environmental Sciences

Biomassenutzung zwischen Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Title: Biomassenutzung zwischen Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Term Paper , 2009 , 39 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Gundula Klämt (Author)

Environmental Sciences
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Hausarbeit „Biomassenutzung zwischen Klimaschutz und Nachhaltigkeit“ war eine Prüfungsleistung im Modul „Mensch und Umwelt“. Die hier veröffentlichte Version liegt um den Teil „Umwelt und Recht“ gekürzt vor. Dafür ist ein einführendes und zusammenfassendes Vorwort einschl. rechtlicher Einordnung der Biomasse verfasst und beigefügt worden.

Damit besteht das Werk vorrangig aus den beiden Abschnitten „Umwelt und Gesundheit“ und „Leitbild für Nachhaltigkeit“. Beide Abschnitte der Hausarbeit wurden mit „sehr gut“ bewertet. An Beispielen wurden die Vor- und Nachteile der Biomassenutzung im Vergleich zu herkömmlichen Nutzungsformen abgewogen. Im Zentrum standen dabei Konsequenzen für die menschliche Gesundheit, aber auch für die biotischen und abiotischen Umweltfaktoren. Aus den drei Phasen der Biomasse zur 1. Rohstoffgewinnung, 2. als Nahrungsmittel und 3. zur Energiegewinnung wurden 1. Dämmstoffe, 2. Zucker und 3. Biokraftstoffe im Kfz-Verkehr ausgewählt.

Der Abschnitt „Nachhaltigkeitsleitbild“ analysiert die These „Tortillas gehören nicht in den Tank!“. Es wird eindringlich geschildert, wie es zu der Krise in Mexiko kam. Die grundlegende Problematik „Tank oder Teller“ wird vor dem Hintergrund der nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Agenda 21 sowie der Gerechtigkeit global betrachtet und diskutiert. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse wird die Zukunft einer nachhaltigen Biomassenutzung abschliessend beurteilt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Vorwort

1 Vor- und Nachteile der nachhaltigen Biomassegewinnung und -nutzung gegenüber herkömmlichen Nutzungsformen an Beispielen unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit

1.1 Beispiel aus dem Bereich Rohstoffgewinnung: Naturdämmstoffe versus Dämmstoffe aus synthetischen Mineralfasern für Gebäude

1.2 Beispiel aus dem Bereich Nahrungsgewinnung: Rübenzucker aus Zuckerrüben eines Betriebes mit DLG-Nachhaltigkeitszertifikat versus aus Brasilien exportierter Rohrzucker

1.3 Beispiel aus dem Bereich Energiegewinnung: flüssiger Biokraftstoff der ersten Generation versus herkömmlicher Treibstoff aus Erdöl im Kfz-Verkehr

2 Die These: „Tortillas gehören nicht in den Tank“

2.1 Diskussion der Schwierigkeiten einer nachhaltigen Entwicklung vor dem Hintergrund der These

2.2 Betrachtung globaler Aspekte der Biomassenutzung in Form von biogenen Kraftstoffen und Auswirkungen auf intra- und intergenerationelle Gerechtigkeit

2.3 Alternativen

3 Zukunftsbeurteilung der nachhaltigen Biomassenutzung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der energetischen Nutzung von Biomasse, den Zielen des Klimaschutzes und den globalen Anforderungen an eine nachhaltige Entwicklung, wobei insbesondere die Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit und die soziale Gerechtigkeit kritisch hinterfragt werden.

  • Nachhaltige Rohstoffgewinnung am Beispiel von Naturdämmstoffen
  • Vergleich der Nachhaltigkeit von regionalem Rübenzucker und importiertem Rohrzucker
  • Vor- und Nachteile von Biokraftstoffen der ersten Generation gegenüber fossilen Brennstoffen
  • Die Problematik „Tank statt Teller“ am Beispiel der mexikanischen Maisabhängigkeit
  • Globale Gerechtigkeitsaspekte im Kontext biogener Kraftstoffproduktion
  • Zukunftsperspektiven und technologische Alternativen zur Biomassenutzung

Auszug aus dem Buch

1.1 Beispiel aus dem Bereich Rohstoffgewinnung: Naturdämmstoffe versus Dämmstoffe aus synthetischen Mineralfasern für Gebäude

Naturdämmstoffe werden aus regenerativer Biomasse wie z. B. Hanf, Flachs, Schafwolle, Getreidegranulate, Stroh, Wiesengras oder Restholzfasern hergestellt. Diese NawaRo schonen die endlichen fossilen und mineralischen Ressourcen und die Umwelt. In diesem Beispiel wird angenommen, dass alle Rohstoffe für die Naturdämmstoffe aus nachhaltiger Land- und Forstwirtschaft stammen (z. B. FSC, PEFC, DLG-Nachhaltigkeitsstandard). Für die Herstellung von Zellulose- oder Hanfdämmplatten wird nur ein Zehntel der Energie, die für Mineralwolle erforderlich ist, verbraucht. NawaRo für Naturdämmungen verhalten sich klimaneutral, d. h. bei ihrer ggf. thermischen Entsorgung setzten sie nicht mehr CO2 frei, als sie zur Biomassebildung aufgenommen haben. Der CO2-Kreislauf ist geschlossen. Alternativ können Naturdämmstoffe kompostiert werden. Hanffasern können nachgewiesen bis zu 200 Jahre ihre Qualität und ihren Dämmwert behalten und sollten bei Umbaumaßnahmen wieder verwendet werden.

Von Nachteil ist die nicht mögliche Kompostierung künstlicher Mineralfaserdämmstoffe. Sie müssen i. d. R. bereits nach 10 bis 15 Jahren Lebensdauer erneuert und unter Sicherheitsvorkehrungen deponiert werden. Naturdämmstoffe können darum aus Sicht der Ökobilanz besser für den Klimaschutz eingestuft werden als mineralisch-synthetische Dämmstoffe wie die Stein- und Glasmineralwollen. Letztere enthalten bis zu über 90 % künstliche Mineralfasern und zudem Kunstharz z. B. aus Harnstoff- oder Melaminharzformaldehyd als Bindemittel für die Formstabilität. Die Verarbeitung erfolgt in mehreren sehr energieaufwändigen Industrieprozessen, die beim Einsatz fossiler Energieträger erhebliche THG-Emissionen freisetzen. Zerst wird das mineralische Ausgangsmaterial geschmolzen und anschließend zentrifugiert oder zu Fasern geschleudert und im Heißluftstrom unter Verflüchtigung von Formaldehyd (CH2O) ausgehärtet. Ähnliche Ausgasungen von CH2O aus den verbauten Mineralwolldämmungen in geschlossenen Innenräumen können durch Inhalation und Kontakt zu Belastungen führen, die sich zunächst in Form von Reizungen der Augen und Atemwege sowie Kopfschmerzen äußern.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Vorwort: Es wird die Dringlichkeit einer umweltverträglichen Energiepolitik als Antwort auf die globalen Klimafolgen und die daraus resultierenden sozialen Ungleichheiten thematisiert.

1 Vor- und Nachteile der nachhaltigen Biomassegewinnung und -nutzung gegenüber herkömmlichen Nutzungsformen an Beispielen unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit: Das Kapitel analysiert anhand von Naturdämmstoffen, Zuckerproduktion und Biokraftstoffen die ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen alternativer versus konventioneller Rohstoffnutzung.

2 Die These: „Tortillas gehören nicht in den Tank“: Hier wird der Konflikt zwischen Biokraftstoffproduktion in Industrieländern und der Ernährungssicherung in Schwellenländern am Beispiel der Maispreisentwicklung in Mexiko diskutiert.

3 Zukunftsbeurteilung der nachhaltigen Biomassenutzung: Dieses Kapitel bewertet künftige Potenziale der Biomassenutzung, insbesondere im Hinblick auf technologische Innovationen wie BtL-Kraftstoffe und die Notwendigkeit internationaler Nachhaltigkeitsstandards.

Schlüsselwörter

Biomasse, Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Biokraftstoffe, Energieversorgungssicherheit, Flächenkonkurrenz, Ernährungssicherheit, Treibhausgasemissionen, Naturdämmstoffe, Agenda 21, soziale Gerechtigkeit, globale Erwärmung, Agrarökosystem, Bioenergie, Erneuerbare Energien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der Nutzung von Biomasse als regenerative Energiequelle und der gleichzeitigen Notwendigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie globale soziale Gerechtigkeit zu wahren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten gehören der Vergleich von Naturdämmstoffen mit Mineralwolle, die Nachhaltigkeit von Zuckerproduktionen, die Vor- und Nachteile von Biokraftstoffen erster Generation und die Problematik der Flächennutzungskonkurrenz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu analysieren, unter welchen Bedingungen die energetische Biomassenutzung den Leitlinien einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne der UN-Agenda 21 entspricht, ohne negative soziale und ökologische Folgen zu verschärfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse internationaler Abkommen, wissenschaftlicher Berichte und konkreter Anwendungsbeispiele, um ökologische und sozioökonomische Indikatoren gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der ökologischen und gesundheitlichen Vorteile von Biomasse, die kritische Diskussion der These „Tank statt Teller“ am mexikanischen Beispiel und die globale Betrachtung von Gerechtigkeitsaspekten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Biomasse, Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Biokraftstoffe, Ernährungssicherheit und soziale Gerechtigkeit charakterisiert.

Inwiefern beeinflusst der Anbau von Zuckerrohr in Brasilien die regionale Ernährungslage?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die Exportorientierung auf Zuckerrohr zur Biokraftstoffproduktion den lokalen Anbau von Grundnahrungsmitteln verdrängt und somit Hunger und soziale Not im Nordosten Brasiliens verschärft.

Welche Rolle spielen Naturdämmstoffe bei der Bewertung der Nachhaltigkeit im Bauwesen?

Naturdämmstoffe werden als ökologische Alternative zu synthetischen Mineralfasern hervorgehoben, da sie eine bessere Ökobilanz aufweisen, klimaneutral sind und zudem das Innenraumklima positiv beeinflussen.

Warum wird die Förderung der Biokraftstoffe in den USA kritisch hinterfragt?

Die Kritik entzündet sich an der gesetzlichen Förderung, die zu einer gesteigerten Nachfrage nach Mais führt, dadurch die Lebensmittelpreise global in die Höhe treibt und somit die Ernährungssicherung in abhängigen Ländern wie Mexiko gefährdet.

Excerpt out of 39 pages  - scroll top

Details

Title
Biomassenutzung zwischen Klimaschutz und Nachhaltigkeit
College
University of Rostock
Course
Leitbild für Nachhaltigkeit, Umwelt und Gesundheit
Grade
1,0
Author
Gundula Klämt (Author)
Publication Year
2009
Pages
39
Catalog Number
V148506
ISBN (eBook)
9783640635078
ISBN (Book)
9783640635450
Language
German
Tags
Biokraftstoff Erdöl Flächenkonkurrenz Energieeffizienz Naturdämmstoff Zucker nachhaltige Entwicklung EE-RL Energieträger THG-Emissionen Energieverbrauch Kyoto-Protokoll Agenda21 Biokraft-NachV Klimabilanz Ökobilanz FSC PEFC Energiepflanzenanbau Tank oder Teller Mexico Brasilien USA NAFTA Brundtland-Kommission UNCED Produktivität Gerechtigkeit flüssige Biokraftstoffe der 2. Generation Biokraftstoff der 1. Generation UN-Klimaschutzkonvention Stroh Restholz RL 2009/28/EG Aktionsplan fossiler Treibstoff Benzin Substitut Tortillas gehören nicht in den Tank BtL Biomass-to-Liquid-Kraftstoff WHO Mexiko Zuckerrüben Zuckerrohr Mais Biomasse Biomassenutzung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gundula Klämt (Author), 2009, Biomassenutzung zwischen Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148506
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  39  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint