Die Hausarbeit „Biomassenutzung zwischen Klimaschutz und Nachhaltigkeit“ war eine Prüfungsleistung im Modul „Mensch und Umwelt“. Die hier veröffentlichte Version liegt um den Teil „Umwelt und Recht“ gekürzt vor. Dafür ist ein einführendes und zusammenfassendes Vorwort einschl. rechtlicher Einordnung der Biomasse verfasst und beigefügt worden.
Damit besteht das Werk vorrangig aus den beiden Abschnitten „Umwelt und Gesundheit“ und „Leitbild für Nachhaltigkeit“. Beide Abschnitte der Hausarbeit wurden mit „sehr gut“ bewertet. An Beispielen wurden die Vor- und Nachteile der Biomassenutzung im Vergleich zu herkömmlichen Nutzungsformen abgewogen. Im Zentrum standen dabei Konsequenzen für die menschliche Gesundheit, aber auch für die biotischen und abiotischen Umweltfaktoren. Aus den drei Phasen der Biomasse zur 1. Rohstoffgewinnung, 2. als Nahrungsmittel und 3. zur Energiegewinnung wurden 1. Dämmstoffe, 2. Zucker und 3. Biokraftstoffe im Kfz-Verkehr ausgewählt.
Der Abschnitt „Nachhaltigkeitsleitbild“ analysiert die These „Tortillas gehören nicht in den Tank!“. Es wird eindringlich geschildert, wie es zu der Krise in Mexiko kam. Die grundlegende Problematik „Tank oder Teller“ wird vor dem Hintergrund der nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Agenda 21 sowie der Gerechtigkeit global betrachtet und diskutiert. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse wird die Zukunft einer nachhaltigen Biomassenutzung abschliessend beurteilt.
Inhaltsverzeichnis
- Vor- und Nachteile der nachhaltigen Biomassegewinnung und -nutzung gegenüber herkömmlichen Nutzungsformen an Beispielen unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit
- Beispiel aus dem Bereich Rohstoffgewinnung: Naturdämmstoffe versus Dämmstoffe aus synthetischen Mineralfasern für Gebäude
- Beispiel aus dem Bereich Nahrungsgewinnung: Rübenzucker aus Zuckerrüben eines Betriebes mit DLG-Nachhaltigkeitszertifikat versus aus Brasilien exportierter Rohrzucker
- Beispiel aus dem Bereich Energiegewinnung: flüssiger Biokraftstoff der ersten Generation versus herkömmlicher Treibstoff aus Erdöl im Kfz-Verkehr
- Die These: „Tortillas gehören nicht in den Tank“
- Diskussion der Schwierigkeiten einer nachhaltigen Entwicklung vor dem Hintergrund der These
- Betrachtung globaler Aspekte der Biomassenutzung in Form von biogenen Kraftstoffen und Auswirkungen auf intra- und intergenerationelle Gerechtigkeit
- Alternativen
- Zukunftsbeurteilung der nachhaltigen Biomassenutzung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der Nutzung von Biomasse im Kontext von Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Sie untersucht die Vor- und Nachteile der Biomassenutzung im Vergleich zu herkömmlichen Nutzungsformen und beleuchtet die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Die Arbeit analysiert die These "Tortillas gehören nicht in den Tank", die die Schwierigkeiten einer nachhaltigen Biomassenutzung im globalen Kontext aufzeigt.
- Nachhaltige Biomassegewinnung und -nutzung
- Auswirkungen der Biomassenutzung auf die menschliche Gesundheit
- Globale Aspekte der Biomassenutzung
- Inter- und intragenerationelle Gerechtigkeit
- Zukunftsperspektive der nachhaltigen Biomassenutzung
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet die Vor- und Nachteile der nachhaltigen Biomassegewinnung und -nutzung gegenüber herkömmlichen Nutzungsformen an Beispielen aus den Bereichen Rohstoffgewinnung, Nahrungsgewinnung und Energiegewinnung. Dabei werden die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit berücksichtigt.
Das zweite Kapitel analysiert die These "Tortillas gehören nicht in den Tank" und diskutiert die Schwierigkeiten einer nachhaltigen Entwicklung vor dem Hintergrund dieser These. Es werden globale Aspekte der Biomassenutzung in Form von biogenen Kraftstoffen und deren Auswirkungen auf die inter- und intragenerationelle Gerechtigkeit betrachtet. Das Kapitel schließt mit einer Vorstellung von Alternativen zur Biomassenutzung.
Das dritte Kapitel gibt einen Ausblick auf die Zukunftsbeurteilung der nachhaltigen Biomassenutzung.
Schlüsselwörter
Biomasse, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Biokraftstoffe, Treibhausgase, Umweltverträglichkeit, Energiepolitik, Ressourcen, inter- und intragenerationelle Gerechtigkeit, globale Aspekte der Biomassenutzung, nachhaltige Entwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Kernproblem der These „Tortillas gehören nicht in den Tank“?
Die These thematisiert den Konflikt zwischen der Nutzung von Agrarflächen für Biokraftstoffe (Energie) und der Nahrungsmittelproduktion. Dies führt oft zu steigenden Preisen für Grundnahrungsmittel, wie die Krise in Mexiko zeigte.
Welche Vorteile bietet Biomasse gegenüber herkömmlichen Rohstoffen?
Biomasse kann zur Reduktion von Treibhausgasen beitragen und fossile Ressourcen schonen. Beispiele sind Naturdämmstoffe als Alternative zu synthetischen Fasern oder Biokraftstoffe statt Erdöl.
Welche Auswirkungen hat die Biomassenutzung auf die Gesundheit?
Die Arbeit untersucht sowohl positive Aspekte (weniger Schadstoffe durch Naturmaterialien) als auch negative Folgen, die durch veränderte Produktionsbedingungen in der Landwirtschaft entstehen können.
Was bedeutet inter- und intragenerationelle Gerechtigkeit im Kontext der Biomasse?
Es geht um die faire Verteilung von Ressourcen zwischen heute lebenden Menschen (global) und zukünftigen Generationen, um sicherzustellen, dass die heutige Energiegewinnung nicht die Lebensgrundlagen von morgen zerstört.
Wie sieht die Zukunft einer nachhaltigen Biomassenutzung aus?
Eine nachhaltige Nutzung erfordert Zertifizierungen (wie das DLG-Zertifikat) und eine Priorisierung der Nahrungsmittelsicherheit vor der Energiegewinnung, um globale Gerechtigkeit zu wahren.
- Quote paper
- Gundula Klämt (Author), 2009, Biomassenutzung zwischen Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148506