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Die Bedeutung des Klanges aus kultur- und sozialanthropologischer Perspektive

Von Volksliedern zu Ritualklängen

Title: Die Bedeutung des Klanges aus kultur- und sozialanthropologischer Perspektive

Seminar Paper , 2021 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Luka Kitia (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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Diese Arbeit untersucht die Bedeutung des Klangs aus kultur- und sozialanthropologischer Perspektive. Anhand verschiedener Beispiele und Theorien wird erläutert, wie Klang und Musik zur Bildung sakraler und profaner Musik beitragen. Der Schwerpunkt liegt auf der georgischen Volksmusik, die als Hauptobjekt der Diskussion dient. Es wird analysiert, wie polyphone Gesänge, traditionelle Singweisen und die Verwendung verschiedener Volksmusikinstrumente zur Schaffung nationaler Identität und sozialer Kohäsion beitragen. Darüber hinaus wird die Rolle von Ritualgesängen, wie den iavnana-Heilliedern, und ihre sakrale Bedeutung beleuchtet. Eine kulturvergleichende Analyse mit Beispielen aus anderen Kulturen, wie der Qur'an-Rezitation im Islam und der Kirchenmusik in der christlich-orthodoxen Tradition, veranschaulicht die universelle Bedeutung von Klang in der Formierung kultureller und sozialer Identität.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Polyphoner Gesang in Georgien

1.1. Homo Polyphonicus

2. bat´onebi-Kult und iavnana-Lieder

3. Sakrale und profane Klänge

3.1. Sakrale Klänge

3.2. Profane Klänge

Zusammenfassung

Zielsetzung & Forschungsschwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Klang aus kultur- und sozialanthropologischer Perspektive und analysiert, welche Kriterien und Faktoren eine Gesamtheit von Tönen zu sakraler oder profaner Musik transformieren. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie Musik Identität stiftet und als Ausdruck weltanschaulicher sowie ritueller Konzepte fungiert.

  • Kultur- und sozialanthropologische Analyse der Klangbedeutung
  • Georgische Polyphonie als identitätsstiftendes Element
  • Rolle von Musik in sakralen Heilungsritualen (bat´onebi-Kult)
  • Kulturvergleichende Betrachtung von profanen und sakralen Klängen (u.a. Fujara in der Slowakei)
  • Wechselwirkung zwischen Text, Melodie und ritueller Umgebung

Auszug aus dem Buch

1.1. HOMO POLYPHONICUS

Moderne Ethnomusikologie teilt Georgier_innen in 3 Gruppen: (1.) ,,Die Träger_innen der Polyphonie´´, (2.) ,,Die Konsument_innen der Polyphonie´´ und (3.) ,,Polyphonie gegenüber neutrale Personen´´. (Tsurtsumia, 2010, S. 623)

(1.) Georgien zählt zu wenigen Ländern, in denen die Dorfbevölkerung polyphone Tradition bewahrt hat und bis jetzt praktiziert. Zemtsovsky bezeichnet sie als ,,Homo Polyphonicus.´´ (Zemtsovsky, 2003, S. 47) Für solche ,,Träger_innen der Polyphonie´´, ist die Mehrstimmigkeit, einerseits, die Möglichkeit, kollektiv, improvisiert zu musizieren und andererseits, tief verinnerlichte musikalische Struktur, eine Art virtuelle ,,Partitur´´die in der Imagination des Homo-Polyphonicus existiert (Zemtsovsky, 2003, S. 47).

(2.) R. Tsurtsumia teilt die ,,Konsument_innen der Polyphonie´´ in zwei Teilen: (a) aktive und (b) passive Konsument_innen. (Tsurtsumia, 2010, S. 631)

(a) Die aktiven Konsument_innen werden auch in 2 Teilen geteilt: Städtische Volksmusik Chöre, die ,,Volksmusik in fertiger Form´´ bekommen (Zemtsovsky, 1989, S.12) und moderne Ethnomusiker_innen (Ab 1970er Jahren).

(b) Passive Konsument_innen sind die Hörer_innen der polyphonen Volksmusik. Sie füllen mit vollem Enthusiasmus große Hallen bei Volksmusikkonzerten (Tsurtsumia, 2010, S. 633).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, wie Klänge in kulturellen Kontexten Bedeutung erlangen und welche Rolle sie für nationale Identität und soziale Kohäsion spielen.

1. Polyphoner Gesang in Georgien: Dieses Kapitel erläutert die lange Tradition der georgischen Polyphonie und die historische Entwicklung des musikalischen Denkens in den verschiedenen Subethnien des Landes.

1.1. Homo Polyphonicus: Der Begriff nach Zemtsovsky beschreibt die spezifische musikalische Identität und Wahrnehmung der Georgier_innen im Kontext der polyphonen Tradition.

2. bat´onebi-Kult und iavnana-Lieder: Hier wird die sakrale Funktion von Musik anhand des georgischen Heilkults und der dazugehörigen rituellen Lieder sowie deren Wirkung auf Kinderkrankheiten untersucht.

3. Sakrale und profane Klänge: Das Kapitel differenziert zwischen rituell-religiösen Klängen und profanen musikalischen Formen sowie deren jeweiliger Bedeutung für die Identitätsbildung.

3.1. Sakrale Klänge: Die Analyse konzentriert sich auf die sakralisierende Wirkung von Musik in religiösen Riten, unter anderem am Beispiel islamischer Qur´an-Rezitationen und orthodoxer Kirchenmusik.

3.2. Profane Klänge: Hier wird die unterhaltende und säkulare Funktion des Klanges beleuchtet, beispielhaft illustriert durch die Rolle der Fujara als Symbol nationaler Identität bei slowakischen Minderheiten.

Schlüsselwörter

Kulturanthropologie, Sozialanthropologie, Georgische Polyphonie, Homo Polyphonicus, bat´onebi-Kult, iavnana-Lieder, sakrale Klänge, rituelle Musik, nationale Identität, Fujara, ethnische Identität, Ethnomusikologie, rituelle Performanz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Klang aus der Perspektive der Kultur- und Sozialanthropologie und analysiert, wie Musik in verschiedenen Kulturen als Brücke zwischen weltlichen und sakralen Welten fungiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die georgische Mehrstimmigkeit, die Rolle von Musik in rituellen Heilungsprozessen, die Abgrenzung von sakraler zu profaner Musik sowie die Wirkung von Musik auf nationale und ethnische Identitätskonzepte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifische Funktion und Wirkweise von Klang in Ritualen sowie als identitätsstiftendes Element durch eine kulturvergleichende Analyse zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt einen ethnographischen und kulturvergleichenden Ansatz, bei dem Theorien der Ethnomusikologie angewandt und durch Fallbeispiele wie georgische Volkslieder oder slowakische Instrumentenkultur gestützt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des polyphonen Gesangs in Georgien, die Analyse des bat´onebi-Kults sowie die systematische Unterscheidung zwischen sakralen Klängen (wie spiritueller Rezitation) und profanen Klängen (wie traditioneller Volksmusik).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Polyphonie, sakrale Konnotation, rituelle Expressivität, ethnische Identität und die funktionale Bedeutung traditioneller Musikinstrumente.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen sakralen und profanen Klängen?

Die Unterscheidung erfolgt anhand der rituellen Funktion: Während sakrale Klänge auf Transzendenz und religiöse Ziele ausgerichtet sind, haben profane Klänge häufig unterhaltende oder politisch-soziale Funktionen im säkularen Kontext.

Welche Bedeutung hat das Beispiel des bat´onebi-Kults für die These?

Das Beispiel illustriert eindrucksvoll die Sakralisierung von Klang, bei der die Kombination aus Gesang, Rhythmus und ritueller Umgebung (wie Heilungszeremonien) als wirksame Kraft zur Heilung von Kranken wahrgenommen wird.

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Details

Title
Die Bedeutung des Klanges aus kultur- und sozialanthropologischer Perspektive
Subtitle
Von Volksliedern zu Ritualklängen
College
University of Marburg  (Gesellschaftswissenschaften und Philosophie)
Course
Kultur- und Religionstheorien
Grade
1,0
Author
Luka Kitia (Author)
Publication Year
2021
Pages
20
Catalog Number
V1485138
ISBN (PDF)
9783389041673
ISBN (Book)
9783389041680
Language
German
Tags
Klang Ethnomusikologie volksmusik Ritual Sakraler Klang Heillieder georgischevolksmusik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luka Kitia (Author), 2021, Die Bedeutung des Klanges aus kultur- und sozialanthropologischer Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1485138
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