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Das Böse bei Plotin und Augustinus

Title: Das Böse bei Plotin und Augustinus

Term Paper , 2010 , 16 Pages

Autor:in: Swetlana Sautner (Author)

Philosophy - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Plotin ist um 204 geboren. Er war ein griechischer Philosoph und machte sich an die Interpretation Platons und Aristoteles Werke und ist Heute bekannt als der Hauptvertreter des Neuplatonismus, welcher die Gedanken Platons und Aristoteles zusammenfasst. Seine 54 Schriften werden nach seinem Tod veröffentlicht.
Plotin stirbt zirka 84 Jahre vor der Geburt von Augustinus. Augustinus versucht „plotinisches Denken“ zu christianisieren .
Anhand des fünften Bandes seiner Schriften und mit Hilfe des neunten Band der Werke Augustinus beschäftigt sich die hier vorliegende Hausarbeit mit dem Übel und dem Bösen in der Welt nach Plotin und Augustinus. Weitere Werke der Autoren können im Umfang dieser Arbeit nicht berücksichtigt werden.
Die Frage nach dem woher des Bösen ist von besonderen Interesse für alle Philosophen und besonders schwierig, da es in diesem Bereich keine klaren und bewiesene Aufklärungen gibt und geben kann. So sind sich die Philosophen uneinig und die Beantwortung dieser Frage bleibt hypothetisch.
Dennoch ist die Beschäftigung mit diesem Thema nicht unwichtig, sie hilft uns ungefähre Anhaltspunkte zur Orientierung im Leben zu haben und unsere Unwissenheit zu mildern.
Anfang soll Plotins Vorstellung von dem Bösen machen, da er seine Schriften vor Augustinus verfasst hat.
In seinen Schriften benutzt Plotin das Wort: κακό. Man kann dieses Wort ins Deutsche mit das Böse, das Übel übersetzen. Die Wörter, welche mit κακό anfangen, haben eine negative Bedeutung. Im Rahmen dieses Kapitels werden folgende Fragen anhand der vorliegenden Texte beantwortet: Was versteht Plotin unter dem Begriff des κακό? Wie kann man ihm ent-fliehen? und zum Schluss wird eine Abbildung zur Veranschaulichung des Weltbildes Plotins beigefügt.
Im dritten Kapitel wird die Sichtweise Augustinus über das Böse behandelt.
Augustinus benutzt in seiner Niederschrift das lateinische Wort malum, welches mit „Übel, Unglück, Leiden, Not, Unfall, Gebrechen, Fehler, […] der zugefügte Schaden, die Straffe, Schläge, Beleidigung“ übersetzt wird. Es beschreibt dasjenige, dass uns Schaden zuführt und das was „Unlust und Abscheu in uns erregt“.
Es wird in diesem Kapitel auf Fragen eingegangen, wie: was das malum ist, wie man es erkennt und ob man Gott dafür verantwortlich machen kann.
Die Weltvorstellung Plotins und die Stufenordnung der Schöpfungen Gottes nach Augustinus...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DAS BÖSE BEI PLOTIN

2.1 WAS IST DAS KAKÓ?

2.2 WIE KANN MAN DEM KAKÓ ENTFLIEHEN?

2.3 PLOTINS WELTVORSTELLUNG

3. DAS BÖSE BEI AUGUSTINUS

3.1 WAS IST DAS MALUM?

3.2 WIE ERKENNEN WIR DAS MALUM?

3.3 DIE STUFENORDNUNG DER SCHÖPFUNGEN GOTTES NACH AUGUSTINUS

3.4 IST GOTT FÜR DAS MALUM VERANTWORTLICH?

3.5 VIER THEORIEN DER SEELENENTSTEHUNG

3.6 WIE KOMMT DER MENSCH AUS DEM UNGLÜCK WIEDER RAUS?

4. GEMEINSAMKEITEN UND UNTERSCHIEDE BEI DER AUSLEGUNG DES BÖSEN BEI PLOTIN UND AUGUSTINUS

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophische Konzeption des Bösen bei Plotin und Augustinus, mit dem Ziel, deren Definitionen, die Herkunft des Bösen und den Umgang des Menschen mit diesem zu analysieren und kritisch gegenüberzustellen.

  • Vergleich der Begriffe „kakó“ (Plotin) und „malum“ (Augustinus)
  • Untersuchung der Theodizee-Frage: Die Verantwortung Gottes für das Böse
  • Analyse der Stufenordnung der Schöpfung bei Augustinus
  • Betrachtung von Handlungsspielräumen und Erlösungswegen für den Menschen
  • Gegenüberstellung der neuplatonischen und christlich-theologischen Perspektiven

Auszug aus dem Buch

2.1 Was ist das κακό?

Als erstes versucht Plotin die Frage zu klären was den das κακό ist. Hierbei stellt sich das Problem, dass „jegliches Ding nur durch Gleichheit erkannt werden kann“. Geist und Seele sind Gestalten und können solche auch erkennen. Doch das Böse kann man sich nicht als Gestalt vorstellen, da es nichts Gutes an sich hat. Wir erkennen das Böse durch den Gegensatz zu unserer Gestalt. Denn das κακό ist die Beraubung des Guten (der Gestalt).

Als nächstes stellt Plotin fest „was das Wesen des Guten ist“. Das Gute ist das mit dem alles verbunden ist, wonach alles strebt. Es ist vollkommen und ihm fehlt nichts. Es gibt nichts darüber hinaus. Das κακό kann somit nur unter den nichtseienden Dingen sein also so etwas wie ein „Schattenbild vom Seienden“, oder ein Schatten des Guten. Plotin nennt es Materie.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Definition des Bösen und der jeweiligen philosophischen Perspektiven von Plotin und Augustinus.

2. DAS BÖSE BEI PLOTIN: Analyse des „kakó“ als bloßer Mangel am Guten und Materie sowie die Darstellung des Weltbildes.

3. DAS BÖSE BEI AUGUSTINUS: Untersuchung des „malum“, der menschlichen Verantwortung, der göttlichen Ordnung und der Wege zur Überwindung des Leids.

4. GEMEINSAMKEITEN UND UNTERSCHIEDE BEI DER AUSLEGUNG DES BÖSEN BEI PLOTIN UND AUGUSTINUS: Vergleich der beiden Ansätze hinsichtlich ihrer Herkunft und ihrer Bedeutung für die menschliche Lebensführung.

5. FAZIT: Zusammenfassende Reflexion über die Schwierigkeit, das Böse philosophisch zu klären, und den lebenspraktischen Wert der Denker.

Schlüsselwörter

Plotin, Augustinus, Das Böse, Malum, Kakó, Theodizee, Materie, Schöpfung, Freier Wille, Erlösung, Neuplatonismus, Philosophie, Weltbild, Ethik, Menschenwürde

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen und theologischen Analyse des Bösen bei den Philosophen Plotin und Augustinus.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Definition des Bösen, die Frage nach der göttlichen Verantwortung (Theodizee), die menschliche Willensfreiheit und die Überwindung von Unglück und Leid.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie die beiden Philosophen das Böse konzipieren und worin ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Interpretation und Bewältigung dieses Phänomens bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse und Interpretation primärer philosophischer Schriften, um die Thesen der Autoren methodisch zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des „kakó“ bei Plotin sowie die detaillierte Untersuchung des „malum“ bei Augustinus, inklusive dessen Stufenordnung der Schöpfung und Theorien zur Seelenentstehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen neben den Namen der Philosophen vor allem Begriffe wie das Böse, Materie, Freiheit, Gott, Schöpfung und Erlösung.

Wie unterscheidet Plotin das „kakó“ vom Seienden?

Plotin definiert das „kakó“ nicht als etwas Seiendes, sondern als einen Mangel oder eine Beraubung des Guten, was er bildhaft als Materie oder Schatten des Guten bezeichnet.

Wie begründet Augustinus, dass Gott nicht für das „malum“ verantwortlich ist?

Augustinus argumentiert, dass der Mensch durch seinen freien Willen selbst für das Böse verantwortlich ist, während Gott die Ordnung der Schöpfung vollkommen und gut gestaltet hat.

Welche Rolle spielt die Taufe nach Augustinus im Kontext des Leids?

Die Taufe in der Katholischen Kirche wird als notwendiger Weg dargestellt, um das Heil zu erlangen und die durch das menschliche Handeln verursachte Distanz zu Gott zu überbrücken.

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Details

Title
Das Böse bei Plotin und Augustinus
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Course
vom freien Willen - Augusinus
Author
Swetlana Sautner (Author)
Publication Year
2010
Pages
16
Catalog Number
V148531
ISBN (eBook)
9783640591381
ISBN (Book)
9783640591107
Language
German
Tags
Böse Plotin Augustinus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Swetlana Sautner (Author), 2010, Das Böse bei Plotin und Augustinus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148531
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