In der Facharbeit geht es um die Förderung der Resilienz mit Schwerpunkt der Selbstregulation anhand von kreativen Angeboten mit Kindern im Alter von sieben bis neun Jahren. Die Facharbeit beinhaltet ebenfalls komplett ausgearbeitete Verlaufsplan und Aktivitätsplan, sowie die gesamte Dokumentation von den zehn Angeboten. Durch die Eingrenzung des Themas auf die Selbstregulation bei Kindern im Alter von sieben bis neun Jahren wird darauf abgezielt, konkrete und praxisnahe Erkenntnisse zu gewinnen, die für die pädagogische Erziehertätigkeit relevant sind. Die zentrale Fragestellung lautet daher: Inwiefern können kreative Angebote dazu beitragen, die Selbstregulation und Resilienz bei Kindern in diesem Altersbereich zu stärken? Diese Frage bildet das Herzstück meiner Arbeit und wird durch theoretische Konzepte sowie praktische Anwendungen beleuchtet, um einen Beitrag zur Förderung der psychosozialen Entwicklung von Kindern zu leisten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil - Resilienz
2.1 Resilienzforschung
2.2 Resilienz: Definition und Merkmale
2.3 Risiko- und Schutzfaktoren
2.3.1 Risikofaktoren
2.3.2 Schutzfaktoren
2.4 Resilienzfaktoren – personale Ressourcen
2.4.1 Selbst- und Fremdwahrnehmung
2.4.2 Selbstwirksamkeit, Selbstwirksamkeitserwartung
2.4.3 Selbststeuerung, Selbstregulation
2.4.4 Soziale Kompetenz
2.4.5 Problemlösefähigkeit
2.4.6 Adaptive Bewältigungskompetenz - Copingstrategien
2.5 Schwerpunkt Selbstregulation
2.5.1 Entwicklung von Selbstregulation
2.5.2 Die exekutive Funktionen
2.5.3 Förderung in der Praxis
3. Praxis-Teil
3.1 Situationsanalyse
3.1.1 Institutionsanalyse im Hinblick auf Resilienz und Selbstregulation
3.1.2 Beschreibung der Kinder in der Projektgruppe im Hinblick auf Resilienz und Selbstregulation
3.2 Rahmenbedingungen
3.3 Nennung der Ziele
3.3.1 Handlungsbedarf
3.3.2 Feinziele Resilienz; Selbstregulation
3.3.2.1 Ziele für die eigene Erzieherpersönlichkeit
3.3.2.2 Feinziele Kinder
3.4 Methodisches Vorgehen - Aktivitätsplan
3.5 Reflexionen der Bearbeitung der Ziele in den Aktivitäten
4 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern kreative Angebote dazu beitragen können, die Selbstregulation und Resilienz bei Kindern im Alter von sieben bis neun Jahren im Hortalltag zu stärken.
- Erforschung theoretischer Grundlagen zu Resilienz und Selbstregulation.
- Situations- und Bedarfsanalyse in einer Hortgruppe.
- Entwicklung und Durchführung eines zehnteiligen, projektbasierten Aktivitätsplans.
- Förderung personaler Ressourcen wie Selbstwahrnehmung und Problemlösefähigkeit.
- Reflexion der pädagogischen Ansätze und der persönlichen Erzieherhaltung.
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
In meiner Facharbeit werde ich mich intensiv mit der Förderung der Resilienz bei Kindern im Alter von sieben bis neun Jahren beschäftigen. Die Entscheidung, dieses Thema zu wählen, basiert auf meinen fortlaufenden Beobachtungen während meines Berufspraktikums, in denen ich regelmäßig mit schnell eskalierenden Konfliktsituationen konfrontiert wurde. Kinder in diesem Altersbereich zeigten oft eine geringe Fähigkeit, Konflikte eigenständig zu lösen, was häufig zu verbalen oder körperlichen Auseinandersetzungen führte. Die beobachtete Impulsivität und die mangelnde Bereitschaft zur gemeinsamen Konfliktlösung haben mich dazu inspiriert, meine pädagogischen Ansätze im Bereich Resilienz, insbesondere Selbstregulation und Konfliktbewältigung, zu überdenken und zu erweitern.
Die sozial-emotionale Kompetenz der Grundschulkinder scheint unter anderem durch externe Faktoren wie die soziale Isolation infolge der Corona-Maßnahmen beeinflusst zu sein (Arndt, 2022, S. 3). In einem zunehmend komplexer werdenden Welt mit seinen Unsicherheiten durch Kriege, Pandemie, Klimabedrohung und gesellschaftliche Wertewandel braucht ein Heranwachsende stabile emotionale und soziale Fundamente.
Die Tatsache, wie grundlegend Resilienz, insbesondere die Selbstregelung für die gesunde psychische Entwicklung eines Kindes ist, haben mich dazu motiviert, mich eingehender mit dem Thema Resilienz und Selbstregulation bei Kindern zu beschäftigen, um mögliche Wege zur Stärkung dieser Kompetenzen zu erforschen. Persönliche Beweggründe wie der Wunsch, Kindern dabei zu helfen, ihre emotionale Regulation zu verbessern und Konflikte konstruktiv zu lösen, treiben mich an, mich in diesem Bereich zu engagieren.
Durch die Eingrenzung meines Themas auf die Selbstregulation bei Kindern im Alter von sieben bis neun Jahren erhoffe ich mir, konkrete und praxisnahe Erkenntnisse zu gewinnen, die für die pädagogische Erziehertätigkeit relevant sind. Meine zentrale Fragestellung lautet daher: Inwiefern können kreative Angebote dazu beitragen, die Selbstregulation und Resilienz bei Kindern in diesem Altersbereich zu stärken? Diese Frage bildet das Herzstück meiner Arbeit und wird durch theoretische Konzepte sowie praktische Anwendungen beleuchtet, um einen Beitrag zur Förderung der psychosozialen Entwicklung von Kindern zu leisten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Wahl des Themas Resilienz und Selbstregulation aufgrund von Beobachtungen im Berufspraktikum und stellt die zentrale Forschungsfrage der Arbeit vor.
2. Hauptteil - Resilienz: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen zur Resilienzforschung, definiert grundlegende Begriffe und erläutert Risiko- sowie Schutzfaktoren.
2.1 Resilienzforschung: Ein historischer Abriss der Resilienzforschung, von Pionieren der 1950er Jahre bis hin zu bedeutenden Erkenntnissen über Schutzfaktoren ab den 1990er Jahren.
2.2 Resilienz: Definition und Merkmale: Hier wird Resilienz als dynamischer Anpassungs- und Entwicklungsprozess definiert, der nicht angeboren ist, sondern sich im Laufe des Lebens verändert.
2.3 Risiko- und Schutzfaktoren: Dieses Kapitel beleuchtet, wie lebensbeeinträchtigende Risikofaktoren und entwicklungsfördernde Schutzfaktoren in wechselseitiger Beziehung die kindliche psychische Entwicklung beeinflussen.
2.3.1 Risikofaktoren: Untersuchung von kindbezogenen Vulnerabilitätsfaktoren sowie externen Stressoren in der psychosozialen Umwelt, die die Entwicklung gefährden können.
2.3.2 Schutzfaktoren: Kategorisierung von protektiven Bedingungen auf verschiedenen Ebenen gemäß der ökologischen Systemtheorie zur Abmilderung negativer Einflüsse.
2.4 Resilienzfaktoren – personale Ressourcen: Beschreibung von sechs zentralen Fähigkeiten, die Kindern helfen, schwierige Lebenssituationen zu bewältigen.
2.4.1 Selbst- und Fremdwahrnehmung: Analyse der Bedeutung von Körper- und Sinneserfahrungen als Basis für die Entwicklung der eigenen Identität und Selbstreflexivität.
2.4.2 Selbstwirksamkeit, Selbstwirksamkeitserwartung: Erläuterung der Entwicklung der Urheberschaftserfahrung und der Bedeutung positiver Verstärkung für die Überzeugung, Ziele erreichen zu können.
2.4.3 Selbststeuerung, Selbstregulation: Kurze Zusammenfassung der Fähigkeit, Gefühlszustände selbstständig zu regulieren und Strategien zur Selbstberuhigung anzuwenden.
2.4.4 Soziale Kompetenz: Beschreibung der komplexen Fähigkeit zur Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen und der Einhaltung sozialer Normen.
2.4.5 Problemlösefähigkeit: Untersuchung, wie die erfolgreiche Bewältigung von Herausforderungen das Selbstvertrauen und die Selbstwirksamkeit stärkt.
2.4.6 Adaptive Bewältigungskompetenz - Copingstrategien: Beschreibung flexibler Anpassungsmechanismen und emotionaler Intelligenz zur Bewältigung schwieriger Situationen.
2.5 Schwerpunkt Selbstregulation: Detaillierte Betrachtung der Selbstregulation im Kontext individueller Zielverfolgung und als Element der sozialen Harmonisierung.
2.5.1 Entwicklung von Selbstregulation: Darstellung der frühen Kindheitsphasen, in denen insbesondere Stress-, Emotions- und Aufmerksamkeitsregulation unter externer Unterstützung entstehen.
2.5.2 Die exekutive Funktionen: Untersuchung der Rolle von Arbeitsgedächtnis, Inhibition und kognitiver Flexibilität für das kindliche Lernen und Verhalten.
2.5.3 Förderung in der Praxis: Vorstellung methodischer Ansätze zur Förderung, wie spielerische Interaktion, Bewegung und Konfliktbegleitung im Hort.
3. Praxis-Teil: Beschreibung der praktischen Anwendung, inklusive Situationsanalyse der Einrichtung und der Zielgruppe.
3.1 Situationsanalyse: Beschreibung des professionellen Umfelds und der individuellen Voraussetzungen der Kinder im Hinblick auf Resilienz.
3.1.1 Institutionsanalyse im Hinblick auf Resilienz und Selbstregulation: Untersuchung bestehender Strukturen des Hortes zur Förderung sozial-emotionaler Basiskompetenzen.
3.1.2 Beschreibung der Kinder in der Projektgruppe im Hinblick auf Resilienz und Selbstregulation: Detaillierte Darstellung des Leistungsstands und Verhaltens der acht Teilnehmerkinder.
3.2 Rahmenbedingungen: Erläuterung der organisatorischen Vorbereitungen, Raumwahl und Material für das zehnteilige Projektangebot.
3.3 Nennung der Ziele: Definition der pädagogischen Zielsetzung basierend auf dem identifizierten Handlungsbedarf.
3.3.1 Handlungsbedarf: Begründung des Projekts durch gehäufte eskalierende Konfliktsituationen und mangelnde Selbstregulationsfähigkeit im Hort.
3.3.2 Feinziele Resilienz; Selbstregulation: Detaillierte Aufstellung konkreter Lernziele für Erzieherin und Kinder.
3.3.2.1 Ziele für die eigene Erzieherpersönlichkeit: Formulierung beruflicher Entwicklungsziele zur Verbesserung der Vorbildfunktion und Empathiefähigkeit.
3.3.2.2 Feinziele Kinder: Operationalisierung der Entwicklungsziele in Bereiche wie Wahrnehmung, Steuerung und soziale Kompetenz.
3.4 Methodisches Vorgehen - Aktivitätsplan: Tabellarische Übersicht der zehn pädagogischen Einheiten mit Zielen und Methoden.
3.5 Reflexionen der Bearbeitung der Ziele in den Aktivitäten: Auswertung der pädagogischen Praxis und Anpassung der Methoden während des Projektverlaufs.
4 Zusammenfassung: Abschließende Reflexion der Projektergebnisse und der persönlichen professionellen Entwicklung als Erzieherin.
Schlüsselwörter
Resilienz, Selbstregulation, Selbstwirksamkeit, Grundschulkinder, Hortalltag, Konfliktlösung, sozial-emotionale Kompetenz, exekutive Funktionen, Projektarbeit, Stressregulation, Bewältigungskompetenz, Pädagogik, Vorbildfunktion, Problemlösefähigkeit, Selbststeuerung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung der psychischen Widerstandsfähigkeit (Resilienz) bei Hortkindern im Alter von sieben bis neun Jahren, wobei ein Fokus auf der Stärkung der Selbstregulationskompetenzen durch kreative pädagogische Angebote liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit verknüpft theoretische Konzepte über Resilienzfaktoren, emotionale Intelligenz und exekutive Funktionen mit einem praktischen, zehnteiligen Projektplan zur Konfliktbewältigung und Stärkenförderung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die zentrale Frage lautet: Inwiefern können kreative Angebote dazu beitragen, die Selbstregulation und Resilienz bei Kindern in der Zielgruppe zu stärken?
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde ein projektbasierter Ansatz mit Handlungsforschung gewählt, bei dem pädagogische Aktivitäten entwickelt, durchgeführt und anschließend systematisch reflektiert wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Neben einer ausführlichen theoretischen Fundierung zu Resilienzforschung und Selbstregulation bietet der Hauptteil eine Situations- und Institutionsanalyse sowie eine detaillierte Ausarbeitung von Entwicklungszielen und deren methodische Umsetzung im praktischen Alltag.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die inhaltliche Ausrichtung?
Wichtige Begriffe hierfür sind Resilienz, Selbstregulation, Selbstwirksamkeit, Konfliktlösung, sozial-emotionale Kompetenz, exekutive Funktionen und pädagogische Reflexion.
Wie wurde auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder eingegangen?
Die Autorin hat die Gruppenaktivitäten zielgruppenorientiert gestaltet, Freiwilligkeit bei der Teilnahme ermöglicht und durch individuelles Eingehen auf die Stärken und Schwächen der Kinder (z.B. durch Reflexionsgespräche) versucht, jedes Kind passgenau anzusprechen.
Welche Rolle spielt die Erzieherpersönlichkeit im Projekt?
Die Autorin betont ihre Rolle als Vorbild für die Kinder. Sie setzt sich selbst klare Entwicklungsziele bezüglich Kritikfähigkeit und empathischer Führung, um resilienteres Verhalten im Umgang mit Konflikten glaubhaft und unterstützend zu vermitteln.
- Citation du texte
- Isabella Hoffmann (Auteur), 2024, Förderung der Resilienz mit Schwerpunkt der Selbstregulation anhand von kreativen Angeboten mit Kindern im Alter von sieben bis neun Jahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1485694