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Politische Praktiken - Theoretische Betrachtung, akteurzentrierter Instititutonalismus und die Relevanz von Kommunikation durch Medien und Sprache in politischen Prozessen

Welche Funktion haben Kommunikationsmedien und Sprache bei politischen Prozessen?

Title: Politische Praktiken - Theoretische Betrachtung, akteurzentrierter Instititutonalismus und die Relevanz von Kommunikation durch Medien und Sprache in politischen Prozessen

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 64 Pages

Autor:in: Andrea Roy (Author)

Politics - Miscellaneous
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Die Präsenz von Politikern und Parteien sind in den Printmedien, im Radio und im Fernsehen für die Öffentlichkeit zu festen Bestandteilen geworden. Neben Nachrichtensendungen, die über diverse politische Handlungen beziehungsweise Interaktionen, Entwicklungen und Entscheidungen, Parteiprogrammatiken oder auch über Skandale berichten und die politischen Akteure desweilen neben deren funktionalen öffentlichen Person ebenfalls als Privatperson präsentieren, inszenieren sich Politiker in politisch ausgerichteten Talkshows vielfach selbst.
Auf diese Weise erhält das Publikum einen scheinbaren Eindruck über die Person des Politikers und über die Ideologien der jeweiligen Partei, für die diese Person steht.
Die mediale Beeinflussung der potenziellen Wähler ist extrem groß. Durch zielgruppengerechte Formate wie auch aufgrund der gelockerten Parteibindungen können durch Medieninszenierungen Wähler positiv oder negativ beeinflusst werden.
Durch das medial kreierte Bild wird versucht eine angebliche Transparenz für die Öffentlichkeit zu wahren. Öffentliche Diskurse werden zu bestimmten Thematiken und Problemfeldern geführt und letztendlich erfolgt die Entscheidungsfindung, im Sinne des Kollektives, nämlich der Bevölkerung. Unklar bleibt dennoch der Aspekt, wie relevante, verbindliche Entscheidungen wirklich getroffen werden, vor allem, da politische Entscheidungen gelegentlich konträr zu den angekündigten Zielen stehen. Wie funktioniert Politik wirklich? Welches sind Praktiken und Taktiken, die herangezogen werden, um politisches Interesse durchzusetzen und verbindliche Entscheidungen zu treffen? Wozu dienen die Bilder und Informationen der Medien? Welche Funktion hat Sprache oder nonverbale Kommunikation?
Die Arbeit „Politische Praktiken – Theoretische Betrachtung, akteurzentrierter Institutionalismus und die Relevanz von Kommunikation durch Medien und Sprache in politischen Entscheidungsprozessen“ geht in diesem Sinne der Frage nach: „Welchen Funktion haben Kommunikationsmedien und Sprache bei politischen Prozessen?“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Teil I

I. Theoretische Betrachtungen

1.1. Mikropolitik – Thematische Eingrenzung des Feldes

1.2. Akteurzentrierter Institutionalismus

II. Theorie politischer Praktiken nach Tanja Pritzlaff und Frank Nullmeier

2.1. Theorie politischer Praktiken

2.2. Körper und Artefakte

2.3. Normativität von Praktiken

2.4. Politik als Herstellung kollektiver Verbindlichkeit

2.5. Minimalvoraussetzungen zur Identifikation von politischen Geschehen

2.6. Basale Akte zur Herstellung von Verbindlichkeit

III. Mikropolitische Taktiken nach Oswald Neuberger

3.1. Mikropolitische Taktiken

3.2. Täuschung und Vertretung

3.2.1. Vertretung

3.2.2. Täuschung

IV. Grundtypen politischer Praktiken

4.1. Beispiele für politische Praktiken

Resumée Teil I

Teil II

V. Kommunikation als Medium der Politik

5.1. Medien – Kommunikation – Sprache

5.1.1. Politik und Medien

5.1.2. Inszenierung durch Medien

5.1.3. Manipulation durch Medien

5.1.4. PR im politisch-parlamentarischen Raum

5.2. Kommunikation und Sprache

5.2.1. Sprache - Verbalisieren politischer Praktiken

5.2.2. Politische Rede

5.2.3. Nonverbale Kommunikation – eine politische Praktik

Fazit

Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Funktion von Kommunikationsmedien und Sprache innerhalb politischer Prozesse. Ziel ist es, durch eine theoretische Betrachtung und die Anwendung mikropolitischer Konzepte zu erläutern, wie politische Akteure ihre Interessen durchsetzen, Verbindlichkeiten herstellen und wie dabei verschiedene kommunikative Taktiken und mediale Inszenierungen eine entscheidende Rolle spielen.

  • Mikropolitische Ansätze und akteurzentrierter Institutionalismus
  • Die Theorie politischer Praktiken nach Pritzlaff und Nullmeier
  • Mikropolitische Taktiken zur Machtausübung nach Neuberger
  • Die Bedeutung von Sprache, Medien und nonverbaler Kommunikation in der Politik
  • Mediale Inszenierung und Manipulation als Bestandteile politischer Alltagskommunikation

Auszug aus dem Buch

1.1. Mikropolitik – Thematische Eingrenzung des Feldes

Im Folgenden wird der Bereich der Mikropolitik thematisch eingegrenzt, um einen Einblick in das Feld zu erhalten. Klassisch befasst sich die Politikwissenschaft auf der Makro- und Mesoebene mit politischen Systemen, deren Typologisierung und Analyse so wie auch mit Institutionen, die größtenteils in Verfassungen gründen und den Kern eines politischen Systems ausmachen.

Im Rahmen der allgemeinen politikwissenschaftlichen Herangehensweisen erfolgt nur selten eine konkrete Thematisierung der politischen Prozesse, Interaktionen und Handlungen innerhalb der Ebene der Institutionen und Organisationen. Derartige Fokussierung der empirisch ausgerichteten Politikwissenschaft auf Institutionen und Organisationen ist jedoch ungenügend für politikwissenschaftliche Analysen, da zum einen institutionenzentrierte Analysen häufig ein geringes Abstraktionsniveau für weitestgehende Aussagen vorweisen. Dieses trifft insofern zu, da es sich bei öffentlichen Politiken nicht um bloße Strukturwirkungen handelt. Bei Politik und politischen Prozessen handelt es sich um die Interaktionsergebnisse der beteiligten Akteure, von denen Problemlösungen eruiert, zwischen verschiedenen Handlungsoptionen entschieden und Politikprogramme häufig kollektiv umgesetzt werden (Schneider/Janning 2006:116). Zum anderen kann das Politische in der Prozesshaftigkeit nicht vollständig erfasst werden. Aus diesen Gründen bedarf es eines Grundbegriffes, der sich zur Dekomposition des Institutionenbegriffs eignet und auf einer kleinteiligeren Ebene jene Elemente identifiziert, die signifikant für politische Prozesse sind, zum Beispiel politisches Handeln, politische Interaktion und kleinteilige politische Prozesse (Pritzlaff/Nullmeier 2009:7). Bislang fehlt der Politikwissenschaft auf der Ebene der Mikropolitik eine Lehre dessen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Präsenz von Politikern in den Medien und Darlegung der zentralen Forschungsfrage zur Funktion von Kommunikation in politischen Prozessen.

I. Theoretische Betrachtungen: Theoretische Grundlegung des mikropolitischen Ansatzes und Einführung in den akteurzentrierten Institutionalismus nach Scharpf.

II. Theorie politischer Praktiken nach Tanja Pritzlaff und Frank Nullmeier: Systematische Vorstellung der Theorie politischer Praktiken, deren Normativität und der basalen Akte zur Herstellung kollektiver Verbindlichkeit.

III. Mikropolitische Taktiken nach Oswald Neuberger: Detaillierte Analyse der von Oswald Neuberger identifizierten sieben Hauptgruppen mikropolitischer Taktiken und der Rolle von Täuschung und Vertretung.

IV. Grundtypen politischer Praktiken: Zusammenstellung von Beispielen für politische Praktiken aus interaktionstheoretischer und medientheoretischer Perspektive.

Resumée Teil I: Zusammenfassende Betrachtung der theoretischen Grundlagen und der Rolle von Interaktionsgefügen in der Mikropolitik.

V. Kommunikation als Medium der Politik: Untersuchung der wechselseitigen Beeinflussung von Politik, Medien und Sprache, inklusive einer Analyse der PR-Arbeit und nonverbaler Kommunikation.

Fazit: Abschließende Synthese der Ergebnisse zur Bedeutung von Inszenierung, Kommunikation und strategischem Handeln für den Erfolg politischer Akteure.

Schlüsselwörter

Mikropolitik, politische Praktiken, akteurzentrierter Institutionalismus, Machtausübung, Kommunikation, Medieninszenierung, kollektive Verbindlichkeit, politische Sprache, rhetorisches Handeln, nonverbale Kommunikation, PR-Arbeit, Entscheidungsprozesse, Machtmittel, Interessenvertretung, politische Taktiken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Zusammenspiel von politischen Prozessen und Kommunikation und untersucht, wie Akteure mithilfe von politischen Praktiken und Taktiken Einfluss ausüben und Verbindlichkeit herstellen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf dem akteurzentrierten Institutionalismus, der Theorie politischer Praktiken, mikropolitischen Taktiken zur Machtausübung sowie dem Einfluss von Massenmedien und Sprache auf politische Entscheidungsprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche spezifischen Funktionen Kommunikationsmedien und Sprache innerhalb politischer Prozesse bei der Durchsetzung von Interessen und Entscheidungen haben.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturorientierte, theoretische Analyse. Die Arbeit stützt sich auf etablierte Theorien, wie den akteurzentrierten Institutionalismus von Scharpf sowie die Arbeiten zu politischen Praktiken von Pritzlaff, Nullmeier und Neuberger.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, wie den akteurzentrierten Institutionalismus und die Theorie politischer Praktiken, sowie eine detaillierte Erläuterung mikropolitischer Taktiken und der Rolle von Kommunikation als Medium der Politik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Mikropolitik, politische Praktiken, Machtausübung, mediale Inszenierung, kollektive Verbindlichkeit und strategische Kommunikation charakterisiert.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von Journalisten?

Journalisten werden als wichtige „Mitakteure“ im politischen Prozess gesehen, die durch ihre Auswahl und Aufbereitung von Informationen maßgeblich zur Meinungsbildung und zum Erfolg oder Misserfolg von Politikern beitragen.

Welche Bedeutung hat nonverbale Kommunikation in der Politik?

Nonverbale Kommunikation fungiert als strategisches Instrument, um Emotionen auszudrücken, Botschaften zu unterstreichen oder Einstellungen zu signalisieren, wobei die bewusste Kontrolle von Mimik und Gestik für medienwirksame Auftritte entscheidend ist.

Warum ist die „mediale Inszenierung“ für Politiker so relevant?

Da Politik heutzutage stark durch Massenmedien vermittelt wird, ist die Fähigkeit zur medialen Selbstinszenierung laut der Arbeit oft wichtiger als die inhaltliche Programmarbeit, um in der Öffentlichkeit präsent und erfolgreich zu sein.

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Details

Title
Politische Praktiken - Theoretische Betrachtung, akteurzentrierter Instititutonalismus und die Relevanz von Kommunikation durch Medien und Sprache in politischen Prozessen
Subtitle
Welche Funktion haben Kommunikationsmedien und Sprache bei politischen Prozessen?
College
Humboldt-University of Berlin  (Sozialwissenschaften)
Author
Andrea Roy (Author)
Publication Year
2010
Pages
64
Catalog Number
V148576
ISBN (eBook)
9783640591534
ISBN (Book)
9783640591589
Language
German
Tags
Politische Praktiken Akteurzentrierter Institutionalismus Kommunikation politische Prozesse Medienkommunikation Beeinflussung Symbole Politik Medien non-verbale kommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Roy (Author), 2010, Politische Praktiken - Theoretische Betrachtung, akteurzentrierter Instititutonalismus und die Relevanz von Kommunikation durch Medien und Sprache in politischen Prozessen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148576
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