Politische Praktiken - Theoretische Betrachtung, akteurzentrierter Instititutonalismus und die Relevanz von Kommunikation durch Medien und Sprache in politischen Prozessen

Welche Funktion haben Kommunikationsmedien und Sprache bei politischen Prozessen?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2010
68 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Teil I

I. Theoretische Betrachtungen
1.1. Mikropolitik - Thematische Eingrenzung des Feldes
1.2. Akteurzentrierter Institutionalismus

II. Theorie politischer Praktiken nach Tanja Pritzlaff und Frank Nullmeier
2.1. Theorie politischer Praktiken
2.2. Körper und Artefakte
2.3. Normativität von Praktiken
2.4. Politik als Herstellung kollektiver Verbindlichkeit
2.5. Minimalvoraussetzungen zur Identifikation von politischen Geschehen
2.6. Basale Akte zur Herstellung von Verbindlichkeit

III. Mikropolitische Taktiken nach Oswald Neuberger
3.1. Mikropolitische Taktiken
3.2. Täuschung und Vertretung
3.2.1. Vertretung
3.2.2. Täuschung

IV. Grundtypen politischer Praktiken
4.1. Beispiele für politische Praktiken

Resumee Teil I

Teil II

V. Kommunikation als Medium der Politik
5.1. Medien - Kommunikation - Sprache
5.1.1. Politik und Medien
5.1.2. Inszenierung durch Medien
5.1.3. Manipulation durch Medien
5.1.4. PR im politisch-parlamentarischen Raum
5.2. Kommunikation und Sprache
5.2.1. Sprache - Verbalisieren politischer Praktiken
5.2.2. Politische Rede
5.2.3. Nonverbale Kommunikation - eine politische Praktik

Literatur

Einleitung

Die Präsenz von Politikern und Parteien sind in den Printmedien, im Radio und im Fernsehen für die Öffentlichkeit zu festen Bestandteilen geworden. Neben Nachrichtensendungen, die über diverse politische Handlungen beziehungsweise Interaktionen, Entwicklungen und Entscheidungen, Parteiprogrammatiken oder auch über Skandale berichten und die politischen Akteure desweilen neben deren funktionalen öffentlichen Person ebenfalls als Privatperson präsentieren, inszenieren sich Politiker in politisch ausgerichteten Talkshows vielfach selbst. Ungeteilt ist das Interesse an der symbolisch-theatralischen Positionierung und Inszenierung. Durch derartige Fernsehsendungen besteht für den Politiker die Möglichkeit, sich selbst, die eigene politische Partei wie auch die politischen Intentionen, Handlungen oder Vorhaben zu präsentieren, zu legitimieren oder zu verstärken. Auf diese Weise erhält der Leser beziehungsweise das Publikum einen scheinbaren Eindruck über die Person des Politikers und über die Ideologien der jeweiligen Partei, für die diese Person steht. Das Publikum erfährt alle angeblich wissenswerten Informationen. Mittels gezielt ausgerichteter Medien kann ein größtmögliches Publikum erreicht und angesprochen werden, welches sich wiederum, in Folge der medialen Inszenierungen und Ausstrahlungen, ein vermeintliches Meinungsbild machen kann. Die mediale Beeinflussung der potenziellen Wähler ist extrem groß. Durch zielgruppengerechte Formate wie auch aufgrund der gelockerten Parteibindungen können durch Medieninszenierungen Wähler positiv oder negativ beeinflusst werden. Insbesondere zu Zeiten des Wahlkampfes, wenn es für eine Partei darum geht, den eigenen Spitzenkandidaten erfolgssichernd zu präsentieren und zu positionieren, kennt das mediale Schauspiel keine Grenzen. Politische mediale Akte, öffentliche Reden, Appelle, positives Hervorheben gegenüber den gegnerischen, konkurrierenden Parteien, Ankündigungen oder auch Versprechen von Entscheidungen zum Wohle der Bevölkerung, all das und weitere relevante Informationen werden dem Leser, Zuhörer oder Fernsehspektateur oberflächlich, im kontinuierlichen Informationsfluss präsentiert. Für die Öffentlichkeit, die überwiegend das politische Wissen aus den Fernsehmedien erhalten, sind vielfach Interaktionen undurchschaubar. Das medial kreierte Bild sieht folglich so aus, dass Politiker handeln, um eine angebliche Transparenz für die Öffentlichkeit zu wahren, öffentliche Diskurse werden zu bestimmten Thematiken und Problemfeldern geführt und letztendlich erfolgt die Entscheidungsfindung, im Sinne des Kollektives, nämlich der Bevölkerung. Unklar bleibt dennoch der Aspekt, wie relevante, verbindliche Entscheidungen wirklich getroffen werden, vor allem, da politische Entscheidungen gelegentlich konträr zu den angekündigten Zielen stehen. Wie aber funktioniert Politik wirklich? Welches sind Praktiken und Taktiken, die herangezogen werden, um politisches Interesse durchzusetzen und verbindliche Entscheidungen zu treffen? Wozu dienen die Bilder und Informationen der Medien? Welche Funktion hat Sprache oder nonverbale Kommunikation?

Die vorliegende Arbeit „Politische Praktiken - Theoretische Betrachtung, akteurzentrierter Institutionalismus und die Relevanz von Kommunikation durch Medien und Sprache in politischen Entscheidungsprozessen“ geht in diesem Sinne der Frage nach: „Welchen Funktion haben Kommunikationsmedien und Sprache bei politischen Prozessen?“ Meine Arbeit habe ich in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil beschäftigt sich mit dem theoretischen Hintergrund und stellt Bereiche der Mikropolitik vor, wofür zuerst Mikropolitik begrifflich eingegrenzt wird, um dessen Bedeutung zu erklären und die Abstraktion etwas zu nehmen.

Anschließend wird auf den „Akteurzentrierten Institutionalismus“ eingegangen. Ziel ist es hierbei, anhand von Fritz W. Scharpf, den Ansatz vorzustellen. Ich sehe es als relevant an, da durch die Vorstellung und Erläuterung des Ansatzes deutlich wird, wie politische Praktiken zur Herstellung von Verbindlichkeiten, Medien, Akteure, Interaktionen und Institutionen miteinander zusammenhängen. Zudem tritt hervor, dass Institutionen institutionelle Faktoren für soziales Handeln bilden. Wie bereits oben angeführt, sind für die Bevölkerung oftmals politische Entscheidungen und Handlungen undurchschaubar und auch unverständlich. Daher soll durch die Anführung des „Akteurzentrierten Institutionalismus“ beschrieben werden, wie die Aktionen der Akteure und deren Konstellationen geregelt werden und welche Aufgabe institutionelle Regelsysteme für die Politikgestaltung haben.

Der nächste Paragraf stellt die Theorie politischer Praktiken nach Tanja Pritzlaff und Frank Nullmeier vor. Es geht vorwiegend darum exemplarisch darzustellen, was politische Praktiken sind, welche Normen ihnen implizit sind und wozu sie angewandt werden können. Zuerst erfolgt, in Anlehnung der genannten Autoren, eine begriffliche Eingrenzung des Begriffs „politische Praktik“.

Im Anschluss liegt das Augenmerk auf dem Thema „Körper und Artefakte“, da Symbole, Körper, Gesten, Mimik und Sprache bei politischen Praktiken eine große Rolle spielen, so die Autoren. Zum näheren Verständnis wird nachfolgend das Prinzip der Normativität von politischen Praktiken beschrieben, da neben den oben genannten institutionellen Regelsystemen auch die sprachlichen, kulturellen und sozialen Regeln sich strukturierend und regulierend auf die Akteure einwirken

Das Kapitel „Politik als Herstellung von kollektiver Verbindlichkeit“ erklärt, wo eine politische Größe beginnt und worum es sich bei der kollektiven Verbindlichkeit handelt und wann eine kollektive Verbindlichkeit besteht. Nachfolgend werden die Minimalvoraussetzungen vorgestellt, die existieren müssen, so dass ein Geschehen als ein Politisches angesehen werden kann, denn nicht jede Handlung oder Äußerung ist politisch oder aber, dem entgegengesetzt, können selbst die kleinsten Zeichen oder Symbole in einem bestimmten Zusammenhang politisch sein, sofern sie in einer bestimmten Sequenz oder in einem bestimmten politischen Akt erfolgen.

Das vorletzte Kapitel des theoretischen Teil I konzentriert sich auf die Beschreibung der basalen Akte, die zur Herstellung von Verbindlichkeit erfolgen müssen. Wie die vorhergehenden Kapitel auch, orientiert sich diese Explikation an der Arbeit von Tanja Pritzlaff und Frank Nullmeier. Relevant ist diese erklärende Anführung dahingehend, als dass somit nun der unsichtbare regulierende Rahmen politischer Interaktionen (weit) gesteckt ist. Die Herstellung von kollektiver Verbindlichkeit erfolgt den Autoren zufolge stets durch Interaktion und Zusammenwirken von mindestens zwei oder mehreren Akteuren, wodurch eine Praktik politisch wird. Zudem wird auf Akte eingegangen, die im wechselseitigen Abhängigkeitsverhältnis zu politischen Praktiken stehen. Die einzelnen Akte einer politischen Interaktion beziehungsweise politischen Sequenz und die herangezogenen Praktiken haben stets in einer bestimmten Reihenfolge innerhalb der Sequenz abzulaufen und zwar konkret durch die Findung und Festlegung von Regelungsinhalten durch mindestens zwei Vorschläge, die auf einem kollektiven Interesse beruhen. Im weiteren Schritt wird für den Inhalt eines Vorschlages der Anspruch auf kollektive Verbindlichkeit erwirkt, die im letzten Akt durch Bekräftigung oder Bestätigung verbindlich wird. Innerhalb von diesem Kontext werden alle verbalen und nonverbalen Äußerungen zu politischen Akte, die zur Herstellung von Verbindlichkeit relevant sind.

Abschließend zu dem theoretischen Teil werden die sieben Hauptgruppen der mikropolitischen Taktiken nach Oswald Neuberger angeführt. In Bezug auf meine Arbeit erschien mir diese Ausführung für angebracht, vor allem um darzulegen, welche Kombinationsmöglichkeiten der Machtausübung, ebenso welche Variationen für den Einsatz politischer Taktiken, neben den Institutionellen Regelungen und Aktionsrahmen der politischen Akte, bestehen, um Interessen durchzusetzen und kollektive Verbindlichkeiten herzustellen.

Zum näheren Verständnis, welche Handlungen zu den politischen Praktiken gezählt werden können, die im Prinzip eine Kette kommunikativer Akte wie auch eine Folge von Interaktionen sind, schließt sich in Anlehnung an Frank Nullmeier und Oswald Neuberger, ein Auflistung von Grundtypen politischer Praktiken an. Auf diese Weise wird der abstrakte, theoretische vorgestellte Inhalt greifbarer.

Teil II dieser Arbeit ist daraufhin ausgelegt, einige mikropolitisch relevanten Themenfelder, das heißt jene, die für den Einsatz von politischen Praktiken wichtig sind, wie zum Beispiel die verbale und nonverbale Kommunikation, Sprache, Medien und Manipulation durch die Medien, zu erläutern. Zielsetzung der Ausführungen ist, somit die Frage ansatzweise zu beantworten, welchen Einfluss Kommunikation, Sprache und Medien in politischen Aushandlungs- beziehungsweise Entscheidungsprozessen haben.

Bei der vorliegenden Arbeit, die sich an Literatur orientiert, handelt es sich nicht um eine empirische Forschungsarbeit. Vielmehr besteht das Interesse darin, das komplexe und vielfach nur schwer eingrenzbare mikropolitische Themenfeld der politischen Praktik zu erläutern. Des Weiteren erfolgt keine eigenständige mikropolitische Analyse von politischen Praktiken.

Die vorliegende Arbeit habe ich zur besseren Lesbarkeit in der maskulinen Form gehalten, wodurch männliche und weibliche Personen zusammen gemeint sind.

Teil I

I. Theoretische Betrachtungen

1.1. Mikropolitik - Thematische Eingrenzung des Feldes

Im Folgenden wird der Bereich der Mikropolitik thematisch eingegrenzt, um einen Einblick in das Feld zu erhalten. Klassisch befasst sich die Politikwissenschaft auf der Makro- und Mesoebene mit politischen Systemen, deren Typologisierung und Analyse so wie auch mit Institutionen, die größtenteils in Verfassungen gründen und den Kern eines politischen Systems ausmachen.

Im Rahmen der allgemeinen politikwissenschaftlichen Herangehensweisen erfolgt nur selten eine konkrete Thematisierung der politischen Prozesse, Interaktionen und Handlungen innerhalb der Ebene der Institutionen und Organisationen. Derartige Fokussierung der empirisch ausgerichteten Politikwissenschaft auf Institutionen und Organisationen ist jedoch ungenügend für politikwissenschaftliche Analysen, da zum einen institutionenzentrierte Analysen häufig ein geringes Abstraktionsniveau für weitestgehende Aussagen vorweisen. Dieses trifft insofern zu, da es sich bei öffentlichen Politiken nicht um bloße Strukturwirkungen handelt. Bei Politik und politischen Prozessen handelt es sich um die Interaktionsergebnisse der beteiligten Akteure, von denen Problemlösungen eruiert, zwischen verschiedenen

Handlungsoptionen entschieden und Politikprogramme häufig kollektiv umgesetzt werden (Schneider/Janning 2006:116). Zum anderen kann das Politische in der Prozesshaftigkeit nicht vollständig erfasst werden. Aus diesen Gründen bedarf es eines Grundbegriffes, der sich zur Dekomposition des Institutionenbegriffs eignet und auf einer kleinteiligeren Ebene jene Elemente identifiziert, die signifikant für politische Prozesse sind, zum Beispiel politisches Handeln, politische Interaktion und kleinteilige politische Prozesse (Pritzlaff/Nullmeier 2009:7). Bislang fehlt der Politikwissenschaft auf der Ebene der Mikropolitik eine Lehre dessen.

Der Ausdruck Mikropolitik ist kein neu erfundenes Feld, sondern wird bereits seit langer Zeit in der Betriebswirtschaftlehre im Sinne von Unternehmenspolitik angewandt und dient dort der Analyse innerbetrieblicher Prozesse, d.h. den Prozessen, die unterhalb einzelner Institutionen angesiedelt sind und die nicht im Rahmen der hierarchischen Steuerung oder des Rational-Choice-Konzeptes erklärbar sind. Der Begriff der Mikropolitik geht auf Burns (1961/62) zurück, der diese als Prozesse des organisationalen Wandels und als Ergebnis strategischer Interaktionen analysierte, wobei die Beteiligten die Ressourcen des sozialen Systems für persönliche Machtinteressen einsetzten. Folglich richtet sich eine mikropolitische Herangehensweise primär auf machtzentriertes und strategisches Verhalten und Prozessieren aus, welches wiederum in der Personalwirtschaftslehre, Organisationssoziologie und Organisationspsychologie begründet ist. Ansätze, die psychologisch ausgerichtet sind, basieren auf den Einsatz von Ressourcen zur Erreichung persönlicher Ziele, insbesondere zum Aufstieg innerhalb des Systems, sowie zur Verbesserung der eigenen Existenzbedingungen und gehen entweder auf Verhaltensdispositionen, Motivationsstrukturen von Menschen oder auf einen Persönlichkeitstypus zurück.

Mikropolitik existiert überall dort, wo Politik geschieht, die sich auf jene Prozesse bezieht, die auf die konkreten, kleinteiligen Abläufe der Findung von kollektiv verbindlichen Entscheidungen und Verbindlichkeitserzeugung ausgerichtet sind. Zudem wird die Frage nach den Akteuren und ihren Aushandlungsprozessen aufgeworfen, durch die Interessen verfolgt, Einflusssphären aufgebaut und verteidigt werden. Dieses wiederum knüpft an den „practice turn“ der Soziologie und Philosophie an, durch den die Relevanz basaler Handlungskriterien und Handlungssequenzen in sozialen Prozessen hervorgehoben werden

(Jörke/Biegelbauer 2009). Politischen Praktiken beinhalten eine bestimmte „Logik“, die dazu führt, dass die Ziele der Erzeugung von Gewährleistung verbindlicher Entscheidungen erreicht werden. Allerdings tritt Mikropolitik erst in Erscheinung, wenn ein Zugriff auf politisches Geschehen reflektierend erfolgt und eine detaillierte Beschreibung der relevanten Einzelabläufe auf der Ebene einzelner Interaktionen, Kommunikationen und politischen Praktiken gelingt. Mikropolitik lässt sich folglich als „organisationstheoretisches Konzept, das konsequent von der Perspektive jener Akteure ausgeht, die bestimmte Interessen verfolgen, um das

Organisationsgeschehen als Gesamtheit von Struktur und Handeln verknüpfender Prozesse zu erklären, in denen Akteure organisationale Ungewissheitsbereiche als Machtquellen sichern und nutzen, um ihre Autonomiezonen aufrecht zu erhalten bzw. zu erweitern und zugleich kollektives Handeln ermöglichen und regulieren“ definieren (Brüggemeier/Felsch 1992:135).

1.2. Akteurzentrierter Institutionalismus

In diesem Teilabschnitt werde ich auf den akteurzentrierten Institutionalismus eingehen, da er meines Erachtens mitunter den Rahmen für das komplexe Themenfeld der politischen Praktiken darstellt und diese wiederum insbesondere innerhalb von Organisationen durch Akteure angewandt und genutzt werden. Der von Renate Mayntz und Fritz W. Scharpf entwickelte akteurzentrierte Institutionalismus stellt an sich kein Erklärungsmodell für Policy-Entscheidungen dar, sondern ist vielmehr ein Ansatz, auf dessen Grundlage detaillierte Fallstudien und generalisierbare Hypothesentests vorgenommen werden können (Schneider/Janning 2006:92). Dieser Ansatz ist insofern von Bedeutung, als dass sich die externen Rahmenbedingungen der Politik wie auch die Effektivität politischer Maßnahmen in den letzten Jahren verändert haben. Aus diesem Grund wurde ein Ansatz entwickelt, durch den politische Prozesse erfasst werden können, „die von den Interaktionen individueller und korporativer Akteure mit spezifischen Fähigkeiten und spezifischen kognitiven und normativen Orientierungen bestimmt werden und die in einem gegebenen institutionellen Kontext und unter gegebenen Bedingungen der Politik­Umwelt stattfinden“ (Scharpf 2000:75). Des Weiteren liegt das Hauptaugenmerk des akteurzentrierten Institutionalismus auf der institutionell konditionierten Akteurkonstellation. Vorrangig konzentriert sich dieser Ansatz auf Regelungsaspekte für soziale Interaktionen und betont „den Einfluss von Institutionen auf die Wahrnehmungen, Präferenzen und Fähigkeiten individueller und korporativer Akteure und auf ihre Interaktionsformen“ (Scharpf 2000:76). Bezüglich der Institutionen ist zu konstatieren, dass diese keine fixen Konstrukte sind, sondern von Akteuren gestaltet und verändert werden, entweder durch Prozesse wechselseitiger Anpassung oder durch zweckgerichtete Anpassungen (Scharpf 2000:82). Demzufolge bilden Institutionen institutionelle Faktoren für soziales Handeln. Insbesondere dadurch, dass manche Handlungen erlaubt und andere verboten werden, erhalten die Akteure ein Repertoire an mehr oder weniger akzeptablen Handlungsverläufe, wodurch sie wiederum einen erheblichen Raum für ihre strategischen und taktischen Entscheidungen erhalten (Scharpf 2000:83). Dadurch, dass sich das Hauptaugenmerk auf konditionierte Akteurkonstellationen beziehungsweise korporative Akteure richtet, wird es möglich, dass Interorganisationsbeziehungen, z.B. Transaktionen und Netzwerke zwischen korporativen Akteuren wie ebenfalls individuelle Perspektiven und Interessen von konkreten Akteuren aus der Perspektive eines Mitgliedes einer Organisation und internen Positionszuweisung in Form von Funktionsträgern einzubeziehen (Schneider/Janning 2006:92). Kollektive und korporative Akteure sind nach Fritz W. Scharpf zufolge politische Parteien, Gewerkschaften, Ministerien, Zentralbanken oder internationale Organisationen, nicht jedoch Individuen, die alleine handeln. Dieses bedeutet zunächst, dass diese Akteure auf existenten Regeln konstruiert wurden und dass sie, um funktionieren und bestehen zu können, auf diese Regeln angewiesen sind (Scharpf 2000:79).

Institutionelle Regelsysteme haben für die Politikgestaltung folgende Aufgaben:

a. Konstitution korporativer Akteure mit entsprechenden Mitgliedschaftsregeln und Kompetenzzuteilungen für die Organisationsmitglieder.
b. Definition von Anlässen und Arenen für Interaktionen zwischen Akteuren.
c. Vorgabe bestimmter Entscheidungsregeln für die Steuerung und Koordination der Interaktion.
d. Etablieren stabiler Definitionen für die Beziehungen und Aufgaben der Interaktionsteilnehmer und der Interaktionsarenen durch institutionelle Steuerung der Interaktionen zwischen korporativen Akteuren. Hieraus entstehen wiederum Strukturen der Arbeitsteilung innerhalb und zwischen den Interaktionsarenen, so dass eine soziale Differenzierung zwischen unterschiedlichen Typen von korporativen Akteuren, Interaktionsbeziehungen und Interaktionsarenen stattfindet (Schneider/Janning 2006:93).

Als festgeschriebene Regelsysteme, z.B. durch Vertragsrecht, politische Regulierungen etc. stellen Institutionen den institutionellen Handlungsrahmen von Organisationen dar. Organisationen haben hingegen als institutionalisierte Formen der internen Kommunikation, Autorität und Arbeitsteilung den Handlungsrahmen für Organisationsmitglieder bzw. Funktionsträger zu bilden (Schneider/Janning 2006:92). Die Eigenschaft von institutionellen Regelungen ist, dass die Akteure für Interaktionen wechselseitige Erwartungssicherheit garantiert bekommen. Zudem wird Soziales Handeln durch Institutionen über persönliche Beziehungen hinweg erst möglich (Schneider/Janning 2006:93). Regeln und Regelsysteme organisieren und regulieren nach Burns das soziale Verhalten und machen es für denjenigen, der die Regeln kennt verständlich und vorhersehbar. Dieses, so Fritz W. Scharpf, ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Interaktionen, denn „wenn die Akteure nicht wüssten, welche Optionen die anderen Akteure in Erwägung ziehen und wie diese die Ergebnisse bewerten, die durch die Interaktion erreicht werden könnten, wären sie gut beraten, auf der Basis der für sie schlechtesten Annahmen zu handeln und risikominimierende Strategien zu wählen“ (Scharpf 2000:80). Allerdings bezieht sich

Fritz W. Scharpf nicht nur auf formale rechtliche Regeln, die durch das Rechtssystem und den Staatsapparat sanktioniert sind, sondern auch auf soziale Normen, die von den Akteuren in der Regel beachtet werden, da die Nichtachtung und Verletzung von Normen und Werten durch Reputationsverlust, soziale Missbilligung, Entzug von Kooperation oder soziale Ächtung sanktioniert werden kann (Scharpf 2000:77). Zudem definieren diese Regelungen die Mitgliedschaft komplexer Akteure, die verfügbaren materiellen und rechtlichen Handlungsressourcen, die legitimierten Handlungsweisen, die Kompetenzen der Akteure, die gesetzten Ziele wie auch die bei Entscheidungen zu beachtenden Werte (Scharpf 2000:79). Die allgemeinen Eigenschaften von institutionellen Regelsystemen können von der Akteurperspektive der Interaktionsteilnehmer weiter detailliert werden. Demzufolge schafft der institutionelle Rahmen die Akteure und Akteurkonstellationen, wobei sich Akteure als unterschiedlich und füreinander bedeutsam wahrnehmen. Des Weiteren gibt der institutionelle Rahmen Verfügungsrechte und Einsatzpflichten für die Nutzung der Handlungsressourcen von den Akteuren vor. Auf diese Weise wird die Handlungsorientierung der Akteure im jeweiligen Geltungsbereich gelenkt. „In spieltheoretischen Begriffen ausgedrückt grenzen Institutionen nicht nur die Menge möglicher Strategien ein, sondern sie konstituieren ebenfalls die wichtigsten Spieler und formen deren Wahrnehmungen und Bewertungen der Ergebnisse [...] die Spiele, die in politischen Prozessen tatsächlich gespielt werden, sind in hohem Maße durch Institutionen bestimmt“ (Scharpf 2000:80). Der institutionelle Kontext beeinflusst wichtige Aspekte der Handlungssituation von konkreten Akteuren, das bedeutet, dass Interaktionsformen von institutionellen Regeln beeinflusst werden, die den Einsatz steuern (Scharpf 2000:91). Die jeweilige Form wird durch die bestimmten institutionellen Regeln definiert, die beispielsweise für den Abschluss einer verbindlichen Vereinbarung erforderlich formellen Schritte festlegen oder die Verfahren vorgeben, die eingehalten werden müssen, um über bestimmte Fragen abzustimmen, zudem hat der institutionelle Kontext, zum Beispiel Netzwerke, Regime, Zwangsverhandlungssysteme, Verbände, repräsentative Versammlungen, hierarchische Organisationen, Staat etc., ebenfalls Auswirkungen auf die Interaktion (Scharpf 2000:91). Obwohl von institutionellen Regelsystemen eine große Wirkungskraft ausgeht, sind diese nicht komplett festlegend. Nicht alle Handlungen und situativen Einflussfaktoren werden dadurch beeinflusst und es besteht Flexibilität der Akteure innerhalb des gegebenen Rahmens Entscheidungen eigenständig zu treffen und kreativ zu agieren (Schneider/Janning 2006:93). Interaktionsformen können somit ihren Charakter und die Möglichkeit der Lösung politischer Probleme je nach strukturellem Kontext verändern (Scharpf 2000:92). Damit die Einschränkungen der Wirkungskraft des institutionellen Kontextes verständlicher werden, sollte das Wechselverhältnis zwischen den vorgegebenen Regeln und den Kategorien, nämlich der Akteure und ihr Verhalten, den Akteurkonstellationen, deren interne Ordnungsbildung, Handlungsorientierungen und ihre Konstitutionsweisen, Handlungssituationen und ihre Optionen-Empfehlungen näher betrachtet werden (Schneider/Janning 2006:94). Fritz W. Scharpf erwähnt, dass „Institutionalisierte Verpflichtungen sich auch auf die Wahrnehmungen auswirken [...] die Zugehörigkeit zu einer Organisationseinheit die ,selektiven Wahrnehmungen beeinflusst, indem sie nicht nur die Aufmerksamkeit von Akteuren auf unterschiedliche Phänomene lenkt, sondern auch deren Einschätzung der relativen Bedeutung gemeinsam wahrgenommener Phänomene formt“ (Scharpf 2000:79). Zu beachten ist, dass trotz expliziten Regeln Handlungen von Akteuren nur in gewissem Rahmen festzulegen ist. Zudem ist die die zu beeinflussende Strategiewahl eines korporativen Akteurs nicht einfach berechenbar, da diese aus den internen Kräftekonstellationen resultiert, die vor Veränderungen und Überlagerungen nicht geschützt sind (Schneider/Janning 2006:94). In Bezug auf die Handlungsorientierung der wichtigen Akteure ist zu erkennen, dass sich die Handlungsorientierungen primär als Aufgabenzuweisung und strategischen Zwecksetzungen präsentieren. Allerdings erfolgen die Handlungen nur teilweise durch institutionelle Vorgaben. Es ist deutlich, dass die Ziele und Zwecke von Handlungen durch kontextunabhängige Eigenschaften, zum Beispiel aus der Sozialisation und allgemeinen persönlichen Eigenschaften mit beeinflusst werden. Bei korporativen Akteuren und Netzwerken resultiert dieser Aspekt aus strategischen wie operativen Erfolgen und Interaktionserfahrungen in bestimmten Situationen (Schneider/Janning 2006:95). Renate Mayntz und Fritz W. Scharpf erstellten eine Klassifikation von Handlungsorientierungen, in der ich- und systembezogene, kognitive wie auch motivationale Aspekte und ebenfalls die Interaktionsorientierung der Handelnden berücksichtigt wurden. In diesem Sinne ist es wichtig, dass die Handlungssituation näher betrachtet wird, denn aus den tatsächlichen Forderungen einer Handlungssituation werden die unterschwellig existenten Handlungsorientierungen angeregt, wodurch Akteure beziehungsweise Akteurseinheiten zu einer Handlung motiviert werden. In derartigen Momenten verfügen die Akteure über Handlungsoptionen, die jedoch nicht vollständig institutionell verankert sind, sondern auch situationsbedingt entstehen. Dies bedeutet, dass die Einschätzung und die spätere Handlung mitunter durch individuelle, selektive Wahrnehmungen bedingt werden. Folglich ist

Interaktionsorientierung Resultat individueller Interpretationen der Beziehungen zwischen mehreren Akteuren (Schneider/Janning 2006:95). In Bezug auf die policy- bezogenen Identitäten und Werte ist es wichtig, dass alle Standpunkte und Interessen und institutionelle Möglichkeiten innerhalb der Akteurkonstellation hinsichtlich eines Beitrages zur Problemlösung untersucht werden

(Schneider/Janning 2006:96).

II. Theorie politischer Praktiken nach Tanja Pritzlaff und Frank Nullmeier 2.1. Theorie politischer Praktiken

Während sich der vorhergegangene Unterpunkt auf den akteurzentrierten Institutionalismus und die Interaktionsverhältnisse zwischen konditionierten, korporativen Akteuren und Institutionen wie auch auf institutionelle Regelsysteme einging, die trotz Einschränkungen relative Wahlfreiheit für Interaktionen lässt, wird im folgenden Paragrafen eine Theorie politischer Praktiken vorgestellt werden. Es geht vorwiegend darum exemplarisch darzustellen, was politische Praktiken sind, welche Normen ihnen implizit sind und wozu sie angewandt werden können. Dieser Abschnitt zu der Theorie politischer Praktiken orientiert sich in erster Linie an der Arbeit von Tanja Pritzlaff und Frank Nullmeier aus dem Jahr 2009. Anhand der angeführten Arbeit wird im Folgenden versucht, den Bereich der politischen Praktik von der theoretischen Perspektive zu beschreiben und eventuell anhand der Textgrundlage zu erklären, was eine politische Praktik ist. Von der mikropolitischen Perspektive betrachtet, steht die Frage nach den Akteuren und ihren Aushandlungsprozessen im Vordergrund, wobei primär die Ebene der

Akteurperspektive auf dem Parkett der Organisationen thematisiert wird. Prozesse, an denen Menschen beteiligt sind, sind auch politische Prozesse, da Interessen verfolgt, Einflusssphären aufgebaut und verteidigt werden. Zudem ist es möglich, dass auf diese Weise die Aufspaltung von formellen und informellen Handeln in Institutionen zu unterlaufen (Rüb 2009:43). Prinzipiell kann gesagt werden, dass mit der Entwicklung des Begriffs „politische Praktik“ eine analytische Kategorie etabliert werden kann, die in klarer Abgrenzung jene Interaktionsformen erfasst, die als politisch bezeichnet werden (Pritzlaff/Nullmeier 2009:7). Der Begriff der politischen Praktik umfasst in den meisten Ansätzen, die ihn verwenden, überwiegend soziale Phänomene. Der Definition bei Reckwitz zufolge, ist eine politische oder soziale Praktik „eine sozial geregelte, typisierte, routinierte Form des körperlichen Verhaltens, einschließlich das zeichenverwendende Verhalten und umfasst darin spezifische Formen des Wissens, des Know How, des Interpretierens, der Motivation und der Emotion. Körperliches Verhalten, Wissen, Interpretationen, Regeln und Codes fügen sich in Praktiken zu einem Komplex zusammen, aus dem keines der Elemente herauszubrechen ist. Die Praktik ist weder nur Verhalten noch nur Wissen, sondern ein geregeltes Verhalten, das ein spezifisches Wissen enthält“ (Pritzlaff/Nullmeier 2009:9). Es kann auch gesagt werden, dass politische Praktiken kollektive Konstrukte sind, die durch Erfahrung und Wissen entstehen, um politisches Handeln in Institutionen zu strukturieren (Rüb 2009:43). Als politisch können Prozesse, Vorgänge und Strukturen angesehen werden, die auf die Herstellung kollektiv verbindlicher Entscheidungen ausgerichtet sind. Zu vermerken ist, dass es keine explizite Größenordnung für das vorgibt, was Praktiken sind, wo eine beginnt und wieder endet. Vermutlich resultiert dieses aus der Unbestimmtheit der Grenzen einer Praktik gegenüber einer anderen (Pritzlaff/Nullmeier 2009:10).

2.2. Körper und Artefakte

In seinen unterschiedlichen Ausprägungen repräsentiert der Praktikbegriff in erster Linie eine Reaktion auf die Sinnzentrierung der Ansätze, die sich auf Handlungen und Intentionen, informationsvermittelnde Kommunikationen oder Sinnkonstruktionsleistungen von Diskursen verlegen und auf der Materialität des Sozialen basiert. Tanja Pritzlaff und Frank Nullmeier verweisen darauf, dass insbesondere die Rolle von menschlicher Körperlichkeit in sozialen

Zusammenhängen und die Rolle von nicht-menschlichen Akteuren, das heißt von Objekten oder Artefakten betont werden. Mittels des Begriffs der Praktik wird auf die Bedeutung von Materiellem für das Zustandekommen von sozialen Vorgängen verwiesen. Soziales und politisches Handeln wie ebenfalls Kommunikation, benötigen für ihre Ausführung und Wirkung eine gute Kombination aus den Elementen des konkreten körperlichen Ausdrucks, verbalen und nonverbalen Äußerungen, technischen Artefakten und nicht-menschlichen Objekten.

Zusammenhänge von körperlichen Verhalten, Bewegung, Kleidung, Mimik, Gestik und Sprache sind politisch, wenn sie zum einen eine Einheit bilden und zu einem bestimmten Moment, während eines Aktes, gezielt für die Herstellung politischer Verbindlichkeit positioniert sind. Für das Handeln und Kommunikation ist Sprache und der Akt der Sprache wichtig, da der Sprechakttheorie zufolge nach mit Worten gehandelt werden kann. Die Bedeutung der Sprechakttheorie tritt aufgrund einer Betrachtungsweise in den Vordergrund, die das Handeln, zwar in Begleitung mit Worten und Sprache an sich, lediglich als körperliches Handeln interpretiert, da Worte nicht eigenständig eine Handlung vollziehen können. Dieses bedeutet, dass mittels der sprachlichen Artikulation zwar eine Handlung angekündigt, beschrieben, bekräftigt etc. werden kann, jedoch nicht als Handlung der agierenden Person verstanden wird. Tanja Pritzlaff und Frank Nullmeier führen an, dass dieser Position entgegen die Sprechakttheorie steht, in der Sprechen ebenfalls als selbstständiges, körper- und materieloses Handeln angesehen wird, da Handeln ohne Sprache nicht eindeutig zu verstehen ist. In Bezug auf den menschlichen Körper ist festzuhalten, dass dieser intensiv an Handlungen beteiligt ist. Beispielsweise kommt der Präsentation, Darstellung, Bewegung etc. eine wichtige Funktion zu, vor allem da Körpersprache, Mimik, Gestik, Frisur und Kleidung in der Wahrnehmung der anderen beteiligten Interaktionspartner wie auch der Öffentlichkeit, relevante Signale und Symbole setzt. Demzufolge ist es notwendig, dass in die politikwissenschaftliche Analyse Körpersprache, Erscheinungsbild, Auftreten etc. als sinnhafte Handlungen oder Handlungsbestandteile betrachtet werden (Pritzlaff/Nullmeier 2009:10).

[...]

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Details

Titel
Politische Praktiken - Theoretische Betrachtung, akteurzentrierter Instititutonalismus und die Relevanz von Kommunikation durch Medien und Sprache in politischen Prozessen
Untertitel
Welche Funktion haben Kommunikationsmedien und Sprache bei politischen Prozessen?
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Sozialwissenschaften)
Autor
Jahr
2010
Seiten
68
Katalognummer
V148576
ISBN (eBook)
9783640591534
ISBN (Buch)
9783640591589
Dateigröße
695 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Politische Praktiken, Akteurzentrierter Institutionalismus, Kommunikation, politische Prozesse, Medienkommunikation, Beeinflussung, Symbole, Politik, Medien, non-verbale kommunikation
Arbeit zitieren
Andrea Roy (Autor), 2010, Politische Praktiken - Theoretische Betrachtung, akteurzentrierter Instititutonalismus und die Relevanz von Kommunikation durch Medien und Sprache in politischen Prozessen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148576

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