Tertullian als Montanist


Diplomarbeit, 2008

92 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

I. Hinführung zum Thema

II. Der Montanismus

III. Kurzbiographie - Quintus Septimus Florens Tertullianus und sein Wahrheitsanspruch

IV. Die montanistischen Schriften Tertullians
a) Adversus Marcionem und Adversus Praxean. Zwei antignostische Schriften Tertullians am Beginn seiner montanistischen Zeit
b) De virginibus velandis
c) De exhortatione castitatis
d) De pallio
e) De corona
f) De fuga in persecutione
g) De pudicitia
h) De monogamia
i) De ieiunio adversus Psychicos
j) De idololatria

V. Die montanistische Askese nach Tertullian
a) Das Fasten in den montanistischen Schriften
b) Die Einehe in den montanistischen Schriften
c) Die Verschleierung der Frau als Forderung der Sittlichkeit

VI. Die Geisteserfahrung der Montanisten
a) Der Paraklet als Lehrer, Beistand und Forderer
b) Die „Ecstasis“ der neuen Prophetie
c) Fünf wörtlich übernommene Sprüche des Parakleten in Tertullians Werken

VII. Der Paraklet im Verhältnis zu den Organen der Großkirche
a) Der Paraklet und die bischöfliche Rechtsgewalt
b) Der Paraklet und die bischöfliche Lehrvermittlung
c) Der Paraklet und die bischöfliche Lehrentscheidung
d) Der Paraklet und der Primat

VIII. Reaktionen der Großkirche

IX. Warum wurde Tertullian Montanist?

X. Der tertullianische Montanismus – Kritik

XI. Literaturverzeichnis

I. Hinführung zum Thema

Untersucht werden soll hier, wie sich Tertullian in seinen Schriften, welche er nach seiner Konversion zum Montanismus geschrieben hat, im Kontext der Neuerungen des Montanismus zur Großkirche verhält. Trotz der Tatsache, dass Tertullians Geburtsjahr und sein Todesjahr unbekannt sind, ist es der Wissenschaft gelungen, diese Schriften auf die Zeit zwischen 197 und 212 n. Chr. einigermaßen genau zu datieren.[1] Aufgrund der Konversion Tertullians zum Montanismus, lassen sich seine Schriften zeitlich in großkirchlich und montanistisch sowie sachlich in apologetisch, kontroverstheologisch und praktisch-asketisch aufgliedern.[2]

Nach einem Überblick über den historischen Kontext der Schriften Tertullians, wird kurz auf die Schriften Adversus Marcionem (um 207 n.Chr.) und Adversus Praxean[3] (um 207 n.Chr.) Bezug genommen, in denen Tertullian sich allgemein gegen die Gnosis wendet. Näher analysiert werden sollen sodann die Schriften, welche im Zeitraum seines Auszugs aus der Großkirche verfasst wurden. Hierzu gehören: Die Schriften De virginibus velandis (vor 207 n.Chr.), De exhortatione castitatis (vor 207 n.Chr.), De pallio (um 210 n.Chr.), De corona (211 n.Chr.), De fuga in persecutione (212 n.Chr.), De pudicitia (nach 212 n.Chr.), De monogamia (um 217 n.Chr.), De ieiunio adversus Psychicos (nach de monogamia), De idololatria ( Datierung unklar).[4]

II. Der Montanismus

Tertullian fand in den letzten Jahren seines Lebens seine geistige Heimat im Montanismus. Bei diesem handelt es sich um eine pneumatisch-enthusiastische Bewegung. Ihr Begründer war Montanus, ein Priester, welcher zusammen mit zwei Prophetinnen, Priscilla (oder auch Prisca) und Maximilla, zuerst im phrygisch-mysischen Grenzland aufgetreten war. Maximilla bezeichnet sich selbst als die letzte Prophetin. Ihr Tod sei das Signal, welches den Anbruch des Abschlusses des Weltlaufs einläuten solle.[5]

Der Montanismus verstand sich als „Neue Prophetie“[6]. In der Großkirche wurde die neue Lehre zunächst als phrygische oder kataphrygische Häresie bezeichnet und wurden ihre Anhänger als phrygische oder kataphrygische Häretiker benannt. Ab dem 4. Jahrhundert spricht man dann allgemein vom Montanismus. Als Zentrum dieser neuen Bewegung werden die Dörfer Pepuza[7] und Tymion überliefert. Diese befanden sich möglicherweise in der heutigen Ortslage von Séréklé und Ikizbaba im Hochtal von Kérbasan. Das Heimatdorf des Montanus selbst war Ardaban, welches nicht lokalisiert werden kann. Die Meinungen über die Chronologie des ersten Auftretens des Montanus sind kontrovers. Neben dem Jahr 172 n. Chr. wird auch der Zeitraum zwischen 156 und 157 n. Chr. genannt. Montanus soll damals Neophyt (Neubekehrter) gewesen sein. Unklar ist, ob Montanus durch Suizid zu Tode kam. Sein Todesjahr ist unbekannt. Als die Prophetin Maximilla um 179 starb, so ist anzunehmen, war Montanus schon tot.[8]

Die Grundgedanken des Montanismus sind eine gespannte Naherwartung, eine schroffe Askese, eine starke Verherrlichung des Martyriums und eine ekstatische Prophetie. In der Prophetie, welche in gleicher Weise wie die „urchristliche Prophetie“[9] oft in der 1. Person im Namen des Johanneischen Parakleten[10] formuliert wurde, berief man sich auf Joh 14,26[11]: „Der Helfer aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnert, was ich euch gesagt habe.“[12] Durch die Bezeichnung dieser Prophetie als Orakelsprüche, wird ihre Ähnlichkeit mit der urchristlichen Prophetie allerdings verdeckt. Ein Großteil der prophetischen Reden des Montanismus ist unter den Namen der Priscilla und der Maximilla überliefert, nur einige wenige Reden sind unter dem Namen des Montanus überliefert.

Schon früh hat sich die Großkirche auf Konzilien mit der montanistischen Prophetie auseinandergesetzt und darin eine entscheidende Veränderung ihres eigenen prophetisch-pneumatischen Erbes erkannt. Immerhin war die neue Prophetie gegen Ende des 2. Jahrhunderts bereits bis nach Gallien, Rom und Nordafrika vorgedrungen, wenngleich sie in diesen Regionen nie eine größere Bedeutung erlangt hat.

Zunächst blieben die Montanisten in der Großkirche. Erst im frühen 3. Jahrhundert fand der Prozess ihrer Ausscheidung seinen Abschluss. Dabei war noch lange unklar, ob Montanus als Häretiker[13] oder als Schismatiker[14] zu gelten hätte. Bis ins 5. und 6. Jahrhundert hinein gab es noch montanistische Gemeinden. Dann starben sie aus oder wurden durch Verfolgung ausgelöscht. Immerhin existierte noch im Jahre 722 n. Chr. eine montanistische Gemeinde in Kleinasien, die sich damals durch Selbstverbrennung der Zwangstaufe entzog.[15]

III. Kurzbiographie - Quintus Septimus Florens Tertullianus und sein Wahrheitsanspruch

Quintus Septimus Florens Tertullianus (Tertullian) ist im Zeitraum zwischen 155 und 160 im nordafrikanischen Karthago geboren[16] und zwischen 220 und 240 gestorben.[17] Seiner Schrift De cultu feminarum können wir entnehmen, dass er außer in Karthago, wo sich höchstwahrscheinlich sein gesamtes schriftstellerisches Wirken abspielte, einmal für eine kurze Zeit in Rom war.[18] Sowohl seine Mutter wie auch sein Vater waren Heiden.[19] Tertullians Vater war römischer Centurio. Stationiert war er wahrscheinlich in der bei Karthago lagernden Legion „cohors urbana.“[20] Er hatte, so ist anzunehmen, den Rang eines „centurio proconsularis“ inne. Als solcher wurde er im Dienste des Prokonsuls von Afrika, möglicherweise in den „ordo equester“, in den Ritterstand, aufgenommen. Das würde bedeuten, dass auch Tertullian diese Ehre zu Gute kam und auch er als Ritter, also als dem Adelsstand zugehörig, angesehen wurde. Sicher ist, dass Tertullian zu den höheren sozialen Kreisen Karthagos zählte. Als solcher dürfte er auch über ein größeres Vermögen verfügt haben.[21]

Die römischen Tugenden sind ihm von Kindesbeinen anerzogen worden. Innewohnen tat ihm wohl jene „charakteristisch afrikanische Form des Römertums, das die Disziplin mit Kritik, den Ordnungssinn mit Spott und Leidenschaft zu verbinden liebt und in der Bereitschaft zur Selbsthilfe eher rebellisch wird, als dass es blindlings folgt und gehorcht.“[22] Gute Kenntnisse in griechischer und lateinischer Rhetorik sowie literarische Fähigkeiten und das Beherrschen der philosophischen Tradition kamen ihm dank seiner umfangreichen Bildung zu.[23] „Er beherrschte das Griechische in solchem Maße, dass er in dieser Sprache sogar schriftstellerisch hervortreten konnte.“[24] Seine Erziehung erfolgte in Karthago, das damals in Sachen Bildung ohne Weiteres mit Rom mithalten konnte.[25] Er berichtet selbst, dass er sich sogar mit der Medizin befasst habe.[26]

Da sich Tertullian über seine Bekehrung zum Christentum völlig ausschweigt, können wir den Zeitpunkt seines Christwerdens nicht datieren.[27] Zudem kann weder eindeutig bewiesen noch völlig ausgeschlossen werden, ob es sich bei unserem Quintus Septimus Florens Tertullianus um den zur gleichen Zeit auftretenden Juristen Tertullianus handelt.[28] Immerhin bezeichnet ihn Eusebius von Caesarea[29] angesichts seines Apologeticums[30] als einen hervorragenden Kenner des römischen Rechtes.[31] Zudem wurde Tertullian vom Bischof Karthagos mit dem Unterricht der Katechumenen beauftragt.[32]

Die Trinitätstheologie und die Christologie der alten Kirche verdanken Tertullian eine wesentliche Präzisierung.[33] Der Begriff „trinitas“ (gr. „triaV “) findet bei ihm seinen frühesten Beleg.[34] Bedacht werden muss hier allerdings, dass der Begriff der Trinität bereits im valentinianischen Kontext vorkommt, wo er für die valentinianische Dreizahl der Menschentypen und für die platonische Dreizahl der Seelenteile verwendet wird. Die Frage, ob Tertullian den Begriff in Bezug auf Gott geprägt hat, bleibt immerhin kontrovers.[35]

Zwischen 207 und 213 beginnt Tertullian dezidiert, alte Standpunkte nicht mehr zu verteidigen. Von nun an vertritt er „die montanistische Theologie gegen die der Großkirche.“ Die neue Bewegung wird zunehmend rigoristisch- enthusiastisch und stellt schon bald eine eigene Gemeinde in Karthago dar.[36] Tertullian lehnt als Montanist einen „pontifex maximus“, einen „episcopus episcoporum“ und einen „benedictus papa“ ab und spricht der Großkirche die Gewalt ab, Sünden zu vergeben. Er hebt nachdrücklich die Auferstehung des Fleisches hervor und bezeichnet die Großkirche indessen als „Domina mater ecclesia.“[37]

„Die ältere lateinische westliche Christologie findet, so die Auffassung zahlreicher westlicher Historiker, bei Tertullian ihren Höhepunkt.“[38] Sein Wirken hat demnach „der westlichen Christologie einen Vorsprung von Jahrhunderten gebracht“.[39] In seiner „regula fidei“ ist das christologische Kerygma vollständig anwesend.[40] Schriften, die er nach 218 n. Chr. verfasste, also am Ende seines Lebens, sind uns nicht erhalten.[41] Tertullian schrieb seine sämtlichen uns erhaltenen Schriften, wie bereits festgestellt wurde, zwischen den Regierungsjahren der Kaiser Septimus Severus und Caracalla (197 - 212 n. Chr.)[42]

Tertullians Einfluss auf das theologische Denken in alter Zeit war in concreto nicht gering. Cyprian von Karthago,[43] welcher sich 246 n. Chr. zum Christentum bekehrte und ab 248/249 n.Chr. Bischof von Karthago war,[44] hat sich gern mit der Aufforderung „da magistrum“, „gib mir den Meister“, von seinen Bediensteten Tertullians Schriften reichen lassen.[45] Obwohl Cyprian in seinen Schriften den Namen Tertullians nie erwähnt, sind seine Schriften doch faktisch weithin in Abhängigkeit von Tertullian entstanden.[46]

Dem Altertum war der Begriff des geistigen Eigentums unbekannt, was hierbei wohl zu berücksichtigen ist. Somit lassen sich die Schriften von zwei Schriftstellern allgemein in ihrer Abhängigkeit voneinander nur schwerlich mit Sicherheit bestimmen.[47]

Hieronymus[48] spricht von „Tertullianus noster“ und greift an über 50 Stellen auf die Schriften Tertullians zurück. Dessen montanistische Schriften bezeichnet er allerdings ausdrücklich als häretisch.[49] Sehr negativ fallt das Urteil des Hilarius von Poitiers[50] über Tertullian aus, wenn er erklärt: „Consequens error hominis detraxit scriptis probabilibus auctoritatem.“[51] Nachdrücklich spricht er die Hinwendung unseres Autors zum Montanismus als Verirrung an.[52]

Von Augustinus[53] wurde Tertullian in seiner Schrift „De haeresibus“, in den Ketzerkatalog aufgenommen.[54] Von einem ökumenischen Konzil wurde er zwar niemals verurteilt, aber man verschwieg bald seinen Namen. Er verfiel der „damnatio memoriae“, weshalb er weithin in Vergessenheit geriet.[55]

Für Tertullian wurzelt der Wahrheitsanspruch des Christentums in dem unvergänglichen Gotteswort, welches Gott durch seinen fleischgewordenen und eingeborenen Sohn Jesus Christus in diese Welt hineingesprochen hat. Dieses Wort, welches nicht sich selbst überlassen blieb, sondern von den Aposteln der Kirche übermittelt wurde, bezeichnet Tertullian oft als „regula“ und als „lex fidei“. Er spricht in diesem Zusammenhang von der „traditio“ und von der „praescriptio“ und grenzt so das „Wort“ ab von den „häretischen Neuerungen“, wie er sich ausdrückt.[56] Religion ist für Tertullian das Leben in der Wirklichkeit. Nach Tertullian beschränkt sich die Religiosität der Ketzer lediglich auf den Bereich des selbstgefälligen Tiefsinns und der erbaulichen Träumerei.[57]

Tertullians Sprachbild wird in bedeutender Weise durch den historischen Kontext geprägt, in dem sich sein schriftstellerisches Wirken abspielt. Es ist primär christologisch akzentuiert und argumentiert aus der Mitte der kirchlichen Tradition heraus.[58]

Verteidigen muss Tertullian die Menschwerdung Gottes in Christus an zwei konträr aufeinander zulaufenden Fronten. Zum einen gegen den heidnischen Polytheismus, gegen den Vielgötterglauben der Heiden also, und zum anderen gegen den Monarchianismus. Erschwerend kommt hinzu, dass er sich in diesem Zusammenhang auch mit den „Aufspaltungs- und Teilungstendenzen“ der Gnosis eines Markion und eines Valentin auseinanderzusetzen hat.[59]

Hier ist auch daran zu erinnern, dass Tertullian Chiliast war, was bedeutet, dass er in der Erwartung eines tausendjährigen Reiches lebte.[60] In Adversus Marcionem bekennt Tertullian sich zum Glauben an ein Jerusalem[61], dass vom Himmel hernierderkommt, zu einem tausendjährigen Reich, dass hier auf Erden aufgerichtet werden soll, nachdem die Toten auferstanden sind und bevor sie in den Himmel gelangen.[62]

Die montanistische Prophetie verkündigt eine doppelte Strafe für die Sünden. Zum einen eine rein seelische Strafe in der Unterwelt, zum anderen eine leibliche oder geistleibliche Strafe nach der Wiedervereinigung der Seele mit dem Leib nach der Wiederauferstehung.[63]

IV. Die montanistischen Schriften im Einzelnen

a) Adversus Marcionem

Da als gesichert gilt, dass Tertullian um das Jahr 207 n. Chr. dezidiert montanistisch lehrte und dachte, ist es unumgänglich, sich mit dem Werk Adversus Marcionem näher zu befassen, das in den Jahren 207 und 208 verfasst wurde. Zudem entstammt diese seine Schrift auch inhaltlich deutlich seinem montanistischen Denken.[64]

Das Werk lässt sich in zwei Teile aufgliedern. Buch I, Buch II und Buch III bilden den systematisch-dogmatischen Teil, Buch IV und Buch V bilden den exegetischen Teil. Letzterer ist stark apologetsich.

Da Gott für Tertullian die Vollkommenheit schlechthin ist, wiederlegt er das in seinen Augen falsche Gottesbild Markions und erklärt es für absurd. Dieses geschieht in Buch I, in den Kapiteln 3-7. In den Kapiteln 8-29 geht Tertullian auf das Gottesbild Markions näher ein. Er zeigt auf, dass die Existenz eines solchen Gottes Konsequenzen hat, da ihm Eigenschaften zugeschrieben werden, die Fragen hinsichtlich seiner Offenbarung unbeantwortet lassen.

Tertullian kommt zu der Folgerung, dass sich der Gott Markions entweder nicht offenbaren wollte oder es nicht konnte. In einem Fall würde ein Grunddatum des Christentums geleugnet, im anderen Fall die göttliche Allmacht.[65] Erschwerend kommt für Tertullian hinzu, dass Markion die leibliche Auferstehung der Verstorbenen leugnet.[66] Zusätzlich wirft Tertullian seinem Kontrahenten noch vor, sein Gott erlöse alle Seelen. Er erklärt, dass ein Gott, welcher selbst die schlimmsten Sünden nicht strafe, sondern alles vergebe, nicht gerecht sei. Eine solche Güte müsse im Grunde als Bosheit bezeichnet werden.[67]

Um diese zweifelhafte Güte zu belegen, widmet sich Tertullian am Ende des ersten Buches dem Eheverbot der Markioniten. Hierbei erlangen die Begriffe „bonitas“ und „iustitia“ eine starke Bedeutung. Sie sind es auch, welche in Buch II, welches dem Demiurgen gewidmet ist, dem Schöpfergott also, eine besondere Bedeutung erfahren. Tertullian wiederlegt Markions Behauptung und hebt hervor, dass sowohl die „bonitas“ wie auch die „iustitia“ untrennbar mit dem Gott des Alten Testaments verbunden sind.

„Bonitas“ und „iustitia“ bezeichnen nach Tertullian die Haupteigenschaften Gottes, und sie sind für ihn nicht voneinander zu trennen. Tertullian stellt dabei die Transzendenz Gottes, sein Entrücktsein, in den Vordergrund. Dass auch die „bonitas“ und die „iustitia“ in Gott in unübertrefflichem Maße vorhanden sind, zeigt er an zwei Beispielen. Zum Ersten verweist er auf die Schöpfung und ihre Erhaltung durch Gott, zum Zweiten auf die Art und Weise, in der Gott mit den ersten Menschen und mit dem Volk Israel verfährt.

In Buch II wird in den Kapiteln 5-10 der Missbrauch der Willensfreiheit von Tertullian mit dem Bösen gleichgesetzt. Alles Übel in dieser Welt gründet für ihn in diesem Missbrauch. Er erklärt, dieser sei es, der die Existenz des Übels in der Welt begründe. Er besteht allerdings darauf, dass die Güte Gottes durch die Existenz des Übels in der Welt keineswegs wiederlegt werde.

Die Kapitel 17-22 des II. Buches handeln von jenen Anthropomorphismen[68] der Bibel, die den Gott des Alten Bundes in seinem Handeln Böswilligkeit unterstellen. Zudem entwickelt Tertullian im II. Buch den Begriff „Gott der Philosophen.“[69]

In Buch III führt Tertullian den Beweis, dass Jesus der Messias ist, welcher im Alten Testament durch die Worte und Taten der Propheten und deren Lebensführung verkündet wurde.

Tertullian erklärt, Jesus sei nicht ein von einem unbekannten Gott gesandtes, mit einem Scheinleib umkleidetes Wesen, sondern ein wirklicher Mensch und als solcher der erwartete Messias.[70] Die Tatsache, dass Markion die Identität Jesu mit dem im Alten Testament angekündigten Messias bestreitet, zieht nach Tertullian jenen Irrtum nach sich, welchem schon die Juden unterlagen, weshalb man ihn mit den gleichen Argumenten wiederlegen muss, mit denen man gegen die Juden antritt.

In Buch IV bezieht Tertullian Stellung zum Evangelium Markions, zu dem gekürzten Lukasevangelium des Irrlehrers.

In Buch V kommt Tertullian auf das Apostolische Glaubensbekenntnis zu sprechen. Dabei kritisiert er immer wieder die Willkür, mit der Markion seine heilige Schrift zusammenstellt. Er erklärt, dass der wahre Glaube immer leicht begreifbar sein muss.[71]

Die letzten zwei Bücher der Schrift Tertullians gegen Markion ziehen noch einmal die Konsequenz aus der Maxime: „Illum ex his revinci esse quae servavit.“[72]

Tertullian zeigt, dass das „Evangelium“ Markions keine ausreichende Legitimation besitzt, und dass die Lehre Markions nicht wahrheitsgemäß sein kann, und insistiert somit auf dem einen Gott des Alten und des Neuen Testaments und dem im Alten Testament angekündigten Messias.

Unser Autor erklärt, Jesus habe sich auf das Alte Testament berufen, um die Gelehrten in der Synagoge von Kafarnaum in Staunen zu versetzen, und er meint, wenn er stattdessen das Alte Testament in seinem Anspruch verleugnet hätte, dann hätte er großes Entsetzen hervorgerufen. Ferner stellt er fest, Markion habe es versäumt, eine bedeutende Textstelle aus dem Galaterbrief herauszunehmen, nämlich die Stelle Gal 4,22[73], die ohne Umschweife zeige, dass das alttestamentliche Gesetz und das Evangelium untrennbar miteinander verbunden seien.[74]

Für Tertullian war die Auseinandersetzung mit Markion schon dadurch vordringlich, da dieser bereits von Polykarp von Smyrna (gestorben 156 n. Chr.) als der Erstgeborene Satans bezeichnet worden war.[75] Es ist bemerkenswert, dass uns in der Schrift Adversus Marcionem zum ersten Mal in der alten Kirche eine Verhältnisbestimmung von Gesetz und Gnade, Gesetz und Evangelium, Freiheit und Sünde und eine Verhältnisbestimmung von gut und gerecht begegnet. Tertullian hat damit nach Harnack die metaphysische Erfassung des Christentums essentiell weitergeführt.[76]

Für Hans von Campenhausen ist es äußerst kompliziert auf die Fragestellung in Adversus Marcionem näher einzugehen. Seiner Meinung nach ist das Gedankengut in dieser Schrift befremdlich, da das „gnostische Denken darin das Problem der Wirklichkeit und der Offenbarung Gottes gleichsam von der entgegengesetzten Seite angreift und auflöst,“ als man es sonst von den anderen Schriften Tertullians gewohnt ist.[77] Auf diesen Sachverhalt ist aufgrund seiner Komplexität hier nicht weiter einzugehen, da es uns von unsrem Thema zu weit entfernt.

Adversus Praxean

Die Schrift Adversus Praxean wurde in dem Zeitraum zwischen den Jahren 207 n. Chr.[78] und 213 n. Chr.[79] verfasst. Der Anlass der Schrift war das Trinitätsproblem. In diesem Werk findet sich die „klarste vornizänische Darstellung der kirchlichen Trinitätslehre.“[80] Tertullian sah in Praxean einen Häretiker, welcher den Monarchianismus vertrat.[81] Praxean war es, welcher als Erster das falsche Gedankengut des Monarchianismus von Asien nach Rom gebracht hatte. „Nam iste primus ex Asia hoc genus perversitatis intulit Romam[...]“[82]

Im ersten Kapitel dieser Schrift gibt Tertullian deutlich zu verstehen, dass die Anerkennung des Parakleten als Vorboten eines tausendjährigen Reiches von Seiten der Montanisten für den Bruch mit der Kirche ausschlaggebend gewesen sei.[83] Tertullian erwähnt, dass ein namentlich nicht genannter römischer Bischof zuerst Freundschaftsbriefe an die montanistischen Gemeinden ausgesandt habe, um sie anschließend zu widerrufen.[84]

Die Gefolgsleute des Praxean werden von Tertullian mit dem Begriff „monarchiani“ bezeichnet, weil sie, um ihren Standpunkt zu vertreten, sich des Wortes „monarchia“ rege bedienen. Später werden sie dann „patripassiani“ oder auch „Sabelliani“ genannt. Im Monarchianismus wird die Lehre vertreten, dass der Vater und der Sohn nur unterschiedliche Arten der Offenbarung derselben Gottheit darstellen. Diese zwei Offenbarungsarten sind in ihrem Kern auf identische Personen ausgerichtet. In Adversus Praxean ist schon zu Beginn von dem „oikonomiae sacramentum“ die Rede:[85] „Als ob nicht auch in solcher Weise einer alles sei, weil aus einem alles ist, und zwar durch die Einheit der Substanz, und trotzdem das Geheimnis der Heilsordnung gewahrt bleibe, die die Einheit auf die Dreiheit hinordnet und die Drei, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist lenkt, als drei nicht der Beschaffenheit, sondern dem Grad nach, nicht der Substanz, sondern der Form nach, nicht der Macht, sondern der Erscheinungsweise nach, dagegen von einer einzigen Substanz, einer einzigen Beschaffenheit und einer einzigen Macht. Denn es ist ein Gott, von dem diese Grade und Formen und Erscheinungsweisen unter dem Namen Vater, Sohn und Heiliger Geist zugeschrieben werden.“[86] Wie sie die Vielheit ohne Teilung durchhalten, dass sollen die folgenden Traktate aufzeigen.

Dieser Auszug aus der Schrift gegen Praxean enthält eine Handschrift, die schon im Apologeticum hervortritt. Tertullian bedient sich hinsichtlich des Sohnes der Logoslehre der griechischen Apologeten. Christus, welcher von Ewigkeit her als innere Zwiesprache des Vaters mit sich selbst in letzterem war, wird als „logoV endiaJetoV“ bezeichnet, als „logoV projorikoV“ wurde er dann aus dem Inneren des Vaters gleichsam entlassen. Von nun an war die Schöpfung und Regierung der Welt sein Betätigungsfeld. Auch hier wiederum bedient sich Tertullian der Metapher der Sonnenstrahlen, welche untrennbar mit der Sonne verbunden sind. „Nec radius a sole discernitur.“[87] Tertullians Kampf gegen die Patripassianer oder Monarchianer in Adversus Praxean erwecken den Anschein, dass er seine Rechtgläubigkeit gegenüber der Großkirche unter Beweis stellen möchte, wie Bernhard Nisters meint.[88] Tertullians Versuch seine Rechtgläubigkeit zu untermauern, so Nisters, sei ein typisches Zeichen des Montanisten Tertullians, um seinen Standpunkt gegenüber der Großkirche zu rechtfertigen.[89]

Genau wie in Adversus Marcionem muss beachtet werden, dass die Schrift Adversus Praxean wohl eher geschichtlich montanistisch als gesinnungsideologisch montanistisch geprägt ist. Wirklich Neues und radikal anderes erfahren wir weder in Tertullians Schrift gegen Markion noch in der Schrift, die sich gegen Praxean richtet.

[...]


[1] HERZOG, Reinhart und LEBRECHT SCHMIDT, Peter, Hrsg., Handbuch der lateinischen Literatur der Antike, Bd.4, München 19974, S. 439 (Reihe: Die Literatur des Umbruchs. Von der lateinischen zur christlichen Literatur).

[2] BAUTZ, Traugott, Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd.11, Herzberg 1996, Sp. 695-698 (Art. Tertullian).

[3] Da als gesichert gilt, dass Tertullian ab 207 montanistisch lehrte und dachte, ist es unumgänglich sich mit den Werken Adversus Marcionem und Adversus Praxean zu beschäftigen. Im Verlauf der Arbeit wird darauf noch genauer eingegangen.

[4] ALTANER, Berthold und STUIBER, Alfred, Patrologie, Freiburg i. Br., Basel, Wien 19788, S. 158-159. (Hierzu auch: Vgl.: Corpus Christianorum, Series Latina II, Tertullianus Opera Montanistica II.)

[5] SCHEPELERN, Wilhelm, Der Montanismus und die phrygischen Kulte, Tübingen 1929, S. 28.

[6] Tertullian spricht hier mit Vorliebe von den Offenbarungen des Parakleten. Vgl.: Tertullian, De monogamia, cap. XIV, De ieiunio adversus psychicos, cap. I, Adversus Marcionem, lib III, cap. XXIV, lib IV, cap. XXII, Adversus Praxean, cap. XXX.

[7] Pepuza wurde von den Montanisten auch mit dem Namen Jerusalem bezeichnet. In den zahlreichen montanistischen Schriften Tertullians wird Pepuza überhaupt nicht genannt. Es findet sich auch keine Spur davon, dass Tertullian etwas von einer Stadt gekannt hat, die den Montanisten heilig war. (Vgl.: SCHEPELERN, Wilhelm, Der Montanismus und die phrygischen Kulte, Tübingen 1929, S. 29-31).

[8] Vgl.: http://www.bautz.de/bbkl/m/montanus. shtml (Stand: 18.02.2008).

[9] Vom Geiste erfüllte Charismatiker wie in Lk 1, 15, Lk 1, 76.

[10] Lat. Paracletus, spätlateinisch: Beistand oder Tröster, im Mittellateinischen dann als Synonym für den Heiligen Geist. (Vgl.: HAU, Rita und KULF, Eberhard Pons-Wörterbuch für Schule und Studium, Lateinisch-Deutsch, 2. neubearbeitete Auflage, Stuttgart 1999).

[11] Vgl.: http://www.bautz.de/bbkl/m/montanus. shtml (Stand: 18.02.2008).

[12] Joh 14, 26.

[13] Aus dem griechischen airesiV, hairesis, was soviel wie Wahl oder Auswahl bedeutet. Im Kontext des frühchristlichen Griechisch bedeutet es Wahl des Glaubens oder auch Partei, welche in ihrer Theologie von der Orthodoxie abweicht. Häresie bezeichnet also jede Form des Irrglaubens. Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4resie (Stand: 19.02.2008).

[14] Bei einem Akt der Kirchentrennung, gründend in einer Nichtanerkennung der Hierarchie der jeweiligen Kirche, von der man sich abspaltet, spricht man von Schisma. Wenn Häresie und Schisma gleichzeitig und in größerem Umfang auftreten, spricht man auch von einer Kirchenneugründung. Wenn die katholische Kirche von einem Schismatiker spricht, dann handelt es sich dabei insbesondere um einen, der den Papst nicht anerkennt. Oft sind es aber lediglich Lehren des Pontifex, die ignoriert werden, was dann aber faktisch auf die Nichtanerkennung des Pontifex hinausläuft..

Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Schisma_%28Theologie%29 (Stand: 19.02.2008).

[15] Vgl.: http://www.bautz.de/bbkl/m/montanus. shtml (Stand: 18.02.2008).

[16] BAUTZ, Traugott, Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd.11, Herzberg 1996, Sp.695-698 (Art. Tertullian).

[17] Vgl.: http://www.bautz.de/bbkl/t/tertullian_q_s_f.shtml (Stand: 17.03.2008).

[18] Tertullian, De cultu feminarum, lib. I, cap. 7, 2.

[19] BAUTZ, Traugott, Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd.11, Herzberg 1996, Sp.695-698 (Art. Tertullian).

[20] HERZOG, Reinhart und LEBRECHT SCHMIDT, Peter, Hrsg., Handbuch der lateinischen Literatur der Antike, Bd.4, München 19974, S. 439 (Reihe: Die Literatur des Umbruchs. Von der lateinischen zur christlichen Literatur).

[21] Tertullian, Gegen Praxean, (Fontes Christiani, Bd.34), Freiburg i. Br. 2001, S. 8.

[22] Angesprochen wird hier der Charakter und das Wesen der Karthager. Vgl.: GRESCHAT, Martin, Gestalten der Kirchengeschichte, Stuttgart, 1993, S. 97 (Art. Alte Kirche I).

[23] BAUTZ, Traugott, Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd.11, Herzberg 1996, Sp. 695-698 (Art. Tertullian).

[24] HERZOG, Reinhart und LEBRECHT SCHMIDT, Peter, Hrsg., Handbuch der lateinischen Literatur der Antike, Bd.4, München 19974, S. 439, (Reihe: Die Literatur des Umbruchs. Von der lateinischen zur christlichen Literatur).

[25] Tertullian, Gegen Praxean (Fontes Christiani, Bd.34), Freiburg i. Br. 2001, S. 8.

[26] Tertullian, De anima, cap. II.

[27] BAUTZ, Traugott, Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd.11, Herzberg 1996, Sp. 695-698 (Art. Tertullian).

[28] HERZOG, Reinhart und LEBRECHT SCHMIDT, Peter, Hrsg., Handbuch der lateinischen Literatur der Antike, Bd.4, München 19974, S. 439 (Reihe: Die Literatur des Umbruchs. Von der lateinischen zur christlichen Literatur).

[29] Geboren 260-264 n. Chr. in Palästina, gestorben 337-340 n.Chr..Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Eusebius_von_Caesarea (Stand: 17.03.2008).

[31] Eusebius von Caesarea, Historia Ecclesiastica, lib. II, cap. II, 4.

[32] NISTERS, Bernhard, Tertullian – Seine Persönlichkeit und sein Schicksal, in: Münsterische Beiträge zur Theologie, Heft 25, Hrsg. VOLK, Hermann, Münster 1950, S. 123.

[33] BAUTZ, Traugott, Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd.11, Herzberg 1996, Sp. 695-698 (Art. Tertullian).

[34] Ebd.

[35] HERZOG, Reinhart und LEBRECHT SCHMIDT, Peter, Hrsg., Handbuch der lateinischen Literatur der Antike, Bd.4, München 19974, S. 439 (Reihe: Die Literatur des Umbruchs. Von der lateinischen zur christlichen Literatur).

[36] BAUTZ, Traugott, Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd.11, Herzberg 1996, Sp. 695-698 (Art. Tertullian).

[37] Ebd.

[38] GRILLMEIER, Alois, Jesus der Christus im Glauben der Kirche, Von der apostolischen Zeit bis zum Konzil von Chalcedon (451), Freiburg i. Br. 20043, S. 241.

[39] Ebd. S. 241.

[40] Ebd. S. 240.

[41] NISTERS, Bernhard, Tertullian – Seine Persönlichkeit und sein Schicksal, in: Münsterische Beiträge zur Theologie, Heft 25, Hrsg. VOLK, Hermann, Münster 1950, S. 128.

[42] HERZOG, Reinhart und LEBRECHT SCHMIDT, Peter, Hrsg., Handbuch der lateinischen Literatur der Antike, Bd.4, München 19974, S. 439 (Reihe: Die Literatur des Umbruchs. Von der lateinischen zur christlichen Literatur).

[43] Gestorben 14. 9. 258 nahe bei Karthago. Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Cyprian (Stand: 17.03.2008).

[44] Tertullian, Gegen Praxean, (Fontes Christiani, Bd.34), Freiburg i. Br. 2001, S. 78.

[45] Vgl.: http://www.bautz.de/bbkl/t/tertullian_q_s_f.shtml (16.02.2008).

[46] Tertullian, Gegen Praxean, (Fontes Christiani, Bd.34), Freiburg i. Br. 2001, S. 79.

[47] STÜCKLIN, Christoph, Tertullian, De virginibus velandis. Übersetzung, Einleitung, Kommentar. Ein Beitrag zur altkirchlichen Frauenfrage, Frankfurt/M., 1974, S. 110.

[48] Geboren 347 n.Chr. in Stridon, Dalmatien, gestorben 30. September 420 n. Chr..Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Hieronymus (Stand: 17.05.2008).

[49] Tertullian, Gegen Praxean, (Fontes Christiani, Bd.34), Freiburg i. Br. 2001, S. 80.

[50] Geboren um 315 n. Chr. in Poitiers, gestorben am 1.9. 367 n. Chr..Vgl.: http://www.bautz.de/bbkl/h/hilarius_v_poi.shtml (Stand: 17.03.2008).

[51] GRILLMEIER, Alois, Jesus der Christus im Glauben der Kirche, Von der apostolischen Zeit bis zum Konzil von Chalcedon (451), Freiburg i. Br. 20043 , S. 240.

[52] Ebd.

[53] Geboren am 13. 11. 354 n. Chr. in Thagaste, gestorben am 28. 8. 430 n. Chr. in Hippo Regius (Vgl.: http://www.bautz.de/bbkl/a/augustin_au.shtml (Stand: 17.03.2008)).

[54] Tertullian, Gegen Praxean, (Fontes Christiani, Bd.34), Freiburg i. Br. 2001, S. 80.

[55] Ebd. S. 78.

[56] GRILLMEIER, Alois, Jesus der Christus im Glauben der Kirche, Von der apostolischen Zeit bis zum Konzil von Chalcedon (451), Freiburg i. Br. 20043, S. 240.

[57] GRESCHAT, Martin, Gestalten der Kirchengeschichte, Stuttgart, 1993, S. 110 (Art. Alte Kirche I).

[58] GRILLMEIER, Alois, Jesus der Christus im Glauben der Kirche, Von der apostolischen Zeit bis zum Konzil von Chalcedon (451), Freiburg i. Br. 20043, S. 241.

[59] Ebd. S. 241.

[60] Tertullian, Adversus Marcionem, lib. III, cap. XXIV, 4.

[61] SCHEPELERN, Wilhelm, Der Montanismus und die phrygischen Kulte, Tübingen 1929, S. 31.

[62] Tertullian, Adversus Marcionem, lib. III, cap. XXIV, 4. „Hanc et Ezechiel novit et apostolus Johannes vidit et qui apud fidem nostram et novae prophetiae sermo testatur, ut etiam effigiem civitatis ante repraesentationem ejus conspectui futuram in signum praedicarit.“

[63] SCHEPELERN, Wilhelm, Der Montanismus und die phrygischen Kulte, Tübingen 1929, S. 32.

[64] NISTERS, Bernhard, Tertullian – Seine Persönlichkeit und sein Schicksal, in: Münsterische Beiträge zur Theologie, Heft 25, Hrsg. VOLK, Hermann, Münster 1950 S. 126.

[65] HERZOG, Reinhart und LEBRECHT SCHMIDT, Peter, Hrsg., Handbuch der lateinischen Literatur der Antike, Bd.4, München 19974, S. 465 (Reihe: Die Literatur des Umbruchs. Von der lateinischen zur christlichen Literatur).

[66] Ebd. S. 464.

[67] ERZOG, Reinhart und LEBRECHT SCHMIDT, Peter, Hrsg., Handbuch der lateinischen Literatur der Antike, Bd.4, München 19974, S. 465 (Reihe: Die Literatur des Umbruchs. Von der lateinischen zur christlichen Literatur).

[68] „Mobili“ und „Instabili“ (Vgl. Tertullian, Adversus Marcionen, Lib. II, cap. 21.)

[69] Diese Begriff stammt von Tertullian. Vgl.: Tertullian, Adversus Marcionem, Lib. II, cap. XXVII, 2 „philosophorum deo“.

[70] HERZOG, Reinhart und LEBRECHT SCHMIDT, Peter, Hrsg., Handbuch der lateinischen Literatur der Antike, Bd.4, München 19974, S. 465 (Reihe: Die Literatur des Umbruchs. Von der lateinischen zur christlichen Literatur).

[71] Tertullian, Adversus Mercionem, lib. 5, cap. XX.

[72] Tertullian, Adversus Marcionem, lib.5, cap. IV, 2. „Er muss überwunden werden durch das was er bewahrt hat.“

[73] Gal 4, 22 „Es steht doch geschrieben, dass Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Sklavin und einen von der Freien.“

[74] HERZOG, Reinhart und LEBRECHT SCHMIDT, Peter, Hrsg., Handbuch der lateinischen Literatur der Antike, Bd.4, München 19974, S. 466 (Reihe: Die Literatur des Umbruchs. Von der lateinischen zur christlichen Literatur).

[75] Ebd. S. 463.

[76] HARNACK, Adolf, Marcion - Der moderne Gläubige des 2. Jahrhunderts - Der erste Reformator – Die Dorpater Preisschrift (1870), Hrsg. STECK, Friedemann, Bd. 149, Berlin, New York 2003, S. 24.

[77] GRESCHAT, Martin, Gestalten der Kirchengeschichte, Stuttgart, 1993, S. 112 (Art. Alte Kirche I).

[78] HERZOG, Reinhart und LEBRECHT SCHMIDT, Peter, Hrsg., Handbuch der lateinischen Literatur der Antike, Bd.4, München 19974, S. 475 (Reihe: Die Literatur des Umbruchs. Von der lateinischen zur christlichen Literatur).

[79] Fontes Christiani, Bd. 34, Tertullian, Gegen Praxean, Freiburg i. Br. 2001, S. 27.

[80] ALTANER, Berthold und STUIBER, Alfred, Patrologie, Freiburg i. Br., Basel, Wien 19788, S. 155.

[81] Tertullian, Gegen Praxean, Fontes Christiani, Bd.34, Freiburg i. Br. 2001, S. 27.

[82] Tertullian, Adversus Praxean, cap. I, 4.

[83] Ebd., cap. I, 7.

[84] Ebd. cap. I, 5.

[85] HERZOG, Reinhart und LEBRECHT SCHMIDT, Peter, Hrsg., Handbuch der lateinischen Literatur der Antike, Bd.4, München 19974, S. 476 (Reihe: Die Literatur des Umbruchs. Von der lateinischen zur christlichen Literatur).

[86] Tertullian, Gegen Praxean, in: Fontes Christiani, Bd.34, Freiburg i. Br.., 2001, S. 106. „Quasi non sic quoque unus sit omnia dum ex uno omnia, per substantiae scilicet unitatem, et nihilo minus custodiatur oikonomiae sacramentum quae unitatem in trinitatem disponit, tres dirigens patrem et filium et spiritum, tres autem non statu sed gradu, nec substantia sed forma, nec potestate sed specie,unius autem substantiae et unius status et unius potestatis, quia unus deus ex quo et gradus isti et formae et species in nomine patris et filii et spiritus sancti deputantur. quomodo numerum sine divisione patiuntur procedentes tractatus demonstrabunt“ Vgl.: Adversus Praxean ,cap. II, 4.

[87] HERZOG, Reinhart und LEBRECHT SCHMIDT, Peter, Hrsg., Handbuch der lateinischen Literatur der Antike, Bd.4, München 19974, S. 476 (Reihe: Die Literatur des Umbruchs. Von der lateinischen zur christlichen Literatur).

[88] NISTERS, Bernhard, Tertullian – Seine Persönlichkeit und sein Schicksal, in: Münsterische Beiträge zur Theologie, Heft 25, Hrsg. VOLK, Hermann, Münster 1950, S. 127.

[89] Ebd. S. 127.

Ende der Leseprobe aus 92 Seiten

Details

Titel
Tertullian als Montanist
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
2,3
Autor
Jahr
2008
Seiten
92
Katalognummer
V148632
ISBN (eBook)
9783640596607
ISBN (Buch)
9783640596898
Dateigröße
831 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Montanismus, Alte Kirche, Marcion, Praxean, Großkirche, Montanus, Cyprian, Karthago, Afrikanische Kirche, Kiliasmus, Chiliasmus, Psychiker, Valentinus, Entwicklung Katholizismus, Jungfrauen Verschleierung
Arbeit zitieren
Marius Schwarz (Autor:in), 2008, Tertullian als Montanist, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148632

Kommentare

  • Gast am 29.11.2019

    Ein interessanter, aufschlussreicher Auszug. Ich stieß auf ihn bei meinem Bemühen um eine zeitgemäße Darbietungsmöglichkeit von Glauben, und zwar unter kritischer Sichtung überkommener und ggf. überholter mythischer Elemente. So war die Suche nach Tertullian und seiner Auffassung von Trinität geboten, ebenso sein mutmaßlicher Beitrag zur Anthropomorphisierung des Ursprungs allen Seins (mit seiner Vorgabe von der Körperlichkeit der Seele: denn alles Wirkliche sei körperlich, auch Gott).
    Dietrich Kothe http://www.kotheopperau.de
    .

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