Ziel dieser Seminararbeit soll es sein, den Hofmeister vor einem Kuckuckskind zu bewahren, das heißt, die allgemeine These seiner Vaterschaft zu widerlegen. Da ein Abstammungsgutachten bei fiktiven Personen nicht möglich ist, muss der Text Lenzens „Der Hofmeister“ die ´´DNA-Probe`` sein. Diesen gilt es unter der
Fragestellung - Kann Läuffer der Vater Gustchens Kind sein? - zu betrachten. Kann man diese Frage mit - Nein - beantworten, so ergeben sich Konsequenzen für die Interpretation des Werkes. Dazu gehört besonders die Vaterschaftsfrage, die offen bleibt, sofern Läuffer nicht der Vater ist. Einer kritischen Analyse dieser
Konsequenzen widme ich den zweiten Teil dieser Arbeit. Im folgenden Kapitel gilt die Aufmerksamkeit der ersten Fragestellung unter Berücksichtigung der Chronologie, der sprachlichen Gestalt und der kontextuellen Ebene.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Textanalyse - Zeitstruktur, Sprache und Kontext
- Analyse der zeitlichen Struktur
- Analyse der sprachlichen Gestalt
- Kontextuelle Analyse - Intention vs. Inkompetenz
- Konsequenzen für die Interpretation
- Pätus = Pater?
- Die unbefleckte Empfängnis
- „Der Weisheit letzter Schluß"
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit zielt darauf ab, die These von Läuffers Vaterschaft in Lessings „Der Hofmeister“ zu widerlegen. Die Analyse soll zeigen, dass Läuffer nicht der Vater von Gustchens Kind ist. Dazu werden die Zeitstruktur des Textes, die sprachliche Gestalt der Zeitangaben und der kontextuelle Rahmen des Werkes untersucht.
- Analyse der Zeitstruktur und der sprachlichen Gestalt der Zeitangaben in Lessings „Der Hofmeister“
- Die Frage der Vaterschaft in Bezug auf die zeitliche Abfolge der Ereignisse im Text
- Die Rolle der Sprache und der Intention des Autors bei der Darstellung der Zeit
- Die Bedeutung des kontextuellen Rahmens für die Interpretation der Vaterschaftsfrage
- Die Konsequenzen der Widerlegung von Läuffers Vaterschaft für die Gesamtinterpretation des Werkes
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Forschungsfrage und die Zielsetzung der Arbeit vor. Sie erläutert die Notwendigkeit, die Vaterschaft von Läuffer zu widerlegen, um die Interpretation des Werkes zu präzisieren. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Analyse der Zeitstruktur und der sprachlichen Gestalt der Zeitangaben im Text. Dabei wird die These aufgestellt, dass Läuffer nicht der Vater von Gustchens Kind ist, da die Ereignisse des Textes dies nicht zulassen. Das dritte Kapitel befasst sich mit den Konsequenzen dieser These für die Interpretation des Werkes.
Schlüsselwörter
„Der Hofmeister“, Lessing, Zeitstruktur, Sprache, Kontext, Vaterschaft, Interpretation, Chronologie, Zeitangaben, Intention,
Häufig gestellte Fragen zur Vaterschaft in Lenzens "Hofmeister"
Ist Läuffer wirklich der Vater von Gustchens Kind?
Die Seminararbeit stellt die These auf, dass Läuffer aufgrund der Zeitstruktur und Chronologie des Textes nicht der Vater sein kann.
Wie wird die Zeitstruktur im "Hofmeister" analysiert?
Die Arbeit untersucht die sprachliche Gestalt der Zeitangaben und die Abfolge der Ereignisse, um zu beweisen, dass die Zeugung zeitlich nicht mit Läuffers Anwesenheit korreliert.
Welche Konsequenzen hat eine Widerlegung der Vaterschaft?
Sollte Läuffer nicht der Vater sein, muss die Interpretation des Werkes neu bewertet werden, insbesondere im Hinblick auf die moralische Aussage und die Rolle anderer Figuren wie Pätus.
Was bedeutet "Intention vs. Inkompetenz" in diesem Zusammenhang?
Es wird gefragt, ob Lenz absichtlich Unstimmigkeiten in die Chronologie eingebaut hat oder ob es sich um dramaturgische Flüchtigkeitsfehler handelt.
Wer könnte alternativ als Vater infrage kommen?
Die Arbeit diskutiert alternative Möglichkeiten, wie etwa die Figur des Pätus, und beleuchtet die Offenheit der Vaterschaftsfrage im Stück.
- Citation du texte
- Peter Maring (Auteur), 2009, Die Vaterschaftsfrage in Lenzens Hofmeister, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148672