Das Ziel der vorliegende Masterthesis ist es, das Know-how der traditionellen chinesischen Medizin, insbesondere der Akupunktur, auf Geschäftsprozesse anzuwenden. Der Fokus der Thesis beruht auf der Untersuchung und Analyse der Methoden und Verfahren der Akupunktur in der traditionellen chinesischen Medizin und auf der Anwendbarkeit dieser Verfahren bei der Gestaltung und Optimierung von Geschäftsprozessen.
Die Anwendung der medizinischen Verfahren auf Geschäftsprozesse wird beispielhaft in den Bereichen Logistik und Produktionsplanung und -steuerung erläutert. Im Hinblick auf die Möglichkeit der Anwendung dieses Akupunkturverfahrens im Bereich der Produktionsplanung und -steuerung wird diese Arbeit im Rahmen des "Optimized Production Technology"-Ansatzes analysiert und demonstriert.
Im Hinblick auf die Logistik wird die Anwendbarkeit der chinesischen Akupunktur auf die Prozessoptimierung im Cross-Docking-Zentrum realisiert. In diesem Kontext setzt der Autor diese medizinischen Ansätze anhand eines konkreten Beispiels aus seiner beruflichen Tätigkeit bei einem renommierten KEP-Unternehmen um.
"PocA" steht für "Prozessoptimierung durch chinesische Akupunktur" und ist ein Modell zur Optimierung des Geschäftsprozesses.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Eine andere Denkweise?
1.2 Ein anderes Bewusstsein
1.3 Die erste Frage
1.4 Vorgehensweise der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Akupunktur
2.1.1 Grundlagentheorie der TCM
2.1.2 Chinesische Akupunktur
2.1.3 Verfahren der Akupunkturtherapie
2.1.4 Unterstützung und Kontraindikation der Akupunktur
2.2 Prozess, Geschäftsprozess und Business Process Management (BPM)
2.2.1 Prozess und Geschäftsprozess
2.2.2 Merkmale des Prozesses
2.2.3 Geschäftsprozessmanagement (GPM)
2.2.4 Umfang der Prozessstudie
2.3 Optimized Production Technology (OPT)
2.3.1 Ziel der OPT
2.3.2 Die OPT-Regeln
2.3.3 Engpass (Flaschenhals)
2.4 Cross-Docking
2.4.1 KEP-Dienstleister und Cross-Docking-Zentrum (CDZ)
2.4.2 Ziele des Cross-Dockings und Dimensionen
2.4.3 Klassifikation des Cross-Dockings
2.4.4 Verfahren des Cross-Dockings
2.4.5 Vor- und Nachteile des Cross-Dockings
2.5 Kennzahlen und Kennzahlensystem
2.5.1 Kennzahlen
2.5.2 Kennzahlensystem
3 OPT-Verfahren zur Optimierung des Prozessdurchflusses
3.1 Behandlungsschritte – „Punktepositionierung und Akupunkturen“
3.1.1 Ursachen von Produktionsengpässen
3.1.2 Erkennung der Produktionsengpässe
3.1.3 Engpässe beseitigen
3.2 Einflussfaktoren beim OPT-Ansatz
3.3 „Yin und Yang“ im OPT-Verfahren
4 Herangehensweise zur Optimierung des Prozessdurchflusses am Beispiel Cross-Docking eines KEP-Dienstleisters
4.1 Szenarienbeschreibung eines CDZs
4.2 Problemfindung durch „Diagnose“
4.2.1 Ziel am Fall
4.2.2 Diagnose der Problempunkte mit „Vier-Schritte “
4.2.3 Bildung von Clustern bzgl. der diagnostiseirten Problemspunkten
4.3 Prozessvisualisierung - „Meridiane“
4.4 Entscheidende Aktivitäten (Tätigkeiten) - „Akupunkturpunkte“
4.5 Prozessoptimierung - „Behandlung”
4.5.1 „Akupunktieren“ – Leistung erhöhen
4.5.2 „Akupunktieren“ – Kosten minimieren
4.5.3 Ein „Technisches System“ zur Optimierung des Prozessdurchflusses
5 Ein nachhaltiges System mit Reaktion auf den Menschlichen Faktoren
5.1 Ein „Technisches System“ mit Menschlichen Kennzahlensystemen innerhalb eines Unternehmens
5.1.1 Ein entscheidender Einflussfaktor zur Prozessoptimierung – „Engergie“
5.1.2 Menschlichen Kennzahlensystemen am Fall „Crossdocking“
5.2 „Yin – Yang” und „fünf – Elemente” im Fall „Crossdocking“
5.2.1 Yin und Yang
5.2.2 Fünf – Elemente
5.3 Modellierung eines nachhaltigen Systems mit Reaktion auf den Menschlichen Faktoren
6 Fazit
6.1 Ziel der Arbeit in weiterem Sinn
6.2 Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Masterthesis „PocA“ untersucht die Anwendbarkeit der Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), insbesondere der Akupunktur, zur Optimierung von Geschäftsprozessen in einem Cross-Docking-Zentrum eines KEP-Dienstleisters. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie eine Herangehensweise zur Optimierung des Prozessdurchflusses unter Nutzung dieser medizinischen Metaphorik und Ansätze systematisch aussehen und nachhaltig implementiert werden kann, um Engpässe zu identifizieren und zu beheben.
- Übertragung der Lehre von Meridiane und Akupunkturpunkte auf betriebliche Abläufe
- Analyse und Optimierung von Prozess-Engpässen basierend auf dem Optimized Production Technology (OPT) Ansatz
- Entwicklung eines Kennzahlensystems zur Diagnose, Steuerung und Kontrolle von Prozessproblemen
- Integration menschlicher Faktoren und psychologischer Aspekte zur nachhaltigen Systemgestaltung
- Fallstudienbasierte Anwendung der entwickelten Methode im praktischen Logistikumfeld
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Ein lebender menschlicher Körper besteht aus verschiedenen Organen, das Blut zirkuliert ständig in den Gefäßen zwischen diesen Organen und transportiert Energie zu den verschiedenen Organen des Körpers. Die Energie, die aus den Stoffen der Luft und den Nährstoffen der Nahrung gewonnen wird, unterstützt das gesunde und kontinuierliche Funktionieren des Lebens. Ein Unternehmen kann ebenfalls als „lebendig“ beschrieben werden, denn es hat verschiedene Abteilungen und Positionen, die den verschiedenen Geweben und Organen im menschlichen Körper entsprechen.
Die Beschäftigten in den verschiedenen Positionen und Abteilungen arbeiten ununterbrochen, und die Tätigkeiten aller Arbeiten in diesen Positionen und Abteilungen sind innerhalb des Unternehmens miteinander verbunden, wodurch der Arbeitsfluss innerhalb und außerhalb der Organisation, der so genannte Arbeitsprozess, entsteht. Wenn also ein Unternehmen ein Problem mit seinen Prozessen hat, ist es wie bei einem Menschen, der an einer Krankheit leidet: Die Krankheit führt zu einer Blockade des Blut- und Energieflusses und muss neu kanalisiert werden.
Viele betriebliche Probleme sind prozessbezogen. Daher ist es für den reibungslosen und gesunden Ablauf der Unternehmenstätigkeit von großer Bedeutung, ob es gelingt, Prozessprobleme systematisch zu lösen und langfristig gute Ergebnisse bei der Prozessoptimierung zu erzielen. Was wäre also das „Blut“ und die „Energie“ im unternehmerischen Prozess? Und wie könnten die „Blockaden“ in diesem Prozess gelöst werden?
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Analogie zwischen menschlichem Organismus und Unternehmensorganisation ein und stellt die zentrale Forschungsfrage zur Prozessoptimierung mittels TCM-Methodik.
2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel erläutert die Konzepte der TCM, Akupunktur, BPM und OPT sowie deren Anwendungskontext zur Lösung betrieblicher Prozessprobleme.
3 OPT-Verfahren zur Optimierung des Prozessdurchflusses: Hier wird das OPT-Verfahren mit der Akupunkturtherapie verknüpft, um Engpässe systematisch durch spezifische Behandlungsschritte zu identifizieren und zu beseitigen.
4 Herangehensweise zur Optimierung des Prozessdurchflusses am Beispiel Cross-Docking eines KEP-Dienstleisters: Die theoretischen Ansätze werden in einer konkreten Fallstudie eines CDZ angewandt, um auftretende Probleme durch eine Vier-Schritte-Diagnose zu visualisieren und zu lösen.
5 Ein nachhaltiges System mit Reaktion auf den Menschlichen Faktoren: Dieses Kapitel modelliert ein langfristiges System, das Kennzahlensysteme mit menschlichen Faktoren wie Motivation und Unternehmenskultur verbindet, um die Wirksamkeit der optimierten Prozesse zu sichern.
6 Fazit: Das Fazit zieht eine Bilanz der gewonnenen Erkenntnisse und gibt einen Ausblick auf die komplementäre Nutzung von TCM und westlichen Managementmethoden zur Prozessoptimierung.
Schlüsselwörter
Prozessoptimierung, Chinesische Akupunktur, Cross-Docking, KEP-Dienstleister, Kennzahlensystem, Engpassmanagement, OPT-Verfahren, Geschäftsprozessmanagement, Logistik, Energiefluss, Menschliche Faktoren, Prozessdurchfluss, TMC, Lean Management, Systemische Prozessanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Prinzipien aus der Traditionellen Chinesischen Medizin und Akupunktur genutzt werden können, um Geschäftsprozesse in logistischen Umgebungen, speziell bei einem KEP-Dienstleister, zu optimieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Prozessmanagement, die Integration von TCM-Lehren zur Diagnose von Engpässen, das Optimized Production Technology (OPT) Modell und die Entwicklung nachhaltiger, mitarbeiterorientierter Kennzahlensysteme.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Entwicklung einer Herangehensweise zur systemischen Optimierung des Prozessdurchflusses, bei der die Identifikation von Engpässen analog zur Identifikation von Akupunkturpunkten erfolgt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine analoge Forschungsmethode angewandt, bei der medizinische Denkmodelle der Akupunktur auf betriebswirtschaftliche Arbeitsprozesse übertragen und in einer Fallstudie exemplarisch validiert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert theoretische Fundamente, beschreibt die Diagnosemethodik anhand der Vier-Schritte-Diagnose der TCM und simuliert die Anwendung in einem Cross-Docking-Szenario inklusive der Modellierung eines Kennzahlensystems.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie PocA, Prozessoptimierung, Akupunktur-Metaphorik, Kennzahlensysteme, KEP-Dienstleister und Engpassmanagement.
Wie werden die Probleme in einem Cross-Docking-Zentrum identifiziert?
Probleme werden durch die Anwendung der „Vier-Schritte“-TCM-Diagnose (Betrachten, Hören und Riechen, Fragen, Befühlen) identifiziert, wobei Kennzahlen und Datenanalysen als „Tastsinn“ dienen, um ineffiziente Abläufe systematisch aufzudecken.
Welche Rolle spielt der Mensch im entwickelten System?
Der Mensch fungiert als entscheidender Einflussfaktor („Energie“). Das entwickelte System berücksichtigt menschliche Faktoren durch faire Anforderungen, gezielte Rückmeldungen und ein förderliches Arbeitsklima, um Motivation und Prozessleistung im Einklang zu erhöhen.
Was ist das „PocA“-Verfahren?
„PocA“ steht für „Prozessoptimierung durch chinesische Akupunktur“ und bezeichnet die in dieser Masterthesis entwickelte Methodik, Prozessleiden durch gezielte, systemorientierte Maßnahmen – analog zur Setzung von Akupunkturnadeln – nachhaltig zu heilen.
- Arbeit zitieren
- Yang Bai (Autor:in), 2024, Anwendung Traditioneller Chinesischer Medizin auf Geschäftsprozesse. Akupunktur in Logistik und Produktionsplanung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1487088