Die vorliegende Arbeit soll anhand der Forschungsfrage „Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die Rolle der Controller aus und welche Potenziale oder Herausforderungen ergeben sich hierbei für Controller?“ den Wandel der Rolle der Controller im Zuge der Digitalisierung untersuchen. Aufgrund des begrenzten Umfangs der Hausarbeit wird hier schwerpunktmäßig auf die Auswirkungen von Big Data eingegangen. Mittels einer Literaturanalyse werden die Folgen der Digitalisierung für Controller dargestellt und zukünftig zu erwartende Veränderungen des Rollenbildes abgeleitet.
Hierzu werden zunächst das Controlling und das ursprüngliche Rollenverständnis von Controllern vorgestellt. Im Anschluss wird betrachtet, in welcher Weise die Digitalisierung das Controlling beeinflusst. Auf Grundlage der zusammengetragenen Informationen werden dann Potenziale und Herausforderungen der Digitalisierung für Controller herausgearbeitet und kritisch beleuchtet. Zum Schluss werden mögliche, zukünftige Rollenbilder eines Controllers vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Controlling und Rolle des Controllers
2.1 Die Begriffe Controlling und Controller
2.2 Ursprüngliches Rollenverständnis und bisherige Entwicklung
2.3 Aufgaben
3 Digitalisierung im Controlling
4 Auswirkungen der Digitalisierung auf die Rolle des Controllers
4.1 Veränderung der Controlling Aufgaben
4.2 Potenziale der Digitalisierung
4.3 Herausforderungen und Risiken der Digitalisierung
4.4 Zukünftige Rollen des Controllers
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand einer Literaturanalyse die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Rollenbild von Controllern, insbesondere im Hinblick auf die Forschungsfrage, welche Potenziale und Herausforderungen sich daraus für das Aufgabenprofil ergeben.
- Wandel des Rollenverständnisses vom Zahlenlieferanten zum Business Partner
- Einfluss von Big Data auf Controlling-Prozesse und Forecasting
- Notwendigkeit neuer Kompetenzanforderungen (Business Analytics, IT-Verständnis)
- Veränderung der Schnittstellenfunktion zwischen IT und Management
- Zukünftige Rollenbilder wie "Digitaler Controller" oder "Business Analyst"
Auszug aus dem Buch
4.2 Potenziale der Digitalisierung
Durch die Möglichkeiten neuer Technologien erhöht sich die Komplexität der Unternehmenssteuerung. Zukünftige Veränderungen müssen frühzeitig erkannt werden. Für Controller als strategische Partner mit analytischer Weitsicht besteht hier die Chance, an Bedeutung für das Unternehmen zu gewinnen. Auch die Echtzeit-Auswertung von Daten bedarf einer umfassenden Kognition der Prozesszusammenhänge. Der Controller kann die Prozessstabilität sichern und damit einen operativen Mehrwert liefern (Heupel/Reinhardt 2019: 117-119).
Durch die mittels Big Data zur Verfügung stehenden Datenmengen und Informationstechnologien wie SAP HANA, ist es dem Controller möglich, große Datenmengen nahezu in Echtzeit auszuwerten und somit jederzeit auf einem aktuellen Kenntnisstand zu sein. Durch zunehmend automatische Prognosen sinkt der Aufwand für die Erstellung von Forecasts erheblich. Die Zahlen der generierten Prognosen müssen durch den Controller lediglich noch validiert werden. Hier bietet eine Zusammenarbeit von Controllern mit der IT Potenzial für ein flexibles Steuerungssystem, welches kontinuierlich optimiert werden kann (Nobach 2019: 254-259). Mit Big Data lassen sich weiterhin Szenarioanalysen und Forecasts effektiver, mit geringer Fehlerwahrscheinlichkeit und genauer erstellen (Heupel/Reinhardt 2019: 120).
Controller können Informationen durch digitale Technologien leichter austauschen, sowie schneller und adressatengerechter vermitteln. Es gibt neue Analysewerkzeuge, mithilfe derer neue Erkenntnisse zur Optimierung von unternehmerischen Entscheidungen gewonnen werden können. Von Vorteil sind für den Controller im Bereich der Analysetätigkeit ebenso die Echtzeitverfügbarkeit von Daten und der Nutzen von künstlicher Intelligenz. Hiermit lassen sich teilweise auch Abweichungsanalysen automatisieren, was für den Controller bedeutet, dass Entscheider schneller reagieren können und Gegensteuerungsmaßnahmen sofort realisiert werden können (Nobach 2019: 260-262).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema des strukturellen Wandels des Controllings durch die Digitalisierung ein und definiert die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen.
2 Controlling und Rolle des Controllers: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des Controllings, das ursprüngliche Rollenbild des Controllers als Zahlenlieferant und dessen historische Entwicklung.
3 Digitalisierung im Controlling: Hier werden grundlegende Begriffe der Digitalisierung, insbesondere Big Data und Business Analytics, im Kontext des Controllings definiert und abgegrenzt.
4 Auswirkungen der Digitalisierung auf die Rolle des Controllers: Dieses Kapitel analysiert die konkreten Veränderungen der Aufgaben, die sich ergebenden Potenziale und die neuen Anforderungen bzw. Risiken durch die digitale Transformation.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert, dass die Rolle des Controllers zwar im Wandel begriffen ist, er aber durch eine stetige Kompetenzentwicklung eine entscheidende, zukunftsfähige Schnittstellenrolle einnehmen kann.
Schlüsselwörter
Controlling, Controller, Digitalisierung, Big Data, Business Partner, Business Analytics, Unternehmenssteuerung, Forecasting, Informationstechnologie, Kompetenzanforderungen, digitale Transformation, Automatisierung, Predictive Analytics, Datenvalidierung, Schnittstellenfunktion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation des Berufsbildes des Controllers in einem durch die Digitalisierung geprägten wirtschaftlichen Umfeld.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Entwicklung des Controllings, den Einfluss von Big Data sowie die sich wandelnden Kompetenzanforderungen an Controller.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, wie sich die Digitalisierung auf die Rolle des Controllers auswirkt und welche Potenziale sowie Herausforderungen daraus resultieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf eine Literaturanalyse, um den aktuellen Stand der Forschung zur Rolle des Controllers im digitalen Zeitalter aufzuarbeiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen des Controllings, die technologischen Einflüsse der Digitalisierung und eine detaillierte Analyse der veränderten Aufgabenbereiche und Rollenausprägungen diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Business Partner", "Big Data", "digitale Transformation" und "Kompetenzanforderungen" charakterisiert.
Was unterscheidet den "Business Partner 2.0" vom traditionellen Controller?
Im Gegensatz zum rein operativen Zahlenlieferanten agiert der Business Partner 2.0 als aktiver Begleiter der digitalen Transformation und nutzt proaktiv Business Analytics zur Steuerung.
Welches Risiko birgt die Digitalisierung für das klassische Berichtswesen?
Durch Self-Controlling-Tools des Managements und die Automatisierung von Reporting-Prozessen besteht das Risiko, dass die Erstellung reiner Berichte als manuelle Controller-Aufgabe obsolet wird.
Wie sollten Controller auf die Abhängigkeit von Data Scientists reagieren?
Controller sollten laut Arbeit ergänzende Grundkenntnisse in Business Analytics erwerben, um als kompetente Schnittstelle zwischen Management und IT zu fungieren, anstatt von Spezialisten vollständig abhängig zu sein.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, Die Rolle des Controllers im Wandel. Fluch und Segen der Digitalisierung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1487818