Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

Die spanische Handelsroute nach "West-Indien"

Die Lebensader des spanischen Weltreichs

Title: Die spanische Handelsroute nach "West-Indien"

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 33 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Benjamin Faust (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Gerade in der heutigen Zeit, im 21. Jahrhundert, ist der Welthandel mehr denn je die Lebensader unseres Wohlstandes und der Motor der Globalisierung. Der überwiegend größte Teil dieses Handels wird über die Ozeane abgewickelt. Dort werden vor allem Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas, aber auch alle anderen erdenklichen Waren von A nach B verbracht und gehandelt. Dieser Sektor des Seehandels unterliegt seit Jahren einem stetigen Wachstum, der nur durch Wirtschaftskrisen Einbrüche verzeichnet. Der Schiffsraum und die Tonnagen (Bruttoregistertonnen ) werden immer größer. Dies bildet gerade in einer Zeit, in der die Kluft zwischen den reichen Industrie- und den armen Dritte-Welt-Staaten immer größer wird, bzw. ein Nord-Süd-Gefälle des Reichtums der Nationen deutlicher erkennbar wird, immer öfter auch der Piraterie eine profitable Legitimation.
Die Piraterie ist jedoch kein neues Phänomen; sie entwickelte sich bereits vor hunderten von Jahren. Ihren Höhepunkt fand sie zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert in der Karibik. Um der Piraterie entgegenzuwirken wurde bereits in dieser Zeit das System der Konvois und Geleitzüge entwickelt und angewendet. In diesen Geleitzügen segelten damals schon bis zu 100 Schiffe im Verbund und wurden durch eine Eskorte von Kriegsschiffen vor Piratenangriffen oder feindlichen Kriegsschiffen geschützt. Auch heute besteht die Überlegung wieder solche Schutzmaßnahmen aufzunehmen um einen wirksameren Schutz der Handelsflotten zu gewährleisten. Erst kürzlich wurden auch deutsche Kriegsschiffe, zum Schutz vor Piratenangriffen, in den Golf von Aden und an das Horn von Afrika gesandt.
Diese Hausarbeit mit dem Thema: „Die spanische Handelsroute nach ‚West-Indien‘ – die Lebensader des spanischen Weltreichs“, greift genau diese Problematik wieder auf. An diesem historischen Beispiel, der Abhängigkeit der spanischen Krone von ihren Kolonien und dem damit verbundenen starken Seehandel zwischen Spanien und der „Neuen Welt“, den es vor Angreifern zu schützen galt, können eindeutig Parallelen zur Piratenproblematik des 21. Jahrhunderts gezogen werden.
Wer waren die Gegner Spaniens zu dieser Zeit und welche Interessen verfolgten diese? Welche Bedeutung hatten die kolonialen Neuerwerbungen für Spanien in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht? Welche Konsequenzen zog der Verlust der spanischen Seeherrschaft für Spanien sowie den kolonialen Besitz nach sich?

Excerpt


Gliederung

I. Einleitung

II. Die Entdeckung „West-Indiens“

a) Die Conquista - Aufstieg Spaniens zum „Weltreich“

b) Wirtschaftliche Bedeutung der „Neuen Welt“ für Spanien

c) Politische Folgen und Interessen der spanischen Gegner

III. Der Seeweg nach „West-Indien“

a) Lebensader Spaniens

b) Bedrohungen des spanischen Handelsweges

a. Franzosen, Engländer, Niederländer

b. Piraten und Kaperfahrer

IV. Untergang des spanischen Weltreiches

V. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Hausarbeit analysiert die historische Bedeutung der Handelsroute zwischen Spanien und seinen Kolonien in „West-Indien“. Dabei wird untersucht, wie die Abhängigkeit des spanischen Weltreichs von den kolonialen Silber- und Goldimporten eine Verwundbarkeit schuf, die von rivalisierenden europäischen Mächten und Piraten konsequent ausgenutzt wurde, um den Aufstieg Spaniens zu bremsen und letztlich dessen Seeherrschaft zu untergraben.

  • Die koloniale Expansion Spaniens und die wirtschaftliche Ausbeutung der „Neuen Welt“.
  • Strukturen und Sicherheitskonzepte der spanischen Handelsflotte (Konvoi-System).
  • Die Bedrohung durch rivalisierende Seemächte (England, Frankreich, Niederlande).
  • Die Rolle von Piraterie und Kaperfahrern als politisches Instrument.
  • Die langfristigen Konsequenzen des Verlusts der spanischen Seehoheit.

Auszug aus dem Buch

a) Lebensader Spaniens

Durch Geleitzüge, die von den Spaniern „Flota“ oder „Carrera de las Indias“ genannt wurden, wurde versucht, die von Hispanoamerika kommenden, spanischen Silberschiffe vor feindlichen Übergriffen zu schützen. Das klassische spanische Konvoi-System etablierte sich um 1561 und wurde in dieser Form bis etwa 1650 genutzt.

Jedes Jahr segelten, ausgehend von den Häfen in Sevilla und Cádiz, im April, Konvois nach Santo Domingo (Haiti), Honduras, Vera Cruz in Neu-Spanien (Mexiko) und Kuba. Im August segelten die Schiffe zur nördlichen Küste Süd-Amerikas und dem Isthmus von Panama. Beide Konvois verließen die Karibik schließlich zu Beginn des Folgejahres, um Spanien im März zu erreichen. Abhängig war der Zeitplan der Konvois jedoch hauptsächlich vom Wetter und Wirtschaftsfaktoren. Nach Westen segelnde Konvois nahmen einen südlichen Kurs, an den Kanaren vorbei, bis sie schließlich die südliche Hälfte der Karibik erreichten. Ostwärts segelnde Konvois passierten Kuba nördlich in Richtung der Bahamas. Im Hafen von Habana ging die Silberflotte zum letzten mal in der Karibik vor Anker, um den Rest ihrer Ladung an Bord zu nehmen. Dies waren dann beispielsweise Häute oder Campecheholz. Zumeist wurde auf den Azoren ein Halt eingelegt, um unter anderem Vorräte zu ergänzen oder Kranke zu versorgen. So konnte der letzte, gefährlichere Teil des langen Seeweges nach Sevilla in Angriff genommen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die historische Problematik und Zielsetzung der Untersuchung hinsichtlich der Bedeutung von Seehandelsrouten und Piraterie.

II. Die Entdeckung „West-Indiens“: Beschreibung der Conquista, der Aufteilung der Welt sowie der wirtschaftlichen und politischen Bedeutung der neuen Kolonien für Spanien.

III. Der Seeweg nach „West-Indien“: Erläuterung des spanischen Konvoi-Systems zur Absicherung der Handelswege und Analyse der vielfältigen Bedrohung durch europäische Rivalen und Seeräuber.

IV. Untergang des spanischen Weltreiches: Darstellung des schleichenden Verlusts der spanischen Vorherrschaft durch militärische Rückschläge und finanzielle Instabilität.

V. Schlussfolgerung: Synthese der Untersuchungsergebnisse über den Zusammenhang von Kolonialwirtschaft, Schutzbedarf und dem langfristigen Niedergang der spanischen Seeherrschaft.

Schlüsselwörter

Spanien, West-Indien, Kolonialreich, Seehandel, Konvoi-System, Piraterie, Kaperfahrer, Conquista, Silberflotte, Seeherrschaft, Neue Welt, Handelsmonopol, Weltreich, Geschichte, Atlantik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit?

Die Arbeit untersucht die historische Bedeutung der Handelsroute zwischen Spanien und seinen Überseekolonien sowie deren Rolle als „Lebensader“ des spanischen Weltreichs.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die koloniale Expansion, die wirtschaftliche Ausbeutung der Kolonien durch den Silber- und Goldabbau, das spanische Konvoi-System und der zunehmende Druck durch rivalisierende europäische Nationen und Piraten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Abhängigkeit der spanischen Krone von ihrem Seehandel aufzuzeigen und zu belegen, wie diese Abhängigkeit und der Kampf gegen Konkurrenten den Aufstieg und späteren Untergang der spanischen Seeherrschaft beeinflussten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche und die Analyse historischer Ereignisse, Dokumente und zeitgenössischer Berichte über den spanischen Überseehandel.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Entdeckung der „Neuen Welt“, die logistische Absicherung durch Konvois und die detaillierte Analyse der Bedrohungen durch englische, französische und niederländische Akteure sowie Kaperfahrer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Kolonialgeschichte, maritime Strategie, Handelsmonopol, Konvois, Piraterie und das imperiale Spanien.

Welche Rolle spielten die Silberminen von Potosí für die spanische Krone?

Die Silberminen von Potosí waren ab 1545 essenziell, da sie Spanien schlagartig die notwendigen finanziellen Mittel verschafften, um seine kostspielige imperiale Politik und militärische Infrastruktur aufrechtzuerhalten.

Warum konnte die Piraterie in der Karibik trotz spanischer Gegenmaßnahmen so stark werden?

Piraten wurden häufig von konkurrierenden europäischen Mächten unterstützt, da sie eine kostengünstige Möglichkeit boten, den spanischen Erzrivalen ohne offenen Krieg zu schwächen und sein Handelsmonopol zu untergraben.

Excerpt out of 33 pages  - scroll top

Details

Title
Die spanische Handelsroute nach "West-Indien"
Subtitle
Die Lebensader des spanischen Weltreichs
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Course
Piraterie und Welthandel
Grade
1,3
Author
Benjamin Faust (Author)
Publication Year
2009
Pages
33
Catalog Number
V148839
ISBN (eBook)
9783640593125
ISBN (Book)
9783640593163
Language
German
Tags
Spanien Südamerika West-Indien Handel Handelsroute Cortez Gold Silber Piraten Karibik Seeweg England Seeherrschaft Freibeuter Inka
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Faust (Author), 2009, Die spanische Handelsroute nach "West-Indien", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148839
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  33  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint