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Alltagsrassismus und Othering. Welche Rolle spielen Printmedien?

Ein GRIN Sammelband

Titel: Alltagsrassismus und Othering. Welche Rolle spielen Printmedien?

Sammelband , 2024 , 82 Seiten

Autor:in: GRIN Verlag (Hrsg.) (Herausgeber:in), Cristian Claus (Autor:in), Linh Hoang (Autor:in), Kristin Bohla (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die erste Arbeit besteht aus drei thematisch zusammenhängenden Essays. Die übergeordnete Fragestellung lautet: Inwiefern führen einige der Kulturkonzepte, die in der Ethnologie Anwendung finden, zu Othering? Der Autor untersucht, wie Fremdenfeindlichkeit oder die Ablehnung der Anderen entsteht und warum es so viele Anfeindungen gegenüber "anderen" Menschen gibt.

Die zweite Hausarbeit behandelt die Methode der „Kritischen Diskursanalyse“ und verschiedene Theorien, darunter den Orientalismus, Theorien der Positionierung und des Othering und die Thematik der Stereotype. Diese Theorien sind für das Verständnis der Art der Berichterstattung in Boulevardmedien nötig und hängen eng zusammen.Anschließend untersucht sie acht exemplarische Online-Artikel von bild und vier Online-Artikeln der britischen Boulevardzeitung „The Sun“, um einen internationalen Vergleich zu schaffen. Nutzerkommentare unter zweien dieser Artikel werden anhand von Hans-Jürgen Buchers Artikel „Zwischen Deliberation und Emotionalisierung: Interaktionsstrukturen in Sozialen Medien“ analysiert.

Im dritten Text wird der Frage nachgegangen, inwiefern Text und Bild in den ausgewählten gängigen Bilderbüchern den Otheringprozess konstruieren. Die Bücher, die untersucht werden sind "Am Tag als Saida zu uns kam" (2016) und "Prinzessin Sharifa und der mutige Walter" (2010). Zuerst wird der Begriff "Othering" und seinen theoretischen Hintergrund näher erläutert. Anschließend wird das Literaturmedium Bilder- bzw. Kinderbücher bestimmt, und welche Rolle sie in der Frühwahrnehmung und -orientierung bei Kindern spielen können. Danach wird die Vorgehensweise bzw. die Analysematrix in Anlehnung an Maren Conrad vorgestellt.

Die letzte Arbeit geht der Frage nach, inwiefern sich institutioneller und struktureller Alltagsrassismus in Bereichen der Sozialen Arbeit zeigen. Es mag kontrovers klingen, aber Rassismus ist auch in der Sozialen Arbeit zu finden. Auch sie ist in rassistische Machtverhältnisse eingebunden und reproduziert diese. Das professionelle Handeln findet meist in Institutionen statt, die von dominanzgesellschaftlichen Logiken geprägt sind und damit von strukturellem Rassismus. Es ist essenziell, dass sich die Soziale Arbeit, egal in welchem Handlungsfeld, mit dem Thema Alltagsrassismus auseinandersetzt, um ein professionelles Handeln anzustreben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Institutioneller und Struktureller Alltagsrassismus in der Sozialen Arbeit von Kristin Bohla 2023

1. Einleitung

2. Alltagsrassismus

2.1 Institutioneller Alltagsrassismus

2.2 Struktureller Alltagsrassismus

3. Im Kontext der Sozialen Arbeit

3.1 Institution Jugendhilfe

3.2 Struktureller Othering und Integration

Fazit

Othering in Bilderbüchern. Eine Analyse von „Am Tag als Saida zu uns kam“ und „Prinzessin Sharifa und der mutige Walter. Zwei alte Geschichten neu erzählt.“ Von Linh Hoang 2022

Einleitung

1. Begriffsbestimmungen

Othering

Bilderbücher

2. Analyse

2.1 Vorgehensweise

2.2 Mikrostruktur: Erzählung

2.3 Makrostruktur: Bilderbuchgestaltung

2.4 Am Tag, als Saida zu uns kam (2016)

2.5 Prinzessin Sharifa und der mutige Walter. Zwei alte Geschichten neu erzählt. (2013)

3. Diskussion

Fazit

Die Differenzierung der Andersartigkeit. Wie durch Othering kulturelle Unterschiede entstehen von Cristian Claus 2019

1. Einleitung

2. Auseinandersetzung und Analyse der ausgewählten Themen und Einlagen. Inwiefern führen einige der Kulturkonzepte, die in der Ethnologie Anwendung finden, zu Othering?

2.1 Einlage A: Kultur und interkulturelle Praxis

Hinführung zum Thema

Essay zum Aufsatz „Der Kampf um die Kulturen"

Analyse der erarbeiteten Thematik unter Berücksichtigung der Fragestellung

2.2 Einlage B: Ethnologische Forschungsmethoden

Hinführung zum Thema

Essay zum Einführungskapitel von den „Argonauten des westlichen Pazifik"

Analyse der erarbeiteten Thematik unter Berücksichtigung der Fragestellung

2.3 Einlage C: Ethnologische Perspektive auf Elternschaft und Kindheit

Hinführung zum Thema

Essay zum Dokumentarfilm „Babys"

Analyse der erarbeiteten Thematik unter Berücksichtigung der Fragestellung

Schluss

Strategien der Abwertung und des Othering von Geflüchteten in der medialen Berichterstattung. Eine Analyse von Artikeln der "Bild" und der "The Sun" von Anonym 2021

1. Einleitung

2. Theorie

2.1 Kritische Diskursanalyse

2.2 Edward Said: Orientalismus

2.3 Positionierung

2.4 Othering

2.5 Stereotype nach Homi Bhabha

3. Analyse

3.1 Die Bild-Zeitung

3.2 Analyse von Artikeln

3.3 Die Zeitung „The Sun“

3.4 Analyse von Artikeln

Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegenden wissenschaftlichen Arbeiten untersuchen in verschiedenen Kontexten – der Sozialen Arbeit, der Kinderliteratur, der ethnologischen Theoriebildung sowie der Boulevardmedien – die Mechanismen des "Othering", der Diskriminierung und der Konstruktion von Differenz, um zu einem tieferen Verständnis von Ausschlussmechanismen zu gelangen und Möglichkeiten einer rassismuskritischen Praxis aufzuzeigen.

  • Struktureller und institutioneller Alltagsrassismus in der Sozialen Arbeit.
  • Konstruktion von "Andersartigkeit" und Othering in zweisprachigen Bilderbüchern.
  • Kritische Analyse ethnologischer Kulturkonzepte im Hinblick auf fremdenfeindliche Tendenzen.
  • Mediale Berichterstattung und Strategien der Abwertung von Geflüchteten in der Boulevardpresse.
  • Ansätze zur Sensibilisierung und Förderung von "Belonging" und professionellem, rassismuskritischem Handeln.

Auszug aus dem Buch

Othering

Das Konzept des Othering ist eine der zentralen Figuren postkolonialer Theoriebildung und wurde vor allem durch postkoloniale Theoretiker*innen wie Edward Said oder Gayatri C. Spivak geprägt. Othering bedeutet, dass per kollektiv zugeschriebener kultureller Charakterisierung Individuen als anders, different dargestellt werden, und zwar unabhängig davon, ob sich diese Differenz tatsächlich in jedem einzelnen Fall in der Realität nachweisen lässt. Othering erscheint deshalb als diskursive Unterscheidung zwischen einem „Wir“ – also der Norm – und „den Anderen“, den von diesem Norm abweichen. Othering ist deshalb ein permanenter Akt der Grenzziehung. Es werden Unterschiede identifiziert und Gemeinsamkeiten, Ähnlichkeiten oder Abweichungen ausgeschlossen. Dieser Prozess steht in einem sehr engen Zusammenhang mit Formen von stereotyper Repräsentation und der daraus resultierenden Internalisierung von Stereotypen sowie von Diskriminierungen.

Als Schlüsseltext der postkolonialen Studien gilt Edward W. Saids Studie Orientalism/Orientalismus (1981/engl. 1978). Said entfaltet unter dem Begriff des Orientalismus die These, dass „westliche“ (literarische) Inszenierungen des islamischen Orients einen Diskurs etablierten, der als ein Zeichen europäisch-atlantischer Macht über den Orient verstanden werden sollte und nicht als ein wahrheitsgemäßer Diskurs über den Orient.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Kapitel bieten eine Einführung in die jeweilige Thematik, definieren die Forschungsfragen und erläutern die Relevanz der untersuchten Phänomene des Alltagsrassismus, Othering und medialen Diskurses.

2. Alltagsrassismus: Es wird der Begriff des Alltagsrassismus nach Philomena Essed eingeführt und die mehrdimensionalen Ebenen sowie das Zusammenspiel von institutionellem und strukturellem Rassismus in der Sozialen Arbeit analysiert.

3. Im Kontext der Sozialen Arbeit: Hier wird die Jugendhilfe als zentrales Handlungsfeld untersucht, um aufzuzeigen, wie Sozialarbeiter*innen durch institutionelle Defizite und mangelnde rassismuskritische Kompetenz Diskriminierung reproduzieren oder nicht verhindern.

Fazit: Die Fazite ziehen eine kritische Bilanz der jeweiligen Untersuchungen und betonen die Notwendigkeit einer reflexiven, rassismuskritischen Praxis und sensibleren Auseinandersetzung in jeglichen gesellschaftlichen und professionellen Handlungsfeldern.

Schlüsselwörter

Alltagsrassismus, Institutioneller Rassismus, Struktureller Rassismus, Othering, Soziale Arbeit, Diskriminierung, Migrationsgeschichte, Postkoloniale Theorie, Repräsentation, Stereotype, Medienanalyse, Boulevardpresse, Integration, Kulturkonzepte, Orientalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesen Arbeiten grundsätzlich?

Die Arbeiten setzen sich mit verschiedenen Formen von Rassismus, Ausgrenzung ("Othering") und der Konstruktion von Differenz in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen auseinander.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen die Soziale Arbeit, Kinder- und Bilderbuchanalyse, ethnologische Forschungsmethoden und die mediale Berichterstattung über Geflüchtete.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchungen?

Ziel ist es, Mechanismen der Ausgrenzung und Abwertung freizulegen, die in (Alltags-)Strukturen, Texten und Bildern wirken, um ein Bewusstsein für diese Prozesse zu schaffen und rassismuskritisches Handeln zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeiten nutzen unter anderem die Kritische Diskursanalyse, Literaturanalysen, die Auswertung von Einlagen (portfoliogestützt) sowie empirische Analysen von Text-Bild-Relationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeiten behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (wie Postkoloniale Theorie/Orientalismus) sowie konkrete Analysen von Fallbeispielen (z.B. Bilderbücher, Zeitungsartikel) detailliert ausgearbeitet und diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeiten?

Wesentliche Begriffe sind Othering, Alltagsrassismus, Diskriminierung, Migrationsgesellschaft, Repräsentation und Machtverhältnisse.

Inwiefern beeinflussen Boulevardmedien die öffentliche Wahrnehmung von Geflüchteten?

Boulevardmedien wie die "Bild" oder "The Sun" tragen durch reißerische Sprache, die stereotype Verknüpfung von Herkunft mit Kriminalität und eine Emotionalisierung der Berichterstattung maßgeblich zur Entmenschlichung und Abwertung von Geflüchteten bei.

Warum ist das Thema "Othering" in der Sozialen Arbeit so bedeutend?

Es ist bedeutend, weil Sozialarbeiter*innen unbewusst durch kulturalisierende Deutungsmuster und institutionelle Strukturen in Diskriminierungsprozesse verstrickt sind, was die Lebensqualität der Adressat*innen massiv beeinträchtigen kann.

Ende der Leseprobe aus 82 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Alltagsrassismus und Othering. Welche Rolle spielen Printmedien?
Untertitel
Ein GRIN Sammelband
Autoren
GRIN Verlag (Hrsg.) (Herausgeber:in), Cristian Claus (Autor:in), Linh Hoang (Autor:in), Kristin Bohla (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
82
Katalognummer
V1488752
ISBN (eBook)
9783389041260
ISBN (Buch)
9783389041277
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Othering Rassismus Andersartigkeit Geflüchtete Berichterstattung Bilderbücher Alltagsrassismus Struktureller Rassismus Jugendhilfe Integration Institutioneller Rassismus Kulturkonzepte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
GRIN Verlag (Hrsg.) (Herausgeber:in), Cristian Claus (Autor:in), Linh Hoang (Autor:in), Kristin Bohla (Autor:in), 2024, Alltagsrassismus und Othering. Welche Rolle spielen Printmedien?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1488752
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Leseprobe aus  82  Seiten
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