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Das Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle der Sozialen Dienste historisch betrachtet

Titel: Das Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle der Sozialen Dienste historisch betrachtet

Hausarbeit , 2024 , 17 Seiten , Note: 1,9

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Inwieweit findet sich das Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle in der historischen Betrachtung und Entwicklung der Sozialen Dienste wieder?

In der historischen Betrachtung haben sich die Begriffe Armut und Notlagen der Menschen nicht verändert. Armut wurde bzw. wird als Notlage von sozialen Randgruppen gesehen und bewertet. Im Mittelalter galt die ständige Ordnung und die Gesellschaft wurde hierarchisch gegliedert. Die Armen wurden oft als Randgruppen bezeichnet und stigmatisiert, wobei Frauen, Kinder und alte Menschen besonders betroffen waren. Die Aussage hebt hervor, dass Armut und Notlagen oft von der Gesellschaft, der Politik und den Kirchen instrumentalisiert werden. Die Art und Weise, wie diese Institutionen mit sozialer Arbeit und den Bedürfnissen der Menschen umgehen, zeigt, dass Armut und Not häufig als Werkzeuge oder „Spielball“ für andere Zwecke genutzt werden, anstatt sie als dringende Probleme zu behandeln, die gelöst werden müssen.
Die Entwicklung der Fürsorge und der sozialen Dienste in Deutschland über die letzten Jahrhunderte zeigt ein komplexes Bild von Fortschritten und Rückschlägen, das letztendlich zu dem heutigen Stand einer menschenrechtlich vertretbaren Sozialen Arbeit geführt hat. Dadurch lässt sich zusammenfassend sagen, dass die Entwicklung der Sozialen Arbeit in Deutschland ein Spiegelbild der gesellschaftlichen und politischen Veränderungen ist. Die Fortschritte im Bereich der Menschenrechte und der Sozialgesetzgebung haben dazu beigetragen, dass heute eine menschenwürdige und professionelle Soziale Arbeit angeboten wird. Menschenwürdig, da die Anwendung des Doppelmandates, das Triplemandat klar überwiegt..

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • 1. Zentrale Begriffe der Hausarbeit
    • 1.1 Soziale Dienste allgemein
    • 1.2 Spannungsfeld der sozialen Arbeit
    • 1.3 Hilfe und Kontrolle – Doppeltmandat der Sozialen Arbeit
    • 1.4 Menschenrechtsprofession – Triplemandat der Sozialen Arbeit
  • 2. Zeitreise entlang des Arbeitsfeldes, heute als soziale Dienste bezeichnet
  • 3. Soziale Dienste im Spannungsfeld der Hilfe, Kontrolle & Politik
  • 4. Reflexion
  • Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht, inwieweit sich das Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle in der historischen Betrachtung und Entwicklung der Sozialen Dienste widerspiegelt. Sie analysiert die komplexen Beziehungen zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, individuellen Bedürfnissen und staatlichen Anforderungen im Kontext sozialer Arbeit.

  • Historische Entwicklung von Armut, Notlagen und Fürsorge in Deutschland.
  • Definition und Abgrenzung zentraler Begriffe wie "Soziale Dienste", "Doppeltmandat" und "Triplemandat".
  • Analyse des Spannungsfeldes zwischen Hilfe und Kontrolle im Verlauf der Zeit.
  • Beleuchtung der Rolle von Menschenrechten und Ethikkodizes in der Sozialen Arbeit.
  • Diskussion der politischen und ökonomischen Einflüsse auf soziale Dienstleistungen und deren Akteure.
  • Kritische Reflexion und Vorschläge zur Stärkung der Profession der Sozialen Arbeit.

Auszug aus dem Buch

Zeitreise entlang des Arbeitsfeldes, heute als soziale Dienste bezeichnet

Die historische Betrachtung der sozialen Arbeit von damals zu heute ist kein leichtes Unterfangen, denn Not, Hilfebedürftigkeit, aber auch Armut gab es damals genauso schon, wie heute. Es wurde schnell erkannt, dass man durch Hilfe und Unterstützung einiges erreichen konnte bei den Menschen. Viele der aktuellen Probleme haben ihren Ursprung in der historischen Entwicklung, denn erst durch den Einfluss der Kirche kam es im Laufe des 13. Jahrhundert durch eine Form der Umverteilung zu einer Art rudimentärem Vorläufer der Sozialsysteme. Wohlhabende Bevölkerungsschichten wurden durch kirchliche Lehren dazu angehalten, Almosen zu geben, um Sündenvergebung zu erlangen. Dies diente sowohl zu Entlastung der Kirche als auch als moralischer Ausgleich für die Reichen. Die sogenannten Sonntäglichen Tafeln, bei denen Lebensmittel gespendet wurden, zeigten früher schon Formen sozialer Hilfe. Diese tafeln können als Vorläufer moderner Einrichtungen wie Tafeln betrachtet werden, auch wenn sie damals eher symbolische als umfassende soziale Dienste darstellten. Neben dem Gedanken der Umverteilung gewann der persönliche Status innerhalb der Gesellschaft an Stellenwert. Dieser ergab sich im Wesentlichen durch die Arbeit. Sie führte zu einer finanziellen Unabhängigkeit. Im Umkehrschluss bedeutete dies, wer nicht arbeitete, wurde ausgrenzt. Die ersten Hospitäter entstanden aus christlicher Nächstenliebe und einer moralischen Verpflichtung. Jedoch fehlte es an professionellem medizinischen Personal. Diese Ein- richtungen zeigen frühe Formen der organisierten Hilfe und Nächstenliebe.

Die sozialen Dienste im 14. Jahrhundert waren sehr begrenz und konzentrierten sich hauptsächlich auf die Armenfürsorge, die von kirchlichen Einrichtungen wie Klöstern und Bruderschaften sowie von Stiftungen getragen wurde. Sie waren auch die Hauptträger der Armenfürsorge. Es gab irgendwann auch die ersten Ansätze von Bürgerwaisenhäuser in einigen Städten, die von Stiftungen reicher Bürger finanziert wurden, um elternlose Kinder des Bürgertums zu versorgen. Die Armenfürsorge war angesichts der wachsenden Bevölkerung und der sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage vieler Bauern unzureichend. Sie beschränkte sich meist auf die materielle Versorgung. Es gab aber auch erste Ansätze zur „Erziehung" der Armen durch Arbeit und Disziplinierung. Insgesamt war die Armenfürsorge im 14. Jahrhundert noch sehr rudimentär und auf karitative Hilfe durch die Kirche und Stiftungen beschränkt. Eine organisierte, staatliche Fürsorge entwickelte sich erst in den darauffolgenden Jahrhunderten. Die beschriebene Praxis der Einrichtung von Arbeits- und Zuchthäusern für Arme, Bettler und andere marginalisierte Gruppen war tatsächlich eine historische Form der kommunalen Institutionalisierung zur Kontrolle von Armut, die aus heutiger Sicht als unmenschlich und kontraproduktiv betrachtet wird. Diese Maßnahmen dienten primär dazu, die sichtbare Armut aus den Städten zu entfernen und die Betroffenen durch Zwangsarbeit und harte Disziplinierung zu „reformieren“. Die Unterbringung verschiedener vulnerabler Gruppen wie Frauen, Kinder, Behinderte und Kranke unter gleichen harten Bedingun- gen, zeigt den undifferenzierten und repressiven Charakter dieses Ansatzes. Statt echte Hilfe oder soziale Unterstützung zu bieten, zielten diese Institutionen auf Kontrolle, Bestrafung und das Unsichtbar machen von Armut ab. Sie spiegelten die damaligen gesellschaftlichen Vorstellungen wider, die Armut als moralisches Versagen betrachteten und nicht als strukturelles Problem erkannten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die historische Betrachtung von Armut und Notlagen, die Entwicklung der Fürsorge und sozialer Dienste in Deutschland und führt das Konzept des Doppel- und Triplemandats ein, bevor sie die zentrale Forschungsfrage der Hausarbeit formuliert.

1. Zentrale Begriffe der Hausarbeit: Dieses Kapitel definiert und erläutert Kernkonzepte wie "Soziale Dienste allgemein", das "Spannungsfeld der sozialen Arbeit" sowie das "Doppeltmandat von Hilfe und Kontrolle" und das "Triplemandat als Menschenrechtsprofession" im Detail.

2. Zeitreise entlang des Arbeitsfeldes, heute als soziale Dienste bezeichnet: Das Kapitel verfolgt die historische Entwicklung der sozialen Dienste von den Anfängen der Armenfürsorge und kirchlichen Hilfsangeboten über die Einrichtung von Arbeits- und Zuchthäusern bis hin zu den ersten Sozialversicherungssystemen und der fortschreitenden Professionalisierung der Sozialen Arbeit.

3. Soziale Dienste im Spannungsfeld der Hilfe, Kontrolle & Politik: Hier wird das komplexe Verhältnis zwischen sozialen Dienstleistungen, staatlicher Kontrolle und politischen Rahmenbedingungen analysiert, wobei historische Ursachen und aktuelle Herausforderungen wie die zunehmende Privatisierung und Kosteneinsparungen beleuchtet werden.

4. Reflexion: In diesem Kapitel wird die Notwendigkeit eines Ethikkodex für die Soziale Arbeit diskutiert und ein viertes Mandat vorgeschlagen, das die Profession vor externen Einflüssen schützen und ihre politische Einbindung stärken soll.

Literaturverzeichnis: Das Literaturverzeichnis listet alle in der Hausarbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Fachliteratur auf.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Hilfe und Kontrolle, Spannungsfeld, Doppeltmandat, Triplemandat, Menschenrechte, Armutsbekämpfung, Sozialpolitik, historische Entwicklung, Fürsorge, soziale Dienste, Professionalisierung, Ethikkodex, Wohlfahrtsstaat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit befasst sich mit dem Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle in der historischen Entwicklung der Sozialen Dienste in Deutschland und wie sich dieses im Zeitverlauf manifestiert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Soziale Arbeit, das Konzept von Hilfe und Kontrolle (Doppelt- und Triplemandat), die Menschenrechtsprofession, die historische Entwicklung der sozialen Dienste und die politischen sowie ökonomischen Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit sich das Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle in der historischen Betrachtung/Entwicklung der Sozialen Dienste wiederfindet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine historische Analyse, um die Entwicklung der Sozialen Dienste zu beleuchten, sowie eine konzeptionelle Definition und Auseinandersetzung mit Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Zeitreise der sozialen Dienste, die Definition zentraler Begriffe (Doppelt- und Triplemandat) und analysiert die sozialen Dienste im Spannungsfeld von Hilfe, Kontrolle und Politik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter, die diese Arbeit charakterisieren, sind Soziale Arbeit, Hilfe und Kontrolle, Spannungsfeld, Doppeltmandat, Triplemandat, Menschenrechte, Armutsbekämpfung, Sozialpolitik, historische Entwicklung, Fürsorge, soziale Dienste, Professionalisierung, Ethikkodex, Wohlfahrtsstaat.

Was versteht man unter dem Doppel- und Triplemandat in der Sozialen Arbeit?

Das Doppelmandat beschreibt das Spannungsverhältnis zwischen der Verpflichtung gegenüber dem Staat/der Gesellschaft (Kontrolle) und den Bedürfnissen der KlientInnen (Hilfe). Das Triplemandat erweitert dies um die Verpflichtung gegenüber der Profession der Sozialen Arbeit selbst, insbesondere im Hinblick auf Menschenrechte und Ethikkodizes.

Warum schlägt der Autor ein viertes Mandat für die Soziale Arbeit vor?

Der Autor schlägt ein viertes Mandat vor, um die Profession der sozialen Arbeit vor wirtschaftlichen, religiösen oder parteipolitischen Interessen zu schützen, ihre Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen und ihre politische Einflussnahme präventiv zu stärken.

Welche Rolle spielte die Kirche in der frühen Entwicklung der sozialen Dienste?

Die Kirche spielte eine zentrale Rolle, indem sie im Mittelalter Almosen an Wohlhabende verteilen ließ und Hospitäler aus christlicher Nächstenliebe und moralischer Verpflichtung gründete, wodurch sie als rudimentärer Vorläufer der Sozialsysteme fungierte.

Wie haben sich die sozialen Dienste von der Armenfürsorge zu modernen Wohlfahrtsstaaten entwickelt?

Die sozialen Dienste entwickelten sich von einer rudimentären, karitativen Armenfürsorge im 14. Jahrhundert, über Arbeits- und Zuchthäuser, die Gründung von Hilfswerken, Arbeiterbewegungen und ersten Sozialversicherungssystemen im 19. und 20. Jahrhundert hin zu einem umfassenden Dienstleistungsangebot basierend auf Sozialgesetzen und Menschenrechten.

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Details

Titel
Das Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle der Sozialen Dienste historisch betrachtet
Note
1,9
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
17
Katalognummer
V1488993
ISBN (PDF)
9783389045046
ISBN (Buch)
9783389045053
Sprache
Deutsch
Schlagworte
spannungsfeld hilfe kontrolle sozialen dienste
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2024, Das Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle der Sozialen Dienste historisch betrachtet, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1488993
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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