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Herausfordernde Lebenslagen in heteronormativen Ordnungsstrukturen

Eine qualitative Studie zur Unterstützung queerer* Menschen durch Soziale Arbeit

Title: Herausfordernde Lebenslagen in heteronormativen Ordnungsstrukturen

Bachelor Thesis , 2022 , 98 Pages , Grade: 1,1

Autor:in: Michael Zabudkin (Author)

Sociology - Miscellaneous
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In meiner Bachelorarbeit habe ich über die Gründe geforscht, weshalb Menschen, die außerhalb heteronormativer Normen leben von Diskriminierung betroffen sind. Es ging mir darum, über einen historischen Einblick und über die Diskurstheorie Michel Foucaults aufzuzeigen, wie über die Geschichte hinweg der Dialog bzw. der Diskurs in der Gesellschaft zu bestimmten Wirklichkeitsauffassungen führt. Der Umgang mit Sexualität und Identität wird hier näher untersucht. Es stellte sich heraus, dass die Kategorien, die wir zu diesen Themen zur heutigen Zeit kennen, in einem historischen Prozess eingebunden sind und erst in diesem entstanden sind. Der Diskurs wird hier als gesellschaftliches Machtphänomen untersucht. Die Art und worüber Menschen miteinander reden, stellt den Ursprung dar, von dem Weltbilder aber auch Diskriminierungen hervorgehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Queer“: Geschichte und Begriffsdefinition

2.1 Queer Studies

3. Heteronormative Ordnungsstrukturen

3.1 Diskurs und Wirklichkeitskonstruktion

3.2 Die Konstruktion naturalisierter Heterosexualität

3.2.1 Historischer Ursprung westlicher Sexualmoral

3.2.2 Die Konstruktion von Homosexualität im medizinisch-psychiatrischen Diskurs des 19. Jahrhunderts

3.2.3 Heterosexualität als Gegenpol zur Homosexualität

3.3 Die Konstruktion der Zweigeschlechtigkeit im naturwissenschaftlichen Diskurs

3.4 Geschlecht als Symbol

3.5 Verfestigung heteronormativer Ordnungsstrukturen durch Performativität

4. Minderheiten-Stress-Modell

5. Die Profession der Sozialen Arbeit

5.1 Beratung

5.2 „Bildungsarbeit und Soziale Kulturarbeit“

5. Qualitative Studie

5.1 Darstellung der Ergebnisse - Erster Teil

5.2 Interpretation der Ergebnisse - Erster Teil

5.3 Darstellung der Ergebnisse - Zweiter Teil

5.4 Interpretation der Ergebnisse - Zweiter Teil

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern heteronormative Strukturen herausfordernde Lebenslagen für queere Menschen bedingen und welche Möglichkeiten der Sozialen Arbeit bestehen, um die Lebensumstände dieser Zielgruppe zu verbessern. Dabei wird eine theoretische Fundierung mit einer qualitativen Analyse verknüpft.

  • Analyse heteronormativer Ordnungsstrukturen als Machtinstrumente.
  • Anwendung des Minderheiten-Stress-Modells auf queere Lebenswelten.
  • Reflexion des Professionellenselbstverständnisses Sozialer Arbeit in Bezug auf Diversität.
  • Erkenntnisgewinn durch qualitative leitfadengestützte Interviews mit zwei Betroffenen.
  • Ableitung konkreter Interventionsmöglichkeiten für Fachkräfte.

Auszug aus dem Buch

3.1 Diskurs und Wirklichkeitskonstruktion

Michel Foucault gilt als ein bedeutender und viel rezipierter Denker, Philosoph und Historiker des 20. Jahrhunderts. Foucault stellte eine Verbindung auf von versprachlichten gesellschaftlichen Interaktionen, der Konstruktion von Wissen und Wirklichkeit und der Auswirkung auf Gesellschaft und einzelne Subjekte.

Die Queer Studies haben in verschiedenen Formen an die Arbeiten von Michel Foucault angeknüpft. Insbesondere Sichtweisen, in denen er eine Verbindung aufstellt von diskursiven Praktiken mit der Konstitution von Subjekten und Identitäten, werden in dem Rahmen vielmals behandelt.

Diskurse werden als Machtwirkungen und -ursachen verstanden, welche zur Hervorbringung bestimmtem menschlichen Verhaltens und Denkens beitragen und unter anderem Tendenzen gesellschaftlicher Normalisierung, sowie Maßnahmen der Diskriminierung und strukturellen Ausschlusses bedingen.

So ist es, dass in einer Welt, in der jegliche beobachtbare Phänomene zunächst chaotisch und zusammenhanglos erscheinen, die Sprache eine symbolische Ordnung schafft, wodurch die Dinge von einander unterschieden werden können und dem Denken zugänglich werden. Demnach werden aus zunächst unbestimmten Erscheinungen, schließlich definierte und mit Eigenschaften versehene Wirklichkeiten, wie beispielsweise „Bäume“, „Tiere“, „Autos“, „Menschen“, „Frauen“ und „Männer“ usw.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Diskriminierungserfahrungen queerer Menschen und stellt die Relevanz der Thematik für die Soziale Arbeit dar.

2. „Queer“: Geschichte und Begriffsdefinition: Dieses Kapitel arbeitet die historische Entwicklung des Queer-Begriffs sowie seine Bedeutung innerhalb der Queer Studies auf.

3. Heteronormative Ordnungsstrukturen: Hier werden theoretische Grundlagen zu Diskursen und Machtstrukturen in Bezug auf Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit erörtert.

4. Minderheiten-Stress-Modell: Das Kapitel erläutert, wie strukturelle Diskriminierung zu psychischen und physischen Belastungen führt und auf das Individuum wirkt.

5. Die Profession der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel prüft das Selbstverständnis der Sozialen Arbeit und reflektiert deren ethische Grundhaltung gegenüber queeren Adressat*innen.

5. (Qualitative Studie): Darstellung und Analyse der Interviews, um die Verknüpfung von Theorie und individueller Erfahrung zu prüfen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zu den Forschungsfragen zusammen und gibt einen Ausblick für die Praxis.

Schlüsselwörter

Queer, Heteronormativität, Soziale Arbeit, Diskursanalyse, Michel Foucault, Zweigeschlechtlichkeit, Minderheiten-Stress-Modell, Identität, Diskriminierung, Beratung, Bildungsarbeit, Transgeschlechtlichkeit, Intersektionalität, Machtverhältnisse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die negativen Auswirkungen heteronormativer gesellschaftlicher Strukturen auf queere Menschen und untersucht, wie die Soziale Arbeit unterstützend agieren kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kern-Themenfeldern zählen die Machtkonstruktion von Geschlecht und Sexualität, die Auswirkungen von Stigmatisierung (Minderheiten-Stress) und die professionelle Reflexion Sozialer Arbeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Frage, wie heteronormative Strukturen queere Lebenslagen beeinflussen und durch welche konkreten Ansätze die Soziale Arbeit deren Lebensqualität verbessern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Studie, die auf Fachliteratur zur Diskurs- und Poststrukturalismustheorie basiert und durch leitfadengestützte Interviews ergänzt wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der heteronormativen Ordnung, die Darstellung des Minderheiten-Stress-Modells und eine kritische Auseinandersetzung mit den Standards Sozialer Arbeit.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Heteronormativität, Queer Theory, Diskurs, Machtstrukturen und Soziale Inklusion.

Was verdeutlicht die Analyse der Interviews bezüglich des Coming-Outs?

Die Interviews zeigen, dass ein Coming-Out bei queeren Menschen oft mit einem langen Prozess der Selbstakzeptanz einhergeht, der stark durch externe Reaktionen und Ängste vor Stigmatisierung geprägt ist.

Welche konkreten Unterstützungsangebote werden für Jugendzentren empfohlen?

Die Arbeit schlägt vor, dass Jugendzentren verstärkt anonyme Beratung, Informationsmaterialien („Aufklärung für Alle“) und Trainings gegen transphobe Vorurteile (z.B. „Diversity-Crashkurse“) anbieten sollten.

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Details

Title
Herausfordernde Lebenslagen in heteronormativen Ordnungsstrukturen
Subtitle
Eine qualitative Studie zur Unterstützung queerer* Menschen durch Soziale Arbeit
College
Protestant University of Applied Sciences Rheinland-Westfalen-Lippe  (Hochschule)
Course
Bachelorarbeit
Grade
1,1
Author
Michael Zabudkin (Author)
Publication Year
2022
Pages
98
Catalog Number
V1489026
ISBN (PDF)
9783389043356
ISBN (Book)
9783389043363
Language
German
Tags
Heteronormativität Queer Studies Intersektionalität Macht Geschlechterforschung Diskriminierung Diskurstheorie Foucault Butler LGBTQ
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Zabudkin (Author), 2022, Herausfordernde Lebenslagen in heteronormativen Ordnungsstrukturen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1489026
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