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Parlamentarierer zwischen Rostock und Ribnitz

Title: Parlamentarierer zwischen Rostock und Ribnitz

Scientific Study , 2010 , 65 Pages

Autor:in: Dipl. - Gewi. Dipl.-Ing. Manfred Labitzke (Author)

Politics - History of Political Systems
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Die Idee zu diesem Buch entstand bei der Auseinandersetzung mit der Geschichte der Dörfer Gelbensande und Willershagen. Die Oberförsterfamilie Böcler spielte hier zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine große Rolle und vielleicht waren die Eltern auf ihren Sohn stolz, denn er gehörte zu den Parlamentariern, die eine erste gesamtdeutsche Demokratie ausgestalteten.

Auch die Landtagsabgeordneten Keding, Brockelmann und Kloss, die 1848 bis 1850 im Großherzogtum Mecklenburg – Schwerin die ersten Schritte in eine parlamentarische Demokratie wagten, gehörten zu den „Ideengebern“.

Revolution und Mecklenburg werden meist als sich zwei ausschließende Begriffe im Rahmen der deutschen Geschichte angesehen. Jedoch ist dieses Urteil nicht zutreffend, denn die Revolutionen des 19. und 20. Jahrhunderts haben auch hier tiefe Spuren hinterlassen.

In der Mitte des 20. Jahrhunderts war Deutschland auf der politischen Landkarte der demokratischen Welt eine weiße Fläche. Im Ausland sah man nur, dass die Deutschen wieder ihre Städte aufbauten, ihre Schulen, ihre Kirchen und die Wirtschaft. Kaum einer glaubte, dass sie mit Herz und Verstand Demokraten werden. Nichts sprach damals dafür, dass die Deutschen eigene Wege zur Demokratie, gehen und wagen werden.

Die Deutschen wurden nach der Wiedervereinigung im Jahr 1990 nicht ernsthaft auf die Probe gestellt, ob sie auf ihre Demokratie verzichten möchten, aber es ist anzunehmen, dass sie die Letzten sind, die es darauf ankommen lassen.

Heute, am Anfang des 21. Jahrhundert, ist aber klar, die Demokratie hat sich als die Lebensform der deutschen Gesellschaft durchgesetzt. Das bringen auch die Antworten der Parlamentarier von der Bundes- und Landesebene deutlich zum Ausdruck. Es wird auch klar, Demokratie ist keine einmal erreichte Lebensform einer Gesellschaft, sie unterliegt einem Wandel. Churchill sagte im November 1947: „Demokratie ist die schlechteste ("worst") Regierungsform, doch besser als alle anderen." Unzählige Papageien sprechen diesen Satz heute unreflektiert nach, kennen aber den damaligen Zusammenhang nicht. Wichtig ist heute, die Erkenntnis, Demokratie muss sich wandeln, entwickeln, sie muss aber auch verteidigt werden. Die vorliegende Arbeit soll diesen Wandel der Demokratie in ein Region Deutschlands deutlich machen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Vom altständischen Mecklenburger Landtag zum parlamentarisch – demokratischen Landtag Mecklenburg Vorpommern

1.1 Der Landtag 1848 bis 1850

1.2 Der Landtag 1919 bis 1934

1.3 Der Landtag 1946 bis 1952

1.4 Der Landtag 1990 bis 2009

2. Von der Frankfurter Nationalversammlung zum Berliner Bundestag

2.1 Die Frankfurter Nationalversammlung

2.2 Der Deutsche Reichstag 1920 bis 1933

2.3 Die Volkskammer der DDR 1949 bis 1990

2.4 Der Deutsche Bundestag ab 1990

3. Das Europaparlament

4. Antworten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Wandel demokratischer Parlamente und die Repräsentation der Region zwischen Rostock und Ribnitz, ausgehend von den Anfängen der Revolution 1848 bis hin zum modernen deutschen Parlamentarismus nach der Wiedervereinigung.

  • Entwicklung parlamentarischer Strukturen in Mecklenburg vom 19. bis 21. Jahrhundert.
  • Biografische Dokumentation von Parlamentariern aus der Region zwischen Rostock und Ribnitz.
  • Analyse des Transformationsprozesses von der DDR-Volkskammer zur parlamentarischen Demokratie.
  • Reflexionen zum Demokratieverständnis durch Befragungen aktueller Mandatsträger.

Auszug aus dem Buch

1.1 Der Landtag 1848 bis 1850

Die aus dem Jahre 1755 bestehende Verfassung, der „Landegrundgesetzliche Erbvergleich“, bestimmte bis zur Revolution 1848 die politischen Strukturen der beiden Großherzogtümer Mecklenburg – Schwerin und Mecklenburg Strelitz. Diese Verfassung sicherte den beiden Ständen, der Ritterschaft und der Landschaft, ihre Unabhängigkeit gegenüber der herzoglichen Macht. Der Mecklenburgische Landtag war das Organ der Stände. Als Teil des Mecklenburgischen Gesamtstaates besaß das Herzogtum/Großherzogtum Mecklenburg Schwerin kein eigenes Parlament. Der ständische Landtag in Mecklenburg war eine gemeinsame Einrichtung der beiden Landesteile Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg Strelitz. Zur Entscheidungsfindung war es jedoch üblich, dass die Ritter- und Landschaft beider Landesteile eigene "Convente" abhielt, die jedoch keine politischen Befugnisse besaßen und nur der Repräsentation und Meinungsbildung dienten.

Zur Ritterschaft gehörten 1848 etwa 640 Besitzer ritterschaftlicher Güter, unabhängig davon, ob sie adlig oder bürgerlich waren. Alle „Ritter“ hatte je eine Stimme. Da ein Großteil der Gutsbesitzer bürgerlicher Herkunft war, gab es schon damals im Schweriner Landesteil eine bürgerliche Mehrheit im Landtag.

Die Landschaft setzte sich aus den 44 landtagsfähigen Städten des Landes zusammen, die im Landtag durch ihre Bürgermeister vertreten waren.

Alle Landtagsmitglieder waren also kraft ihres Besitzes oder Amtes tätig, niemand war von der Bevölkerung gewählt.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Diese Einleitung erläutert den Ursprung der Arbeit, der in der Auseinandersetzung mit der Dorfgeschichte von Gelbensande und Willershagen sowie dem Wirken historischer Parlamentarier liegt, und skizziert den Wandel der Demokratie als Lebensform.

1. Vom altständischen Mecklenburger Landtag zum parlamentarisch – demokratischen Landtag Mecklenburg Vorpommern: Das Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von der ständischen Ordnung des 18. Jahrhunderts über die Märzrevolution 1848 bis zu den Landtagswahlen der Nachwendezeit nach.

2. Von der Frankfurter Nationalversammlung zum Berliner Bundestag: Hier werden die großen Etappen des deutschen Parlamentarismus behandelt, von der Frankfurter Paulskirche über den Reichstag und die Volkskammer der DDR bis hin zur Arbeit des Bundestages ab 1990.

3. Das Europaparlament: Dieses Kapitel beschreibt die Funktion und Kompetenzerweiterung des Europäischen Parlaments seit 1979 sowie dessen Bedeutung für die supranationale Demokratie.

4. Antworten: Ein umfangreicher Fragebogensteil, in dem Parlamentarier ihre Sicht auf Demokratie, politisches Engagement und die Rolle von Politikern in der heutigen Gesellschaft darlegen.

Schlüsselwörter

Mecklenburg-Vorpommern, Parlamentarismus, Demokratie, Märzrevolution 1848, Volkskammer, Bundestag, Europaparlament, Wahlrecht, Landtagsabgeordnete, politische Bildung, Wende 1989, Repräsentation, Bürgerbeteiligung, Verfassungsgeschichte, Parteienspektrum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte und Entwicklung parlamentarischer Institutionen in Mecklenburg sowie dem politischen Wirken von Abgeordneten aus der Region zwischen Rostock und Ribnitz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Landesparlamente, der Rolle der Abgeordneten in verschiedenen Epochen (Kaiserreich, DDR, Wiedervereinigung) und der Bedeutung demokratischer Grundrechte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Wandel der Demokratie in einer spezifischen deutschen Region historisch nachzuzeichnen und den Werdegang der gewählten Volksvertreter transparent zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse von Verfassungen, Dokumenten und Statistiken sowie auf die direkte Befragung von zeitgenössischen Parlamentariern zu ihrem Amtsverständnis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Landtage, einen Überblick über den nationalen und europäischen Parlamentarismus sowie biografische Daten und persönliche Einschätzungen der Abgeordneten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Parlamentarismus, Demokratie, Mecklenburg-Vorpommern, Wende 1989, Wahlrecht und politische Partizipation sind zentrale Begriffe der Studie.

Welche Bedeutung hatte der "Landegrundgesetzliche Erbvergleich" für Mecklenburg?

Er definierte bis 1848 die politischen Strukturen der Großherzogtümer und sicherte den Ständen – Ritterschaft und Landschaft – ihre Unabhängigkeit gegenüber der herzoglichen Macht.

Wie vollzog sich der Übergang der Volkskammer zur demokratischen Legitimierung 1990?

Durch die ersten freien Wahlen am 18. März 1990 erhielt die Volkskammer erstmals eine demokratische Legitimation, was den Weg für den Beitritt zur Bundesrepublik und die Länderneubildung ebnete.

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Details

Title
Parlamentarierer zwischen Rostock und Ribnitz
Author
Dipl. - Gewi. Dipl.-Ing. Manfred Labitzke (Author)
Publication Year
2010
Pages
65
Catalog Number
V148963
ISBN (eBook)
9783640600618
Language
German
Tags
Parlamentarierer Rostock Ribnitz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. - Gewi. Dipl.-Ing. Manfred Labitzke (Author), 2010, Parlamentarierer zwischen Rostock und Ribnitz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148963
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