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Psychische Gewalt im Elternhaus. Auswirkungen auf kindliche Grundbedürfnisse und Implikationen für die Soziale Arbeit

Title: Psychische Gewalt im Elternhaus. Auswirkungen auf kindliche Grundbedürfnisse und Implikationen für die Soziale Arbeit

Bachelor Thesis , 2023 , 65 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Scarlett Strothteicher (Author)

Social Work - Child and Youth Welfare
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Summary Excerpt Details

Diese Bachelorarbeit untersucht die weitreichenden Auswirkungen psychischer Gewalt gegen Kinder im häuslichen Umfeld. Anhand von Fallstudien und theoretischen Modellen werden Zusammenhänge zwischen psychischer Gewalt und der (Nicht-)Erfüllung von Grundbedürfnissen von Kindern analysiert. Die Arbeit definiert zunächst psychische Gewalt und beleuchtet verschiedene Formen und ihre Manifestationen in der Sozialen Arbeit, einschließlich Schulsozialarbeit und Kinder- und Jugendhilfe. Besonderes Augenmerk liegt auf den psychischen und physischen Bedürfnissen von Kindern und den möglichen langfristigen Folgen von Gewalterfahrungen. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Herausforderungen zu entwickeln, vor die psychische Gewalt Kinder stellt, und praxisnahe Ansätze für Sozialarbeiter:innen zu bieten, um diese Kinder zu unterstützen und zu schützen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gewalt

2.1 Definition Gewalt und Gewaltformen

2.2 Psychische Gewalt

2.2.1 Entstehung

2.2.2 Arten und Häufigkeit

2.2.3 Auswirkungen

3 Bedürfnisse und Bindungen

3.1 Physische Grundbedürfnisse

3.2 Psychische Grundbedürfnisse

3.2.1 Bedürfnistheorie nach Grawe

3.2.2 Bindung

3.2.3 Auswirkungen bei Nichterfüllung

4 Korrelation von psychischer Gewalt und Grundbedürfnissen

4.1 Zusammenfassung bisheriger Erkenntnisse

4.2 Zusammenführung psychischer Gewalt und kindlichen Grundbedürfnissen

4.3 Herausforderungen

5 Praxisbezug von psychischer Gewalt und kindlichen Grundbedürfnissen

5.1 Praxisfall A.

5.1.1 Familiensituation und Lebensbedingungen

5.1.2 Aufnahme, Verhalten und Entlassung von A.

5.1.3 Analyse der Gewaltformen und Auswirkungen

5.2 Praxisfall Lucas und Petra

5.2.1 Familiensituation und Lebensbedingungen

5.2.2 Aufnahme, Verhalten und Entlassung von Lucas und Petra

5.2.3 Analyse der Gewaltformen und Auswirkungen

5.3 Rolle des pädagogischen Personals

6 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Bachelorarbeit analysiert die komplexen Zusammenhänge zwischen psychischer Gewalt im Elternhaus und der Nichterfüllung kindlicher Grundbedürfnisse. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie psychische Misshandlung die kindliche Entwicklung nachhaltig beeinträchtigt und welche spezifischen Herausforderungen sich daraus für Fachkräfte in der Sozialen Arbeit ergeben, um Interventions- und Präventionsmaßnahmen zu optimieren.

  • Definition und Erscheinungsformen psychischer Gewalt gegenüber Kindern.
  • Analyse der kindlichen Grundbedürfnisse nach Klaus Grawe und deren Zusammenhang mit Bindungserfahrungen.
  • Untersuchung der Korrelation zwischen Gewalterfahrungen und der Nichterfüllung grundlegender Bedürfnisse.
  • Praxisnahe Fallanalysen zur Veranschaulichung subtiler Gewalt und deren Auswirkungen.
  • Reflektion der Rolle und Selbstfürsorge des pädagogischen Personals im Kontext traumatisierter Kinder.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Entstehung

Der häufigste Entstehungsort der psychischen Gewalt ist innerhalb der Familie und in den jeweiligen Wohnsituationen, in denen sie mit den Kindern leben. In der Eltern-Kind-Beziehung entstehen komplexe Interaktionen. Diese werden unterteilt in Vorder- und Hintergrunddimensionen.

Vorderdimension beinhaltet den Alltag und mit diesem verbunden alle Reaktionen, die an einem Tag ganz aktuell vorkommen, z.B. Freude beim Klettergerüst oder Traurigkeit, keine Süßigkeit vor dem Essen erhalten zu haben. Die Hintergrunddimension erfasst die allgemeine Einstellung der Eltern dem Kind gegenüber. Dort verankert sich der psychische und physische Zustand sowie die Sozialisation (vgl. Lichtenberg 1990, 1991 zit. n. Cierpka/Cierpka 2014, S. 315). Die Hintergrunddimension, also das grundlegende Gerüst des Kindes, gleicht Anspannungen in der Vorderdimension aus. Dies geschieht ausschließlich, wenn die Verbindung zu den Eltern weitgehend harmonisch gestaltet wird. Dadurch kann das Kind selbst negative Gefühle besser einordnen und regulieren, sodass keine dauerhafte Beeinträchtigung der Verbindung zu den Eltern entsteht. Sollte allerdings die Hintergrunddimension, das Grundgerüst, angespannt oder brüchig sein, durch bspw. Krankheiten der Eltern oder Ablehnung des Kindes durch die Eltern, dann folgt, dass das Kind nicht die notwendigen Verhaltensmuster erlernt, um sich selbst zu regulieren oder ein gesundes Selbstgefühl aufzubauen (vgl. Cierpka/Cierpka 2014, S. 315).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Allgegenwart und Relevanz von psychischer Gewalt dar und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der Zusammenhänge mit kindlichen Grundbedürfnissen.

2 Gewalt: Dieses Kapitel definiert Gewalt juristisch sowie in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen und legt den Fokus besonders auf psychische Gewalt, deren Entstehung, Häufigkeit und Auswirkungen.

3 Bedürfnisse und Bindungen: Es wird der theoretische Wissensstand zu kindlichen Grundbedürfnissen unter Einbeziehung des Modells von Klaus Grawe sowie zu Bindungsmustern und den Folgen bei deren Nichterfüllung vermittelt.

4 Korrelation von psychischer Gewalt und Grundbedürfnissen: Dieses Kapitel führt die bisherigen Erkenntnisse zusammen und analysiert, wie psychische Gewalt die Erfüllung kindlicher Bedürfnisse behindert und welche Herausforderungen dies für die Soziale Arbeit schafft.

5 Praxisbezug von psychischer Gewalt und kindlichen Grundbedürfnissen: Anhand von zwei detaillierten Praxisfällen werden die theoretischen Aspekte reflektiert und die Rolle des pädagogischen Personals sowie Methoden zum Eigenschutz erläutert.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, reflektiert die Forschungsfragen und gibt einen Ausblick auf den Bedarf an weiteren, aktuellen Studien im Bereich der psychischen Gewalt.

Schlüsselwörter

Psychische Gewalt, Kindeswohlgefährdung, Grundbedürfnisse, Bindungstheorie, Klaus Grawe, Soziale Arbeit, Kinderschutz, Vernachlässigung, psychische Gesundheit, Traumatisierung, Selbstwertgefühl, Eltern-Kind-Beziehung, pädagogisches Handeln, Resilienz, Entwicklungsrückstände.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik psychischer Gewalt im Elternhaus und deren Auswirkungen auf die zentralen Grundbedürfnisse von Kindern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Gewaltformen, die Theorie der Grundbedürfnisse nach Klaus Grawe, die Bedeutung sicherer Bindungen sowie die Herausforderungen in der praktischen sozialpädagogischen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen psychischer Gewalt und der (Nicht-)Erfüllung psychischer Grundbedürfnisse zu klären sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für die Soziale Arbeit abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse sowie eine praxisorientierte qualitative Darstellung anhand von zwei Fallbeispielen, um die theoretischen Konzepte mit der Realität abzugleichen.

Was wird primär im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen zu Gewaltbegriffen und Bedürfnistheorien erarbeitet, um diese anschließend im Kontext von Fallanalysen und den spezifischen Herausforderungen im sozialpädagogischen Alltag zu diskutieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Psychische Gewalt, Kindeswohlgefährdung, Grundbedürfnisse, Bindungstheorie und Soziale Arbeit.

Wie unterscheidet sich psychische von physischer Gewalt laut der Autorin?

Psychische Gewalt ist oft subtiler und hinterlässt keine direkten körperlichen Spuren, weshalb sie für Außenstehende in der Praxis deutlich schwieriger zu erkennen und zu belegen ist als physische oder sexuelle Gewalt.

Welche Rolle spielt die Bindung zur Bezugsperson in dieser Arbeit?

Bindung gilt als eines der essenziellen Grundbedürfnisse, dessen Störung lebenslange negative Folgen haben kann. Sie wird als Schutzfaktor bei Gewalterfahrungen angesehen, kann aber bei einer dysfunktionalen Eltern-Kind-Beziehung auch zur Verstärkung von Traumata führen.

Warum ist die Arbeit für Sozialpädagogen relevant?

Sie sensibilisiert Fachkräfte dafür, Anzeichen subtiler psychischer Gewalt bei Klienten besser zu deuten und betont die Wichtigkeit der Selbstfürsorge, um in hochemotionalen Arbeitsfeldern professionell und fokussiert handeln zu können.

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Details

Title
Psychische Gewalt im Elternhaus. Auswirkungen auf kindliche Grundbedürfnisse und Implikationen für die Soziale Arbeit
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel; Salzgitter
Grade
1,7
Author
Scarlett Strothteicher (Author)
Publication Year
2023
Pages
65
Catalog Number
V1489668
ISBN (PDF)
9783389045794
ISBN (Book)
9783389045800
Language
German
Tags
Gewalt psychische Gewalt Kinder Jugendliche unsichtbare Gewalt Erziehung Grundbedürfnisse Grawe Praxisfälle Elternhaus Pädagogik Herausforderungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Scarlett Strothteicher (Author), 2023, Psychische Gewalt im Elternhaus. Auswirkungen auf kindliche Grundbedürfnisse und Implikationen für die Soziale Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1489668
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