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Der Impairment-Only-Ansatz bei der Goodwill-Bilanzierung. Eine kritische Analyse

Title: Der Impairment-Only-Ansatz bei der Goodwill-Bilanzierung. Eine kritische Analyse

Seminar Paper , 2021 , 21 Pages

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Diese Seminararbeit untersucht die Einführung und Auswirkungen des Impairment-Only-Ansatzes (IOA) durch das IASB im Jahr 2004 zur Bilanzierung des Goodwills. Anstelle der zuvor praktizierten planmäßigen Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer sollte der IOA entscheidungsnützlichere Informationen bereitstellen. Empirische Analysen der Geschäftsjahre 2004-2014 zeigten, dass die jährlichen Abschreibungsraten des Goodwills deutscher HDAX-Unternehmen sehr gering ausfielen, was zu einer signifikanten Erhöhung des Goodwill-Postens führte. Die Analyse der 2020er-Abschlüsse der DAX30-Unternehmen verdeutlicht, dass der Goodwill trotz der Covid-19-Pandemie als werthaltig erscheint und einen beträchtlichen Teil des bilanziellen Eigenkapitals ausmacht. Diese Arbeit beleuchtet die Definition, den Ansatz und die Bewertung des Goodwills und setzt sich kritisch mit dem IOA auseinander, um zu klären, ob der IOA zu einer nahezu unbegrenzten Bilanzierung des derivativen oder sogar originären Goodwills führt. Abschließend wird auf die eingangs gestellte Frage eingegangen und die Ergebnisse zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Goodwill für die Ewigkeit

2 Definition und Ansatz des Goodwills

2.1 Allgemeine Definition

2.2 Goodwill als nicht identifizierbarer immaterieller Vermögenswert

2.3 Ansatz und Definition nach IFRS 3

3 Bewertung des Goodwills

3.1 Erstbewertung

3.1.1 Ermittlung der Höhe des Goodwills

3.1.2 Zuordnung auf der Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit

3.2 Folgebewertung

3.2.1 Impairment Only Approach

3.2.2 Bewertungstechnik

4 Kritische Würdigung

4.1 Kritische Würdigung aus der bilanztheoretischen Sicht

4.1.1 Entscheidungsnützlichkeit des Impairment Only Approach

4.1.2 Entscheidungsnützlichkeit in der Praxis

4.2 Kritische Würdigung aus der bewertungstechnischen Sicht

4.2.1 Bilanzpolitische Spielräume im Rahmen der Erstbewertung

4.2.2 Bilanzpolitische Spielräume im Rahmen der Folgebewertung

5 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch den "Impairment Only Approach" bei der Bilanzierung von Goodwill gemäß IFRS. Dabei wird analysiert, ob diese Methode den Anforderungen an die Entscheidungsnützlichkeit für Abschlussadressaten gerecht wird oder ob sie bilanzpolitische Spielräume eröffnet, die die Aussagekraft der Abschlüsse beeinträchtigen.

  • Grundlagen der Goodwill-Definition und Erstbewertung nach IFRS 3
  • Methodik der Folgebewertung mittels Impairment-Test
  • Bilanztheoretische Analyse der Entscheidungsnützlichkeit
  • Empirische Betrachtung der Anwendungspraxis in DAX-Unternehmen
  • Untersuchung von bilanzpolitischen Ermessensspielräumen

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Entscheidungsnützlichkeit in der Praxis

In der Praxis zeigte sich, insbesondere in den Krisenjahren 2006-2011 für indexorientierte Unternehmen, wie DAX, MDAX etc., dass diese über zu optimistische wirtschaftliche Lagen berichteten, indem bilanzpolitische Spielräume zur Verschiebung der Abschreibungen ausgenutzt wurden. Für diesen Zeitraum haben jährlich 16,13 bis 21,6 Prozent der Unternehmen mit einem derivativen Goodwill Wertberichtigungen vorgenommen. Die durchschnittliche Abschreibungsquote betrug für diesen Zeitraum circa 2 Prozent.

Eine Abschreibungsquote von 2 Prozent impliziert eine Nutzungsdauer von 50 Jahren. So drängt sich die Vermutung auf, dass es zu einer legitimierten Abschirmung des ökonomisch begründeten Abschreibungsbedarfes durch die bilanzpolitischen Spielräume des IOA kommt. Dabei führen hohe Goodwillquoten mit einer geringen Abschreibung zunächst zur Abschirmung und lösen in Krisenzeiten erhebliche Abschreibungsbedarfe aus, die aufgrund der Größe des Goodwills erheblichen Einfluss auf das Jahresergebnis haben. Dies erklärt auch die geringe Anzahl der Wertminderungen und zeigt den Anreiz für Unternehmen, jährliche Wertminderungen aufzuschieben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Goodwill für die Ewigkeit: Einleitung in die Problematik des Goodwill-Ansatzes nach IFRS und die zentrale Fragestellung der Arbeit.

2 Definition und Ansatz des Goodwills: Theoretische Grundlagen zur Entstehung und Identifizierung von derivatem Goodwill im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen.

3 Bewertung des Goodwills: Darstellung der technischen Verfahren zur Erstbewertung sowie zur jährlichen Werthaltigkeitsprüfung des Goodwills.

4 Kritische Würdigung: Analyse der Entscheidungsnützlichkeit und der bilanzpolitischen Spielräume des Impairment Only Approach aus theoretischer und praktischer Sicht.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Kritische Reflexion der Ergebnisse zur Eignung des Impairment Only Approach und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Goodwill, Impairment Only Approach, IFRS, Kaufpreisallokation, Werthaltigkeitstest, Bilanzpolitik, Unternehmenszusammenschluss, IAS 36, Entscheidungsnützlichkeit, Rechnungslegung, Bewertungstechnik, zahlungsmittelgenerierende Einheit, Substanzwert, Wirtschaftsprüfung, Goodwill-Substitution

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch die Bilanzierungspraxis für Goodwill nach IFRS, insbesondere den "Impairment Only Approach".

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition, der Bewertung (Erst- und Folgebewertung) sowie der kritischen Hinterfragung der bilanziellen Objektivität des Goodwills.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob der IOA tatsächlich entscheidungsnützliche Informationen liefert oder lediglich Gestaltungsspielräume für das Management schafft.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es erfolgt eine wissenschaftliche Analyse auf Basis der bestehenden Rechnungslegungsstandards (IFRS, IAS 36, IFRS 3) verknüpft mit einer Auswertung der Forschungsliteratur und empirischer Praxisbeispiele.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine bilanztheoretische Würdigung der Entscheidungsnützlichkeit und eine bewertungstechnische Analyse der Spielräume bei der Erst- und Folgebewertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Goodwill, Impairment Only Approach, Entscheidungsnützlichkeit, Bilanzpolitik und zahlungsmittelgenerierende Einheiten (ZGE).

Wie beeinflusst der Impairment-Test die Abschreibungspraxis von Unternehmen?

Die Untersuchung zeigt, dass Unternehmen den IOA nutzen können, um Wertminderungen zu verschieben oder durch entsprechende ZGE-Zuordnungen zu reduzieren.

Welche Rolle spielt die Prinzipal-Agent-Theorie in diesem Kontext?

Die Theorie erklärt Motive von Managern, durch bilanzpolitische Maßnahmen wie "Big Bath Accounting" oder "Cleaning the Decks" das Unternehmensergebnis zu beeinflussen.

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Details

Title
Der Impairment-Only-Ansatz bei der Goodwill-Bilanzierung. Eine kritische Analyse
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
21
Catalog Number
V1489696
ISBN (PDF)
9783389046258
ISBN (Book)
9783389046265
Language
German
Tags
Goodwill Geschäfts- oder Firmenwert (GoF) IFRS 3 IAS 36 Impairment Impairment Only Approach außerplanmäßige Abschreibung cash generating unit (CGU) zahlungsmittelgenerierende Einheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
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Anonym (Author), 2021, Der Impairment-Only-Ansatz bei der Goodwill-Bilanzierung. Eine kritische Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1489696
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