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Kreativität und Lebenskunst. Eine Analyse der Konzepte von Michel Foucault und Andreas Reckwitz

Titel: Kreativität und Lebenskunst. Eine Analyse der Konzepte von Michel Foucault und Andreas Reckwitz

Hausarbeit , 2022 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit untersucht die Konzepte der Lebenskunst durch die Analyse von Texten von Michel Foucault und Andreas Reckwitz. Insbesondere wird das Kreativitätsdispositiv von Reckwitz in den Mittelpunkt gestellt. Die Arbeit hinterfragt, ob Kreativität lediglich ein abstraktes Konzept oder eine greifbare Realität ist. Durch die Einordnung und Definition von Kreativität unter Einbezug weiterer Autoren sowie die kritische Analyse von Hindernissen kreativen Denkens, soll ein umfassendes Verständnis des Themas entwickelt werden. Ziel ist es, die Relevanz von Kreativität in der modernen Lebenskunst darzustellen und die Erkenntnisse in den Kontext der anthropologischen und kulturellen Grundlagen zu setzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist Kreativität?

3 Andreas Reckwitz und die Kreativität

3.1 Streben nach Kreativität

3.2 Streben nach Erschaffung des Selbst

3.3 Neue Entwicklungen durch Kreativität

4 Hindernisse der Kreativität

4.1 Ausbruch aus dem Gewöhnlichen

4.2 Erziehung

4.3 Kreativität und die Seele

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Natur der Kreativität, wobei die zentrale Forschungsfrage lautet, ob Kreativität lediglich ein abstraktes Konstrukt oder eine manifeste Realität darstellt. Durch die Gegenüberstellung theoretischer Ansätze wird analysiert, wie Kreativität als Prozess und als soziale Anforderung (Kreativitätsdispositiv) konstruiert wird und welche Hindernisse einer individuellen Entfaltung entgegenstehen.

  • Grundlagen und Definitionen der Kreativität
  • Andreas Reckwitz und das Kreativitätsdispositiv
  • Die ästhetische Ökonomie und urbane Transformation
  • Transformation des Selbst durch Kreativität
  • Barrieren und Hindernisse für kreative Prozesse

Auszug aus dem Buch

4.2 Erziehung

Das zuvor gennannte Potenzial muss von Anfang an richtig gefördert werden. Somit entsteht das Hindernis der Erziehung. Frederick Mayer äußert sich so: „Herkömmliche Erziehung ist ein Haupthindernis für Verwirklichung von Kreativität.“43. Die Annahme liegt nahe, dass Kinder bereits im frühen Alter richtig gefördert werden müssen. Eltern, ältere Geschwister und weitere Familienmitglieder müssen die Kreativität fördern, sei dies zum Beispiel durch Malen, Zeichnen oder Rollenspiele. Eine herkömmliche Erziehung umfasst aus eigener Perspektive gleiche Tagesabläufe ohne Abwechslungen, also das Fallen in eine Routine.

Hierdurch wird das Umdenken der Kinder nicht richtig gefördert und Entscheidungen der Erwachsenen werden nicht in Frage gestellt. Auch in der Schule können schon Grundlagen für eine herkömmliche Routine gelegt werden. „Die herkömmliche Schule mit ihrer farblosen Atmosphäre und elektrischen Architektur ist ein Bild geistiger Depression und weckt keinerlei Freude im Auge des Betrachters.“44. So wird deutlich, dass in den Branchen der ästhetischen Ökonomie, wie Mode, Werbung und Design ebenfalls Grundlagen, für die nicht herkömmliche Erziehung gelegt werden (vgl. Reckwitz 2019)45. Mathias Nölke, ein Kommunikationswissenschaftler, äußert sich ebenfalls zu den Grundlagen, indem er sagt, „[…], dass der Grundstein zur Kreativität in der Kindheit gelegt wird.“46. Er denkt auch über die Kindheit hinaus und bringt an, dass „[…] jüngere Menschen tendenziell aufgeschlossener, geistig beweglicher und risikofreudiger [sind] als ältere, jedoch hat sich gezeigt, dass die Menschen, die kreativ sind es auch im Alter bleiben.“47. Somit kann eine herkömmliche Erziehung ein Hindernis darstellen, welches aber auch überwunden werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt den Kontext der Hausarbeit im Rahmen anthropologischer Seminarinhalte und führt die Fragestellung nach dem Wesen der Kreativität ein.

2 Was ist Kreativität?: Definiert den Begriff der Kreativität als Fähigkeit, Neues zu schaffen, eingebettet in verschiedene wissenschaftliche Diskurse und Begriffsfamilien.

3 Andreas Reckwitz und die Kreativität: Analysiert Reckwitz' Konzept des Kreativitätsdispositivs und dessen Rolle in der gesellschaftlichen Ästhetisierung.

3.1 Streben nach Kreativität: Beleuchtet den menschlichen Wunsch nach kreativem Potenzial und dessen systematische Förderung im gesellschaftlichen Kontext.

3.2 Streben nach Erschaffung des Selbst: Untersucht die kreative Formung des eigenen Ichs und den Konflikt zwischen individuellem Wunsch und gesellschaftlichem Kreativitätsimperativ.

3.3 Neue Entwicklungen durch Kreativität: Diskutiert die Auswirkungen kreativer Prozesse auf soziale Strukturen, etwa durch creative industries und creative cities.

4 Hindernisse der Kreativität: Identifiziert Barrieren, die den kreativen Prozess hemmen, und setzt diese in Beziehung zu gesellschaftlichen Normen.

4.1 Ausbruch aus dem Gewöhnlichen: Erörtert die Notwendigkeit, festgefahrene Routinen und den Alltag zu verlassen, um echte Kreativität zu ermöglichen.

4.2 Erziehung: Hinterfragt klassische Erziehungsmuster als mögliche Hemmfaktoren für die Entfaltung kreativer Potenziale in der Kindheit.

4.3 Kreativität und die Seele: Verknüpft den kreativen Akt mit der Tiefe des menschlichen Seins und der Beständigkeit von Werken über den Tod hinaus.

5 Fazit: Führt die Analyseergebnisse zusammen und beantwortet die Frage nach der Natur der Kreativität als Synthese aus Geist und Realität.

Schlüsselwörter

Kreativität, Kreativitätsdispositiv, Andreas Reckwitz, Otto Kruse, ästhetische Ökonomie, Lebenskunst, Selbstentwurf, Kreativitätsimperativ, Sozialstruktur, Erziehung, Innovation, Originalität, Fantasie, Alltag, Routine.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Kreativität in der heutigen Gesellschaft unter Einbeziehung philosophischer und anthropologischer Perspektiven.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Definitionen von Kreativität, dem Konzept des Kreativitätsdispositivs und den Hindernissen, die kreative Prozesse im Alltag und in der Erziehung blockieren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, ob Kreativität lediglich ein immaterieller Geist oder eine handfeste Realität ist, die sich in sozialen Prozessen und Produkten manifestiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, indem sie die Ansätze von Autoren wie Andreas Reckwitz und Otto Kruse vergleicht und kritisch aufeinander bezieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Streben nach Kreativität, die Ästhetisierung des Alltags und die gesellschaftlichen Strukturen, die diese Kreativität fordern sowie behindern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Kreativitätsdispositiv, ästhetische Ökonomie, Selbstentwurf und der Prozess der schöpferischen Realisierung.

Inwiefern spielt die Erziehung eine Rolle für die Kreativität?

Der Autor argumentiert, dass starre, routinierte Erziehungsmuster ein Haupthindernis darstellen, da sie das für Kreativität notwendige Umdenken unterdrücken.

Was ist mit dem Begriff des Kreativitätsimperativs gemeint?

Der Begriff beschreibt den gesellschaftlichen Druck, ständig Neues und Individuelles schaffen zu müssen, was einen Konflikt mit dem authentischen Wunsch nach Kreativität auslösen kann.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kreativität und Lebenskunst. Eine Analyse der Konzepte von Michel Foucault und Andreas Reckwitz
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta  (Historische und literarische Anthropologie)
Veranstaltung
Die Sorge um sich. Konzepte und Erzählungen von Lebenskunst.
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
14
Katalognummer
V1489737
ISBN (PDF)
9783389046456
ISBN (Buch)
9783389046463
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kreativität Andreas Reckwitz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Kreativität und Lebenskunst. Eine Analyse der Konzepte von Michel Foucault und Andreas Reckwitz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1489737
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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